Gamer, Blogger, Bauernfänger

Was würdet Ihr davon halten, wenn ein nicht ganz unbekannter Name des deutschen Spielejournalismus sich mit anderen, nicht ganz unbekannten Namen des deutschen Spielejournalimus zusammentut und ein neues Online-Magazin auf die Beine stellt?

Nun, ihr würdet vielleicht sagen, dass ihr Euch schon gefragt hattet, ob diese Namen überhaupt noch unter uns Lebenden weilen und was diese Leute nun so treiben. Ihr würdet vielleicht sagen, dass man sich dieses neue Projekt mal anschauen könnte. Vielleicht taugt es ja was.

Was würdet ihr davon halten, wenn dieses neue Online-Magazin eine starke WebZwoNull-Komponente hat, man nicht nur Meldungen und Artikel kommentieren, sondern sogar selber Inhalte liefern kann?

Nun, Wikipedia ist was feines. Etwas sehr feines sogar. Wenn man etwas in der Art im Spielebereich aufziehen könnte, ein Community-Projekt, frei von den Beeinflussungen der Publisher, das wäre doch was, nicht?

Was würdet ihr davon halten, wenn sich herausstellt, dass dies doch kein Community-Projekt wird, sondern ein kommerzielles Online-Magazin, welches einen nicht unerheblichen Anteil seiner Inhalte von Amateuren ohne Bezahlung beziehen soll, um die Herstellungskosten zu drücken?

Ich weiß nicht, was ihr dazu sagen würdet … ich sage hierzu nur:

Geht’s noch?

Man nehme ein Ranking-System, um naive, dumme Amateure mit Schwanzvergleichsbedürfnis zum Schreiben kostenloser Texte zu animieren. Diese Texte werden dann von professionellen Redakteuren redigiert (weil die Amateure ja nach Aussage von GamersGlobal keine Ahnung vom Texteschreiben haben) und veröffentlicht. Werbeeinnahmen verbleiben natürlich bei den Betreibern der Seite, den Autoren bleibt nur eine Schwanzvergleichspunktzahl und die Illusion, von ehem. Größen der Branche an das Schreiben professioneller Texte herangeführt zu werden.

Nochmals in aller Deutlichkeit: Wer dort mitmacht, verhilft einem kommerziellen (!) Portal zu kostenlosen, redaktionellen Inhalten, die weit, WEIT über die übliche Lesertest-Ecke hinausgehen. Man bekommt dort keinen Cent, man darf sich höchstens einreden, jetzt total superwichtig zu sein. Und was die Urheberschaft an den eingelieferten Texten betrifft, so wird diese nach der redaktionellen Überarbeitung wahrscheinlich bei Gamers Global liegen und nicht mehr bei den eigentlichen Autoren.

Sehr geehrter Herr Langer, vielleicht täusche ich mich auch. Vielleicht haben Sie Ihre Idee nur höchst unglücklich kommuniziert oder die Hälfte der Erklärungen vergessen, so dass ich Ihr Projekt mißverständlich aufgefasst habe. In diesem Falle würde ich mich natürlich entschuldigen, meine Kritikpunkte entsprechend revidieren und Ihnen viel Erfolg wünschen.

Vielleicht täusche ich mich auch nicht und Sie versuchen einfach auf die übliche Praktikannten/Studenten-Tour billig an redaktionelle Inhalte zu kommen, so wie es immer mehr Agenturen und Firmen in diesem Umfeld versuchen, weil der Werbemarkt zusammengebrochen ist und man entweder kein Geld mehr hat oder ganz grundsätzlich nichts investieren, sondern nur schnell abzocken möchte. In diesem Falle wünsche ich Ihrem Projekt dann natürlich den Erfolg, den es so zwangsläufig haben wird: Nämlich gar keinen!

