Godzilla-Revival?

Wenn das alles nicht so fürchterlich traurig wäre, man könnte fast damit anfangen darüber zu spekulieren, was diese Katastrophe für kommende japanische Filme bedeuten könnte, war “Godzilla” doch die künstlerische Verarbeitung der Atombomben-Abwürfe auf Hiroshima und Nagasaki.

And in local news … ich würde mir wirklich wünschen, wenn hierzulande genügend Menschen endlich aufwachen, um diejenigen Parteien in die Opposition zu schicken, die unbeeindruckt von den Gefahren der Kernkraft immer noch vollkommen skrupellos und dummdreist davon schwadronieren, wie toll und sicher und harmlos das alles doch sei und das man doch die arme, bedauernswerte Stromerzeuger-Industrie mit jahrzehntelangen Laufzeitverlängerungen vor den Unbillen der Wirklichkeit schützen muss. Von den immensen Folgekosten und Bedrohungen durch nukleare Abfälle für die folgenden Generationen gar nicht erst zu reden.

Leute, es reicht jetzt!

73 Kommentare zu „Godzilla-Revival?

  1. Nunja, in einem Erdbebengebiet mit Tsunamigefahr sind Atomkraftwerke wohl wirklich etwas fehl am Platz.

    Da das aber für Deutschland nicht zutrifft, halte ich eine Panikmache bezüglich grundsätzlicher Atomenergie für übertrieben und realitätsfremd.

    Man kann nicht einerseits jeden Autofahrer verteufeln und andererseits Millionen Tonnen Kohle verbrennen, um Strom zu erzeugen.

    Die Alternativen Energien sind leider derzeit noch untauglich, um eine gesicherte Stromversorgung zu gewährleisten.

    Ich für meinen Teil bin pro Atomenergie. Wenn das Geld, was derzeit in Nutzung alternativer Energien gesteckt wurde / wird in die Atomforschung und Weiterentwicklung gegangen wäre, wären wir um viele Probleme ärmer.
    (Und das sage ich als einer, der in der PV Industrie einen Großteil seines Geldes verdient…)

    Gruß
    Enrico

  2. Das ist alles nichtmal das schlimsmte. Es wird ja vielen auch eingeredet, Nuklearenergie wäre so günstig.

    In einer Diplomarbeit die ich vor ein paar Jahren mal gelesen habe, aber leider nicht mehr wiederfinde wurden die gesamten „versteckten“ Kosten, die der Steuerzahler bisher getragen hat, und immernoch trägt, aufsummiert, und es zeigte sich, dass die Kosten für eine kwh Atomstrom 63 Eurocent betragen. Das ist mehr als Solarstrom kostet.

    Das Gutachten von Greenpeace kam ja letztens zu ähnlichen Ergebnissen, obwohl diese 2 Arbeiten Jahre auseinandrliegen.

    alleine die Kosten sind enorm, die Gefahren der Endlagerung schwer vorrauszusehen, und Uran ist auch nicht in unendlicher Menge vorhanden.
    Daher ist Energieerzeugung aus Kernspaltung eine reine Übergangstechnologie, die langsam aber sicher eingemottet werden sollte. Packt diese ganzen Gelder lieber in die Kernfusionsforschung, oder in die Verbesserung von thermalen Solarkraftwerken und Geothermie, als sie dem wettbewerbsverzerrendem Energieoligopol in den Hintern zu stecken.

  3. Wenn das Geld, das in die Atomenergie gesteckt wurde in die Entwicklung von alternativer Energie investiert worden wäre, hätten wir einige Probleme weniger. Ein AKW-GAU ist mit keinem Unfall in einer anderen technischen Anlage auch nur annähernd vergleichbar. Und das Müllproblem bleibt unseren Kindern und Enkeln als dauernde Bürde.

  4. Nein andersrum wird ein Schuh draus! Es sind nun schon mehr als ein halbes Jahrhundert lang Milliarden um Milliarden Steuergelder verbrannt worden und troztdem wurde noch nicht einmal das grundlegendste Problem von allen gelöst: Wohin mit dem Müll?
    Und wie man an den ganzen Skandalen rund um Gorleben, Asse und Co. gesehen hat, ist genau das Gegenteil von Problemlösung betrieben worden…
    Hätte man von alledem auch nur einen Bruchteil in die Entwicklung und den Ausbau von alternativen Energien gesteckt, so hätten wir jetzt kein Problem!

  5. Die Alternativen Energien sind leider derzeit noch untauglich, um eine gesicherte Stromversorgung zu gewährleisten.

    Ahh, das gute alte Lügenmärchen von der Untauglichkeit alternativer Energiequellen.

