Gute und supergute Nachrichten

1. Der CEO von Square Enix ist zurückgetreten, weil die Geschäftsergebnisse der Firma recht mau ausgefallen sind, um es höflich auszudrücken. Grund dafür waren unter anderem enttäuschende Umsätze von Hitman Absolution und dem Tomb Raider Reboot. Zwei Spiele, die wie weiland Resident Evil 6, stark mit dem Gameplay ihrer Vorgänger gebrochen haben, auf Action und leichte Zugänglichkeit getrimmt wurden, mit massivem Marketing beworben wurden, im Falle von Tomb Raider sogar unter Zuhilfenahme sexistisch-schmieriger Vergewaltigungsandeutungen … und der Plan ist, wie weiland bei Resident Evil 6, NICHT AUFGEGANGEN!!!!

In your face! FUCK YEAH!

Viel wichtiger ist jedoch folgendes:

2. Das Kickstarter-Projekt für Battle World Kronos wurde heute nachmittag erfolgreich gefundet. Herzlichen Glückwunsch! Noch 31 Tage und jeder Cent mehr geht in den wohlverdienten Südsee-Urlaub! 🙂

51 Kommentare zu „Gute und supergute Nachrichten

  1. hast du Tomb Raider überhaupt gespielt? ôo

    außerdem war Tomb Raider ein Erfolg, genauso Hitman Absolution. Die Enttäuschung kam eher aus dem japanischen Square-Enix Hause, wo auch die Probleme liegen. SE_NA und EU (eidos) lieferten ab.
    Durch das Debakel von von FF XIV und den massiven abzug von entwicklern bei anderen titeln, damit diese an dem reboot von FF XIV arbeiten konnten, kam es in den letzten 2 jahren allerdings zu massiven einbrüchen, weil keine HD-releases rauskamen, sondern nur kleinere titel und reboots~

    wenn schon lästern, dann mit richtigen infos

  2. Bei Tomb Raider hätte ich denen ein Erfolgsgefühl gegönnt. Erfolgs“gefühl“ deswegen, weil man bei deren Zahlenspiele und den Vermutungen der Presse und den Marketinggesülze eh nie genau weiß, was Sache war, Sache ist und was realistische Erwartungen gewesen wären etc.

    Denn wenn man bei Tom Raider kein Spiel „über die ganze Verweillänge“ erwartet, sondern sich einmal auf diese ansonsten so arg und so oft verhunzte Gattung „Interaktiver Film“, dann ist das ein ziemlich gutes Teil geworden. Finde ich. (Werbung-an) http://www.chraecker.de/blog/?p=1605

  3. hast du Tomb Raider überhaupt gespielt?

    Ich habe Tomb Raider gespielt und es hat mir gut gefallen. Nein, den Reboot (der zufällig genauso heißt) habe ich nicht gespielt.

    Dieser Reboot wird eines Tages dennoch in meine Sammlung wandern: für 2 bis 5 $. Und dann werd ich ihn wohl auch mal spielen. Warum auch nicht? Ich verzichte jedenfalls vorerst auf Gameplay-Videos mit Spoilern.

    Und falls es mit dem Steam Sale in ein paar Jahren nicht klappt, wenn in den Wirren des Videogamecrashs mit Publisherpleiten der Franchise verschollen ist: Für den Fall ist das Scenerelease bereits auf Platte archiviert.

  4. Denn wenn man bei Tom Raider kein Spiel “über die ganze Verweillänge” erwartet, sondern sich einmal auf diese ansonsten so arg und so oft verhunzte Gattung “Interaktiver Film”, dann ist das ein ziemlich gutes Teil geworden.

    „Interaktive Filme“ waren schon in den 90ern langweilig. Da hat selbst ein Super Hexagon mehr Spielwert.

  5. Ich fand die 1990 langweilig. Tomb Raider allerdings in der Tat nicht. Man muß dafür freilich von der reinen Spielschiene etwas weg zur Unterhaltungsnummer. Wie betont: es ist kein reines Spiel. Bewertet man es als solches, ist es in der Tat kaum was wert. (gelinde ausgedrückt) – Es ist eben was anderes. Und darin, so finde ich, ziemlich gut.

  6. Man muß dafür freilich von der reinen Spielschiene etwas weg zur Unterhaltungsnummer

    Man muß gar nichts. Wenn ich ein Auto kaufen will, möchte ich auch keinen Fernseher angedreht bekommen. Egal wie toll der Fernseher auch sein mag.

    Wenn ein Autohersteller Fernseher in seine Verkäufsräume stellt, weil er glaubt, das bringe ihm in der Krise mehr Gewinn, und dann die erhofften Umsätze ausbleiben, dann braucht niemand schreiben: „Hast Du den Kasten wenigstens mal eingeschaltet? Die tolle Bildqualität!“ Der bringt einen trotzdem nicht von A nach B.

