Alles wird besser

Als ich vor einigen Jahren dieses Blog begonnen habe, war ein Grund, unter vielen anderen Gründen, die immer giftiger vor sich hin schwärende Zyste in meinem Kopf, wenn ich an mein liebstes Hobby gedacht habe. Im ständigen Streben nach neuen Umsatzrekorden warf sich die Branche willenlos dem Massengeschmack in die Arme und liebgewonnene Spiele-Franchises wurden gnadenlos verkonsolisiert, hoch geschätzte Entwickler beugten sich (die einen freiwillig, die anderen gezwungenermaßen) dem Diktat des Immer-Mehr-Geldes. Geld verdienen war nicht genug. Nein, es musste IMMER MEHR Geld verdient werden, weil die Investoren nicht an simplem Gewinn, sondern an lediglich Gewinnzuwächsen (!) interessiert waren. Mehr! Immer mehr! Und so saß ich da als zynischer alter Sack und habe geätzt und geflucht und meine Zyste gedrückt, bis der Eiter nur so aus meinem Schädel gespritzt ist. Die Majors waren der Hort allen Übels, das rücksichtslose Anbiedern an den Massengeschmack und das Glattbügeln aller Inhalte, die nicht perfekt in den Marketingplan passen, war die Schwarze Spiele-Pest des 21. Jahrhunderts.

Nun, die Majors sind immer noch der Hort allen Übels und verbreiten weiterhin ihre leprösen Produkte. Doch das ist nicht mehr so schlimm. Denn ich stehe nicht mehr vor der Wahl mich entweder anzustecken oder mein Hobby aufzugeben oder mein Interesse an diesem Hobby auf einem bestimmten Stand einzufrieren und alles Neue künftig zu ignorieren. Es haben sich Entwicklungen ergeben, welche unser Hobby  aus den Klauen der Investoren befreit und wieder den Leuten zurückgebracht haben, die mit Spielen nicht nur lukrative Anlageobjekte, sondern interaktive Kunstwerke erschaffen wollen. Das Internet hat sowohl den Vertrieb von Inhalten und neuerdings mittels Crowfunding auch die Produktion von Inhalten revolutioniert. Die einstigen Gatekeeper der Branche haben ihre Schlüsselstellung verloren, weil die Leute einfach rechts und links des Tores vorbeigehen können, ohne sich jeden Tag mit der üblen Laune des Wachpersonals auseinandersetzen zu müssen.

“Project Eternity” von Obsidian hat zB. die 3 Mio. Dollar-Backing-Schallmauer geknackt und wird einen Umfang erreichen, wird Features haben, die wir früher geschätzt, aber irgendwann nicht mehr bekommen haben, weil Otto-Normal-Zocker, der einfach nur ein wenig bespaßt werden will, damit nichts anzufangen weiß. Was übrigens nicht seine Schuld ist. Nicht dass jemand denkt, ich würde ihn verantwortlich machen 🙂 Neinnein, wir zeigen weiterhin mit dem Finger auf die Majors!

Besser kann man nicht verdeutlichen, wie unser Hobby “befreit” wurde. Fans spenden Kohle an talentierte und begabte Künstler, damit diese genau das Werk erschaffen können, welches die Fans gerne sehen wollen. Was in der Musikbranche schon seit einer Weile üblich ist, hat nun auch seinen Weg in die Spielewelt gefunden. Man crowdfunded das neue Album seiner Lieblingsband, man crowdfunded das neue Spiel seines Lieblingsentwicklers. Man schert sich nicht länger um das Gewese der börsennotierten Konzerne, sondern lässt sie und ihre Angebote einfach links liegen. Ihre Anwesenheit und ihr Treiben stören nicht mehr. Es spielt keine Rolle mehr, ob EA pleite geht oder Activision mit dem nächsten Call of Duty weltweit 70 Milliarden Einheiten absetzen wird. EA kann sich noch gerne viele Jahrzehnte wirtschaftlicher Gesundheit erfreuen und Call of Duty bald vergessen sein, es spielt keine Rolle. Es ist unwichtig geworden.

Es spielt keine Rolle, dass die Konzerne noch stärker als zuvor auf Online-Features und Online-DRM setzen, da es immer mehr DRM-freie Alternativen gibt und immer mehr Entwickler begriffen haben, wie sinnlos DRM für sie und ihren persönlichen Lebensunterhalt eigentlich ist.

