Für die ganz Harten …

Als vor etwa zwei Jahren „Puzzle Quest“ sowohl gestandene Hardcore-Zocker als auch unbeleckte Casual Gamer in seinen Bann geschlagen hatte, konnte ich diesem Phänomen ebenfalls nicht gleichgültig gegenüber stehen. Und hatte man erstmal begriffen, dass all der rollenspieltechnische- und strategische Überbau dieses Spieles nur eine Fassade für ein klassisch zufällig-willkürliches Bejeweled-Gameplay war, erhöhte sich im selben Zuge auf die Lebensdauer von Zahnkronen, Tischkanten, Handhelds und Tapeten. Leider versprühte der inoffizielle PQ-Nachfolger „Galactrix„, trotz vieler guter Neuerungen, nicht mehr den gleichen Charme, so dass zumindest für mich dieses ganz spezielle Kapitel in der kurzen und doch so umfangreichen Geschichte der Videospiele geschlossen war.

Kürzlich stieß ich jedoch auf einen Titel, der nicht nur mit seinem Titel gewisse Vergleiche zuließ. „Puzzle Kingdoms“ klingt nicht nur sehr vertrackt nach PQ, es spielt sich nicht nur verdammt ähnlich, es stammt sogar vom geistigen Vater von PQ, Steve Fawkner persönlich.


Der einzige nennenswerte Unterschied besteht nur in der Art und Weise, wie man Steine zu jeweils passenden Ketten verbindet. Anstatt zwei Steine anzuklicken, damit diese ihre Plätze tauschen, verschiebt man horizontal und vertikal ganze Reihen.

Der Rest ist gewohntes Terrain. Und da ich PQ sehr, sehr mochte und da PK sich auf vertrautem Gelände bewegt, dachte ich mir, hey, das könnte doch was Nettes für so Zwischendurch sein. Wenn man gerade weder die Zeit, noch die Muße für die sonst übliche Spiele hat, wenn man einfach nur das Hirn abschalten möchte oder die Landschaft draussen vor dem Zugfenster längst jeden Reiz verloren hat.

Doch leider, leider ist PK nur für UltraHardcore-PQ-Fans zu empfehlen. Wer schon bei PQ Mühe hatte, angesichts der „Zufälligkeiten“, mit der Steine im Sinne des Gegners fallen, die Fassung zu bewahren, der wird bei PK erst recht die Wand hochgehen.

Zumindest ich würde es … 🙂

9 Kommentare zu „Für die ganz Harten …

  1. Und dann noch Telefon, und dann noch dieses und dann noch jenes. Das Leben ist so schrecklich kompliziert … *rechtfertig, ausweich*

  2. Guter Tipp: Gar nicht erst lang auf das Spiel einlassen – leider bleibt es fast durchweg öde. War das Leveln bei Puzzle Quest noch spannend, so ist es hier ein durchgängiger Einheitsbrei. Da darf man sich nicht von den vielen Gegenständen und Einheiten täuschen lassen, fast durchgängig kann man mit ein und derselben Taktik jedes Spiel gewinnen (Farben des Gegners klauen), wenn man nicht mal WIRKLICH Pech hat. GrüßephRANK

  3. PQ fand ich auch ganz witzig. Aber nicht so toll, als daß ich jetzt noch einen weiteren Teil bräuchte. Zumal PQ ja scheinbar eh schon die Krone der Serie darstellt.

  4. Ähm "im Sinne des Gegners fallen"? Das kann ich ja nun gar nicht bestätigen, Kingdoms ist wesentlich netter zum Spieler als PQ, weshalb ich auch erst einmal verloren habe bei doch schon einigen Runden. Eigentlich kann man wirklich kaum verlieren. Ganz nett finde ich noch die beiden Varianten des Brettabräumens. Aber an das Original kommt Kingdoms nicht annähernd ran, wie Phrank schon schrieb – das Leveln ist ziemlich öde und die ganzen Goodies braucht man eh nicht, weil man sowieso fast immer gewinnt. Hatte mich schon gefragt wo der Eintrag zu Kingdoms bleibt, ist ja schon fast zwei Monate auf dem Markt …

  5. Eigentlich kann man wirklich kaum verlieren..Wenn einem das Glück winkt, bzw. wenn man verstanden hat, dass man (wie bei PQ) nur destruktiv spielend zum Sieg kommt, in dem man dem Gegner die jeweils passenden Farben vorenthält. Versucht man jedoch aktiv den eigenen Einheiten die notwendigen "Energie"-Steine zukommen zulassen, erlebt man Debakel um Debakel. Zudem kommt mein Eindruck von der Bevorzugung des Gegners nicht von ungefähr … ich selbst schaffe es selbst mit ausgiebigem Studium des Spielfeldes kaum, Kettenreaktionen auszulösen. Der Gegner hingegen kann entweder sehr viel besser sehen oder der Zufall hilft ihm überproportional zu entsprechenden Ereignissen. Und DAS empfinde ich bei PK sehr viel stärker als bei PQ.

  6. dass man (wie bei PQ) nur destruktiv spielend zum Sieg kommt, in dem man dem Gegner die jeweils passenden Farben vorenthält.Ich hab PQ jetzt 2x durch, aber darauf hab ich kaum geachtet. Ich versuche immer den Damage-Output über geschmiedete Items hochzutreiben und setzte auf Rundenheal per Troll-Ring. Dann versuche ich alle Mana-Balken vollzubekommen für die Schadensmultiplikation des Items und dann kippt der Gegner in null komma nix um, wenn man mit 3 Totenköpfen 2-3x soviel Schaden macht wie der Gegner.

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