  7. An sich ist es Schade. Das Setting von Tomb Raider (2013) wäre an sich nicht schlecht gewesen. Aber indem man es wieder mal so stromlinieförmig dem Massenmarkt angepasst hat ist es halt voll in der breiten Masse untergegangen. Und Titel aus der breiten Massen ziehen sich viele mittlerweile nur noch mit einem Sale raus, oder ignorieren ihn da schon zigmal in ähnlicher Form durchgekaut. Hätten man dem Spiel mehr „Survival“ anstatt Rambo und eine deutlich glaubwürdigere Charakterentwicklung spendiert hätte sich das Spiel vielleicht besser verkauft.

    Über die Langzeitverkäufe wird der Titel sicher noch genug Geld einspielen um kein Flop zu sein, aber ernsthaft.. man kann doch nicht erwarten das man ein Spiel nimmt, die Dinge reinpackt welche andere Reihen so erfolgreich gemacht haben und das ganze dann automatisch ein Knaller wird?

  8. Ach Joe, niemand will Dir was aufdrängen. natürlich „muß“ man gar nichts, nicht mal Computerspielen. Nur: es gibt eben eine Bandbreite von „Computerspiel“, und nicht alles braucht mir oder natürlich auch Dir gefallen. Aber das bedeutet eben an sich noch gar nichts. Um ein Produkt in seiner Qualität (oder eben nicht) zu bewerten, kann(!) man sich auf das spezielle Genre eben auch mal einstellen. Und da kann Tomb Raider in meinen Augen deutlich punkten. Es ist eben ein anderes „spielen“ als man es vorher bei der Serie hatte. Das kann man aber auch aus den Beschreibungen und Wertungen ja vor dem Kauf entnehmen.

    Nur weil mir oder Dir ein Subgenre an sich gar nicht zusagt, kann dieses eben dennoch a) zu den Computerspielen gehören und b) gut (oder auch freilich mies) sein und nicht alle die das spielen (oder hier: produzieren) sind deswegen Deppert. (Ja, meine Wortwahl, eh Du jetzt wieder zuckst…) – Nur wenn man Tomb Raider nur an den vergangenen Teilen und anderen persönlichen Lieblingsspielen wertet, wird man diesem Produkt eben nicht gerecht.

  9. Der Punkt zu 1. ist, dass die Verkäufe eigentlich recht gut liefen, angesichts der Kosten aber (insbesondere auch für Kopierschutzmassnahmen) immer noch nicht gut genug. Vom eigenen System überlistet- das kann man nicht einfach so eingestehen, da muss ein Sündenbock her. Dass der bei den Fans nicht allzu beliebt war ist dabei umso besser.

  10. PS. Ich(!) würde Dein Gleichnis so umschreiben. Ein Sportwagenhersteller stellt einen Kangoo in seinen Laden und die Käufer sagen, in sich ja verständlich: also das ist doch kein Auto! – Tomb Raider richtet sich an andere Spieler als das Genre und meinenthalben auch die Werbung sugerrieren – und damit hat Seniorgamer recht, daß hier Mistgebaut wurde beim Publisher. (Vor allem, weil es dann hier der Marke wegen eher ältere Spieler sind, an die man versuchte sich zu richten.) – Gleichwohl kann man einen Kangoo und auch eine Verquickung von Spiel und Film wie Tomb Raider isoliert betrachten und bewerten. Fällt nur neben einem Ferrari stehend schwerer.

  11. Zum Thema Langzeitverkäufe: Börsennotierte Publisher wie SE haben nichts von hohen Langzeitverkäufen. Da braucht man in den ersten zwei Monaten *BÄMM* die Mörderumsätze, um gegenüber den Aktionären ein gutes Quartal hinlegen zu können. Das ist Dreh- und Angelpunkt der gesamten Geschäftspolitik.

  12. Es ist wie bei Sim Shitty.

    Man versucht mit Hilfe eines bekannten Franchises neue Zielgruppen zu erschliessen, in dem man einen bekannten Namen auf ein Spiel pappt, welches sich zT. DEUTLICH von den Vorgängern, die Basis für die Popularität des Franchises waren, unterscheiden. Kalkuliert wird aber zusätzlich mit den bisherigen Fans, weil man auf die nicht verzichten möchte. Man muss ihnen also einreden, das neue X sei in Wirklichkeit immer noch das alte Y. Das führt dann zu Marketingkampagnen, die spätestens nach der Veröffentlichung des Spieles komplett auseinanderfallen und die Leute auf Abstand gehen lässt, sofern sie überhaupt noch interessiert waren.

