Gruppenzwang

Ich hatte es insgeheim befürchtet, es kommt nicht wirklich überraschend, es war zu erwarten.

Es kotzt mich trotzdem maßlos an.

Der neue Wolfenstein-Shooter, welcher derzeit bei Raven Software entwickelt wird, folgt dem aktuellen Trend im Shooter-Bereich und verwendet natürlich Auto-Heal. Natürlich. Keine Frage. Was denn auch sonst? Das machen doch jetzt alle und wenn man das nicht machen würde, würde die Zielgruppe der 15-25 jährigen männlichen Konsolenbesitzer wahrscheinlich entsetzt aufheulen. Vielleicht würde sie auch nicht aufheulen. Vielleicht würde sie dieses seltsame Gameplay-Element, die Healthbar der eigenen Spielfigur manuell unter Einsammeln von Medkits und/oder dem Drücken einer Aktionsstaste zu erhöhen sogar begrüßen. Oder sich zumindest nicht daran stören. Vielleicht. Ich bin der festen Überzeugung, dass dem sogar so sein würde. Auch wenn ich aus polemisch-literarischen Gründen gerne dazu neige, der Zielgruppe der 15-25 jährigen männlichen Konsolenbesitzer jedwede Intelligenz abzusprechen, so sollte ich lieber diejenigen auf’s Korn nehmen, die diese Zielgruppen-Einteilungen geschaffen haben.

Denn „Wolfenstein“ hat nur deswegen Auto-Heal, weil dies jeder macht. Man folgt aktuellen Trends, weil andere, kommerziell erfolgreiche Spiele genau dieses Feature ebenfalls aufwiesen. Also muss (!) man es einbauen. Weil es die anderen auch hatten. Weil es jeder macht und gestresste Produktmanager lieber auf Nummer Sicher gehen für den Fall, dass der Titel floppt. Dann können sie sich zumindest unter Hinweis auf „Wir haben alles so gemacht, wie es alle anderen auch machen!“ aus der Schußlinie bringen.

Gut, dass so mancher Titel floppt, gerade WEIL er überhaupt nichts neues bietet und alles genauso macht wie alle anderen, das ist den Produktmanagern dieser Spiele durchaus klar. Die sind ja nicht blöde. Manche zumindest nicht 🙂 Doch bei Entwicklungsbudgets in zigfacher Millionenhöhe klammert man sich automatisch an alles, was zumindest in der Theorie zu einem kommerziellen Erfolg eines Spieles beitragen könnte. Man muss schon sehr von sich und seiner Arbeit überzeugt sein, um diesem Druck standhalten zu können. Vor allem, wenn einem ständig die Vorgesetzten in die Suppe spucken, die zwar keine Ahnung vom Spieleproduzieren, dafür aber das Geld für derartige Budgets haben.

Ich hingegen, als großer Fan des Wolfenstein-Franchises und daher potentieller Käufer des neuesten Vertreters, kann angesichts derartiger Features aber nur dankend ablehnen und meine Abkehr von meinem einstigen Lieblingsgenre, dem Ego-Shooter, daher weiterhin konsequent durchziehen. Man macht es mir immer leicher, den Geldbeutel NICHT zu zücken. Was die Publisher wohl nicht besonders stören wird, da ich alter Sack und hauptsächlich PC-User nicht mehr offiziell zur Zielgruppe zähle und man mit meinem Geld nicht mehr kalkuliert.

Aber das stört mich im Gegenzug mittlerweile auch nicht mehr, bleibt doch somit mehr Geld für Dinge übrig, die eher meinem Geschmack entsprechen.

Veröffentlicht in Kack

56 Kommentare zu „Gruppenzwang

  1. Und da fällt mir auch ein, es gibt einen ganz banalen Grund für Auto-Heal …Man spart sich aufwendiges Playtesting, um Anzahl und Platzierung von Medkits für verschiedene Schwierigkeitsgrade festzulegen. Stattdessen gibt es einfach Auto-Heal und fertig. Zeit und Geld gespart, yipieee!

  2. Aber…es ist doch Wolfenstein!Joah, wir haben jetzt halt die Spieleindustrie. Auch hier in D, solange die "Herstllung von Killerspielen" noch nicht verboten ist und demonstrativ alle Kopien von Wolfenstein öffentlich verbrannt werden.Erinnert mich daran, daß damals ein weiteres Space Quest u.a. daran gescheitert ist, weil die Erbsenzähler UNBEDINGT einen Multiplayermodus haben wollte. Warum?!Hatten halt alle…

  3. So schlimm finde ich Auto-Heal eigentlich gar nicht. Klar hat man durch die Wegnahme der Medikits auch eine strategische Komponente dem Shooter Genre entrissen und klar spart sich der Entwickler dadurch auch etwas Arbeit.Aber ich muss zugeben, daß ich früher bei so manchem Shooter auch schnell angenervt war. Wenn ich z.B. an der ein oder anderen Stelle nicht aufgepasst hatte und mein Timing schlecht war, hat mir ein Gegner ordentlich Energie abgezogen und ich konnte nur noch beten das irgendwo in der Nähe ein Medikit war und/oder ich es nicht schon kurz vorher eingesammelt hatte, um meine 80% Energie auf 100% zu erhöhen. Dann stand man da mit 25% Energie und konnte eigentlich gleich den letzten Spielstand laden, was schnell ermüdend werden konnte.Allerdings fände ich es auch mal wieder sehr angenehm -und gerade bei einem Urgestein wie Wolfenstein ja fast schon Pflicht- alte Shootertugenden neu aufleben zu lassen, und nicht alles gleichzuschalten udn weichzuspülen.