    Derzeit wird zB. per Windkraft soviel an Strom erzeugt, dass das Stromnetz in manchen Teilen Deutschlands diese Energie gar nicht aufnehmen kann, weil MEHR erzeugt wird, als verbraucht wird.

    Und eben wurde bekanntgegeben, dass die Sperrzone um den japanischen Reaktor auf 60km erweitert wurde. Das klingt nicht danach, dass die Lage unter Kontrolle ist … man kann wirklich nur hoffen,. dass es sich hier nur um eine Vorsichtsmaßnahme handelt und kein Austritt von Kernmaterial stattgefunden hat.

  6. Und das es katastrophale Unfälle wie beim ICE oder dem Transrapid in unserem HighTech-Land per Definition ja gar nicht geben dürfte …

  7. Natürlich hat Enrico damit recht das D im Moment keine geologisch sehr aktive Zone ist, aber d.h. nicht das wir nicht auch ein Erbbeben bekommen könnten. Es ist nur deutlich unwahrscheinlicher -> dafür sind unsere AKW auch nicht auf Erdbeben der Stärke 8+ ausgelegt… das gibt sich also imo nichts.

    Enrico, was du mir auch noch erklären musst ist woher du weist das D-Land auch die nächsten 100.000 Jahre keine geologischen Aktivitäten erleben wird. Wir reden ja immerhin davon das der Müll für solch einen Zeitraum sicher gelagert werden muss
    – darüber das kein AKW Betreiber RÜckstellungen für die Lagerkosten über den Zeitraum vorsehen muss reden wir gar nicht erst (und das diese Kosten daher auch im Strompreis fehlen), die müssen sich ja heute nichtmal versichern.

    Gruß
    D.

  8. Ich sehe, dass vor Atomenergie eher „Angst“ herrscht und die Gefühle begründet.
    Angst ist nie eine gute Grundlage, sich über derartige Themen zu unterhalten.
    Blinde Forderungen nach Atomenergieausstieg bringen uns keinen Schritt vorwärts.

    Wenn ich sehe, was für hochgiftige Chemikalien in Massen z.b. bei der Solarzellenherstellung verwednet werden, kommt mir das blanke Grausen. Ich für meinen Teil habe mehr Angst vor HF, als vor Strahlung. Und diese Angst ist begründet!

    Dass die Endlagerprobleme angegangen müssen ist keine Frage, davor darf man die Augen natürlich nicht verschliessen.

    Dass hier aber durch einige Hetzer immer wieder die Angst verbreitet wird, dass ein AKW explodiert, ist einfach lächerlichstes Bildzeitungsniveau.

    Wer davor Angst hat, der sollte am liebsten nichtmehr vor die Tür gehen, oder Auto fahren. die Wahrscheinlichkeit, dass man bei einem Autounfall ums Leben kommt, ist nämlich deutlich höher.
    Aber auf die Idee, deshalb das Autofahren zu verbieten oder abzuschaffen, kommt niemand.

    Gruß
    Enrico.

  9. Naja, das Lager in Asse scheint ja schon nach nicht mal 50 Jahren nicht mehr ganz koscher zu sein. Da bröckelts mal im Stollen, da werden die Fässer mal mit Grundwasser geflutet, die Leute die dort arbeiten und ringsrum kriegen häufiger Krebs als normal sein sollte, ebenso wie die Kinder hier direkt in meiner Nähe gegenüber von Krümmel im Dörfchen Tespe.
    Wohnt man schön weit weg von jeglichem Atomkram kann man natürlich sorglos tun.

  10. japp, dumm nur daß sie mittels juristischer Trickserei auch Uralt-Reaktoren wie Neckarwestheim noch weiter fahren dürfen. (Der sollte ja eigtl vor den Wahlen 2009 schon abgeschaltet werden *g* ein Schelm wer hierbei böses denkt)

    Zum Thema „kann bei uns nicht passieren“, DAS haben japanische Ingenieure vor dem 11.3. auch behauptet.

    NOCH kein Erdebeben der Stärke 8,9–>passiert hier nicht–>AKWs sicher.

    Und wenns dann passier, wie hiess es eben im Deutschlandfunk? Japanische Regierungsvertreter sprächen von einer „kleinen Kernschmelze“.

    Ist dann so wie das bekannte „bischen schwanger“.

    Traurig ist nicht nur die Kopf in den Sand Mentalität hierzulande, sondern besonders auch bei unseren europäischen Nachbarn…Stichwort Frankreich und AKW Fessenheim (liegt kaum weiter von Freiburg weg als Neckarwestheim von Stuttgart ;). Eine nukleare Bruchbude die 2003 wegen andauernder Dürre und Hitze auch fast durchgeglüht wäre. Weiß halt keiner, und hej: kann ja hierzulande nicht passieren.

