Indie-Gaming: Slaves to Armok II – Dwarf Fortress

Zugegeben, ich denke nicht, dass ich in absehbarer Zeit die Muße, respektive die Geduld aufbringen werde, um Slaves to Armok II: Dwarf Fortress auch nur ansatzweise spielen zu können. Ich habe vor einer ganzen Weile min. ein dutzend Male in Nethack vergeblich versucht, mehr vom einem Nethack-Dungeon zu sehen, als nur die ersten paar Räume, geschweige denn mehr als nur den Startlevel. Daher glaube ich nicht, dass ich in der Lage bin „Dwarf Fortress“ gebührend zu würdigen oder einzuschätzen. Meine Leidensfähigkeit ist angesichts des Umstandes, dass mir alternativ hunderte von Spielen zur Verfügung stehen, die zugänglicher und nicht unbedingt weniger spassig sind, sagen wir, sehr dezent ausgeprägt.

Aaaaaaber … wenn beim Lesen eines Telepolis-Artikels über dieses Spiel der Funke der Begeisterung in Windeseile überspringt und ich mir wünsche, ich HÄTTE die für so ein Spiel notwendige Hartnäckigkeit und Ausdauer, dann lässt dies schon gewisse Rückschlüsse auf unbewusste Bedürfnisse zu. Nein, nicht das Bedürfnis mich selbst zu quälen 🙂

Das Bedürfnis nach Spielewelten und Spielprinzipien, die tief und reichhaltig sind. Die mir mehr bieten als nur den schnellen Kick für Zwischendurch, den Ex&Hopp-Spielegenuß für ein paar Minuten Entspannung am Tag.

Ja, ich habe mittlerweile genug Herausforderung im alltäglichen Leben. Ich muss diese Herausforderung nicht mehr in Spielen oder anderen Freizeitaktivitäten suchen. Es hat schon seinen Grund, warum ich wahrscheinlich nie die Muße und die Zeit für Spiele wie „Dwarf Fortress“ finden werde. Dennoch ist der Wunsch nach MEHR vorhanden. Dennoch habe ich plötzlich den Wunsch genügend Geduld und Muße für dieses Spiel zu finden. Es ist immer noch eine Alpha. Es hat „nur“ ASCII-Graphik. Das Interface ist krude. Die Lernkurve extremst steil. Warum diese plötzliche Begeisterung? Nur, weil der Artikel von einem offensichtlich vollkommen euphorisierten Autor verfasst wurde und ich keine andere Wahl habe, als selber Feuer und Flamme zu sein?

Nein, ich denke meine Begeisterung rührt von dem Umstand, dass „Dwarf Fortress“ mir zeigt, dass Spiele natürlich und selbstverständlich mehr sein können als nur pure, belanglose Stundenvertrödelei.

Nämlich hochwertige, anspruchsvolle, tiefe und reichhaltige Stundenvertrödelei! 🙂

4 Kommentare zu „Indie-Gaming: Slaves to Armok II – Dwarf Fortress

  1. „…hochwertige, anspruchsvolle, tiefe und reichhaltige Stundenvertrödelei!“Genau das hab‘ ich gestern gemacht. Nachdem ich DF vor ein paar Wochen schon einmal auf indiegames.com entdeckt, 10 Minuten ausprobiert und gleich wieder geloescht habe, hat mir der Telepolis- Artikel die noetige Courage gegeben… Stunden zu vertroedeln. Ich werde versuchen spaeter einen ausfuehrlicheren Rapport zu geben.Nach dem Winter… Wenn ich es schaffe meine Felder zu bewaessern… Panik!

  2. Ja, erzähle bitte wie es Deinen Zwergen so ergangen ist :)Und frei nach Martin Luther King: I have a dream … diese Spieltiefe, in Verbindung mit dem eingängigen, selbsterklärenden Interface der Blizzard-Spiele und der Optik von Oblivion. Hach …

  3. Bei dem Spiel besteht auf jeden Fall Suchtgefahr. Nach deinem Post auch in Ruhe den Telepolis Artikel durch gelesen und da ich heute frei hatte direkt mal installiert…Wie man an der Uhrzeit unschwer erkennen kann, hat es doch ziemlich gefesselt.Und dabei hab ich gerade erstmal die Grundlagen durchschaut, von richtigen Produktionsabläufen bin ich noch weit entfernt.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s