  4. Also, ich habe ja schonmal gesagt, dass ich sowohl Autoheal als auch die klassische Methode nicht unbedingt ablehne und es auf das Spiel ankommt.Bei Wolfenstein passt das imo aber gar nicht. Wolfenstein steht nunmal für Ballerei ohne Schnörkel und Schnick-Schnack. Wenn sie sich jetzt an andere Shooter anpassen verliert Wolfenstein, was es zu Wolfenstein macht…..

  5. Auto-Heal bei Wolfenstein, na alles klar. Fehlt nur noch ein Deckungssystem und eine maximale Spielzeit von 5 Stunden.

  6. Fehlen nur noch Auto-Aim, Auto-Shoot, Auto-Run und……Auto-Heal für die Gegner. ;-)Fertig ist der nichtinteraktive Film für den Computer.

  7. Zig Millionen verkaufte Exemplare von Gears of War lassen keinen anderen Schluss zu. JEDER Shooter nach Gears of War muss wie Gears of War sein, damit die Kasse klingelt, oder nicht?Wobei ich kein Problem mit GoW habe. Ich habe nur ein Problem mit Auto-Heal und andere Sperenzchen, weil es das eh schon einfache Gameplay eines Shooters nochmal eine Stufe herunterdimmt. Und weil so gut wie alle Entwickler natürlich auf eine explizite, detaillierte Health-Anzeige verzichten, so dass ich nie genau weiß, wieviel Feindfeuer ich noch vertragen kann. Da färbt sich nur der Bildschrim allmählich rot ein. Wieviel aber "übrig" noch ist und wie weit ich noch gehen kann, diese Info habe ich nicht. Was dazu führt, dass ich bei jedem Kratzerchen ASAP in Deckung gehe, weil ich (auch in Kombination mit selten dämlich platzierten Savepoints) kein Risiko eingehen möchte.Ja, Geschmack ist Geschmackssache 🙂 aber SOWAS macht mir keinen Spass. Es nervt nur.

  8. Joe, angeblich plant DICE für Battlefield 1943 Auto-Ammo …*kopfschüttel*

  9. Das ganze dient plump und einfach nur der Spielzeitstreckung, genau wie das überflüssige Weapon-Reload. Medikits und Ammo sammelt man schnell auf und weiter geht's.Mit Auto-Health/Ammo geht das Gameplay so: Bamm, bamm, bamm, bamm, warten auf reload, bamm bamm bamm, warten auf Auto-Ammo, bamm bamm, warten auf reload, bamm bamm, nochmal warten, bamm bamm, aua! lange warten, Balken wieder voll, bamm, bamm……puh, Savepoint erreicht.

  10. Mir fällt da spontan Sin Episode(s) ein, das eigentlich "Half Life Light" hätte heißen müssen, und zurecht gefloppt ist.Auto heal passt bei Call of Duty, aber bei Wolfenstein müsste man zuviel am gameplay verändern, wäre also ein schlag ins Gesichtder alten Fans…aber wie schon gesagt, wir zählen nicht zur Zielgruppe.Ego Shooter…äääh…Killerspiele auf Konsolen, Casual Mist, Auto Heal, fehlt jetzt nur noch Auto-Play…@Harzzach Habe letztens Dad Späis gezockt, und verstehe nun deine Dead "Camera" Space Kritik.Die Spielfigur füllt ja fast den halben Bildschirm.Hat man sich aber daran, und der etwas komischen steuerung (nach ner stunde) gewöhnt ist das aber ein gutes Game.

  11. Zu Dead Space:Dass es ein gutes Spiel sei, habe ich mir auch sagen lassen … aber ich habe eine so große Auswahl an Titeln, die ich ohne großartige Geburtswehen genießen kann, dass DS auf absehbare Zeit keine Chance hat, mir jemals wieder unter die Augen zu kommen. Der Tag hat eben nur 24 h 🙂

  12. Auto Heal, bah, die Entickler setzen sich wohl auch hin zum pinkeln, Weichflöten verdammte.Was ist an dem verdammten System, Healthpacks mitnehmen zu können (OMG eine Taste mehr) eigentlich so verdammt verkehrt? TR war deswegen sehr gut spielbar – was man nicht sofort brauchte, konnte man mitnehmen.Insofern ist jeder Shooter mit Healthpacks, die man nicht mitnehmen kann, im Grunde auch schon Dreck ;).

  13. Ich finde es gut, daß immer mehr Spiele auf die Medikits verzichten. Die automatische Heilung wirkt sich positiv auf den Spielfluß aus, man geht weniger drauf und muß weniger alte Spielstände laden. Ärgerlich auch, wenn ich früher keinen Medikit mehr hatte und trotzdem durch eine tödliche Szenene durch mußte. Und zum Thema Realismus, den ja andere oft als Argument nutzen. Was ist an Medikits realistischer? Einmal drüber und schon ein wenig mehr geheilt. Ich zocke seit den Achtziger Jahren. Ivj bin kein Jungspund.

  14. Das mit der Aufrechterhaltung des Spielflußes ist zwar ein gutes Argument, aber das kann man auch auf andere Art und Weise erhalten. Ich verweise zB. auf Prey, wo man nicht den endgültigen Spieler-Tod stirbt, sondern in der Geisterwelt zu sich kommt und von dort das Spiel neu aufnehmen kann. So kann jeder seinen eigenen Spielstil hegen und pflegen. Die Hardcore-Zocker wollen es nach Möglichkeit vermeiden zu "sterben", weil das ja peinlich ist, das Geisterwelt-Feature in Anspruch zu nehmen. Und die Entspannt-Zocker müssen nicht mehr länger stundenlang an einer schwierigen Stelle verzweifeln oder gar plötzlich anfangen zu arbeiten.Bei Auto-Heal habe ich diese Wahl nicht. Es wird einfach nur ein Gameplay-Element entfernt und dem Spieler nicht gleichartiges als Ersatz dafür geboten. Es wird nicht Kompliziertheit entfernt (was immer gut ist), es wird Komplexität entfernt! Ein kleiner, aber sehr gewichtiger Unterschied.