    Also: immer weiter so. Es gibt auch Kekse und Jodtabletten gratis für alle!

  11. Enrico, wie soll uns das sture Festhalten an einer nachweislich brandgefährlichen und langfristig unhaltbaren Technik nach vorne bringen? Je eher man die Kraftwerke abschaltet, desto eher können sich Alternativen dazu etablieren. Und es gibt IMMER Alternativen! Mit dem Finger auf diverse Hysteriker zu zeigen, lenkt hier nur vom wirklichen Problem ab.

  12. Ah ja, Frankreich. Wenn man sich über die vielfältigen Verstrickungen von Atom-Lobby und Politik hierzulande aufregt, sollte man, um einem Herzinfarkt vorzubeugen, besser nicht gen Westen schauen.

  13. @ Enrico: [… Angst ist nie eine gute Grundlage, sich über derartige Themen zu unterhalten.]
    Angst ist die Voraussetzung, um bei diesem Thema überhaupt vernünftig argumentieren zu können. Außer du hast ein dickes Aktienbündel von Energiekonzernen und dein Heim steht irgendwo weit weg auf ner Insel.

  14. Auch schon mal was vom Oberrheingraben gehört? Der ist sehr wohl tektonisch aktiv, der wird sich sehr wohl auftuen in den nächsten xxxxxx Jahren! Und Windkraft in Kombination mit Speicherkraftseen bzw. Wasserstoffgewinnung ist die Zukunft! Nur sind die Energieriesen die Investkosten zu hoch, solange sie noch nicht gezwungen werden! Als übergang empfehle ich Mini-Bhkw mit Stirlingmotor und evtl. Holzpellets!

  15. Tut mir leid, Energieerzeugung ist für mich genausowenig ein ideologisches Thema wie für die meisten Japaner. Da komme ich wohl aus dem falschen Milieu. 😉

    Wenn es um rentable, stabile, witterungsunabhängige Energieversorgung geht, die eine entwickelte Industriegesellschaft braucht, gibt es eben nicht viel Auswahl. Etwas Risiko gehört zum Leben. 100 % Sicherheit, Friede, Freude, Eierkuchen ist genauso unrealistisch wie der Sozialismus.

  16. Ich weiß ja nicht, aber mir ist es lieber, wenn einem Windkraftwerk mal ein Rotor abreisst, als dass während eines Unfalls in einem AKW die Umwelt auf Jahre hinaus verstrahlt wird mit allen Folgen, die das nach sich zieht. Vom Thema nuklearer Abfall mal ganz zu schweigen.

    Da es keine 100ige Sicherheit gibt, sollte man sich wenigstens darüber im Klaren sein, welche Folgen Unfälle bei der einen Technik haben können und welche Folgen Unfälle bei der anderen Technik haben können.

    Natürlich, man auch so tun, als ob einem das alles gar nichts anginge. Macht das Leben ein nicht unerhebliches Stückchen einfacher.

  17. Geht nicht um Ideologie sondern um REM, da dürften die meisten Japaner jetzt auch zustimmen.

    Abfallentsorgung, Störfallrisiken, Kostenfaktoren, Zukunftsfähigkeit im Zshg mit der Kernenergie, darüber wird schon länger laut diskutiert.

    Ich möchte nur noch mal leise anmerken, daß auch Uran und Konsorten nicht in unendliche Mengen verfügbar sind.
    Nicht zuletzt deshalb ja das Argument der „Brückenenergie“, also Kernenergie als bloße Übergangslösung.

    …viele regen sich gerade über den Kurs vieler Erdölimporteure gegenüber Gaddafi und Kollegen auf.

    Schon mal drüber nachgedacht, daß es sich beispielsweise mit der Uranförderung ähnlich wie mit dem Öl verhalten könnte?

    Wo wird das meiset Uran gewonnen? Im Harz? In Bayern? In den schottischen Highlands?

    Und wird es von gut bezahlten, bestens geschützten und über die gesundheitlichen Risiken bestens aufgeklärten Uranabbautechnikern gewonnen, die nach Feierabend in der Kantine mit ihrem Gewerkschaftsfunktionär Jodtabletten lutschen?

    Achtung, rhetorische Frage 🙂

    Wie praktisch, daß sich bei der Erdölförderung meist nur in paar Fische ein bischen anschwärzen.

    Rohstoffe für Brennelemente verhalten sich leider in gesundheitlicher Hinsicht zum Erdöl meist wie Doom3 zum Moorhuhn.

