Die Wirklichkeit

Dass dieses Jahr eine Bundestagswahl (und so einige Landestagswahlen anstehen) bemerkt man unter anderem daran, dass landauf, landab Politiker aller Couleur wie Kaninchen auf Crack vor Mikrophonen stehen und sich verzweifelt mit irgendetwas zu profilieren versuchen.

Neben zum Beispiel Frau von der Absolut_und_vollkommen_Laienhaft hebt sich derzeit auch der bayrische Innenminister mit hysterischen Behauptungen hervor, die schon hart an der Grenze zur Volksverhetzung sind.

Gestern abend hatte ich nun ein nettes Gespräch in WoW mit einem dieser Jugendlichen, die gemäß dem Willen unserer lieben Volksvertreter vor diversen Dingen geschützt werden sollen, von denen die Volksvertreter aus gutem Grund keine Ahnung haben wollen. Wir haben uns über die Forderung nach zB. einem World of Warcraft ab 18 unterhalten, über die Spiele, die er sonst so kennt und mag und sogar über erste Suff-Erfahrungen mit Alkohol. Das sitzt ein aufgewecktes Kerlchen von knapp 15 Jahren zu Hause vor dem Rechner, hat auf seiner Festplatte alle Killerspiele, die man in diesem Alter einfach haben muss, zockt seit zwei Jahren WoW (mit Stundenlimit seitens der Eltern, zweckswegen Schule und dergleichen) und hatte letztlich auf einer Party den ersten Alkoholrausch.

Die „Killerspiele“ hat er alle im US-Original, da sein volljähriger Bruder sich das Zeug alles bei Okaysoft und Co. bestellt. Die Spieldaten zu WoW lädt er sich offiziell ganz einfach von Blizzard herunter und vor einer möglichen Altersbeschränkung von WoW hat er nicht den geringsten Bammel, weil er seinen Eltern gezeigt hat, dass er sich an Absprachen halten kann und er seine Mutter schwer beeindruckte, als er ihr vorgeführt hat, wie man eine Gruppe durch eine Instanz führt. Den Schnaps auf der Party gab es von einem Kumpel eines Kumpels, der schon volljährig ist. „Angst“ vor irgendwelchen neuen Gesetzen oder Bestimmungen, die ihm vielleicht einige Dinge vorenthalten würden, hat er überhaupt nicht, da er ganz genau weiß, wie man trotzdem an alles kommt. Nur Schisser müssen verzichten, so seine Worte.

Die öffentliche Moral verlangt, dass ich diesem Knaben mit wohlgesetzten Worten erzähle, wie schrecklich gefährlich Alkohol ist, dass WoW seine Schulleistungen negativ beeinflusst und dass Killerspiele aus ihm eine emotionslose, verrohte Mordmaschine machen. Die öffentliche Moral würde vielleicht auch verlangen, dass ich seine Eltern ausfindig mache und ihnen mitteile, dass ihr Sprössling letztlich zum ersten Mal gesoffen hat. Ich weiß genau, dass mir dies bei meinen Kindern NICHT gefallen würde, würde ich das mitbekommen. Aber ich hoffe, dass meine Kinder, so sie denn eines Tages in dieses Alter kommen, schlau genug sind, um solche Sachen vor ihren Eltern zu verbergen.

Meine eigene Moral sagte mir gestern abend nur, dass ich hier mit einem aufgeweckten Knaben sprach, der mit seinen Eltern einigermassen auskommt, der keine Lust auf Schule hat, aber trotzdem irgendwie immer hingeht, der jetzt die ersten Party- und Mädchenerfahrungen macht, der seine Grenzen austestet, der seine Erfahrungen macht, der einfach ein ganz normaler Jugendlicher des Jahres 2009 ist. Ein Jugendlicher speziell seiner Zeit und trotzdem ein ganz normaler Jugendlicher, so wie sie seit Jahrtausenden die jeweils ältere Generation in den Herzinfarkt treiben. Ein Jugendlicher, der die Doppelmoral und die Lügen der Erwachsenen, vor allem was ihn als Jugendlichen betrifft, schon sehr gut durchschaut hat und der es bedauert, im Herbst noch nicht wählen gehen zu dürfen.