  15. Zum Glück falle ich mit meinen 26 Jahren nicht mehr in deine Gruppe die Intelligenzbeschnittenen^^Ich frage mich nur, was gegen AutoHeal einzuwenden ist. Ich fands ganz praktisch, wenn man auf einmal nicht mehr irgendwo ein verdammtes Medipak finden musste, wenn man beim Endgegner war und kurz vorm Abnippeln.Da gibts doch wesentlich schlimmeres, um Beispiel Savepoints (hatten wir schon) und… Endgegner. Ich HASSE sie. Entweder sind sie beleidigend einfach oder viel zu schwar.Und im Fall von Resident Evil einfach nur Arbeit. Nervtötende, langweilige, langwierige Arbeit.Endgegner waren immer (oder meist) der Grund, wieso ich viele Spiele nie durchgespielt habe. Meist hab ich frustriert aufgegeben und keine Lust mehr gehabt, es je wieder zu spielen.Schade, als Resi 4-Fan hätte ich auch den enttäuschenden 5er gerne durch gehabt, aber jetzt muss wohl Dead Space ran. Hoffentlich ohne viele Bosse..

  16. Ich frage mich nur, was gegen AutoHeal einzuwenden ist..Es enthebt den Entwickler der Arbeit, sich Gedanken über Häufigkeit und Platzierung vom Medpakcs zu machen. Es enthebt ihn der Arbeit, Gegnerstärke und -platzierung entsprechend zu balancieren. Es macht seinen Job immens einfacher.Und es belohnt die Faulheit der Spieler, sich nicht mit den Gameplay-Mechaniken auseinandersetzen zu müssen.Aber da durch diese Versimplifizierung scheinbar mehr Leute angesprochen werden können UND man sich Arbeit spart, wenn man nicht mehr soviel am Balancing schrauben muss, wird dadurch in der Theorie so sehr viel mehr Geld eingenommen, dass man heutzutage Entwicklern mit anderer Auffassung fast schon geschäftsschädigendes Verhalten vorwerfen muss :)Auto-Heal ist da nur ein Symptom für eine immer mehr um sich greifende Umsatzmaximierung und Risikominimierung. Wobei man ja aber an Titeln wie STALKER sehen kann (auch wenn ich persönlich damit nicht soviel anfangen kann), dass sich kommerzieller Erfolg und komplexes Gameplay nicht automatisch ausschliessen müssen.Es geht schon, wenn man möchte …

  17. Und was ist dann die Strategie im Spiel – drauf und warten, drauf und warten? Auto Heal macht das Gameplay zu einer verschissenen Farce einfachster Moorhuhnbratzerei, taktischer Anspruch gleich null.Mal ehrlich, wer Auto Heal wirklich gut findet, sollte vielleicht die Hände von solchen Spielen lassen, oder er hat den Biss für solche Spiele verloren – weder das eine, noch das andere ist schlimm. Nur wen darauf dann die Featurelist ausgerichtet wird, kommt Mist bei rum.Bringt das verdammte "Medkits kann man mitnehmen" Feature zurück und lasst den "Auto Heal" Scheiß.

  18. Also zumindest in Shadow of the Colossus fand ich Auto-Heal sehr praktisch. In bezug auf Shooter ist mir das eigentlich nur mal bei Crysis untergekommen… aber das Spiel gefiel mir aus anderen Gruenden nicht gut genug, um es laengere Zeit zu zocken.

  19. Und was ist dann die Strategie im Spiel – drauf und warten, drauf und warten? Auto Heal macht das Gameplay zu einer verschissenen Farce einfachster Moorhuhnbratzerei, taktischer Anspruch gleich null .Naja, man kanns auch übertreiben. Auto-Heal ist ein Aspekt eines Spiels, der eine strategische Komponente entfernt und es damit simpler macht. Das heißt jedoch noch lange nicht, dass alle Spiele mit Auto-Heal sofort und zwangsläufig anspruchslose Moorhun-Ballereien sind. Ich bin jedenfalls niemand, der sich wegen einzelnen Aspekten seine Spiele aussucht.Oft haben solche Spiele allerdings auch andere Gameplay-Züge, welche Hardcore-Gamer wie wir dann nicht mögen (z.B. kommt Auto-Heal oft auch zusammen mit Auto-Save und bald dann ja auch mit Auto-Ammo….).