    Ich geh jetzt S.T.A.L.K.E.R. spielen, da weiß man was man hat 😛

  18. dass während eines Unfalls in einem AKW die Umwelt auf Jahre hinaus verstrahlt wird

    Ich habe keine Angst vor einem GAU. Es gibt Schlimmeres, radioaktiv verseuchte Umwelt ist ein Luxusproblem. Notfalls pack ich die Koffer und zieh ein paar km weiter. Gegen das, was am nächsten Montag auf den Finanzmärkten abgeht, ist ein weggeflogenes AKW-Dach lächerlich.

    Natürlich, man auch so tun, als ob einem das alles gar nichts anginge.

    Mit verbeamteten Lehrerberuf und 30-Stunden-Woche mag einem irgendwann so langweilig werden, daß man sich an Castoren ankettet. Ich habe tatsächlich Spannenderes und Wichtigeres zu tun als Claudia Roth und Wolfgang Thierse. 😉

    Die Meiler laufen sowieso weiter, die Solar- und Windmühlenmafia macht einen Riesenreibach mit Subventionen. Und sobald der CO2-Wahn ausgestanden ist, wird man auch wieder ein paar Kohlekraftwerke neu bauen und die nächste Sau durchs Dorf treiben.

  19. Oh mann, das hätte ja die Atom-Lobby besser geschrieben, oberflächlich mag das ja stimmen, aber wie hoch sind die wirklichen Kosten, wieviel an verstrahlten Alt-AKW muss eingelagert werden, in welches Endlager und schon gewußt dass es bei radioaktiver Strahlung keine Dosis-Wirkung gibt!

  20. Nur mit einem Hauch von Vernunft und logischen Menschenverstand sollte doch jedem einleuchten, daß der Nutzen im Verhältnis zu den kurz und langfristigen negativen Auswirkungen von Atomenergie in keinem guten Verhältnis steht, und somit besser heute als morgen Alternativen realisiert werden sollten.

  21. Lese ich hier noch mein geliebtes Spieleblog für alte Säcke???
    Bitte (!) immer schön beim thema bleiben…

    großteil der kommentare gehören zu spon etc.
    es sei denn, morgen fällt in china n sack um und erschlägt n huhn und die nato erwägt, das huhn, bzw. alle hühner zu retten, hat aber nich die zusage der uno und zeigt im fernsehn gemeine hühnerfarmen, die alle scheiße finden und dann meinen alle, ja, da müßte man was tun und so.
    aber das passiert ja nich.

  22. Was mich ein wenig verwundert das sie es nicht schaffen in 20 Stunden grosse Notstromaggregate dahinzufliegen um wenigsten die Notfallkühleinrichtungen zu aktivieren.
    Vielleicht auch Schiffe die durch ihren Motor strom erzeugen und irgendwie rüberschicken .

    Von mir aus von irgendeinen Nachtbarland.

  23. Ja, Du liest immer noch dieses Blog. Doch manchmal erlaube ich mir über Dinge zu schreiben, die nichts mit Spielen zu tun haben.

  24. Ich denke, das Heranschaffen von Kühlaggregaten ist nicht das Problem gewesen. Die Zerstörungen in der Kühl-Infrastruktur der Reaktoren muss aber so stark ausgefallen sein, dass man den Kern nach der Abschaltung (die Kerne, wie sich ja mittlerweile herausstellt) nicht schnell genug, ausreichend genug kühlen konnte und nur noch versuchen kann, den bereits durchgegangenen Kern soweit zu kühlen, dass er nicht durch das Reaktorgehäuse bricht.

    Glaubt man Meldungen, die von 400-facher Strahlung über Normwert in der Nähe der Kraftwerke reden, scheint da aber wesentlich mehr schiefgelaufen zu sein, als die offiziellen Stellen verlautbaren lassen. Vielleicht ist das Reaktorgehäuse bereits leckgeschlagen.

  25. Natürlich geht es immer um Wahrscheinlichkeiten, und ja, meine persönliche Wahrscheinlichkeit ist größer vom Bltz erschlagen zu werden als an einem Gau zu sterben. Der Unterschied ist nur das es nicht die nächsten 5000 Generationen betrifft wenn ich vom Blitz erschlagen werde sondern nur mich und heute.

    Eine Technologie die Risiken für die nächsten zichtausend Generationen birgt kann eigentlich nur jemand befürworten der keine Kinder / Enkelkinder hat oder plant bzw. dem generell egal ist was mit den Generationen nach Ihm geschieht -> „nach mir die Sintflut“ lautet das Motto.

    Klar haben auch andere Technologien Nachteile und giftige Stoffe, aber ausser vielleicht der Gentechnik kenne ich keine andere Technologie die großflächige Schäden welche über einen Zeitraum >100.000 JAhre wirken auslösen kann. Und davon reden wir wenn Endlager im Grundwasser versinken oder Reaktoren schmelzen oder A-Bomben unsachgemäß entsorgt werden.