In solchen Momenten wünsche ich mir einen Jugendschutz, der Jugendliche vor den politischen Exkrementen eines Hr. Hermann oder dem blinden Aktionismus eines Laienspieltheaters bewahrt. Der Jugendliche vor einer Politik schützt, die sich nur an kurzfristigen Umfragewerten orientiert, am eigenen Machterhalt ohne Rücksicht auf Verluste, die Jugendliche nur als politisches Faustpfand benutzt, um persönliche und wirtschaftliche Interessen durchzusetzen.

DAS wäre dann ein „Jugendschutz“, der seinen Namen verdient, denn alles, was hierzulande offiziell unter diesem Begriff firmiert, ist nichts weiter als eine Sammelgrube für paranoide Kontrollfetischisten, moralinsaure Gutmenschen und ehrgeizige Karrieristen, die ein potentielles Sprungbrett erkennen, wenn sie es sehen.

Das ist die Wirklichkeit. Nicht schwarz, nicht weiß. Kompliziert und nicht einfach. Widersprüchlich und eigensinnig. Wirklichkeit, erfahren in einem langen, guten Gespräch, geführt von virtuellen Charakteren auf einem virtuellen Marktplatz in einer virtuellen Welt. Vielleicht erkennt man deswegen die Wirklichkeit umso besser … weil sie weit weg ist und man nicht mehr Teilnehmer, sondern ungestört nur Beobachter sein kann.

28 Kommentare zu „Die Wirklichkeit

  1. Ich wollte eine lange komplizierte Antwort verfassen, statt dessen gehe ich mit der Zeit und geb dir mal einfach ein /signDanke

  2. Interessant war aber zu sehen, wie wenig Jugendliche etwas mit Ironie und Sarkasmus anfangen können. Wahrscheinlich, weil sie in ihrem Leben noch nicht oft genug auf die Fresse gefallen sind, um die Ironie dieses Umstandes gebührend würdigen zu können ;-P

  3. Der Maurer sagt:Ok, ich bin zwar nur ein Anonym-Noob, und leser dieses Blog, auch shon älter (39 Lenze dieser Tage dann) und habe wahrscheiblich wenig Versändnis für die Jugend, aber: Danke, Harzzach! Danke, Danke, Danke! Großartig genau das getroffen, was mich an der GANZEN Debatte so fürchterlich aufregt.Mehr Davon!und nochmal, weil verdient: Danke!

  4. Das wird sich genauso verlaufen nach der Wahl wie Erfurt, da hat sich am Ende auch keine Sau mehr für interessiert.Und das meine ich nicht im Sinne von „Killerspielen“ sondern im Sinne von konkreten Problemlösungen, die auch etwas bewirken sollen.Ist mit diesem ganzen Zensurapperat, den sie gerade mit Kinderpornos verkaufen wollen und dabei herumlügen wie gedruckt (Massenproduktion und -markt, jeder kann sowas per Zufall finden, es hilft der Verbrechensbekämpfung etc. etc.) genau das selbe.Ob es sich aber für die Politik und die Medien langfristig lohnt, sich die nächste Generation als Propaganda-Feindbild für die Altersheimstimmen ranzuzüchten wage ich zu bezweifeln. Selbst in Deutschland kann man den Hund nur so lange treten, bis er anfängt zu beissen.

  5. April, April, jeder weiß „Die Jugend liebt heutzutage den Luxus. Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor den älteren Leuten und schwatzt, wo sie arbeiten sollte. Die jungen Leute stehen nicht mehr auf, wenn Ältere das Zimmer betreten. Sie widersprechen ihren Eltern, schwadronieren in der Gesellschaft, verschlingen bei Tisch die Süßspeisen, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer.“Sokrates die olle Nudel, 2500 Jahre tot und so zeitgemäß wie eh und je.Interessant ist der Wandel, den der Stellwert Politiker gemacht hat – er steht bei mir heute bei Phrasendrescher, Populist, Opportunist, Verräter am Volk, Schmierenkomödiant, Gierschlund, Kalkleiste, im Grunde Abschaum, da bekommt jeder Müllmann von mir mehr Respekt entgegen gebracht.Im Grunde bin ich nicht mal böse auf dieses Pack, viel mehr betrübt es mich und macht mich sauer, das die Presse nur noch unreflektiert wider gibt, was diese Hanseln verzapfen.Heute z.B. gab es von n-tv von 12.30 – 17.00 Uhr das G20 Spezial, vorzugsweise über die Demo – und worbüer wurde gefasselt, wann es „endlich“ zu den Ausschreitungen kommt. Wie die Geier wartete man auf die Steinewerfer, in Nebensätzen viel dann mal, gegen was eigentlich demonstriert wird – war das ekelerregend.