  20. Es enthebt den Entwickler der Arbeit, sich Gedanken über Häufigkeit und Platzierung vom Medpakcs zu machen. Es enthebt ihn der Arbeit, Gegnerstärke und -platzierung entsprechend zu balancieren. Es macht seinen Job immens einfacher.Aber nur weil ein Entwickler weniger Arbeit hat, weil er ein Spielelement anders einsetzt, wird doch nicht das Spiel automatisch schlechter!? Ob man dieses System mag oder nicht, ist was anderes. Mit dem Grundsätzlichen Spielerlebnis hat das aber erst mal recht wenig zu tun.Mal ehrlich, wer Auto Heal wirklich gut findet, sollte vielleicht die Hände von solchen Spielen lassen, oder er hat den Biss für solche Spiele verlorenIch finde es immer seltsam, wenn einem Leute sagen wollen, wie man am liebsten spielt. Wenn ich jemand bin, den die Sucherei nach Medikits mittlerweile ankotzt, hat das in keinster weise was damit zu tun, daß ich nicht auf anspruchvolle Spiele stehe.Auto-Heal macht ein Spiel auch nicht automatisch leichter, es macht auch ein Spiel nicht automatisch zum simplen Moorhuhn. Da gehören noch viele andere Faktoren des Gameplays dazu. Und ob ein Spiel schwer ist oder nicht, liegt auch nicht nur am Heilungssystem. Call Of Duty 4 war für mich einer der besten Shooter der letzten Jahre. Nicht weil er Auto-Heal hatte, sondern weil er eine Story richtig packend inszenierte und Momente lieferte, das ich nur noch mit offenem Mund da saß. Warum sollte dieses Spiel jetzt z.B. durch Medipacks besser werden?Es kommt schon auf das Gesamtpaket an. Was man jetzt für ein "Heilungssystem" mag, ist allerdings Geschmacksache. Mafia 2 wird übrigens auch Auto-Heal haben und ich bin überzeugt davon, daß es deswegen nicht schlechter sein wird, als der erste Teil, bei dem man noch "Medipacks" suchen mußte.Grundsätzlich kann ich mit beiden System leben. Ich selbst bevorzuge aber Auto-Heal (und andere dürfen gerne Merdipacks bevorzugen). Weil es mich nicht dazu zwingt, jede Ecke abzusuchen. Wenn ich es machen will kann ich es, wenn ich keine Lust dazu habe, muß ich es nicht.Mal ganz davon abgesehen, daß die takische Komponente die hinter einem Medipack steckt doch weit limitiert ist, als es der ein oder andere darstellt.

  21. Auto Heal macht ein Spiel schlechter, den es bringt das Schienensystem, sprich man läuft strikt den einen, kürzesten Weg, kein links, kein Rechts, ganz einfach weil es dort nichts mehr gibt, was man gameplaytechnisch braucht – sollte dir eigentlich einleuchten.Für DeusEx3 ist ebenfalls Auto Heal geplant. Mal von der Sache ab, das bei einem Prequel dann auf ein mal eine bessere Technik vorhanden wäre, als in DeusEx 1 (da kostete die Aktivierung des Heal Implantates nämlich Energie) und der Sache das es dort mit Implantaten sowas schon lösbar gäbe, zeigt es auch ganz deutlich woran das Spiel dann kranken wird, nämlich daran das keine Exploration der Umgebung mehr nötig ist – Healthpacks braucht man nicht, Energiezellen für Health ebenfalls nicht, der Rest kann durch bratzen erledigt werden. Der Zwang etwas zu tun ist nicht mehr gegeben und ja, der Zwang etwas zu tun, ist dabei wichtig, den Gamer sind wie alle anderen Menschen in ihrem Tun faul, der kürzeste Weg wird eingeschlagen und der heißt nun mal dicke Wumme.CoD ist doch das perfekte Beispiel für Moorhuhn, löse den Trigger aus und das Gebiet ist Gegnerfrei, solang der nicht ausgelöst ist, gibt es einen Gegner nach dem anderen – dazu dann noch der Schlauchlevel per exellence.Spielerisch mau, keinerlei Herausforderung – spektakulär in Szene gesetzt, das ist richtig, aber spielerisch bietet er Minimalkost eines Railshooters.

  22. Ja, das ist gut ausgedrückt. Und da man diesen Erkundungsfaktor eliminiert hat, weil keine Notwendigkeit mehr besteht den einfachsten Pfad zu verlassen, propft man dem Spiel künstlich irgendwelche hahnebüchenden "Achievements" und "Trophys" auf, damit es nicht ganz so schnell langweilig wird, damit man nicht so schnell bemerkt wie hohl das Spiel im Grunde ist. Eine einzige Mogelpackung!Zumindest ich finde das nur noch erbärmlich …

  23. Auto Heal macht ein Spiel schlechter, den es bringt das Schienensystem, sprich man läuft strikt den einen, kürzesten Weg, kein links, kein Rechts, ganz einfach weil es dort nichts mehr gibt, was man gameplaytechnisch braucht – sollte dir eigentlich einleuchten.Also gibt es in Spielen links und rechts nur Medipacks zu finden? Sonst nix? Mh… na dann sind Medipacks ja wirklich der Spaßbringer schlechthin. ^^Ich bewerte ein Spiel daran wie gut es mich unterhält und wie mitreißend es ist. Nicht daran wie künstlich aufgebläht es ist.

  24. Ich unterschreibe den Post und die Kommentare von Look, obwohl ich altersmäßig noch so gerade in der Zielgruppe falle. Auto-Heal steht auf meiner "Dumme Ideen um gute Spieleserien kaputt zu machen"-Liste direkt hinter 3rd-Person-Deckungssystem.Auto-Heal macht das ganze durchrennen irgendwie beliebig. Laufen – Schießen – Warten – Wiederholen. Es fehlen Spannungsmomente und meist eine richtige Konsequenz eines Treffers. Kein "Noch mit 10 Energie den Level beendet" mehr oder ein humpelndes Teammitglied das man aber durch die Mission bringen will.Kombiniert mit dem tollen Deckungssystem sitzt man dann hinter einer hüfthohen Mauer™ und fängt sich einen Kopfschuss nach dem anderen während man die Gegner ausknippst. Nur halt mit einer gewissen Wartezeit.Ein Beispiel dafür, weil ich es erst vor kurzem durchgespielt habe: Brothers in Arms – Hells HighwayOhne diese tollen Features kann man nicht wirklich spielen da das gesamte Spiel darauf ausgelegt ist und der Schwierigkeitsgrad sonst exorbitant ansteigt.