34 Kommentare zu „Gamer, Blogger, Bauernfänger

  1. Naja, ich habe Jörg Langers Blog ungefähr einen Monat in meinem Feedreader gehabt und dann wieder rausgeschmissen, weil es doch eine arg eitle Schreibe ist, die dort herrscht. Dazu passt dann vielleicht auch der Untertitel des neuen Spielemagazins 😉

  2. Weisste, er kann ja gerne schreiben und machen und lassen, wie er mag. Ich habe keine Probleme mit ihm.Aber mir klappt das Messer in der Hosentasche auf, wenn ich diesen dreisten Abzockversuch mitbekomme. Das ist unseriös und unprofessionell.

  3. Schon lustig, all die „coolen“ Redakteure aus vergangenen Tagen, vereint in diesem Online-Spielemagazin, um ihr ganz eigenes Ding durchzuziehen? Wenn es denn so undergroundmäßig aufgezogen wird und keine Publisher-Einflüsse erkennbar sind – das heißt für mich auch keine Werbebotschaften usw. – wäre das selbstverständlich eine feine Sache und ich würde dem übergroßen Counter auf der Startseite so richtig entgegenfiebern. Doch hat alles eher den Anschein, wie Senior Gamer schon treffend erwähnte: Gamer, Blogger, Bauernfänger. Schnell und billig redaktionelle Inhalte schaffen, nebenbei eine Community aufbauen und dadurch ordentlich Kohle scheffeln. Nee. 😦

  4. Es regt mich vor allem deswegen so auf, weil ein derartiges Community-Projekt fast schon in der Luft liegt. Immer mehr Leute bloggen. Immer mehr Leute bloggen über ihr Hobby. In unserem Falle Computer-, Videospiele.Und wäre es Hrn. Langer auf genau diesen Community-Aspekt angekommen, hätte er Kontakt aufgenommen, um für so ein Projekt vorzufühlen. Ob man Interesse hätte. Ob man mitarbeiten würde. Wie man sich dies vorstellen könnte. Dies und das sind die Rahmenbedingungen. So und so sind ganz grundsätzliche finanzielle Aspekte geregelt. Vielleicht hätte er auch einfach mal in einigen Blogs mitkommentiert, Kontakte geknüpft und Netze gesponnen.So aber … „Hallo, ich bin der tolle Jörg von der Gamestar, wisst ihr noch? Wir machen jetzt dieses tolle Ding und ihr könnt alle bei mir und meinen Jungs mitmachen!“Jörg, Blogs und WebZwoNull funktionieren so nicht. Hier gibt es keinen TopDown-Ansatz, keinen Vorbeter und Vorkauer, keine vollendeten Tatsachen. Hier gibt es nur viele verschiedene Leute, von jeder gleichberechtigt neben dem anderen steht. Keine Alpha-Blogger, keine Leithengste. Im Internet kann jeder 🙂

  5. Diese Website sieht so schlecht und unprofessionell aus (habe mir nur diese Startsite und Redakteurssite angesehen), dass ich momentan hinter dem Projekt einfach nur einen unglaublich schlechten Scherz vorstellen kann.Das fängt schon bei den extrem schlecht ausgeschnittenen Redakteurfotos an.