    Wir schmeissen noch heute im Schwarzwald einen Großteil der geschossenen Sauen weg – weil im letzten Jahrausend zichtausen Kilometer entfernt ein kleines AKW hops ging.

    Manchmal ertappe ich mich bei dem Gedanken das es gut wäre wenn in Japan der Wind dreht… so menschenverachtend das im ersten Moment klingen mag.
    Ich glaube einfach nicht mehr das ohne einen GROßEN Unfall mit mio. Toten eine Chance besteht das wir weltweit den Ausstieg zumindest anfangen.

    Klar geht das nicht sofort, und vielleicht auch nicht so billig (evtl muss sogar der ein oder andere Golfplatz seine Nacht-flutlicht-anlage abschalten – omg), aber es muss angefangen werden.

  26. Ich bin ja immernoch dafür das jeder der Pro Kernkraft ist ein kleines Fässchen Abfall ins Wohnzimmer gestellt bekommt :).

    Die Luftverschmutzung aus Kohlekraft hat dazu geführt das die Technologien sauberer wurden, weil jeder den Dreck sehen konnt und darunter litt. Nur weil der Müll der AKW gut versteckt ist und keiner HEUTE darunter leiden muss ist die „nach mir die Sintflut“ Gruppe so gut auf das Thema zu sprechen. Wenn die HEUTE unter dem Müll leiden müssten (und nicht unsere Kinder in ich Generationen) dann wäre das Thema schnell erledigt.

    Gruß
    D.

  27. Vielleicht mag mal einer von Euch darüber nachdenken, welche wirtschaftlichen Implikationen die Geschehnisse in Japan, einer der größten Volkswirtschaften der Welt, nach sich ziehen. Leute, wir sind alle am Arsch. Das was uns bevorsteht, wird nicht schön werden. Das Kartenhaus fällt zusammen, die globale Kettenreaktion wird zu weltweiter Not und Bürgerkriegen führen. Ein neues Zeitalter ist vorgestern angebrochen.

    Ciao, man sieht sich dann im nächsten Leben!

  28. Fusion ! Noch 40 Jahre : )

    Ne ernsthaft die machen richtig Fortschritte im Max Planck in Greifswald.2015 (wenn alles klappt) erste Zündung.Für das Lithium Problem gibt es mittlerweile auch schon genügend Lösungsvorschläge.Z.B. kann mann Lithium aus Salzwasser gewinnen.
    Der radioaktive Müll kann mithilfe von Lithium gereinigt werden und nach 2 Jahren wieder verwendet werden.Laut Pressesprecher strebt man 2040 die Serienreife an.Evtl. erleben die meisten von uns noch die fast freie Energie.

    Bis dahin hilft uns die Atomenergie hoffentlich noch den Mars zu besuchen.

    Und in der Schweiz gibt es doch sone alljährliche alternative Energien Messe,mit einer irren Vielfalt.
    Wir könnten wenn wir wollten.

  29. Wir könnten wenn wir wollten.

    Ja. Ich will. Andere auch. Und hoffentlich genügend andere Menschen ebenfalls, um diese TINA-Schwätzer und gekauften Schmierlappen aus den Regierungen zu wählen.

  30. Ach, so apokalyptisch würde ich das nicht sehen. Die Welt wird noch schneller zusammenwachsen, weil nur so effektiv die Auswirkungen des Zusammenbruchs ganzer Volkswirtschaften, die ja nicht isoliert existieren, sondern millionenfach mit dem Rest der Welt verbunden sind, bekämpft werden können. Nationale Alleingänge wird es zwar auch geben, die werden aber nur kosmetischer Natur sein, um dem heimischen Wahlpublikum ein paar schöne Fassaden zu zeigen, während man in Wirklichkeit brav mit dem Rest der Welt zusammenarbeitet.

  31. In der Tat kann eine durch das Erdbeben ausgelöste Kettenreaktion (hihi) letztlich den finalen Systemcrash auslösen.

    Die erste deutlich sichtbare Auswirkung hierzulande wird dann keine radioaktive Wolke sein, sondern an der Tankstelle und im Supermarkt abzulesen sein: An der zusätzlichen Null auf dem Preisschild.

