It ain’t pretty …

So der Titel eines umfangreichen Berichtes über technische Details und die Performance von DirectX 10 auf AnandTech.com (via Bluesnews).

Was ich seit einer Weile bereits in diversen Foren gelesen habe, was hier und da kolportiert wird, wird hier bestätigt. AnandTech ist übrigens keine Kleinkinder-Seite, die von frustrierten Skript-Kiddies und MS-Hassern betrieben wird. Man zeichnet sich dort seit Jahren durch umfangreiche und seriöse IT-Berichterstattung und Tests aus.

For now, before we get into features and performance, we would like to temper your expectations. Many of the features currently implemented in DirectX 10 could also be done using DirectX 9. Additionally, those features that are truly DX10 only either don’t add much beyond what we would get other wise, or require quite a bit of processing power to handle. Thus, we either get something that was already possible or something that requires expensive hardware.

AnandTechs Test bestätigen dies. Um DX10 richtig nutzen zu können, benötigt man momentan die Creme de la Creme an verfügbarer Hardware. Und wo sind die Vorteile, die man die ganze Zeit angepriesen hat. DX10 soll doch schneller sein?

Games which could absolutely only be done in DX10 won’t hit for quite a while for a number of reasons. The majority of users will still be on DX9 platforms. It is logical to spend the most effort developing for the user base that will actually be paying for the games. Developers are certainly interested in taking advantage of DX10, but all games for the next couple years will definitely have a DX9 path. It doesn’t make sense to rewrite everything from the ground up if you don’t have to.

Nicht nur das, die Vergleichs-Screenshots im Test zeigen auch wieder, wie marginal die graphischen Verbesserungen gegenüber DX9 sind. Auf den Punkt bringt es der Schlussatz:

We really need to see faster hardware before developers can start doing more incredible things with DirectX 10.

Wow! Toll! Ich komme mir vor wie ein Autofahrer, dem man verspricht, dass diese neue, tolle Benzin den Verbrauch deutlich senken soll. Erzielen lässt sich die Ersparnis aber nur, wenn ich mir einen Supersportwagen kaufe, dessen Verbrauch eh schon so hoch ist, dass die Ersparnis letztendlich gar nicht mehr ins Gewicht fällt.

3 Kommentare zu „It ain’t pretty …

  1. So ist es.Spielehersteller sind bis heute unfähig, Mehrkern-CPUs vernünftig zu nutzen und selbst die schnellsten Grafikkarten sind mit den üblichen unoptimierten Shadern hoffnungslos überfordert.DirectX 10 ist ein Hype-Buzzword, um den Verkauf von Vista zu fördern.

  2. Scheint so als bestünde im Bereich Hardware momentan kein akuter Kaufdruck. Man kann auch mit Hardware die schon ein paar Monate aufm Buckel hat aktuelle Spiele mit vollen Details spielen. Das gabs ja noch nie! Wie kommts? Zum einen ist erstmal das Taktratenwachstum an einem gewissen Punkt angekommen an dem die Hersteller vor gewissen physikalischen Grenzen stehen. Das wurde zwar schon oft prophezeit (mehr als 1 Ghz, haha niemals!), dieses Mal ist aber wohl was dran.Zum anderen ist auch bei den Spielen mal Schluss mir immer mehr Details, Polygonen, Texturen, Effekten. Irgendwo muss der Entwicklungsaufwand ja auch noch in vernünftiger Relation zum angestrebten Verkaufspreis stehen – auch hier Stagnation seit einiger Zeit.

  3. Irgendwo muss der Entwicklungsaufwand ja auch noch in vernünftiger Relation zum angestrebten Verkaufspreis stehenDeswegen sind Publisher und Entwickler auch nicht soooo sonderlich glücklich über NextGen a la MS und Sony. Da die Entwicklungskosten steigen, sinkt der Gewinn, da man nicht im gleichen Maße die Preise für die Spiele anheben kann. Auch hier nähert man sich immer mehr einem Punkt, an dem ein Mehr an Entwicklungsaufwand wirtschaftlich nicht mehr tragbar ist. Nicht ohne Grund versuchen ja die Publisher verzweifelt nach neuen Umsatzfeldern wie Micropayment, Premium-Accounts und Ingame-Werbung. Nur alleine auf Spieleverkäufe kann man sich fast nicht mehr verlassen.

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