  25. @ druzil,links und rechts gibt es meist optionale "Missionen", oder Storys, sowie emotionale und storytechnische Vertiefungen oder Erklärungen.Du rennst mit Auto Heal aber durch den Schlauchlevel wie auf Schienen – ob dir das klar ist, oder nicht, mit Auto Heal schaust Du nicht mal mehr ins Zimmer, was von Gang abgeht, wen es nicht relevant ist.Wo ist da bitte das Spielerlebnis der Erkundung?Du fühlst dich so gut unterhalten? Entschuldige, aber das ist erbärmlich – spielerische Ödnis auch noch unterhaltend finden. Wen man mal ein gewisses spielerisches Level erreicht hat, etwas gespielt hat, was weiter reichte, dann sich gut unterhalten zu fühlen, weil man anstatt mit einem Ferrari mit einem VW Golf 1 abgespeist wird, der zwar röhrt wie Huppe, aber doch nur mit 160 die Autobahn befährt – wow. Friss oder stirb – und Du frisst die Pampe mit Genuss, beneidenswert, ich kann mich weder so weit runter schrauben, noch so gut lügen.

  26. Also mir würde es am besten gefallen, wenn beide Methoden Coexistieren würden, anstatt das die eine die andere verdrängt.Ich habe manchmal auch den größten Spaß an Schlauchshootern mit Auto-Heal, jeder Menge Scriptsequenzen, wo es nur heißt "ballern, laufen, evt. noch Deckung nehmen und nachladen".Hey, die Abwechslung macht es. Ich würde auch gerne ab und an einen Shooter der alten Generation mit Medis spielen, aber ganz missen möchte ich Auto-Heal deswegen noch lange nicht, weil es auch eine lockere, leichte Art des Zockens ist, die Spaß machen kann.Ich hätte mich jedenfalls auch mehr über ein Wolfenstein in alter Tradition gefreut, aber wer weiß, vielleicht überzeugt mich Raven ja auch mit Auto-Heal und Co.

  27. "@ druzil,links und rechts gibt es meist optionale "Missionen", oder Storys, sowie emotionale und storytechnische Vertiefungen oder Erklärungen.Du rennst mit Auto Heal aber durch den Schlauchlevel wie auf Schienen – ob dir das klar ist, oder nicht, mit Auto Heal schaust Du nicht mal mehr ins Zimmer, was von Gang abgeht, wen es nicht relevant ist.Wo ist da bitte das Spielerlebnis der Erkundung?Du fühlst dich so gut unterhalten? Entschuldige, aber das ist erbärmlich – spielerische Ödnis auch noch unterhaltend finden."Mh… was bitte hat Auto-Heal mit dem Level-Design zu tun? Was du nicht zu verstehen scheinst ist, daß es nicht drauf ankommt ob ein Spiel Auto-Heal benutzt oder nicht. Wenn ein Entwickler Verzweigungen und Nebenaufgaben einbaut, was genau soll das mit Auto-Heal zu tun haben?Deiner Theorie nach, wir Mafia 2 dann ja ein Schlauchspiel. Komischerweise wurde es als Open-World Spiel angekündigt.Ob ich erbärmlich bin oder nicht, kannst du eh nicht beurteilen. Scheinbar aber auch nicht den Unterschied zwischen Auto-Heal und Level-Design.

  28. @Harzzach:Zum Thema habe ich nichts beizutragen, mangels einheitlicher Meinung. Manchmal fand ich Autoheal nützlich, bei anderen Games überflüssig (aber diese Savepoints nerven immer!).Ich wollte nur auf ein wirklich tolles Spiel aufmerksam machen und hoffe das es bei dieser hitzigen Diskussion nicht untergeht.Es geht um das Point & Click Adventure "The Book of Unwritten Tales". Die Grafik ist traumhaft, Bedienung & Komfort sind tadellos. Nur die Rätsel sind leider etwas zu leicht. Aber der Humor, die Atmosphäre und Charaktere sind wirklich spitze!Rechnet man den Verkauf bei eBay mit ein, zahlt man nichtmal 20 Euro dafür. Das wollte ich nur mal loswerden, weil mich das Spiel so begeistert hat.

  29. Allein schon die absolute Panik … ich bin fast am abnibeln und da kommt doch so ein dicker Brokern um die ecke… Fuck! Ich brauche unbedingt ein Medikit! Ohoh wo war das noch ?! Das hat für mich ein Spiel spanntet, um nicht zu sagen aufregend gemacht. Schade das es nur noch Mainstream misst gibt.

  30. Sorry, wenn ich dir wiederspreche, aber du, als alter Sack, bist zumindest, was das Alter angeht, genau in der richtigen Zielgruppe. Man merkt, dass du die E3 nicht wirklich verfolgt hast. ;)Und auch wenn du es vielleicht nicht glauben magst, es macht das Spiel einfach einfacher, oder würdest du dir noch in deinem Alter ein "Mushihimesama" oder "DoDonPachi" zutraunen? Falls du nicht weißt, was ich meine, schau dir einfach einige Videos auf youtube an.