  32. Das ganze kann man doch ganz pragmatisch sehen. Ist eine Kostenfrage.
    Wenn nicht in Atomkraft investiert wird, dann halt in anderer Energien. Jeder, der einem die Pistole auf die Brust setzt und sagt: Alternativlos (Energielücke etc.) verschweigt den Stand der Technik. Atomkraft versprach nach dem 2WK billige(!!) Energie. Sie war damals genauswenig alternativlos wie heute.
    Japan hätte es auch anders machen können. Klar hätten sie z.B. Kohle (aus China oder Australien) teuer ranschaffen müssen, wollten sie aber nicht – Uran schien die billigere Alternative. Keine Regierung muss für Strahlung in 100 Jahren gerade stehen, geschweige denn darüber hinaus (eher alle 4 Jahre).
    Wir müssen uns nur die selbe Frage stellen, vor der Regierungen auch stehen: Ist mir das atomare (Rest-)Risiko billigen Strom wert?
    Versichert sind Schäden mit Atomunfällen, glaube ich nicht – und Versicherungen versichern alles solange es ökonomisch halbwegs für sie sinnvoll ist…

  33. NEIN! Es hilft nicht mehr diplomatisch zu sein. Zu hoffen das die Atomkraft Befürworter durch freundliche und höfliche Diskusionen evtl. ihre Meinung ändern. Da ist zu viel Geld und Macht im Spiel. Da wirkt nicht mal mehr das gute alte „aus Schaden wird man klug“ oder „es muss erst was passieren damit sich etwas ändert“. Egal. Wenn man nichts unternimmt machen die so weiter. Sorry aber ich könnte dieser Kanzlerin in die Fresse schlagen wenn ich sehe das ihre erste Reaktion ein „Die Atomkraft ist sicher“ ist.

    Ich arbeite seit über 15 Jahren in einer kleinen Gruppe von 10 Leuten die privat und ohne Zuschüsse von irgendjemandem Hilfe für Kinder in Tschernobyl organisiert. Wir bringen 3- bis 4-mal im Jahr Kleidung u.a. mit eigenen Lastwagen dort hin und ermöglichen es ca. 30 Kindern im Sommer bei uns in Deutschland 2 Wochen Ferien zu machen. Das ganze wird finanziert durch Organisieren von Fußballturnieren im Kinder und Jugendbereich und Spenden von Unterstützern.

    Ich war mehrmals dort, glaubt mir ihr pro Atom Spinner. DAS wollt ihr nicht sehen! DAS wollt ihr nicht haben!

    @JOE- dein zynisches Verhöhnen von Atomkraft Gegnern, ist das Ironie, schwarzer Humor? Das kannst du nicht ernst gemeint haben? Doch? *angwidertabwend*

  34. Joe ist ein Nihilist. Du darfst das alles nicht wirklich so ernst nehmen, was er diesbezüglich sagt.

  35. Almashi: Vergiss bitte nicht, auch gegen das LHC in Cern zu demonstrieren, die schwarzen Löcher werden uns sonst alle töten!

    Mal im ernst: Sicher ist das eine schlimme Sache und dein Engangement sei anerkannt und gelobt. (Inwiefern das toll für die Kinder ist, mal 2 Wochen „das Paradies“ zu sehen und dann wieder zurück zu müssen, sei dahingestellt.)

    Der Unfall in Tschernobil war durch menschliches Fehlverhalten herbeigeführt und nicht durch ein Versagen der Technik oder Unbeherrschbarkeit.

    Mit Leuten, die technisch kein Hintergurndwissen haben, sich durch Angst und Unwissenheit leiten lassen und Leute mit anderen Einstellungen als „Spinner“ bezeichnen, braucht man aber eigentlich nicht Diskutieren…

    Gruß
    Enrico.

  36. @ Enrico

    Ob jetzt ein Unfall durch menschliches Versagen, technische Fehler oder Naturkatastrophen verursacht wird, spielt dabei doch keine Rolle.
    Ein Restrisiko bleibt immer bestehen und bei der Nutzung der Kernkraft hat dieses nun mal verheerende Auswirkungen.
    Und das Problem wird nicht kleiner, wenn man hört, das Wirtschaftsunternehmen ein erhöhtes Restrisiko billigend in Kauf nehmen (alte Meiler, schlampige Wartung), solange die Profite maximiert werden können.

  37. Tut mir leid, ich verachte Leute, die ein Erdbeben politisch ausschlachten, um ihren Antiatomwahn auszuleben. Nichts weiter passiert hier nämlich. Die zehntausenden Erdbebenopfer interessieren hier keinen, nein Hauptsache, es gibt eine Kernschmelze! Und so mancher in diesem Land wünscht sich den GAU geradezu herbei, für seine Wahlergebnisse. Pfui Deibel!

    In Tschernobyl ist übrigens ein militärischer Reaktor hochgegangen, der zur Nuklearwaffenproduktion gedacht war. Der Unterschied zu einem vernünftig konstruierten zivilen KKW ist eigentlich jedem halbwegs Informierten klar.

