Das Problem sitzt zwischen Stuhl und Tastatur

Seit gestern mittag nerve ich abwechselnd Telekom und T-Online, weil auf einen Schlag keine Verbindung mehr ins Internet möglich ist. Egal, was ich tue, es will nicht. Ich überprüfe alle relevanten BIOS-Einstellungen. Nix Verdächtiges und ein Reset auf Default-Werte löst das Problem auch nicht. Ich wechsle das Modem aus, ich wechsle die Kabel aus. Die Telekom-Leitungsprüfung meldet keine Probleme, bis zum Router kann alles perfekt erreicht werden.

Vista (und ein frisch parallel installiertes XP) spucken aber immer wieder die Fehlermeldung aus, dass der Remote-Server nicht erreicht werden kann. Eine Fehlermeldung, die ich normalerweise nur dann kenne, wenn entweder Telekom oder T-Online größere Probleme haben. Und zwei von den sechs CallCenter-Agents, die ich gestern unter unterschiedlichen Nummern anrufen durfte, erzählten mir, dass derzeit eine fette Störung vorliegt und ich deswegen nicht ins Netz komme. Rufe ich aber bei Freunden in der nahen Umgebung an, die den gleichen Provider haben, ernte ich nur ein ratloses Achselzucken und die Antwort, die man als Lösungssuchender ja eigentlich hasst wie die Pest: „Also, bei mir geht’s!“.

Ich schraube sodann den alten Rechner zusammen. Ich kann mich damit einwählen. Arghlll!

Frustriert sitze ich vor dem Gehäuse des neuen Rechners und versuche mich abzuregen, bevor ich losziehe, um dem Händler das Mainboard mit dem anscheinend defekten LAN-Modul um die Ohren zu hauen.

In einem letzten Versuch dieses Rumgenerve zu vermeiden, gehe ich nochmals sorgfältig alle Einstellungen durch. Ich schaue mir nochmals en Detail die Vista-eigene Netzwerk-Übersicht an. Vielleicht habe ich etwas übersehen. Dabei fällt mir auf, dass zwischen Router und PC eine eingeschränkte Netzwerkverbindung besteht. Gut, „Auffallen“ stimmt nicht ganz, da dieses Symbol schon von Anfang an angezeigt wurde, die Verbindung zum Provider trotzdem gelang und ich dieses Warnsymbol noch vom alten Rechner her kenne, weil Nvidia keine vernünftigen NForce2-Treiber für aktuellere XP-Versionen bereitstellen wollte.

Hmmm, ich lasse mir alle Details zu dieser eingeschränkten Verbindung anzeigen.

Das Netzwerk wird als „Öffentlich“ aufgeführt und es wird erwähnt, dass dadurch bestimmte Einschränkungen auftreten können. Ich ändere den Netzwerkstatus von „Öffentlich“ auf „Privat“. Das Warnsymbol verschwindet. Ich stelle eine Verbindung zum Provider her.

Halleluja, ich bin wieder online!

Und nehme mir fest vor, mich nicht über wild ausufernde Aussagen und Falschmeldungen seitens des Provider-Supports aufzuregen. Stattdessen nehme ich mir fest vor mich darüber zu freuen, wieder ein Stück mehr über Vista gelernt zu haben. Der Umstand, dass eine parallele XP-Installation aber mit exakt den gleichen Fehlermeldungen aufwartete, interpretiere ich als gelernter Naturwissenschaftler einfach als statistischer Messreihenausreisser und ignoriere diese Daten.

Ich bin wieder online *freu*

Nein, ich bin nicht internet-süchtig. Ist einfach nur ein essentieller Bestandteil meines Lebens geworden.

3 Kommentare zu „Das Problem sitzt zwischen Stuhl und Tastatur

  1. Und was hat jetzt dazu geführt dass es nichtmehr ging? Oder darf man so eine öffentliche Verbindung nur zeitlich begrenzt betreiben?

  2. Ich-habe-keine-Ahnung! Ich weiß es nicht.Verbindung beendet, Rechner heruntergefahren, Monitorkabel ausgetauscht, Rechner hochgefahren … keine Verbindung mehr möglich.Gremlins! Ich sag’s Euch, Gremlins! 😉

  3. Gremlins! Ich sag’s Euch, Gremlins! ;)Pass auf was du dir wünscht wenn dir dein Haus lieb ist, Schneepflüge sind grad sehr aktuell.

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