Hau wech die Scheisse!

Ach, Innovation! Du armes, armes Ding! Lautstark wirst Du immer wieder von wenigen Leuten gefordert, eindeutig von zu viel zu vielen Leuten immer wieder aufs Neue an der Kasse schmählich abgestraft. Notwendig bist Du, weil ohne Dich alles erstarren und sterben würde! Ungeliebt bist Du, weil Du Bestehendes gerne durcheinander bringst und die Gewohnheit Dein mächtiger und allergrößter Feind ist!

Dennoch erhebst Du wieder Dein keckes Haupt, um uns in Form von Voxelstein 3D zu zeigen, das Fortschritt in Ego-Shootern möglich ist und sich nicht nur in winzigen Detailverbesserungen bei der Darstellung längst etablierter optischer Standards erschöpft.

Die voxelbasierte 3D-Engine, die von keinem anderen als Ken Silverman, dem Schöpfer der legendären Build-Engine, ersonnen wurde, würde notwendigen frischen Wind in das Genre bringen. Natürlich sieht das in Form dieses Hobby-Projektes noch nicht so sonderlich prickelnd aus. Auch befindet sich dieses Spiel noch in einem sehr frühen Stadium. Aber es macht jetzt schon Spass, kleine Pixelblöcke aus diversen Gegenständen und Wänden und Gegnern zu schnetzeln. Das behalte ich auf jeden Fall im Auge!

Ja, ich weiß dass vollständig zerstörbare Umgebungen (oder zumindest größtenteils zerstörbare Umgebungen) der Horror eines jeden Gamedesigners sind, da der Spieler dann gerne dazu neigt, sich selbst durch massive Verwüstungen des Levels in eine Sackgasse zu manövrieren oder Abkürzungen zu nehmen, die so nicht geplant waren. Kann ich nachvollziehen. Ich würde diesen Gamedesignern aber trotzdem zurufen: „Vertraut uns! Wenn wir durch rigorosen Einsatz großkalibriger Raketenwerfer und Sprengstoffe das Missionsziel oder den weiteren Weg zum Missionsziel zerstören, dann laden wir einfach einen älteren Savegamestand und sind dann eben vorsichtiger.“

Wie könnte ich mich also wieder für mein einstiges Lieblingsgenre erwärmen? Großflächig zerstörbare Umgebungen und freies Speichern.

Aber wer hört schon auf mich? 🙂

6 Kommentare zu „Hau wech die Scheisse!

  1. Wie hieß das eine Spiel da nochmal…Ach ja, Red Faction…danach kam sowas aber nich mehr.

  2. ja, red faction – netter ansatz, war dann aber doch auch bloss ein schlauchshooter mit ein paar im leveldesign vorgeplanten orten, wo man dann ein bisschen levelarchitektur zerballern sollte, um weiterzukommen. haben sie damals nicht konsequent zum spielprinzip erhoben und damit in meiner sicht verschenkt. aber die railgun war sehr nett!

  3. Ich denke die Technik war damals einfach noch nicht weit genug als dass man wirklich völlige Zerstörung realisieren konnte….Bin in der Hinsicht mal auf den angekündigten 3ten Teil gespannt.not @ topicSchaut mal hier reinhttp://www.wesnoth.org/Hab ich vor ein paar Tagen zufällig über Krawall gefunden. Habs zwar nur kurz angetestet, macht aber auf jedenfall Spass. Kostenlose Mischung aus Advanced Wars und ein wenig Hereos of Might and Magic…GrußFrank

  4. Ich hab auch einen Spieletipp: Zak McKracken – between time and space. Der inoffizielle Nachfolger (Freeware) einer dt.Programmierertruppe. Satte 1.9 GB groß, bin noch beim download. Link: http://tinyurl.com/57ookw

  5. Bei Red Faction konnte man ja nur alles Zerstören weil es unendlich Sprengsätze gab. Wenn man die limitiert würde es auch funktionieren. Freies speichern ist imho trotzdem selten Spaß fördernd.

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