Es spielt keine Rolle, dass die Konzerne immer stärker auf Spiele als Dienstleistung setzen, die man nach Belieben und gemäß wirtschaftlichen Erfordernissen einfach ein- und ausschalten kann, da es immer mehr Entwickler gibt, die ihre Spiele als dauerhaftes Kulturgut mit langfristigen Umsätzen und nicht als temporären Umsatzgenerator sehen, der für X Monate Geld bringen soll und danach aus dem Bewusstsein der Kunden zu verschwinden hat. Wer zB. “Divine Divinity” auf GOG.com geordert hat, der kann sich seit einigen Tagen über ein ganz besonderes Schmankerl erfreuen: Eine Tech-Demo von “The Lady, the Mage and the Knight”, welches vor mehr als zehn Jahren bei Attic erscheinen sollte. Attic ist Geschichte, LMK ist Geschichte. Doch anstatt dass diese Tech-Demo irgendwo auf der Festplatte des Chef-Entwicklers versauert, wurde sie ausgegraben und den Käufern der GOG-Version zur Verfügung gestellt.

LMK

Stürzt nicht ganz überraschend ständig ab, aber es läuft lange genug, dass man gut erkennen kann auf welchen Wurzeln “Divine Divinity” basiert.

Wurzeln, Geschichte, Grundlagen, Vergangenheit und somit auch bewusst gestaltete Zukunft. Und das alles dank des Internets, welches für manche Menschen doch der Inbegriff des flüchtigen Augenblicks ist. Werkzeuge kann man halt so oder so verwenden 🙂

Übrigens … letztes Jahr hat mir mein Bruder die Vinyl-Fassung des Soundtracks zum Tron-Remake geschenkt. Er meinte, da es mittlerweile auch wieder bezahlbare Plattenspieler gibt (bestes Zeichen dafür, dass die Vinyl-Scheibe wieder einen festen Platz im Angebot hat) solle ich mich nicht so anstellen. Der PC als Spieleplattform stirbt nun seit einigen Jahrzehnten einem ständigen Tod entgegen und aktuell geht es den Konsolen an den Kragen, weil nach den Vorstellungen der Konzerne jetzt ALLE Kunden nur noch Social & Mobile Dingenskirchen konsumieren müssen. Konzerne können nicht in der Nische überleben. Sie sterben, wenn die kritische Masse an Umsatz unterschritten wird. Deswegen werden in regelmäßigen Abständen bestimmte Plattformen und Angebote für tot erklärt, damit man besser den neuen heißen Shice anpreisen kann, damit Otto-Normal-Zocker den Eindruck bekommt gar keine andere Wahl zu haben! Denn Alternativen zu haben, das ist für die Konzerne wiederum der Quell allen Übels.

Deswegen wird alles gut. Weil Vielfalt wieder ihr tausendköpfiges Haupt erhoben hat. Differenzierung, Diversifizierung, Nische suchen und finden. Was über Jahrmillionen in der Evolution geklappt hat, das kann für unser kleines Hobby nicht ganz so schlecht sein.

Und wer sich nicht anpassen kann, der stirbt halt aus.

Oder auch nicht, denn das ist ja das Schöne an der Vielfalt 🙂

23 Kommentare zu „Alles wird besser

  1. Das Beste ist jedoch, daß das Geld, was Gamer beim Crowdfunding abgeben, den Majors in der Bilanz fehlt. Das dürfte den größten Effekt haben.

  2. Abgesehen davon, dass wohl viele der Leute, die hier backen, zu der Zielgruppe zählen, welche die Majors schon seit Jahren nicht mehr bedienen … die paar Millionen, die im Laufe der letzten Monate für diverse Projekte zusammengekommen sind, sind für Firmen wie EA nur ein kleines Taschengeld, welches sich nicht von statistischen Umsatzschwankungen unterscheiden lässt.

    Was aber auch egal ist, denn es kommt ja nicht darauf die Majors zu schädigen, sondern einen eigenen Weg OHNE sie beschreiten zu können. Wie gesagt, von mir aus kann ActiBlizz gerne CoD bis ans Ende aller Tage verkaufen. Es betrifft mich nicht, es stört mich nicht, es hat mit den Spielen, die mir gefallen, nichts zu tun.