    Wenn die Marke stark genug ist, schafft man anfänglich vielleicht genug Umsatz, um das kalkulierte Ziel zu erreichen. Ob das bei Sim Shitty funktioniert hat, wissen wir noch nicht. Bei RE6, dem TR Reboot und dem letzten Hitman-Teil hat es offenbar nicht funktioniert.

  13. Mal ehrlich, wenn ich schon dieses Kind da rumhappeln sehen… nee!
    Warum haben die nicht nen Spiel rausgebracht, mit der ultimativen sexy Super-MILF?
    Gibt doch genug XXX-Filme, Interesse scheint ja da zu sein ;-).
    Spricht aber wahrscheinlich nicht das Justin Bieber Gefolge an, muss ja immer die ganze Bandbreite 6 Jahre bis 106 abdecken. Und den Mist kauft dann keiner.

    Habe die Comics gelesen und die ersten Spiele gespielt, aber das neue Spiel, wollte mich als Käufer gar nicht. Wie übrigens so viel Spiele in den letzten Jahren.
    Gestern habe ich Game of Throne nicht gekauft, nicht wegen den 50 Euro, sondern wegen den drei DLCs. Was ein Schwachsinn, wer kauft den für knapp 50 Euro ein halbes Spiel.

    Naja, habe gestern Ultima 1 und PHP Pegaus auf den guten C64 angefangen zu spielen. Icewind Dale 2 PC übigens auch. Bis ich die durchhabe, dauert es noch ein paar Tage… vieleicht kommen die Spielehersteller mal wieder zu Vernunft.

  14. Ich mag Videospiele und ich mag Puzzle-Platformer. Der Reboot, der ständig mit Uncharted verglichen wird, ist beides nicht.

    Deswegen kann mir der Scripttunnel trotzdem gefallen. Ich werde aber keine 60 Euro hinlegen, nur weil mir das gleichnamige Spiel von 1995 gefallen hat.

  15. „Warum haben die nicht nen Spiel rausgebracht, mit der ultimativen sexy Super-MILF?“
    Weil Other M so GAR NICHT beim nicht-asiatischen Publikum angekommen ist. 😉

  16. Das ist mir an der Stelle schon klar 🙂
    Aber vor allem beim PC gibt es ausreichende Langzeitverkäufe. Das passiert aber nur wenn die Kunden auch mit dem Produkt soweit zufrieden sind. Sich auf die ersten zwei Monate zu konzentrieren und dann nach mir die Sinflut (siehe Simshitty) ist ja mit Teil des Problems. Wenn man Spiele nur noch nach Zahlen ausrichtet kriegt man halt genau immer die gleiche Grütze vorgesetzt, die aus den erfolgreichen Bestandteilen der letzten Kassenschlager besteht. Das diese Pampe in dem Mix nichts ist oder schnell fad schmeckt, das interessiert anscheinend kaum jemanden.
    Da haut man lieber den Geschäftführer raus, drückt ein paar Krokodilstränen ab, verspricht Besserung und macht dann doch so weiter wie bisher auch.

  17. Bitte nicht noch mehr dieses weiblichen Klischeehelden mit denen uns die Spieleindustrie so zubombt. Was daran sexy sein soll erschließt sich mir bis heute nicht….

    Das Problem ist ja das Lara eben nicht dieses unschuldige Mädchen bleibt (nur wenn das Skript sagt es soll so sein), sondern innerhalb kürzester Zeit zum 0815 Rambo mutiert. Hätten man sich auf die Stärken eines solchen Charakters konzentriert und nicht versucht krampfhaft das übliche „Supersoldat“-Template drüberzustülpen dann hätte Tomb Raider sich wohltuend von all den anderen Baller-Adventurespielen abgehoben. So ist es nur ein kalkulierter Faktor um den Beschützerinstinkt bei den zumeist männlichen Spieler anzusprechen wenn wie gesagt das Skript es so will. Ziemlich schmierig irgendwie….

  18. Na, man weiss doch, auf welche Zielgruppe Hitman (Werbung mit den Latexnonnen) und Tomb Raider (muss ich da ein Beispiel bringen?) zugeschnitten ist. Auch wenn formell da ein höheres Alter angegeben ist, die eigentliche Zielgruppe sind die hormongebeutelten männlichen Teenager, die eben auch jetzt „ihre“ Lara haben.

    Ich find es nur schade, das Rhianna Pratchett sich für TR hergegeben hat…

    Diese ganze Sexismusdebatte, die geschürt wird, die find ich widerlich bis scheinheilig. Auf der einen Seite wird damit Werbung gemacht, daß da weibliche Figuren aufreizend herumhüpfen bzw als Werbematerial benutzt und damit geht man halt auf Kundenfang. Auf der anderen Seite steht die stramme Feministin, die solche Sachen als Ausgeburt der Unterdrückung der Frauen sieht, aber gleichzeitig so etwas für ihren Männerhass und Streben nach Macht über andere Personen instrumentalisiert.