  31. Uups, ich sehe gerade, dass da einige Kommas zuviel waren. Na ja, Wein trinken und auf Blogs rumtrollen verträgt sich nicht so gut. 😉

  32. Als alter Sack, 42 aufwaerts, bin ich ueber Auto-Heilung froh. Die bietet mir einen besseren Spielfluss und laesst mich nicht mehr hektisch nach Medikits suchen. Meine Spielumgebung schaue ich mir trotzdem sehr genau an, denn wie Bilder sind sie Kunstwerke.Im Gegenzug zu der sinnvollen Auto-Heilung setzen immer oefters die bloeden Saecke von Spielentwicklern nicht mehr auf freies Speichern. Als mueder Arbeiter moechte ich meine knappe Freizeit nicht damit verplempern, indem ich oefters einen halben Level wiederhole.Wegen zeitlichen Gruenden beisse ich mich auch nicht mehr bis zum geht nicht mehr durch ein Spiel. Wenn ich eine Stelle.nicht packe, fliegt es entweder von der Platte oder ich cheate.Ein Spiel sollte einen Spass machen, durchaus auch fordern. Jedoch niemals einen frustrieren oder Arbeit bedeuten. Die habe ich genug im Berufsleben.

  33. Ich kann die Argumente für ein Auto-Heal durchaus nachvollziehen, doch leider gibt es da ein Problem:Ich als Spieler habe nicht mehr die Wahl, wie ich spielen möchte!Früher, da habe ich, wenn es zu stressig wurde, einfach den Godmode reingehauen und entspannt weitergezockt. Wenn ich jedoch Bock auf Spannung hatte, habe ich keinen Godmode verwendet. Heute, da kann ich Fürze wie Auto-Heal, welches nichts weiter als ein eingebauter Godmode ist, leider nicht ausschalten. Ich kann nur dankend auf solche Spiele verzichten …

  34. @ druzil,was Du nicht zu kapieren scheinst ist die Natur des Menschen den leichtesten, kürzesten Weg zu beschreiten – dies "begünstigt" Auto Heal, den es entfällt die Notwendigkeit der Exploration.Ob die Designer und Entwickler mehr ins Level eingebaut haben oder nicht, wirst Du gar nicht mehr mitbekommen, außer wen Du aus Langeweile einen Abstecher in den nächsten Raum unternimmst, weil Du wartest bis dein Health wieder oben ist.Du wirst auch dein Gameplay daraufhin anpassen und das wird dadurch nicht besser, sondern eingeschränkter in den Variationen der Vorgehensmöglichkeiten – Du brauchst ja nur warten um weiter zu spielen. Du wirst nicht mehr schleichen und die Laufwege von Wachen ausspionieren, außer die Mission verlangt das von dir, Du wirst auch keine alternativen Wege suchen, oder dir selbst "bauen", den die Notwendigkeit besteht einfach nicht mehr – das ist Tatsache, den es liegt in der Natur des Menschen.

  35. Ich persönlich fand das gemischte Healthsystem von Halo 1 sehr ansprechend.Der Schild des Anzugs lud sich zwar recht schnell auf doch war er im gegenzug auch genauso empfindlich.Die daraufhin betroffene Lebensenergie musste mit Medipacks aufgefült werden.Jetzt noch eine begrenzte Anzahl an Medipacks zum mitnehmen und fertig ist das (für mich) perfekte Health System

  36. "Aber das stört mich im Gegenzug mittlerweile auch nicht mehr, bleibt doch somit mehr Geld für Dinge übrig, die eher meinem Geschmack entsprechen."Diesen Satz hab ich von Dir in der einen oder anderen Form schon öfter hier gelesen. Bedrückend finde ich aber, dass genau von diesen Dingen immer weniger angeboten wird. GOG und Konsorten sind zwar ein nettes Mittel zum Zweck, aber eine langfristige Alternative kann es doch nicht wirklich sein, oder?Ich persönlich bin es leid, in der Staub&Motten-Kiste wühlen zu müssen um wieder mal einen "guten" Titel zocken zu können.Ich würd mal wieder gern ein (neues!) AAA-Game zocken, das einfach nur geil ist und nen &%$@! drauf gibt, welche die aktuellen (sinnlosen) must-have features sind.Ist doch mir egal, dass ich Ü30 bin und nicht mehr in die "vermeintliche" Zielgruppe gehöre – Spielkind bleib ich für immer!

  37. was Du nicht zu kapieren scheinst ist die Natur des Menschen den leichtesten, kürzesten Weg zu beschreiten – dies "begünstigt" Auto Heal, den es entfällt die Notwendigkeit der Exploration.Ob die Designer und Entwickler mehr ins Level eingebaut haben oder nicht, wirst Du gar nicht mehr mitbekommen, außer wen Du aus Langeweile einen Abstecher in den nächsten Raum unternimmst, weil Du wartest bis dein Health wieder oben ist.Also, das ist doch lächerlich. Wenn du zu denen gehörst, die zum Glück gezwungen werden müssen, dann ist das deine Sache. Ich erkunde grundsätzlich immer die ganzen Levels in Shootern, ob Auto-Heal oder nicht. Bei CoD findet man tatsächlich kaum was interessantes, das war früher mit dem anderen Health-System aber auch nicht großartig anders. Aber es gibt andere Shooter, wo man trotz Auto-Heal noch interessantes findet.Es ist doch wie bei Prey, welches von Harzzach so gelobt wurde. Es lässt dir die Wahl. Du kannst einfach durchrennen, aber dir auch die Zeit nehmen. Hardcore-Gamer nehmen sich die Zeit, andere rennen durch und sind glücklich. Die Wahl hast aber immer noch du.Man muss da wirklich für jedes Spiel extra entscheiden, ob es Casual-Mist ist oder nicht. Das anhand eines einzelnen Features festzumachen grenzt fast schon an Ignoranz. Generell habe ich das Gefühl, dass viele (allgemein, nicht unbedingt hier) sich einfach gerne an der "Das ist doch billiger Scheiss!"-Welle beteiligen und Spiele verurteilen, ohne Ahnung zu haben, was sie daran eigentlich stört.