  6. Heute z.B. gab es von n-tv …Hehe, war wieder zu erwarten. Hund beisst Mann ist vollkommen schurz. Mann beisst Hund aber eine Sensation, die man wunderbar verkaufen kann. Uralte Presseweisheit. Übrigens hat schon Kurt Tucholsky in der Weimarer Republik übelstes über seine eigene Profession zusagen gehabt. Hat sich seitdem nicht wirklich viel geändert :)Lustig war übrigens vor zwei Jahren die G8-Berichterstattung über Krawalle in Rostock, bei denen angeblich die Innenstadt in Schutt und Asche gelegt wurde, geht man nach dem aufgeregten Geplärre der (muhahahah) Vor-Ort-Nachrichtenteams. Ich habe mir von Augenzeugen berichten lassen, wie sich um drei brennende Mülltonnen, einige demolierte Autos und geplatzte Schaufensterscheiben ganze Horden von Sensationreportern aka hochprofessionellen Nachrichtenteams von ARD, ZDF, BBC, CNN und was noch alles gedrängt haben, weil SONST NIX LOS WAR!!!!

  7. Ich sag auch mal was: Toller Blog, toller Artikel :-)Nebenbei: Sind „letztens“ und „letztlich“ wirklich synonym? Liest sich ungewohnt.Frohes Schaffen noch!

  8. Sind „letztens“ und „letztlich“ wirklich synonym?Meines Wissens ja … aber was weiß denn ich schon? :)Frohes Schaffen zurück!

  9. Harzzach – mein Kompliment.Den Beitrag würde ich gern auf der Kolumnenseite großer Tageszeitungen sehen…GrußEnrico

  10. @Look u.a.Bestimmt ist die reißerische Berichterstattung der Medien ein Umstand, der das Problem mit Gewalt in Spielen verstärkt.Unvoreingenommene und informierende Berichterstattung sollte doch das Credo sein. Wenn private Nachrichtensender wie n(onsense)-tv sich mehr auf Unterhaltung als auf Informationen konzentrieren kann ich das ja sogar nachvollziehen – aber zumindest die öffentlich-rechtlichen Sender, für die wir sogar Steuern… pardon, Gebühren zahlen müssen/sollen, sind meiner Ansicht nach in der Pflicht „Aufklärung“ – in jedem Themenbereich – zu betreiben.Ich glaube es besteht ein Unterschied zwischen „letztens“ und „letztlich“.Letztens ist eine zeitliche Angabe, die ein jüngstens geschehenes Ereignis o.ä. angibt, auf das weitere Ereignisse o.ä. folgen oder folgen können.Letztlich hingegen gibt einen Endzustand an oder weist auf ein Geschehnis oder Ereignis hin, auf das nichts weiter hin folgt.Ich hab versucht es nachzuschlagen – aber nichts erklärendes gefunden.Sollte es jemand besser wissen, dann würde ich mich sehr über eine kleine Belehrung freuen. Spielt weiter.

  11. Wen man es so sieht, dann hat der ÖR sogar mehrfach versagt, nicht nur das sie das unkommentiert nachplappern, was die Politik als Leitlinie vorgibt (Nachrichten), bieten sie auch noch ein Forenplatz, wo diese Lügen in einem nicht kräftemäßig gleichen Rahmen zementiert werden (Talkshows).Das schlimmste jedoch, sie kommen dem Bildungsauftrag nicht nach, die Themen zu präsentieren und aufzubereiten, die zeitgemäß sind.Mal von dem Lapsus abgesehen, das eine ganze Generation nicht mehr mit einem Programm bedient wird, was jene interessiert.

  12. Naja mit lautem geschrei kann man von der eigenen Inkompetenz ablenken.Tatsache ist, das man das Thema „KiPo“, zu einer Allzweckwaffe umfunktioniert. Denn wer etwas dagegen sagt, der unterstützt die Kriminellen.Die Politikk ist so unfähig, das Sie Angst vor den Bürgern bekommt, da will man sich doch beschützen.