  3. Unterschätze nicht die Zerstörungskraft von Konzernmillionen. Je weniger die davon haben, desto besser. Glaub mal nicht, daß die einfach danebensitzen und zusehen werden, während Dir Dein Kickstarter alle Gamerträume erfüllt.

    Aufkaufen und auslöschen ist da eine bewährte Taktik. Und wenn tatsächlich etwas mehr als drölf Gamer aufhören, die Produkte der Majors zu kaufen, dann ist Alternativen gründlich kaputtmachen für einen Konzern-CEO durchaus eine valide Option.

  4. Joe, das ist doch viel zu klein für die. Die Majors haben genau diese Angebotsnische vor Jahren selber verlassen. Die kehren nicht zurück, weil sie genau wissen, dass es nicht groß genug für sie ist. Indies sind keine Bedrohung für die Majors. Nicht einmal ansatzweise. Der große Feind der Majors, das ist der ständige Zwang zum Wachstum, der ihnen durch die Investoren vorgegeben ist.

  5. Weiter unterhaltsam ist das reihenweise platzen von „free to play“-Angeboten.
    Da wurde mal ordentlich Venture-Kapital verbrannt! Wie mich das freut 🙂

  6. Das „Hauptproblem“ der Majors dürfte mMn im gegenwärtigen Hype des Crowdfunding liegen, da solche Modetrends schliesslich auch bis in die Köpfe der Investoren vordringen. Tim Schafers ist durch seine erfolgreiche Kickstarter-Kampagne quasi vom Abstellgleis wieder ins Zentrum des Interesses gerückt – ohne in letzter Zeit wirklich einen erfolgreichen Titel produziert zu haben. Soetwas ist für die Analysten natürlich ein gefundenes Fressen, und es wäre verwunderlich, wenn hier nicht Druck bei den Majors aufkäme, die entsprechenden Entwicklergruppen und gehypten Produkte langfristig an sich zu binden. Es würde mich deshalb nicht wundern, wenn bei vielen Kickstarter-Projekten am Ende des Weges doch eine Aufnahme in den Produktkatalog eines Majors stehen könnte. Es ist sowieso zu befürchten, daß gerade ambitionierte Projekte den engen Finanzrahmen einer Kickstarterkampagne sprengen, und schliesslich im Einkaufswagen etablierter Publishern landen. Ob man dann von „kaputtmachen“ oder „retten“ spricht, ist vermutlich reine Interpretationssache…

  7. Hallo Joe,

    dass sehe ich anders. Viele der Crowdfunding-Investitionen als auch der Ertrag bei abgeschlossenen Produktionen wären niemals in der Major Bilanz aufgetaucht. Die grössten Nutzniesser der neuen „Bewegung“ (Kickstarter, Steam greenlight, GOG etc.)sind Gaming Veteranen, die inhaltlich für die Majorprodukte (Mobile, F2P, AAA Hype Konsole) gar nicht mehr empfänglich sind. Erfahrungswerte und eine gewisse Sättigung/Müdigkeit stehen da im Wege.

    Diese Leute haben schon vorher alte Games konsumiert oder Indies unterstützt – nur mit dem Unterschied, dass die oben genannten Plattformen nun eine Art soziales Bindeglied sind. Man kann sich mit Gleichgesinnten austauschen (Vertrauensbonus) und man hat eine Art Anlaufstelle geschaffen, die diese Interessensgruppen und Kräfte (finanziell) nun bündelt.

    Ich sehe es so wie Harzzach, einfach laufen lassen. Die Gamingvielfalt ist wieder zurück und ich finde für jede Gemütslage das entsprechende Produkt für mich. Aber gut, ich kann auch Abstriche in der Grafik machen oder die spiele auf Englisch spielen – für mich stand schon immer das eigentliche Gameplay im Vordergrund, was mir bis auf wenige Ausnahmen (Battlefield, Civ, Xcom) die Majors nicht geben können. Aus den schon richtig erwähnten finanziellen Druck durch Investoren.