    Hat man ja auch bei der einen Geschichte bei einer Computerkonferenz gesehen, wo zwei Männer sich unbeobachtet gefühlt hatten, einen Witz über ein USB-Dongle gerissen haben und das hat dann eine Anwesende mitgekriegt und hat sogleich das auf maximale Weise im Netz breitgetretenl, anstatt vielleicht mal die beiden anderen anzusprechen.

  19. „Ich find es nur schade, das Rhianna Pratchett sich für TR hergegeben hat…“

    Ich frage mich, warum die Leute argumentationstechnisch das Pferd immer in diese Richtung aufzäumen. Der Trailer kam letztes Jahr raus und war ziemlich furchtbar. Rosenberg hat in Interviews schmierig-sexistischen Mist verbreitet. Die Leute regten sich zu Recht auf, aber keiner hatte das Spiel tatsächlich schon gespielt. Und als bekannt wurde, Rhianna Pratchett hätte die Story geschrieben, regten sich immer noch alle auf, warum sie sich denn für solche sexistische Kackscheiße hergeben würde. Anstatt sich andersherum zu fragen, ob es denn wirklich so schlimm wie „beworben“ sein könne, wenn die Story von Pratchett ist.Gespielt hatte es ja immer noch keiner.

    Ich bin inzwischen durch und ich muss sagen, ich habe das Spiel zu keiner Sekunde so empfunden, wie Rosenberg es damals geschildert hat. Ich „beschütze“ da niemanden, sondern versetze mich genauso in die Hauptfigur rein wie in anderen Spielen, ob mit weiblichen oder männlichen Hauptcharakteren, auch. Und Lara wird auch nicht gebrochen, sie ist eine starke, junge Frau, die in einer Extremsituation über sich hinauswächst. Die nötigen Charaktereigenschaften hatte sie schon vorher, das wird im einen oder anderen „Du bist eine Croft“-Dialog auch betont und vom Spiel für mein Empfinden nie so vermittelt, als müsste sie gebrochen werden oder als müsste sie leiden, um gestärkt aus dieser Situation herauszugehen. Da hat Rosenberg einfach Scheiße erzählt.

    Sehr gut zum Thema find ich http://hellmode.com/2013/03/21/this-isnt-the-article-i-wanted-to-write-about-tomb-raider/

    Klar ist sie dann viel zu schnell viel zu super und haut viel zu viele Gegner um. Das Spiel ist – für mich – zwar das bessere Uncharted, aber kein gutes Tomb-Raider-Spiel im Sinne der alten Teile. Dennoch: Lara ist hier durchaus ein gelungener, eigenständiger Charakter und viel weniger Vorlage für männliche Teenager als in den vorherigen Teilen.

    Zu den Verkaufszahlen: Der ganze Witz an der Sache ist doch, dass Tomb Raider sich nicht schlecht verkauft hat. 3,4 Millionen in den ersten vier Wochen? Als Uncharted 3 rauskam, hatten sich Teil 1 und 2 insgesamt auch „nur“ 8 Millionen mal verkauft – beide zusammengerechnet, über einen viel größeren Zeitraum. Das Hauptproblem ist doch hier viel weniger, wie oft das Spiel verkauft wurde, sondern dass SE eine Erwartungshaltung völlig jenseits von gut und böse hatte.

  20. Verkaufszahlen: An den Handel ausgeliefert != an den Endkunden tatsächlich verkauft

    Der Großhandel ordert eh nur auf Komission und gibt unverkaufte Exemplare wieder zurück. Nicht die 3.4 Mio. ausgelieferten Einheiten sind für SE enttäuschend, sondern die vom Handel zurückgemeldeten, tatsächlich verkauften Einheiten. Diese scheinen deutlich unter dem zu liegen, was SE eigentlich erwartet hat. Wenn der Publisher in seinen eigenen Meldungen von schwachen Abverkäufen redet, dann ist das schon ziemlich geschönt. Und wenn man sieht, dass TR 2013 auf Amazon und anderen Portalen nach gerade mal drei Wochen bereits für nur 30 Dollar angeboten wird, dann liegt das Teil in den Regalen wie Blei.

  21. Spiele von heute werden auf das Marketing getrimmt. Und wie wird vermarktet? Mittels Trailern via Fernsehen und YouTube. Was braucht man dafür? Geile Grafik (wenn man die nicht hat, faket man sie einfach wie bei bei ACM) und Celebrities. Lara Croft kennt schließlich jeder. Was braucht man dafür nicht? Gameplay, denn das könnte man nur mittels einer Demo bewerten. Demos sind deshalb aus der Mode gekommen.