  13. Was unsere Frau Vonderwasweisichmitachtkindern und diverse Konservative von sich geben, gerade beim Thema Killerspiele, kann einen alten Sack nicht mehr wirklich erschüttern… (Schon die Wortwahl beinhaltet eine Vorverurteilung der Spielergemeinde)Aber ein Kompliment für die schöne Beschreibung von dem ‚Kerlchen’ im Internet. Ja! Das ist unsere Jugend. Nicht nur seine, – auch ‚UNSERE’ Jugend. Nur ist sich bei uns in irgendeiner Schublade verschwunden, die wir hier und da nicht gleich finden. Ich hab einen Riesenspaß, wenn ich lese, dass wieder einer von der Rasselbande da ist, bereit den Betonköpfen ein Schnippchen zu schlagen. Kerlchen: Ich drücke Dir die Daumen.

  14. Also fuer mich heisst „letztlich“ auch eher sowas wie „letzten Endes“ und „letztens“ eher sowas wie „neulich“… kann mich natuerlich ebenfalls irren.

  15. *letztlich* a) an und für sich, bei genauer Betrachtung/Überlegung, eigentlich, genau/streng genommen, im Grunde [genommen]. b) letztendlich. *letztens*jüngst, kürzlich, neulich, unlängst

  16. Hmm, gut … ihr habt mich überzeugt*grammatik-sensorenphalanx im kopf neu initialsier*

  17. Sorry, weiß es kann nervig sein, wenn man einen gelungenen Beitrag verfasst hat, und sich dann die Hälfte der Antworten auf Rechtschreibzeug bezieht.Aber das mußte ich jetzt nochmal abschliessend zur Klarheit posten (wußte es bevor ich nachgeguckt hatte nänmlich selber nicht mal genau).Zum Topic:Im Grunde immer wieder das gleiche Spiel mit der Jugend und den älteren Generationen. Sie wollen ihre Grenzen ausloten, experimentieren und suchen sich oft neue, andersartige Betätigungsfelder als die vorherige Generation. Und Manche übertreiben beim Experimentieren oder haben einfach mal Pech und es kommt zu einem Unglück und negativen Folgen. Das gehört zum Leben dazu, ob mit Killerspiel-, Alkohol- und Pornoverbot oder ohne.

  18. Sorry, weiß es kann nervig seinNeenee, passt schon. Man lernt nie aus und wenn ich ausser typischen Fiptehlern grammatikalisch Falsches von mir geben, dann darf man mich darauf gerne ansprechen.

  19. Zum Vorredner: Ich finde euch Rechtschreibfasch…äääähfetischisten einfach nur ätzend, aber wenn es dem Autor nichts ausmacht….Zum Topic:/signed (aber sowas von!)

  20. Intressesante Zahlen findet man auch im folgenden PDFhttp://www.schuetzenbund.de/dsb/mitglieder/Mitglieder%202007/Mitgliederstand.pdf

  21. Britische Studie enthüllt:Rennspiele machen aggressiver als BallerspieleKlingt schlüssig. Kann man jeden Tag auf deutschen Autobahnen beobachten. 😉

  22. *** No comment ***Bayrisches Innenministerium: Killerspiele stehen auf einer Stufe mit Drogen und Kinderpornografie (telopolis)… oder doch….Bitte gebt den Pappnasen endlich wieder ihre Ration getrocknete_Froschpillen. Ich wäre ja inzwischen mit der „Illusion von Vernunft“ schon mehr als zufrieden.Cephut

  23. Das bayrische Innenministerium steht auf einer Stufe nur für sich alleine…Lug, Betrug, Verfassungsfeindliche Gesetze, Menschenrechte werden ignoriert und gezielt versucht über o.g. Gesetze auszuhebeln… und ein IQ der dem Bayrischen Wald ähnelt… Ich weiss nur nicht welches Prinzip diese Gesellen immer nach oben spült…Es scheint fast egal was man tut, notfalls regieren die auch mit 10% der Stimmen (wenn der Rest das Wählen aufgegeben hat)Ich glaub inzw. nichtmehr daran das unsere Eliten (Finanz, Wirtschaft, Politik) auch nur einen cm von ihrer harten Linie abweichen bis es so richtig kracht. Mein Worst Case Szenario ist inzw. ein Krieg einige Millionen Terroristen (alle Bürger die nicht in „PARTEI/Lobbygruppe/Oberschicht“ sind) gegen den Staat… und wenn ich mir die Gesetzesvorstöße von Sschäuble und Consorten anschaue ist das auch deren Szenario auf das die sich mit Hochdruck vorbereiten.GrußD.GrußD.