    Gruß

  8. Na das ist ja fantastisch, und ich sehs seit FTL genauso, dann proklamier ich doch fuer uns wie einst die Railroad Tycoon 2 Zeitung:

    „Boom times ahead!“

  9. Es geht nicht darum, daß die Majors in die Nische zurückkehren. Es müssen von den Massenproduktionen immer größere Stückzahlen verkauft werden und damit das möglich ist, müssen diese Angebote der Majors alternativlos werden.

    Und Leute, die die Produkte der Majors ignorieren, gibt es auch nicht. Die raubkopieren deren „AAA-Titel“ natürlich nur, wie wir alle wissen. 😉

  10. @Joe
    Sorry, vielleicht habe ich mich ein wenig unglücklich ausgedrückt. Es ging mir darum anzumerken, daß die Majors auf populäre Trends in der Branche sehr wohl reagieren, auch wenn diese ihr Kerngeschäft definitiv nicht betreffen oder schädigen (, wie Harzzach und Halunke richtig angemerkt haben!). Ich stimme mit Dir vollkommen überein, daß die Majors keinesfalls in eine „Nische“ zurück wollen oder gar ihr Geschäftsmodell deshalb ändern werden. Es geht aber darum, bestimmte Dinge, die der Anleger erwartet, im Potfolio abzudecken. Deshalb erscheinen einige Initiativen nicht so logisch, wie man es von einem großen profitorientierten Unternehmen erwarten würde. Im Gegenteil: hier wird hauptsächlich der Psychologie der Anleger Rechnung getragen. Als Beispiel möchte ich EAs Vorstoß mit dem Indiespiel „Spank“ (und dessen Nachfolger) anführen, das zuletzt sogar auf Steam im sogenannten „EA-Indiebundle“ angeboten wurde. Es ging EA hier sicherlich nie um das große Geschäft mit Indiespielen, sondern darum in diesem Marktsegment Präsenz zu zeigen. Entsprechend würde ich auch erwarten, daß man versuchen wird, populäre Schlüsselprojekte aus dem Indie/Kickstarterbereich an Bord zu holen oder zumindest auf den hauseigenen Vertriebsplattformen (Origin, Battlenet etc.) anzubieten.
    Ich hoffe, das war jetzt verständlicher!

    Gruss,
    Ralf

  11. Ich denke, wenn man vier Mio Dollars sinnvoll einsetzt, kann da durchaus etwas sehr, sehr Ansehnliches daraus werden.

    Aaber…hat eigentlich einer von Euch schon mehr bezüglich Project Eternity gesehen, als die zwei Screenshots, die Concept Art und die vielen Filme mit dem Thema „Hach, wie wird das geil, wenn wir das so und so machen?“

    Ein Spiel mit so hoch gesteckten, hehren Zielen wie Project Eternity ist durchaus anfällig dafür, kläglich zu scheitern. Die ganzen Backer beteiligen sich ja mehr oder weniger als Spekulanten an dem Projekt und hoffen auf eine möglichst große Gewinnausschüttung in Gestalt eines super Spiels.

    Aber letzten Endes sind das im Moment doch alles Vorschusslorbeeren, die in blindem Vertrauen verteilt werden. Na, wollen wir das Beste hoffen.

  12. Wie war das noch mit der Ouya? Um deren Hype ist es auffällig ruhig geworden, aber die große Enttäuschung wird noch kommen.

    Bei diesen Projekt Eternity bin ich ebenfalls skeptisch, aber mal abwarten.

  13. PE hat einen gewaltigen Vorteil: Man kennt die Leute dahinter. Man weiß, was sie früher getan haben, man kennt ihre Arbeiten, man traut ihnen zu das Ding auch abzuschliessen.

    Deswegen kann sich ein Tim Schafer auch einfach hinstellen und sagen: „Hey, ich will wieder ein schönes Adventure machen!“ und die Leute werfen ihm mit Goldbarren die Bude ein. Stelle ich mich hin und schwadronie irgendwas von „Old school“ und „Blafasel“, kann aber sonst nix vorweisen, dann geht es mir so wie dem Oldschool-RPG-Projekt von Tom Hall (diverse Apogee/3D Realms-Klassiker, Ananchronox), das wohl sein Ziel nicht erreichen wird, weil Tom Hall kaum noch jemand kennt.