  22. Du hast scheinbar ein anderes Amazon als ich. 🙂

    Mit der Kommission hast du Recht Die entscheidende Vergleichzahl hat SE aber letzten Herbst geliefert: 14,9 Millionen Verkäufe im letzten halben Jahr angestrebt (nur NA und Europa), aber ihre drei großen Titel kommen zusammen auf nicht mal 9 Millionen (weltweit). Nicht (nur) die tatsächlich verkauften Einheiten sind für die enttäuschend, auch die ausgelieferten. Knapp 15 Millionen ist aber eine absolute Mondzahl.

  23. Absolut verständlich Joe, da bin ich Deiner Meinung. Und Harzzach, Marketingkampagnen sind immer Werbung, bei den Budgets auch noch sehr sehr intensive Werbung. Und Werbung hat in den seltensten Fällen etwas mit dem eigentlichen Produkt zu tun. Deswegen schaue ich mir Produkte (WENN ich sie mir überhaupt ansehen will, klar) auch nie mit der Werbung im Hinterkopf an. Aus dem Alter, wo ich mich wundere und ärgere, daß Produkte mit der Werbung nichts zu tun haben, fühle ich mich dann aber eben auch raus. Spätestens seid dem MB-Gong. 😉 – Und für mich muß Tomb Raider, das ja in ihrer ersten Ausgabe damals auch schon als sexistische Mainstreamisierung des Genres angesehen wurde (da ist das neue also geradezu traditionell unterwegs…) auch nicht an das alte Spielprinzip anschliessen. Da sind zu viele Jahre dazwischen gewesen, da würde ich eher Lara Croft and the Guardian of Light als wirkliche variierende Anknüpfung ansehen.

  24. Ich habe das Spiel nicht gespielt, weil ich in meiner Vergangenheit ebenfalls auf gleiche Weise fast zu Tode gewürgt wurde und es sehr lange gebraucht hat, darüber hinweg zu kommen, besonders, wenn man davor ohne Ende psychisch fertiggemacht wurde. Ein gebrochener Mensch, unfähig, andere Menschen zu vertrauen können und diese auf Distanz haltend, bin ich immer noch. Der Grund? Ich bin nicht „sein Blut“ und deswegen habe seiner Ansicht nach kein Recht auf meine Existenz. Aber das wusste er, wie er meine Mutter geheiratet hatte…

    Für mich hat der Trailer gereicht, aus Panik den Rechner abzuschalten und ansonsten Distanz zum Spiel zu bewahren, auch wenn ich sämtliche Tomb Raider zuhause habe *hüstelt*.

    Ich hatte bereits angedeutet, daß diese Lara Croft ihre neue Inkarnation der aktuellen Teenager ist und als Rhianna würd ich mich von dem Ding distanzieren.

    Zu den Verkaufszahlen: Es reicht halt nicht, gleich viel zu verkaufen, sondern es muss halt bei jeden Verkaufsstart immer mehr sein, schon mal was von Zinseszins gehört?

  25. Ich berichte nur, was aus englischen Foren berichtet wird, wo man sich gegenseitig auf Schnäppchen hinweist. TR 2013, 30 Dollar. Nix Indien, genuine USA.

  26. So oder so sind die tatsächlich verkauften Einheiten reine Vermutung von dir.

    Dass SE aber sehr viel mehr Einheiten verkaufen wollte als die 3,4 Millionen, lässt sich anhand der Zahlen vom letzten Herbst super nachvollziehen. Wenn du mit lediglich drei großen Titeln auf knapp 15 Millionen Verkäufe kommen willst, dann musst du mit einem Tomb Raider schon deutlich mehr hinlegen als 3,4 Millionen.

    (Abgesehen mal davon, dass die besseren englischsprachigen Seiten wie eurogamer.net die Zahlen behandeln, als seien das die Durchverkäufe. Macht da das „expected“ in „expected units sold“ den Kohl fett? Es wird auch explizit darauf eingegangen, dass gerade die Zahlen in Amerika schlecht seien. Die in Europa eigentlich nicht. Was erstaunlich wäre, denn wenn zu viel Action und zu wenig Gerätsel die Gründe sein sollten, hätte ich das eher andersherum erwartet.)

  27. Eine Vermutung wäre es, wenn ich sagen würde, TR hat sich bis lang nur 1 Mo. mal verkauft. Wir wissen aber nur, dass SE mit den Abverkäufen (!) unzufrieden ist, die seien schwach ausgefallen. Wir wissen, dass ca. 3.4 Mio. Einheiten an den Handel ausgeliefert wurden, was für den Releasezeitraum der ersten zwei, drei Wochen eine sehr feine Sache wäre. DESWEGEN ist SE aber nicht unzufrieden, sondern über tatsächlich erfolgten Abverkäufe.