  38. Ich glaube dir kein Wort. Du wirst bei Auto Heal Spielen wie alle anderen "abkürzen", Du wirst zum Anfang dir die Welt beschauen – völlig normal, wen der erste "Flash" verflogen ist, wirst auch Du "rushen", ob dir das selbst klar wird, bezweifle ich – und natürlich wirst Du das nie zugeben, den das würde ja bedeuten, das Du nicht "ordentlich" spielst.Zwang ist immer so negativ belegt, aber ohne eben jenen wirst Du nicht mehr tun als nötig – schau dir ein beliebigen Speedrun an, das ist die Quintessenz des absolut Nötigen und genau dahin bewegen sich solche Spielideen.

  39. Die Wahl hast aber immer noch du..Oft genug eben nicht mehr. Man überlässt mir nicht die Wahl, wie ich speichern möchte, man überlässt mir nicht mehr die Wahl, wie ich vorgehen möchte, man fertigt nach Musterbauplan ein genormtes "Spielerlebnis" an, weil das einfacher herzustellen ist. Und so wie es Leute gibt, deren Körperbau oder Hautbeschaffenheit nicht kompatibel mit den Konfektionsgrößen oder Rezepturen der jeweiligen Standardprodukte sind, so gibt es viele Leute, die eben einen anderen Spiele-Geschmack haben, der durch die aktuellen Major-Produktionen nicht mehr abgedeckt wird.Doch im Gegensatz zu Konfektionsgrößen und Rezepturen ist der Aufwand für das Schaffen entsprechender Modifikationsmöglichkeiten in einem Spiel deutlichst (!) geringer, so dass derartige Möglichkeiten eher Standard als die Ausnahme sein sollten. Es wird aber nicht gemacht, weil sich die Entwickler und Producer keine Gedanken darüber machen wollen. Weil es einfacher ist, dem aktuellen Trend hinterherzurennen, anstatt sein Spiel so zu gestalten, dass möglicht viele Leute angesprochen werden können. Und nein, die Konzentration auf die jeweils größe Zielgruppe bedeutet nicht, dass man möglichst viele Leute anspricht. Es ist nur einfacher zu kalkulieren und das wirtschaftliche Risiko scheint geringer.Doch wenn man sich zB. das Schicksal der Musikindustrie, der Major Labels ansieht, die irgendwann Mitte der 90er aufgehört haben auch Randgruppen und Nischen zu bedienen, weil die Rendite durch die Konzentration auf einen bestimmten Massengeschmack höher war … ich mein ja nur 🙂

  40. Du darfst mir glauben. Medikits sind immer ein schöner Fund, vor allem, wenn man fast Tod ist, aber Munition, weitere Gegner, Storyschnipsel, neue Waffen oder einfach nur eine schöne Aussicht sind auch schöne Funde. Bei CoD macht das Erkunden tatsächlich keinen Spaß, aber das liegt an der unglaublichen Linearität. Gäbe es da noch Medkits, würden die Entwickler sie einfach da hin klatschen, wo man eh lang laufen muss. Wie gesagt, nur weil DU das nicht mehr kannst, heißt das noch lange nicht, dass dies bei allen anderen so ist….Speedruns hasse ich selber.

  41. @Harzzach: Bei Auto-Save liegt die Sache anders. Es ging hier aber ausdrücklich um Auto-Heal und die Auswirkung auf das Verhalten beim Erkunden der Umgebung. Die anderen Effekte des Auto-Heals, also das Wegfallen einer strategischen Komponente und die Ungenauigkeit der Health-Angabe bestreite ich ja auch nicht. Ebenso wenig bestreite ich, dass Auto-Heal zusammen mit anderen Sachen wie Auto-Save, Auto-Ammo und Auto-Aim und so weiter für Casual-Mist sorgt. Ich bezweifele allerdings, dass ein einzelnes Feature für eine so derartige Verschelchterung der Spiele verantwortlich ist, wie Look es hier beschreibt.

  42. Ich bezweifele allerdings, dass ein einzelnes Feature für eine so derartige Verschelchterung der Spiele verantwortlich ist, wie Look es hier beschreibt..Look kann sich nicht vorstellen, dass Auto-Heal Spass machen kann. Du kannst Dir nicht vorstellen, was an Auto-Heal jetzt sooooo schrecklich ist. Grundsätzlich seid ihr Euch aber schon einig :)Wie gesagt, ich würde mir eine größere Vielfalt im Spieleangebot oder mehr Anspassungsmöglichkeiten im Spiel selbst wünschen. Doch das wird es nicht geben, weil (zurück zum eigentlichen Thema) die Industrie nur dem jeweils aktuellen Trend hinterherlaufen kann und somit regelmäßig alle Leute vergrätzt, die mit diesem Trend nichts anfangen können. Die Industrie ist dumm und kann sich diese Dummheit nur leisten, weil die jeweils aktuelle Zielgruppe groß genug ist, um solche strategischen Fehler nicht sonderlich ins Gewicht fallen zu lassen.