  6. Ich muss dich enttäuschen, falls du von mir erwartest, mich dafür zu entschuldigen, dass ich mit meinem Beruf Geld verdienen möchte. Viele deiner Vorwürfe sind Glaubenssache, manches mag auch vom puren Spaß am Lästern herrühren. Da werde ich dich nicht vom Gegenteil überzeugen können.Aber zwei Dinge versichere ich dir: Von „nichts investieren“ oder „schnell abzocken“ kann keine Rede sein. Und wenn es mir vorrangig ums Geld gehen würde, dürfte ich keine Spiele-Website machen, da wäre fast jedes andere Thema lukrativer. Die TKPs und andere Indizien im Spiele-Werbemarkt kennst du vielleicht.Mir geht’s um die Sache, ich ertrage den sogenannten Online-Journalismus mit seinem „wir testen ein Spiel in 30 Minuten“ nicht mehr. Ich will eine geile Website machen mit journalistisch hochwertigen Inhalten. Wirst du mir nicht glauben, ist aber so.Der Einkaufswert einer News beträgt übrigens bei kommerziellen Websites etwa 3 Euro. Glaubst du nicht, es wäre einfacher, diese 3 Euro pro News zu zahlen, statt für sehr viel Geld ein User-CMS-System stricken zu lassen und meine persönliche Arbeitszeit und die meiner Mitstreiter ins Redigieren zu stecken? Wo ist denn die dreiste Abzocke, wenn allein diese Arbeitszeit mehr kostet als die angeblich so hinterrücks erschlichenen Inhalte uns pro Monat sparen?Vielleicht kommst du ja doch noch zu einem positiveren Urteil, wenn du dir die Site in einigen Wochen oder Monaten nochmal anschaust. Beziehungsweise erstmals, denn du beschreibst gerade GamersGlobal.de ja anhand meiner E-Mail und unserer Countdown-Seite.Ach ja: Wenn du mich das nächste Mal so mutig ansprichst — „Herr Langer!“ und so –, dann schreib mir doch bitte auch eine Mail, damit ich mich dazu äußern kann. Bin per Zufall vorbeigekommen, über unsere Referrer-Liste. Aber es ist immer einfacher, über Leute zu lästern, die „nicht im Raum sind“, stimmt’s? Zumindest ist dein Beitrag lustig geschrieben. Schade, dass du diese Fähigkeit nicht bei uns einsetzen möchtest.

  7. Herr Langer,ihre Rechnung ist Unsinn — ob nun 3 Euro oder 8 Euro pro News, um nun 250 Euro pro Test oder 65, Sie bauen ihr „CMS-System“ (hihi), um langfristig keine Redaktion bezahlen zu müssen. Sie haben die Hoffnung, dass Leute Ihren Club der Alten herren so geil finden, dass sie für punkte, ränge und gute worte schreiben.

  8. Ich finde das ganze jetzt mal grundsätzlich nicht sehr verwerflich. Was bekomme ich denn für eine Produktrezension bei Amazon, diversen „Verbraucherportalen“, usw? Wer profitiert davon, wenn ich in einem Forum für andere User technischen Support leiste und oben ein Werbebanner mittickt? Entweder ich schreibe dort im vollen Bewusstsein, dass andere, die die Infrastuktur bereitstellen dafür Geld erhalten (und sogar daran verdienen, sollten ihre Einnahmen die Kosten überschreiten) und störe mich nicht daran, der Sache wegen oder um anderen zu helfen. Oder ich lasse es einfach …Sollte ich mich einzig von Community-Pünktchen und -Leveln dazu verleiten lassen, große Teile meiner Freizeit in kostenlose Redaktionsarbeit zu investieren, dann ist mir eh nicht zu helfen. Dann würde ich ich ohne „GamersGlobal“ (was ein dämlicher Name für ein deutschsprachiges Portal …) meine Zeit halt in anderen Sachen vermüllen (MMO-Grinding, Foren-Postcounts, Studi/Schüler/WeisderTeufel-VZ, etc.)

  9. M.E. macht es mehr Arbeit einen schlechten Text zu redigieren, als einen komplett neuen zu schreiben. Wenn so ein Ansatz mal letztlich kein Eigentor wird…

  10. Viele deiner Vorwürfe sind Glaubenssache, manches mag auch vom puren Spaß am Lästern herrühren..Meine Vorwürfe basieren auf meinen beruflichen Erfahrungen, die ich im Rahmen so mancher Projekte im Laufe der Jahre machen durfte. Und angesichts der Art und Weise, wie GamersGlobal aufgezogen werden soll, schrillen bei mir alle Alarmglocken.Die Absicht hinter GamersGlobal mag ja durchaus ehrenhaft sein. Die Einführung und Umsetzung ist es jedoch nicht. Die ist schlichtweg unseriös.

  11. Sehr geehrter Herr Langer,so desinteressiert ich in das Projekt „GamersGlobal“ auch gewesen sein möchte, so interessiert werde ich es andererseits nach Ihrem Kommentar in diesem Blog zukünftig verfolgen.Wenn es Ihnen vorrangig nicht ums Geld geht bei diesem Projekt, um was dann? Wie lange wird das Projekt laufen, wenn es nicht gemäß Ihren Erwartungen performt? Wie ist die rechtliche Situation bezüglich Urheber- und anderer Verwertungsrechte geregelt, nachdem diese von Usern geschrieben wurden und Ihre Redaktion diese überarbeitet hat?Only time will tell.