    Gebucht für den Geschäftsbericht werden ja nicht die vom Großhandel vorab georderten Einheiten, sondern die Umsätze im Endverkauf, weil der Handel alle unverkäuflichen Exmeplare wieder zurückgibt und SE dafür kein Geld sieht. Die Meldung „Es wurden XYZ Einheiten an den Handel ausgeliefert“ ist keine berichtsrelevante, buchhalterische Aussage, das ist nur PR in eigener Sache.

  28. „DESWEGEN ist SE aber nicht unzufrieden, sondern über tatsächlich erfolgten Abverkäufe.“

    Hallo, sie haben 15 Millionen „units sold“ für das letzte halbe Jahr angestrebt, von denen sie mit 1,75 für Sleeping Dogs, 3,6 für Hitman und 3,4 für Tomb Raider WEIT entfernt sind. Doch, sie sind auch DESWEGEN unzufrieden. Oder wo rechnest du die fehlenden 9 Millionen her?

    Dass sie die 3,4 womöglich nicht mal wirklich an Kunden verkauft haben, kann absolut sein. Hab ich eingesehen, keen Widaspruch, das musst du mir auch nicht dreimal erklären. Aber die Zahlen kommen so schon nicht hin, und das steht auch im Bericht.

  29. Oh. Das tut mir leid.

    Der Artikel, den ich schon oben verlinkt habe, stammt übrigens von einer Frau, die ähnliche Erfahrungen gemacht hat wie du. Damit will ich dich jetzt weiß Gott nicht überzeugen, Tomb Raider doch zu spielen, ich find nur den Text sehr gelungen…

    Rhianna hat in letzter Zeit einige Interviews gegeben, in denen sie auch beschreibt, was ihrer Meinung nach gelungen und was weniger gelungen an Tomb Raider ist. Falls dich das interessiert und du’s nicht schon kennst:
    http://www.eurogamer.net/articles/2013-03-21-tomb-raider-writer-discusses-lara-crofts-kill-count

    http://killscreendaily.com/articles/interviews/tomb-raider-writer-rhianna-pratchett-why-every-kill-cant-be-first-and-why-she-wanted-make-lara-croft-gay/

    Der zweite spoilert ein bisschen.

  30. Ach Käse, verirrt in der Browser-History. Das ist zweimal der gleiche Link. Eurogamer verweist auf killscreen.

  31. Obwohl ich auch mit psychischen Problemen zu kämpfen habe (allerdings eher anderer Natur) mag ich mir auf keinen Fall anmaßen, beurteilen zu können mit welchen Psychosen etc. man danach zu kämpfen hat. Und deshalb werde ich TB auch nur für 10-15€ kaufen: ein Spiel, das krampfhaft versucht einen glaubwürdigen Charakter zu erschaffen und so grandios versagt werde ich auf keinen Fall für den Vollpreis kaufen.

  32. Ich habe es hier mal wirklich leicht, ich mochte TR nämlich noch nie. Tatsächlich fand ich die Spielmechanik und ganz besonders die verhunzt-sadistischen Hüpfeinlagen so schlecht, dass mir nie so recht aufgegangen ist, warum sich TR einst eigentlich verkaufte wie geschnitten Brot.

    Macht aber nichts, immerhin hat auch nicht jeder ein paar hundert Stunden Fallout 3/NV auf dem Buckel. Aber ich habe mir das Spiel mal bei Freunden zu Gemüte geführt und kann gut verstehen, warum Fans der alten Spiele enttäuscht sind, rein von der Spielmechanik hat das wirklich wenig mit den alten Spielen zu tun.

    Ich kann den berühmt-berüchtigten Autovergleich eigentlich nicht mehr hören (schon, weil ich ihn selber viel zu oft benutzt habe), aber irgendwie Sinn macht der hier schon. Wenn ich jahrelang Passat fahre und die neue Familienkutsche irgendwann zwar noch Passat heisst, sich aber fährt wie ein LKW und nur noch Platz wie ein Smart hat, dann könnte ich durchaus enttäuscht sein. Und wenn sich VW in diesem Falle den alten bewährten Namen auf ein ganz anderes Fahrzeig pappt in der Hoffnung, damit nun zusätzlich zu den alten Passat-Liebhabern auch noch LKW- und Smart-Fans zu ködern, darf ich mir durchaus ein wenig verladen vorkommen.

    Ein schönes Beispiel war seinerzeit Battle Isle: Der Andosia Konflikt. Es steht Battle Isle drauf, es spielt im selben Universum, es hat die selben Einheiten und es ist rundenbasiert. Dumm nur, dass es kein Battle Isle ist. Ich mag das Spiel und hab es immer noch auf der Festplatte, aber viele Fans waren zu Recht enttäuscht.