  43. Sorry, aber "Heute, da kann ich Fürze wie Auto-Heal, welches nichts weiter als ein eingebauter Godmode ist…" ist doch Quatsch.Dann könnte man auch das Vorhandensein mitschleppbarer Healthpacks als Godmode bezeichnen, und vermutlich sogar mit mehr Recht. Schließlich erlauben die (in der Regel) sofortige Regeneration auf Knopfdruck, während man beim Auto-Heal immer noch draufgeht, wenn man keine Deckung findet.Was das "Health-System" angeht, schließe ich mich Maurice an. Ähnlich wie in Halo, m.E. sogar noch etwas besser war das in "Chronicles of Riddick" gelöst."Angebrochene" Segmente des Health-Bars regenerierten automatisch, aber komplett gelöschte blieben bis zur Wiederauffrischung durch Health-Packs leer.

  44. Ich spiele gerade Call of Duty 2 auf Veteran, und wünsche mir Verbandskästen zurück, weil ich dank des Auto Heal Systems – das alles andere als ein Godmode Cheat ist! – große Probleme habe, die Level zu beschreiten.

  45. Ein paar Gesichtspunkte.Medipacks sind total unrealistisch. Wer hat die denn verloren in den Cavernen z.B. von TR? Gilt natürlich auch für Ammo.Kann mich an Spiele erinnern, wo so viel Zeug rumlag, dass man nie auch nur in die Nähe kam von deren Ende.Rumsuchen hat nicht viel mit Healthpacks zu tun — können ja auch Artefakte oder sonstwas versteckt sein. Oder Aufgaben an bestimmten Orten. Hier mal einen Schalter umlegen, dort einen Schlüssel finden. Aber ich bin kein Shooter-Fan, ich rede hier mehr über TR, Splinter Cell, Thief.Die Frage ob Auto-Heal oder nicht muss man mit dem Speichern zusammendenken. Bei Spielen, wo ich speichern kann, wo ich will, kann ich nach jedem Fight, der mich nicht allzuviele HPs gekostet hat, schnellspeichern und dann weiterlaufen um zu sehen, was noch kommt. Da brauche ich dann weder AutoHeal noch Medikits. Und ich bin auch der Harzachschen Meinung, dass Spiele mir nicht vorschreiben sollen, wo ich speichere.

  46. Ich glaube dir kein Wort.Du wirst bei Auto Heal Spielen wie alle anderen "abkürzen", Du wirst zum Anfang dir die Welt beschauen – völlig normal, wen der erste "Flash" verflogen ist, wirst auch Du "rushen", ob dir das selbst klar wird, bezweifle ich – und natürlich wirst Du das nie zugeben, den das würde ja bedeuten, das Du nicht "ordentlich" spielst.Zwang ist immer so negativ belegt, aber ohne eben jenen wirst Du nicht mehr tun als nötig – schau dir ein beliebigen Speedrun an, das ist die Quintessenz des absolut Nötigen und genau dahin bewegen sich solche Spielideen.Ich will wirklich nicht streiten. Aber ich finde es einfach nur unverschämt von dir, daß du anderen Leuten vorschreiben willst, welche Art des Spielens "ordentlich" ist. Es ist unverschämt Leuten zu sagen sie wären erbärmlich, nur weil sie einen anderen Geschmack haben als du.Stell dir vor, in Assassin's Creed hat man auch so was wie Auto-Heal. Trotzdem suche ich alle Türme auf usw. Man hat in der Stadt erst mal Handlungsfreiheit. Man hat ein Ziel, wie man es angeht ist einem selbst überlassen. So! Und wie kann ich da jetzt abkürzen? Ich meine ich hab doch Auto-Heal. Ich kann doch angeblich damit abkürzen. Komisch, geht irgendwie bei AC nicht. Scheint deine Theorie wohl doch nicht zu stimmen.Das ist genau was ich meine. Nimm dir nicht CoD4 (im SP) als Vorbild für Auto-Heal. Nimm dir mal Spiele, die nicht so linear sind und schon wirst du merken, daß Auto-Heal nichts damit zu tun hat, ob ein Spiel komplex oder linear und kurz ist. Klar werden vielleicht Kämpfe durch autoheal einfacher. Aber nur, wenn die Gegner dumm wie Scheiße sind. Wenn sie dich verfolgen, umgehen, einkreisen und dich in Hinterhalte locken, dann nutzt dir auch Auto-Heal nix, wenn du nach 3-4 Treffens im Gras liegst.Das beste Beispiel ist der Hardcore-Modus im MP von CoD4. Man kann 1-2 leichte Treffer (Streifschüsse) überleben und regeneriert danach wieder. Bekommt man aber einen Volltreffer ist man sofort weg. Man wird dazu gezwungen vorsichtig vorzugehen.Manche Leute motzen scheinbar echt nur des Motzens wegen.

  47. http://www.golem.de/0906/67681.html"Blickt der Spieler dann beispielsweise leicht nach oben auf ein Podest, hilft ihm der Computer dabei, auf dem schnellstmöglichen Weg darauf zu springen. Wenn der Spieler stattdessen unter einem Lastwagen hindurch möchte und nach unten blickt, schlittert er halbautomatisch unter dem Vehikel bis zur anderen Seite. "

  48. Beginnt der Spieler das Spiel, hilft ihm der Computer es auf schnellstmögliche Weise auch zu beenden …

  49. mal kurz weg von der auto-heal thematik und zu einem (wie ich finde) ziemlich genialen, fast gegenteiligen feature: doom 3 nightmare modus. keine medi packs und 25/100 health. mit dem soul cube (der von anfang an dabei ist), konnte man temporär seine hps auf (ich glaube) 60 oder so bringen. vllt. kramt ja der ein oder andere leser (oder sogar blogger, gell harzzach) dieses spiel wieder aus und spielts wieder mal auf ultra quality.viel spass!

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