  12. Wisst ihr. Ich mochte die GameStar. Ich mochte die alte Crew (Langer, Spormann, Glimm, Schnelle, usw…)Ich mochte vorallem deren Videos (RSGS, Die Redaktion).Da diese Crew aber so eh nicht mehr existiert und auch die GameStar nicht mehr so sehr von Interesse für mich ist, wünsche ich allen Mitarbeiter, auch Ex-Mitarbeitern viel Glück für Ihre neuen Projekte.Ich muss nicht auf bei so einer Seite mitschreiben. Ich KANN, aber ich muss nicht. Und als Tribut an alte GS-Tage, bin ich Herrn Langer und Co auch nicht wirklich böse, selbst wenn die Sache etwas seltsam aussehen sollte.Ich muss meinen Browser dort nicht hinschicken. Doch ich werde es mir zumindest mal ansehen, weil auch mir der Grundgedanke gefällt.Aber ich fands gut, dass das Thema mal aufkam.Danke Harzzach für den Blog und Danke an Jörg Langer für die gute alte Zeit.

  13. Lieber Herr Langer, über die Intention Ihres Projektes möchte ich mich hier mit niemanden streiten und das soll auch Ihnen überlassen werden, aber folgende Aussage finde ich dreist und respektlos „Ihrer“ Zunft gegenüber: „Mir geht’s um die Sache, ich ertrage den sogenannten Online-Journalismus mit seinem „wir testen ein Spiel in 30 Minuten“ nicht mehr. Ich will eine geile Website machen mit journalistisch hochwertigen Inhalten.“Geht es bitte noch? Wollen Sie damit mal eben behaupten, dass nur Sie die Weisheit mit dem Löffel gefressen hätten und jeglicher anderer Online-Journalismus unseriös ist? Tut mir leid, das ist nicht nur extrem arrogant, sondern auch sehr lächerlich. Aber bitte, nehmen Sie es ruhig als Ihren Slogan, dann weiß man ja gleich, woran man ist…

  14. Marc, du sprichst mir aus der Seele. Ich betreibe ein durchaus bekanntes Online-Portal und ich sage euch, dass wir 3/4 unseres wenigen Geldes in eine feste Redaktion investieren – und zwar ohne den Anspruch jeden Titel testen zu wollen.Was Herr Langer hier ablässt ist an Falschheit und Hohn kaum zu übertreffen: er hat die „ein Spiel in 30 Minuten testen“ Tests so satt, sagt er.Dabei müsste gerade er wissen, wie das Business tickt. Und Herr Langer: sie können mit ihrem zur Schau gestellten Idealismus und ihrer völligen Naivität vielleicht einiger unerfahrene User überreden oder gewinnen.Aber sie können sich den Regeln des Marktes nicht widersetzen.

  15. Okay, das mit den 30 Minuten war polemisch von mir. Dann nochmal sachlich: Ich finde das Test-Niveau bei Spielesites im allgemeinen alles andere als berauschend, und der Hauptgrund dafür ist mit Sicherheit, dass zuwenig Zeit fürs Testen zur Verfügung steht.

  16. Nur mal so nebenbei:Eines der nach eigenen Angaben reichweitenstärksten Spieleportale im Land, spieletipps.de, funktioniert seit Jahren genau mit dem von Herrn Langer angestrebten Geschäftsmodell: User verfassen kostenlos Content (hier im Wesentlichen Tipps & Cheats) und machen damit ein kommerzielles, m. E. hauptsächliches von Werbeumsatz lebendes Portal erst möglich.