    Diese elende Unsitte, alles in ein Spiel stopfen zu müssen, was andere Spiele erfolgreich macht, hat ihre Hochzeit hoffentlich bald hinter sich. Bevor €A und Konsorten auf noch dümmere Ideen kommen… Wie wäre es denn mit einem rundenbasierten Echtzeitstrategieshooter, der in einem frei begehbaren Levelschlauch spielt? Natürlich muss der auch Autorennen haben wie in Grand Tourismo und Verfolgungsjagden wie in NfS, bei denen man aber mit Eiern auf Schweine schiessen muss, während man die abgebauten Rohstoffe von seiner Mine zu seiner Baustelle schafft, damit man das Haus für seine Sims rechtzeitig fertigbekommt! Ich denke „Modern Need for Simcraft Tourismo and Command Isle“ klingt doch ganz griffig, oder? Verdammt, Kickstarter, ich komme!

  33. Ich bin immer noch der Meinung dass das Spiel deutlich besser gewesen wäre hätte man den Waffeneinsatz auf ein minimum beschränkt. Eine Lara welche mit Köpfchen aus den Situationen entkommen kann ist mir eine Millionen mal lieber uns sympatischer als der übliche „ziehe Waffe, verpasse Kopfschuss und weiter“ Ansatz. Ich meine das Spiel ist gezwungen über Zwischensquenzen die Story aufzubauen bzw. über Quicktimeevents Lara ernsthaft in Gefahr zu bringen weil diese beschissenen Schussequenzen einfach als mögliche Bedrohung „verpuffen“. Die Frau schießt besser als jeder Scharfschütze der Welt, egal mit welcher Waffe. Und egal wie angeschlagen Sie ist. Das nimmt einfach jegliches Berohungsgefühl raus.

    Das funktioniert noch bei Spec Ops, weil Cpt. Walker ist ein Elitesoldat. Da nehme ich es ihm ab das er einer guter Schütze ist. Da funktioniert auch die Story als solches, weil der Charakter einfach dazu passt. Bei Tomb Raider wird ja so großer Wert auf die junge, unerfahrene Lara gelegt, man braucht sich nur das ganze Marketing anzukucken. Es verkauft uns den Anfang einer Legende, setzt sehr massiv auf dem Umstand auf das wir hier jemanden vor uns haben der eben das erstmal mit so was konfrontiert wird. Und dann nach kurzer Zeit so eine Scheisse wie den Schlauchshootersektionen aufzukommen wie jeder x-beliebige Deckungshooter der letzten Jahre ist einfach ein völlig Missgriff. Das ist für mich keine Unerfahrenheit oder der Beginn einer Legende, das ist 50% die alte Lara. Und dann vielleicht noch 50% die „junge“ Lara wo man versucht sie dementsprechen wirken zu lassen. Das beißt sich für mich. Das passt was für mich nicht zusammen, sondern es wurde wieder mal reingebaut damit die Spieler wieder mal ihrer geliebten Ballerei nachgehen können. Dabei zeigen doch genug Spiele wie z.B Amnesia oder Limbo wie spannend- und herausfordernd es ist wenn man Bedrohungen eben nicht einfach „wegklicken“ kann.

    Wenn die junge Lara Croft von dieser Insel geht dann hat sie vermutlich einen Bodycount einer mittleren Naturkatastrophe hinter sich. Das ist für mich keine Charakterentwicklung in dem Fall. Wenn Cpt. Walker am Ende über Dubai schaut und eine ganze Armee auf dem Gewissen hat ist das natürlich auch irgendwo lächerlich, aber es ist ein Teil dieser Geschichte. Ohne diese hohen Verluste würde man sich nicht so scheisse fühlen wie man es tut. Bei Tomb Raider tragen diese ganzen Toten nichts zur Story oder Charakterentwicklung bei. Stell dir doch mal vor man würde diese ganzen Schießbudenfiguren rausnehmen- und nur die Schlüsselcharaktere drin lassen. Was würde dem Spiel fehlen? Ich wette nichts. Was wäre wenn Lara Croft nur durch eine handvoll Gegner bedroht wird, und diesen immer wieder entkommen muss? Dann noch die ganzen Gruften mit Fallen und gefährlichen Sprungpassagen? Meinst du nicht das ein Spiel dieser Art viel packender wäre? Und das man auf dieser Grundlage eine deutlich stärkere Charakterenwicklung vornehmen könnte?

    Was ich damit sagen will wenn man so auf einen Reboot pocht und einen jungen, unerfahrenden Helden auspackt dann sollte man das auch richtig nutzen. Und nicht so auf halb halb machen.

