Indie-Gaming: Knytt Stories

Um etwa mehrere hunderttausend Lichtjahre vom sonst üblichen Hype um KrachBummPeng-Spiele und BummPengKrach-Hardware entfernt, versteckt in den tiefen, tiefen Wäldern Schwedens, da erschafft ein kleiner Troll in seinem Erdloch die schönsten Kunstwerke.

Kunstwerke wie zum Beispiel „Knytt Stories„.



Ähhh, das ist ein „Kunstwerk“? Sonst alles in Ordnung bei Dir?

Ja, Kunstwerk! Ein spielbares Kunstwerk. Ein spielbarer Kunst-Plattformer. Ein künstlerisch anspruchsvolles Jump&Run! Ein wunderschönes Spiel. Und höllisch schwer! 🙂

Ich stecke derzeit auf der Suche nach einem bestimmten Power-Up fest, welches irgendwo in den Untiefen der großen Levels versteckt ist. Und wer höhere Schwierigkeitsgrade wählt, muss mindestens den Schwarzen Gürtel in „Pixelgenaues Steuern“ und „Präzises Abschätzen von Vorgängen im Millisekundenbereich“ haben.

Normalerweise würde ich ein derartiges Spiel ja nicht einmal mit der Kneifzange anfassen. Doch ich komme nicht los. Übe solange an einer Stelle, bis ich es geschafft habe. Oder fange das Spiel wieder von vorne an, um sicher zu gehen, dass ich nichts übersehen habe. Mit ein Grund für meine Motivation ist nicht nur das simple, eingängige Spielprinzip, die kreativen Levels und das generelle Art Design, sondern auch der Soundtrack, der großen Anteil an der verzauberten Atmosphäre hat, mit der dieses „Spiel“ mein Herz gewinnt.

Übrigens, Nifflas freut sich über eine kleine Spende. Damit er nicht länger nichtsahnende Wanderer beim Überqueren seiner Brücke ausrauben muss, sondern sich stattdessen um die Erschaffung neuer, feiner Kleinode kümmern kann. Nein, ehrlich jetzt! Sollte Euch „Knytt Stories“ und seine anderen Spiele/Experimente gefallen, dann spendet lieber hier 5 Euro, anstatt dass ihr 50 Euro für den nächsten KrachBummPeng-Titel ausgebt, dessen kreative Leistung sich nur im steten und erneuten Begehen lange ausgetretener Pfade erschöpft.

15 Kommentare zu „Indie-Gaming: Knytt Stories

  1. Die Puzzle Quest-Manie war zum Glück ein Einzelfall ;)“Knytt Stories“ spiele ich derzeit nur so zwischendurch für ein paar Minuten. Als Solitär/Minesweeper-Äquivalent.

  2. das schaue ich mit gerne mal an! wer es noch nicht kennen sollte, „samorost“ aus tschechien passt in den zusammenhang und sei hiermit von mir wärmstens empfohlen

  3. Ja, Samorost! Das ist eines dieser Spiele, in denen man sich verlieren kann, ohne das Verstreichen der Zeit zu bemerken. Ganz gefährlich!Aber schööön … 🙂

  4. Ich hab mich übrigens jetzt doch gegen das HGL-Abo entschieden. Der Grund: der Developer-Chat von letzter Woche. Ich glaube, ich habe noch nie so oft in einem Zusammenhang „We’re working on it“ gelesen. Wieviele Baustellen kann sich ein Entwickler eigentlich leisten?Sehr schön zu diesem Thema (bzw. zum Zustand von HGL allgemein): hier lesen!

  5. Ich weiß nicht was all die Blogger so an den Spiel finden.Sicher kann auch ein einfaches Prinzip Spaß machen und ich findes es recht liebevoll programmiert.ABER: Das Gameplay ist so langweilig das Nix sowas ausgleichen kann.

  6. Ich weiß nicht was all die Blogger so an den Spiel finden.Ich auch nicht, aber ich find’s trotzdem klasse :)Zum Glück sind die Geschmäcker unterschiedlich. Ich kann zB. mit einem FarCry oder CoD (egal welcher Teil) überhaupt nix anfangen, bin zu doof für Myst und mit Sport-Managern kann man mich jagen.

  7. Kann ja sein aber woin liegt der Reiz in diesen Spiel?Ich finde sogar nen Super Mario Bros.witziger und Abwechslungsreicher und das Spiel ist 25 Jahre alt.

  8. Wo liegt der Reiz? Bei mir in erster Linie in der Kombination aus einem ungewöhnlichen Grafikstil, des herrlichen Soundtracks und eines soliden Plattformer-Gameplays.Aber wenn es Dich nicht packt, dann packt es Dich eben nicht. Kann man machen nix.Mich erinnert das Spiel etwas an die tschechische Verfilmung von „Krabat“, des Buches von Ottfried Preußler. Ein Film, den ich seinerzeit mit den Augen aufgefressen habe. Bin also etwas vorbelastet 🙂

  9. Du gibst zu viele Tipps ;/ Wer soll denn das alles spielen, ich bin ja noch nicht mal durch Puzzle Quest durch …;)

  10. Verzeih, ich bin eher ein „vieles zugleich“-Spieler, als jemand der linear einen Titel nach dem anderen durchgeht :)Ausserdem nervt der Level Cap und die 100 TemplePoint-Grenze in Puzzle Quest gerade gewaltig.

  11. Hmm in LevelCap bin ich noch nicht reingeraten, wo liegt der denn? Ich habe einen Druiden irgendwo bei 30+. Templepoints sind die gekauften Stat-Upgrades? Was mich grade ärgert an Puzzle Quest ist, dass die Items schlecht ausbelanciert sind. Mit meinem „Imba“-Set hole ich 38er Schäden aus 3er Totenkopfreihen (forged Jewels und Sword Item) und heile ohne zutun 3 HP/pro Turn (Ultimate Troll Ring). Ich kann mich gar nicht erinnern, wann ich den letzten Kampf verloren hab, obwohl ich aufgrund der Leichtigkeit teilweise haarstäubende Fehler begehe …Die einzige Herausforderung ist das Schmieden von Legendary/Godlikes und das Lernen schwerer Sprüche, da setzt dann allerdings der Zufallsfaktor ein, irgendwann schafft man es. Naja, vielleicht ändert sich das wieder 😉

  12. in LevelCap bin ich noch nicht reingeraten, wo liegt der denn?Bei Fuffzig.Templepoints sind die gekauften Stat-Upgrades?Richtig, das sind die.

  13. Dieses Spiel ist wie Crack – zumindest wirkt es auf mich so. Installiert, Level angefangen um zu gucken, in einem Rutsch durchgespielt, auf der Webseite zusätzlich Levels runtergeholt, nächstes Level angefangen…Sehr, sehr geil! Vielen Dank für den Tip!Übrigens hatten „Bound Plus“ und „Bacteria 2“ ein ähnliche Wirkung auf mich. Das hat wirklich noch kein kommerzielles Spiel geschafft – Crack, pures Crack! Installieren, ansehen und schon süchtig – schlimm, schlimm…

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