  17. Stimmt.Wunderte mich nur, dass das in diesem Zusammenhang nicht erwähnt wurde.Dort geht es nämlich bereits um ganz ordentliche Summen, glaubt man dem GOMM http://www.gomm-online.de/Und wenn ich mein Google-Login irgendwann wiederfinde, muss ich auch nicht mehr „anonym“ posten …

  18. Namen sind wie Schall und Rauch ;)Du kannst gerne auch anonym posten, so wie ich *kicher*

  19. Nur mal so nebenbei:Eines der nach eigenen Angaben reichweitenstärksten Spieleportale im Land, spieletipps.de, funktioniert seit Jahren genau mit dem von Herrn Langer angestrebten Geschäftsmodell: User verfassen kostenlos Content (hier im Wesentlichen Tipps & Cheats) und machen damit ein kommerzielles, m. E. hauptsächliches von Werbeumsatz lebendes Portal erst möglich.Die Informationen bei GamersGlobal sind noch vage und oberflächlich. Aber nicht nur spieletipps.de, sondern auch „normale“ Printmedien profitieren über ihr Web 2.0-Angebot zunehmend von immer professioneller gestaltbaren User-Inhalten. Da unterscheidet sich z.B. die GameStar auch nicht großartig von.Jedenfalls ganz die große „Blutsauer-Tour“ fährt spieletipps.de auch nicht; gute Schreiber können durchaus das Interesse der Redaktion auf sich ziehen (ja, sie werben auch von Außerhalb an) und mit Boni wie kostenlosen Spielen, etc. angeworben werden. Dementsprechend kann sowas für gute Schreiberlinge durchaus interessant sein.Stellt sich nur die Frage, was GamersGlobal plant. Aber vielleicht hat Jörg ja Bock, noch weitere Infos dazu leaken.MFGSchall und Rauch

  20. „Mir geht’s um die Sache, ich ertrage den sogenannten Online-Journalismus mit seinem „wir testen ein Spiel in 30 Minuten“ nicht mehr“ – diesen Spruch ausgerechnet von dem Menschen serviert zu bekommen, der in seinem Magazin den Zweisatz-Sechstelseite-Kurztest populär gemacht hat, entbehrt nicht einer ausgesprochen bitteren Ironie. Bloß gut, dass endlich mal ein Übersuperprofi all den Online-Flaschen mal zeigt, wo’s richtig lang geht!

  21. Und was hat die Länge eines Printartikels damit zu tun, wie ein Spiel getestet wurde?Daß Printseiten eine Menge Geld kosten und nicht unbegrenzt zur Verfügung stehen, dürfte wohl jedem Pantoffeltierchen klar sein. Da fallen einer Onlineplattform die paar Bytes auf der Festplatte viel leichter, finanziell zu schultern. Wie hätte Jörg sich Extra-Seiten aus den Rippen saugen sollen?Dementsprechend mußte er mit der vorgegebenen Menge an Seiten so gut wie möglich haushalten. Für einen Printleser, der keinen Bock hat, seine Zeit im Zeitloch Internet großartig zu verplempern, waren/sind 1/6-Seiten besser als nix. Denn sie sagen ihm, es gibt Spiel X; bei Bedarf kann er sich zielgerichtet ohne großartigen Zeitverlust weiterinformieren. Für den zahlt sich das auch aus.

  22. Wer ist überhaupt dieser Jörg Langer? All die anderen Namen kenne ich ebenfalls nicht. Sind das etwa alte Printler, denen man gekündigt hat, weil der Werbemarkt in Print stagniert, die Abozahlen aufgrund schlechter Artikel und übermässig schlecht bezahlter Werbung für IT Produkte sinken und die in der Vergangenheit die Onliner belächelt haben?Ganz ehrlich: ich brauche solche alten Haudegen nicht, denn Online ist etwas für Visionäre, für dynamische Persönlichkeiten und für trendige Personen, aber nicht für verstaubte und konservative Printler, die nach wie vor der Meinung sind, dass sie etwas Besonderes sind – dabei interessiert sich kaum noch jemand für Sie, tragisch nicht wahr?

