Universe at … yawn!

Eigentlich wollte ich schon letzte Woche was zu schreiben, war mir aber nicht sicher, ob ich diesem Spiel weitere Aufmerksamkeit schenken sollte. Da ich aber schon lange nicht mehr so richtig gehässig war, will ich diese Gelegenheit doch nicht auslassen 🙂

Die Rede ist übrigens von „Universe at War – Earth Assault„, dem neuesten Werk von Petroglyph. Genauergesagt von der Demo. Petroglyph ist ein Studio, welches von ehem. Westwood-Mitarbeitern gegründet wurde. Ein Umstand, der übrigens auch schon bei „Empire at War“ marketing-technisch weidlich ausgenutzt wurde. Diesmal wird Frank Klepacki prominent gefeatured, weil der gute Mann den Soundtrack zu UaW beigesteuert hat. Frank hat auch große Teile des C&C-Soundtracks komponiert, von daher sollte der eine oder andere mit dem Namen etwas anfangen können.

Große Namen werden hier also in den Raum geworfen. Zu Recht?

Nun, der geschätzte Leser dieses Blogs wird unter Umständen bereits ahnen, welche Richtung mein höchst subjektives und einseitiges Urteil einschlagen wird.

Richtig … der Daumen zeigt nur geringe Bemühungen, sich, dem Gesetz der Schwerkraft folgend, auf dem Weg nach unten von bewusster Muskelarbeit abhalten zulassen. Zwar hält er nicht ganz in der vertikalen Position an, doch die ca. 45 Grad nach unten abgewinkelte Haltung verrät offen und unmißverständlich meine Meinung zu diesem, ähm, Spiel.

Wie kommt’s? Ist es sooo schlecht? Jaaaaaiiiiin … belanglos trifft es eher.

Wie auch bei EaW, so bemüht man sich bei Petroglyph auch diesmal redlich, dem RTS-Genre neue Aspekte abzugewinnen. Daran ist nichts auszusetzen, ganz und gar nicht. Neue Ideen sind immer gut. Nur sollten diese Ideen auch, hmm, ganz simpel und einfach ausgedrückt, auch Spass machen. Bei UaW wollte sich Petroglyph scheinbar bemühen, klar unterschiedlich zu spielende Rassen zu implementieren. Ich kenne aus der Demo nur die Hierarchy. Soooo wirklich anders spielen sich die Jungs aber nicht. Dicke, fette Einheiten, die man über Hardpoints mannigfaltig aufrüsten kann. Schiere Feuerkraft ist bei diesem Volk angesagt. Spielt sich daher wie das typische 08/15-Haudrauf-Volk aus dem typischen Generic-RTS. Vielleicht hätte man für die Demo eines der anderen beiden Völker nehmen sollen? Mein ja nur, wenn man schon so großartig mit „diverse gameplay“ wirbt …

Optisch … je nun, hmmhmm. UaW sieht jetzt nicht schlecht aus. Nein, kann man nicht sagen. Hochauflösende Texturen, Shadow-Mapping bis zum Abwinken, aber dennoch wirkt das langweilig. Die Technik mag vorhanden sein, gefüllt wurde sie aber nicht so überzeugend. Auch ist die Performance (im Vergleich zu C&C3) zT. nur unterirdisch zu nennen, ohne dass (im Vergleich zu C&C3) einem hier und da die Kinnlade runterklappt, weil das Geschehen auf dem Bildschirm so bombastisch ist.

Und wenn wir schon von C&C3 reden. DIESES Spiel macht alles richtig! Es will spielerisch nichts neues bringen, sondern perfektioniert das „Good old“RTS-Gameplay der C&C-Serie noch ein Stückchen mehr. Es läuft selbst auf vergleichsweise schwächeren Rechnern immer noch gut und ist das zumindest meiner Meinung nach bestaussehenste RTS-Spiel dieses Jahres, weil man hier Effekte effektiv nutzt und nicht einfach nur Shader reinknallt, dass die GPU schmilzt. Und der ganz große Unterschied zu UaW … C&C3 macht einfach Spass. Gerade weil es nicht ums Verrecken etwas anders oder neu machen will, sondern so einfach und simpel daherkommt, wie man es von C&C-Spielen gewohnt ist.

UaW hingegen … nääää! Langweilig, belanglos, bemüht, unspassig.

Und bevor hier eventuell mitlesende Fanboys jaulend aufschreien. Ja, ich kenne nur die Demo. Das reicht mir dann aber auch. Ich bin nicht so sehr verzweifelt nach RTS-Nachschub. Da schaue ich mir doch irgendwann nächstes Jahr lieber „Supreme Commander“ an, ob man das mittlerweile vernünftig zocken kann.

In diesem Sinne …

3 Kommentare zu „Universe at … yawn!

  1. Bisher leider keine Zeit gehabt die Demo anzutesten…. Bin Total dem Mass Effect Hype verfallen 🙂

  2. Jo, habe sogar noch die Original C&C und Red Alert Soundtracks auf CD zu Hause.C&C 3 macht alles richtig?Was ich so an C&C zu hassen gelernt habe, ist das „Einheitenballet“.Man baue eine Abwehrlinie auf, das C&C keine Formationen kennt. Sobald nun eine Einheit zu nahe herangefahren wird, oder sogar durch die Linien soll führen die Einheiten ein Ballett aus, einer fährt vor, einer zurück und scheinbar wird immer die optimalste Route mit dem geringsten Abstand zur feindlichen Abwehr berechnet um maximalen Einheitenverlust sicher zustellen.%-pAusserdem können sich eigene Einheiten nicht mal kurzfristig anständig verteidigen. Im falschen Moment nicht hingekuckt und die stärksten Waffen aufgerieben, weil zu dumm. Dabei war ich mal C&C Fan der ersten Stunde.

  3. C&C 3 macht alles richtig?Sagen wir, es macht verdammt viel richtig.Was ich so an C&C zu hassen gelernt habe, ist das „Einheitenballet“.Das habe ich bei den frühen C&C-Teilen so derart gehasst, dass ich C&C1 und Red Alert nie durchgespielt hatte. Heiloses Rumgewürge mit den Einheiten, verzweifeltes Schafehüten. Bei Tiberium Sun und jetzt bei Tiberian Wars habe ich diesbezüglich keinen Grund zur Klage.

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