  24. Mein Worst Case Szenario ist inzw. ein Krieg einige Millionen Terroristen …Sowas wird später in Geschichtsbüchern als Revolution bezeichnet 🙂

  25. Deagle hat gesagt…Ich glaub inzw. nichtmehr daran das unsere Eliten (Finanz, Wirtschaft, Politik) auch nur einen cm von ihrer harten Linie abweichen bis es so richtig kracht. Mein Worst Case Szenario ist inzw. ein Krieg einige Millionen Terroristen (alle Bürger die nicht in „PARTEI/Lobbygruppe/Oberschicht“ sind) gegen den Staat…Genau meine Rede.Harzzach hat gesagt…Sowas wird später in Geschichtsbüchern als Revolution bezeichnet :)Vermutlich kann es da auf kurz oder lang nur einen Gewinner geben und deswegen werden dann wohl die als Terroristen gebrandmarkten Bürger irgendwann als Freiheitskämpfer gefeiert.

  26. Ich war gestern nach langer Zeit mal wieder in einem Blödmarkt in der Spieleabteilung. Aus dem Regal prangt ein rot/blau/gelbes Gemisch aus Signalfarben entgegen. Bei näherem Hinsehen fällt mir auf, daß jedes Spiel ein riesiges USK-Logo trägt.Ich weiß, ich bin ein Spätmerker, hab es letzes Jahr nur am Rande mitbekommen, daß die Frauenministerin irgendwas für „überforderte Eltern“ anleiern will, aber das Ergebnis übertrifft ja die schlimmsten Erwartungen.Damit wird Deutschland von mir keinen Umsatz und daraus resultierende Steuereinnahmen mehr sehen. Importspiele ftw.Und dann habe ich einen 14jährigen gefragt, was er von der neuen Kennzeichnung hält: „Wenn du zu Hause das ganze Regal voll mit rot* hast, dann biste bei den Kumpels der König, sieht man jetzt ja schon von weitem.“STRIKE! So hat FvdL sich das ganz sicher vorgestellt.* (USK-Farbe für „keine Altersfreigabe“)

  27. So hat FvdL sich das ganz sicher vorgestelltNein, hat sie nicht. Aber wie wir alle mittlerweile wissen, geht es beim „Jugendschutz“ nicht um einen tatsächlichen Schutz der Jugend vor irgendwelchen Unbillen des Lebens, sondern einzig nur um politische Handlungsmasse, die man plakativ in die Fernsehkameras halten kann. „Schaut her, wir tun was!“Das ist die einzige Maxime, nach der vorgegangen wird. Ob diese Maßnahmen sinnvoll sind, nützlich sind, tatsächlich etwas positives bewirken oder rechts und links Kollateralschäden hinterlassen, spielt in diesen Vorstellungswelten keine Rolle.

  28. auch wenn ich knappe 4 monate nach erstellung dieses bloggs erst drauf aufmerksam wurde, möchte ich noch einwerfen, dass die politik nicht ohne die medien (zeitungen, fersehsender etc.) existieren kann, vielemhr ist es eine in sich gewachsende koorelation der beiden richtungen politik und journalist….der eine lebt vom anderen und umgekehrt, die perfekte symbiose…..soviel wurd mir während des politikstudiums beigebracht, demnach halte ich diesen umstand auch für bare münze.nach ausgibieger meditation über diese symbioty zwischen politik und journalismus bin ich zu folgendem gekommen: man sollte sich einen filter im geiste wachsenlassen, der sofort erkennt ob hier investigativer journalismus betrieben wird der ziel hat zu unterhalten, oder ob es sich um journalistische arbeit handelt um etwas aufzudecken – am besten noch aus intersubjektiver sichtweise hearusgeschrieben, denn nur so kann man sich über bestimmte themen, wenn man "verlässliche" quellen anzapft, oder liest ein gesamtbild des aktuellen themas erwirken…..und ich meine damit nicht bild, ntv, n24 & co, den die verzerren nur anstatt aufzuklären….soviel von nem politikstudent.BTW ich fühle mich heir in dem blogg fast schon zuhause. war lange auf der suche nach objektiv begründeten meinungen in sachen gaming….und muss sagen hier wird mir häufig aus der seele gesprochen.bitte weitermachen!Gruß anno

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