  38. Ich denke auch, dass Atomkraft kein technisches Problem mehr ist. Aus dem einfachen Grund, weil wir in absehbarer Zeit nicht in der Lage sind, die Folgen einen Atomunfalls zu beseitigen. Wir können es kaputt machen, aber nicht reparieren. Also ist der Unfall nicht mehr nur ein technisches Problem. Es ist ein politisches, und da kann man dann jeder mitreden, das macht Demokratie aus. Wir müssen uns entscheiden, ob wir es trotzdem wollen – oder eben nicht. Schöner artikel dazu Schöner artikel dazu

  39. Zunaechst mal finde es schade, dass diese Katastrophe, die man so aus offensichtlichen Gruenden ueberhaupt nicht auf Deutschland ummuenzen kann, in der Art und Weise, wie es momentan geschieht, fuer die Durchsetzung unterschiedlicher Ergenden ausgeschlachtet wird.

    Nein, ich finde Atomenergie nicht oll und ich bin fuer den Atomausstieg und ich finde es auch nicht prinzipiell schlimm, wenn darueber diskutiert wird. Allerdings sind die Mittel, mit denen die Anti-Atomkraft-Position momentan durchzusetzen versucht wird, m.E. schlichtweg die falsche.

    1. Ja, es stimmt, Atomkraft ist nicht zu 100% sicher. NICHTS ist zu 100% sicher. Das kann also ueberhaupt nicht die Frage sein – die Frage ist, ob der Nutzen das Risikound die Folgen eines moeglichen Unfalls ueberwiegt. Dazu kann sich ja jeder seine eigenen Gedanken machen. Alles andere kann m.E. nur billige Panikmache auf dem gleichen Niveau wie „Atomkraft ist sicher“ sein.

    2. Deutschland ist meines Wissens weder eklatant erdbeben- noch tsnuami-gefaehrdet. Welchen Wert hat eine Diskussion darueber an dieser Stelle genau?

    3. Selbst wenn die Technnik perfekt waere [will ich jetzt an dieser Stelle gar nicht beurteilen], wie hier an anderer Stelle jemand schrieb, so ist es doch absurd, davon auszugehen, menschliches Fehlverhalten in irgendeiner Art ausschliessen zu koennen. Mindestens die Erfahrung sollte doch zeigen, dass dies un- und vor allem leichtsinnig ist. Vielmehr sollte man das in jegliche Kalkulation mit einbeziehen und daraufhin die Kosten/Nutzen-Rechnungdurchfuehren, siehe dazu auch Punkt 1.

    Ich glaube, ich bin inzwischen etwas vom Thema abgekommen.

    TL;DR: Diskussion ueber Atomenergie [von mir aus] ja, aber bitte nicht auf diese Weise und mit den aktuell verwendeten Mitteln.

  40. Joe, wer tut denn das? Es wird einfach nur das wiederholt, was bereits seit Jahrzehnten an Argumenten gegen Kernkraft gesagt wird. Nicht kontrollierbar, die Folgen bei einem Unfall zu hoch, das nicht ausschliessbare Restrisiko nicht berechenbar. Daraus folgend ein Ausstieg aus der Laufzeitverlängerung.

    Die Erdbebenopfer SIND DOCH GAR NICHT DAS THEMA!!

    Wer hier mit einer angeblichen Pietätlosigkeit argumentiert, der möchte nur einen Nebenschauplatz eröffnen, um die Kritiker der Atomkraft besser diskreditieren zu können. Und das ist, mit Verlaub, genau das gleiche Mittel, mit denen Kritikern von websperren vorgeworfen wurde, man würde ja somit den Kindervergewaltigern in die Hände spielen.

    Eine Verdrehung der Ausgangslage, um den Gegner besser unter Feuer nehmen zu können, weil einem die Argumente ausgegangen sind. Was hier seitens der Pietätsbeklager passiert, das ist nichts weiter als astreine Rabulistik.

  41. „2. Deutschland ist meines Wissens weder eklatant erdbeben- noch tsnuami-gefaehrdet. Welchen Wert hat eine Diskussion darueber an dieser Stelle genau?“

    @Yuri
    Ich glaube, dieser Punkt ist schon mehrfach besprochen worden, aber sei’s drum:

    Es geht weniger darum, Erdbeben sichere AKWs zu bauen, als zu gewährleisten, dass in 25.000+ Jahren (Halbwertszeiten usw.) der endgelagerte Abfall nicht Erdbeben- oder sonst wie gefährdet wird. Und genau das kann absolut NIEMAND.
    Wer nun dagegen argumentiert, dass es das Problem der Menschheit von 27.000 AD sein soll (also was kümmert es mich heute denn!?), der könnte ja heute schon auch mit der Umweltzerstörung mit den Mitteln fortfahren, deren Einsatz – so hart umkämpft – verboten wurde.