  23. denn Online ist etwas für Visionäre, für dynamische Persönlichkeiten und für trendige Personen, aber nicht für verstaubte und konservative Printler, die nach wie vor der Meinung sind, dass sie etwas Besonderes sind – dabei interessiert sich kaum noch jemand für Sie, tragisch nicht wahr?Irgendwie schon. :(Das Grausame an der Sache ist ja, dass sie sich nach ihrer Karriere vermehrt unter uns befinden und überall ihre neue Chance in der großen erfolgsversprechenden Online-Welt suchen – die Chance irgendwann eiskalt zuzuschlagen! Sie lauern an jeder Ecke. Du kannst niemandem trauen. *AkteXmusikabspiel*

  24. Auch negatives Feedback ist wichtig und deshalb hab ich die Kritik in deinem Blogbeitrag im Interview mit Jörg und Armin von GamersGlobal angesprochen.Link: Interview mit den Gründern von GamersGlobal

  25. Bei allem großen Tamtam: Die Seite bietet absolut nichts, was nicht auch alle anderen hätten – nur das die anderen tatsächlich noch Geld in ihre Qualität investieren und Redakteure bezahlen und gamersglobal sich den Content einfach aus allen Quellen kostenlos zusammenklaut und dann es auch noch kostenlos von ein paar Schülern aufbereiten lässt – die Idee „ich lass andere für mich arbeiten“ ist so offensichtlich und wird ganz sicherlich als Ergebnis keinen hochwertigen Content haben. Und an Herr Langer: Die ganze Spiele-Szene mit Dreck zu beschmeißen und zu sagen „wir sind die einzigen die es besser können“ ist ziemlich vermessen. Und als Erfinder der Gamestar tragen sie im übrigen mehr als nur Mitschuld an den heutigen Mechanismen in der Industrie und Spiele-Presselandschaft – ich sehe nicht einen Grund warum sie sich über andere erheben sollten. Und die ersten Texte, News und Tests auf gg sind bestenfalls Standard und nichts besonderes – ich seh schlicht keinen Grund auf der Site nochmal vorbeizuschauen.

  26. Dort geht es nämlich bereits um ganz ordentliche Summen, glaubt man dem GOMM http://www.gomm-online.de/- ich weiß ja nicht, aber ich glaube nur Statistiken, die ich selber gefälscht habe…Dass hinter GOMM dieselben wie von spieletipps stecken sieht man ja.Auch wundert es mich, dass die privaten Netzwerke gar nicht vorkommen… So ignorant kann man doch gar nicht sein.

  27. Wer trägt auf dieser Plattform eigentlich die redaktionelle Verantwortung?d.h. wenn die ersten abmahnung von grantigen Spieleherstellern eintrudeln, die sich ungerecht bewertet fühlen, wer muss sich damit rumärgern, federt das die Seite ab oder wird wie im Web 2.0 üblich nur der Content genommen aber nicht die Verantwortung?

  28. Es ist doch so: wenn jemand da mitmacht, und sich nach einer gewissen Zeit ausgebeutet fühlt, kann er ja aufhören.Bei den anderen ist es einfach Spaß am Schreiben (oder von mir aus der Spaß am „Zu-einer-Community-gehören“ oder „Punkte-sammeln“.Ich finde es gut, das Leuten, die gerne selber über Spiele schreiben wollen, aber nicht unbedingt selber eine eigene Spiele-Seite haben möchten, eine Plattform geboten wird.Und die „Hilfe“ durch die Redaktion ist doch ein netter Bonus.

  29. Nochmals in aller Deutlichkeit: Das hier ist KEIN Community-Projekt, sondern ein kommerzielles Online-Magazin, in dem wesentliche Teile der Inhalte kostenfrei durch Freiwillige erstellt werden sollen. Das ist NICHT in Ordnung. Das ist Ausbeutung!

  30. Bekloppte Radikale. Die Arbeit kostet kaum Zeit, geschieht aus eigenem Antrieb, verhilft eventuell zu einer besseren Präsentation von Themen, die einem ein Anliegen sind, manch einer verbessert sich vielleicht und erhält ein Einstiegstraining als Spieleredakteur.Niemand braucht hingegen zehntausend ideologisch orientierte Besserwisserblogs.

  31. Niemand hindert Dich daran, weiterhin den unwissenden Naivling zu geben, der sich das Ausgebeutetwerden schönredet.

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