  14. Ach, Tom Hall. Der hätte mal lieber via Kickstarter testen sollen, wieviele Leute sich für ein Anachronox 2 begeistern lassen. Verdammt, dieser Cliffhanger kann doch nicht auf ewig so stehen bleiben.
    Seufz.

  15. „Man kennt die Leute dahinter, man traut es ihnen zu…“

    Stimmt. Aber es gab auch früher(TM) schon Leute, die man kannte und denen man es zutraute, und sie haben es trotzdem vermackelt. Aber da hatte der Käufer im Gegensatz zum Backer die Möglichkeit, sein Portemonnaie stecken zu lassen. Das Crowdfunding wird so lange gut laufen, bis es den ersten megamäßigen Reinfall gibt, der die Leute wieder vorsichtiger werden lässt.

    Und PE ist ein möglicher Kandidat für diesen megamäßigen Reinfall. Gerade, wenn schon im Vorfeld getönt wird, was an PE alles supertoll werden wird. Siehe Duke, siehe Daikatana.

    Es reicht ja praktisch jetzt schon nicht mehr, wenn sie ein solides, gutes Spiel abliefern. Nein, es muss ja alles bisher Dagewesene toppen, sonst wird die Enttäuschung groß sein.

  16. Na immerhin: Wenn’s in die Hose geht, kriegen dann die Hartkern-Spieler mal ein Gefühl dafür, warum Investoren mit Ballerspiel Teil Drölf immer auf Nummer sicher gehen.

  17. Mein erster Kandidat für ein richtiges Vermackeln eines Kickstarterprojekts ist und bleibt diese tolle Android Konsole für 99$ namens Ouya. Es ist ruhig geworden um die Leute und das Beste ist, denen konnte man es eigentlich von Anfang an nicht wirklich zutrauen. Sollte ein Spiel nicht so toll werden, wie es sich alle erhofft hatten, gibt es viele enttäuschte Gesichter. Sollte sich die Fertigstellung der/des Ouya in Rauch auflösen, wäre die komplette crowd funding Idee kurz vorm Ende.

  18. Ouya ist deswegen ein Kandidat, weil die Jungs für all das Geld … einen Pressesprecher eingestellt haben! WTF?

    Aber Crowdfunding verschwindet nicht, wenn sich Ouya in Luft auflöst. Crowdfunding gibt es schon seit einer ganzen Weile, inklusive Projekte, die sich irgendwann in Luft aufgelöst haben. Hat der Crowdfunding-Idee deswegen keinen Abbruch getan, weil die überwiegende Mehrheit der Funder ganz genau weiß. worauf sie sich da einlassen. Das ist ein Investment und kein Einkauf im Supermarkt. Investments können auch mal platzen. Investiertes Geld kann sich in Luft auflösen, bzw. es hat dann jemand anderes, ohne dass das Ziel realisiert wurde. Shit happens!

    Crowdfunding ist eine sehr robuste Idee, weil sich hier in der Regel nur solche Leute beteiligen, die wissen, was sie da mit ihrem Geld eigentlich tun. Wem das alles zu suspekt ist, der fundet eh nicht. Und wer fundet ohne zu wissen, was er da tut und das Projekt floppt … kann man nur sagen: Selber Schuld!

  19. Sollte Ouya scheitern, wirft das allerdings kein gutes Licht auf das Konzept und der zu erwartende Mediensturm lässt mich schon mal Popcorn auf Vorrat kaufen. Ich sehe vor meinem geistigen Auge Backer in die Kameras von RTL II Action News weinen und die Moderatorin stimmt in Vergleiche mit Hitler und Stalin ein. Mal sehen wie es danach in Sachen crowdfunding weitergeht. Noch ist ja nichts passiert, aber gerade bei dem Projekt habe ich Magengrummeln.

  20. Nochmal, wie bitte kommst Du auf die schmale Spur, dass ein mögliches Scheitern von Ouya das „Ende des Crowdfundings“ sein soll? Hat das Gewese um die T-Aktie etwa Kleinanleger davon abgehalten künftig in andere Aktien zu investieren? Und wieso sollte das kein gutes Licht auf das Konzept „Crowdfunding“ werfen? Es wirft allenfalls ein schlechtes Licht auf die Leute hinter Ouya, aber das ist auch schon alles.

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