    Darüber hinaus muss es noch nicht einmal ein Erdbeben sein: http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Wetterereignissen_in_Europa

    Die hier aufgelisteten Schluckauf-Erscheinungen des Klimas haben auch so genügend Kraft, das ein oder andere Kühlsystem ausfallen zu lassen.
    Zur Erinnerung: Krümmel, Asse und Co fallen auch schon bei Sonnenschein in sich zusammen…
    Und von zyklisch wiederkehrenden Großereignissen wie kleine Eiszeiten, will gar nicht erst anfagen.

    Aber was soll’s, bis dahin bin ich und Du eh schon staub, gell? ^^

  42. Man muss polemisch sein, man muss radikale Aktionen fahren. Alles andere wird überhört, glattgebügelt, weggedrückt.
    Dies ist kein temporäres Problem, keine Tagespolitik, sondern eine Generationen übergreifende Angelegenheit, und schon alleine daher ein sehr emotional geführter Kampf. Jup, ein Kampf – gegen die milliardenschweren Energieerzeuger mit ihren „Spin Doctors“ ihren Lobbyverbänden, ihren Aufsichtsräten aus der Politik.
    Sie machen es möglich das eigentlich kluge, mitdenkende Menschen ihre Argumente schlucken,
    und sogar Nihilisten sich Gedanken über das Seelenheil von Erdbebenopfern machen.
    Nicht nur die Technik ist brandgefährlich, auch Ihre Befürworter sind es.

    @ enrico und joe
    interessiert da unten niemand, ob Militär Reaktor oder menschliches Versagen oder was auch immer.
    Die Menschen dort beschäftigen sich eher mit so Themen ob sie denn Kinder haben sollten oder doch besser nicht, denn das Risiko für Missbildungen überspringt schon mal gerne eine Generation, ist aber immer und immer und immer vorhanden. Ich kenne Leute die haben gesunde Kinder und missgebildete Enkel.
    Es gibt keine Skala, keine angemessene Entschädigung, für Leid das man ungeborenen Generationen antut.
    Wenn in Japan alles aufgeräumt und wieder aufgebaut wurde, wird trotzdem nichts sein wie früher, niemals mehr.

    (Haltbarkeit der Radionuklide: z.B. Cäsium 137 >> 20 Jahre, Strontium >> 29 Jahre, Plutonium 239 >> 24.390 Jahre)
    Meist erst bei der nächsten Generation treten schwere Krankheiten auf, z.B. Immunschwäche, Schilddrüsenkrebs, Leukämie, genetische Schäden, …..

    Die Zahl der Miss- und Fehlgeburten, Behinderungen in den betroffenen Gebieten, ist deutlich gestiegen. Die Kinderheime werden immer voller, da die Eltern oft mit den Krankheiten oder den Behinderungen der Kinder nicht zurecht kommen und dadurch zu belastet sind.

    Und mir dann hochnäsig vorzuhalten, ich kenne mich ja mit der Technik nicht wirklich aus ist anmaßend,
    Ich weiss was geschieht wenn die Technik versagt, egal aus welchem Grund auch immer, ich habe gesehen was das Versagen dieser Technik auch noch nach einem halben beschissenen Jahrhundert anrichtet.
    Dann auch noch wild zu spekulieren, die Atom Gegner würden sich über einen GAU evtl. sogar freuen, Holy Moly.
    Ich nehm den „Spinner“ zuück und ersetze ihn durch „Brandstifter“

  43. Gemacht wird, was geht und bis es in die Luft fliegt. Deshalb wird es in D Atommeiler geben bis zum ersten Super-GAU, danach werden die Dinger verschwinden wie ein böser Spuk.
    Aus dem Buch gesammelter Schlausprüche: Menschen sind träge und mögen keine Veränderung, ein bisschen wie die Ents beim Herrn der Ringe. Es braucht etwas grosses um uns aufzurütteln, aber wenn das geschieht stehen wir in hellen Flammen…wörtlich in diesem Fall.

  44. Verzeih mir, aber die Japaner lachen angesichts von Hiroshima und Nagasaki über einen Kraftwerksstörfall nur. Und die meisten von ihnen haben da unter derzeit in der Tat wichtigere Probleme, durch die ständigen Nachbeben.

    Kraftfahrzeuge sind auch brandgefährlich und fordern jedes Jahr Millionen Tote und trotzdem nutzen Atomgegner sie. In Kohle-Bergwerken sterben auch jedes Jahr mehr Menschen als durch atomare Störfälle und trotzdem haben Atomgegner damit kein Problem.

    Und wenn Eltern in der Ukraine ihre behinderten Kinder entsorgen, sollte man sich lieber mal fragen, was Jahrzehnte Stalinismus dort angerichtet haben. Aber ist ja alles nicht so wichtig, Hauptsache Kampf!

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