  34. Klar, da hast du absolut Recht. Super dargelegt, kann ich so unterschreiben.

    Mir ging es mehr darum, ob das mit dem „Beschützerinstinkt“ und dem anderen Schwachsinn, den die PR im Vorfeld so losgelassen hat, im Spiel wirklich so anzutreffen ist. Das hab ich halt überhaupt nicht so empfunden. Aber ja, bei der Ballerei wäre _viel_ weniger _viel_ mehr gewesen. Lieber mehr Gräber, mehr Rätsel. Nicht immer nur ein seichtes Rätsel pro Grabstätte.

    Absolutes Eigentor m.E. auch, dass man ausschließlich DLC für den Multiplayer rausbringen will. Wen interessiert der Multiplayer?

  35. Das Problem war meiner Meinung nach eher Sleeping Dogs. SquareEnix (die zumindest das meiner Meinung nach grandiose Deus Ex: Human Revonlution gefördert haben) hat das Spiel übernommen, nachdem Activision das Projekt eingestellt hat. Begründung: Mehr Fokus auf „online games“… Weitere Argumente: „just not good enough“ und „Activision didn’t expect True Crime to generate enough profit.“

    Wie wir nun alle wissen, ist Sleeping Dogs nicht schlecht geworden. Vielleicht nicht „gut genug“, um in GTA-Sphären aufzusteigen, aber für mich war True Crime immer eine nette Abwechslung. Und da Saint’s Row komplett im Nonsens-Humor aufgegangen ist war es auch die letzte ernsthafte Alternative zu GTA.

    Das Problem von SquareEnix: Sie wollen massiv auf dem europäischen Markt expandieren und begehen dabei Wege, die für uns sehr befremdlich wirken. Hier sollen „westliche Spiele“ entstehen, die teilweise völlig abstrus und diffus wirken. Ein Ein-Killer-Kommando-Tomb-Raider-Game? Alles „veraktionieren“? Also überall Krach-Boom-Bang, wildeste Ballerorgien und massive Gewaltverherrlichung?

    Das ist doch gar nicht nötig und das „will“ der westliche Markt doch gar nicht. Beispiel: Tomb Raider. Ein gutes Spiel. Richtig gut für einen Reboot. Tolle Technik und ein moderner, zeitgemäßer Look, nicht unbeeinflusst von Uncharted. Aber wozu denn diese Gewaltorgie und die Story, die selsbt im unterirdischsten Teenie-Final-Destination-Film lächerlich wirken würde? Da kommt man sich wie der Depp vor: Vor einer Stunde noch geheult, weil ein Reh fürs Überleben herhalten musste und dann steckt man das M16 ins Gesicht eines Södlners und rattert das Magazin in die Fresse, ohne mit der Wimper zu zucken. *facepalmalarm*

    Dafür wurde dann wieder mal bei Rätseln und Co. gespart, ein Eingeständnis für den US-amerikanischen Markt?

    Grundsätzlich sind die Spiele nicht schlecht geworden. Aber sie sind aus einer japansichen Sicht über die westliche Spielewelt glattgebügelt worden. Und das wirkt einfach gekünstelt.

    SquareEnix unterstreicht damit die Unfähigkeit der japanischen Spieleindustrie, den westlichen Markt so zu faszinieren, wie zu SNES/Mega Drive-Zeiten. In Sachen Technik muss man nun massiv „im Westen“ anwerben und anstatt die Teams in Europa oder den USA werkeln zu lassen, wird man meiner Meinung nach einfach falsch beraten.

  36. Wie heisst es so schön: This! Nix gegen Reboot und tiefer schürfende Charakterisierung. Wirklich nicht. Aber dann bitte auch gut (!) machen.

  37. So weit mir bekannt ist, wurde Absolution ebenfalls „entschlackt“ und massentauglicher gemacht.

  38. Na ja man muss aber auch sehen das diese Spiele trotz allem profitabel waren und jeweils über 3 Millionen Retail Einheiten im ersten Monat abgesetzt haben. Ganz zu schweigen von den digital Verkäufen.
    Man muss mit den eingeschlagenen Richtungen von zb Raider of the Uncharted Tomb nicht einverstanden sein aber die vorgeschobenenen Beispiele waren Wohl nicht der Grund für den massiven Verlust. Es sei denn das Werbebudget war GTA oder CoD like im 100Mio Bereich.

  39. Man munkelt, dass für das TR Reboot ca. 100 Mio. Dollar draufgegangen sind. Damit liegt man in einer Liga mit Max Payne 3, das ähnliche Kosten verursachte und mit ähnlichen Umsätzen heute als kommerzieller Flopp gilt.

    Die Entscheider kalkulieren fern ab jeglicher Realität. Da werden auf der Basis größenwahnsinnig prognostizierter Umsätze aberwitzige Budgets freigegeben, deren tatsächliches wirtschaftliches Ergebnis natürlich im Leben nicht dieses Budget rechtfertigt. Und was für mich persönlich so interessant ist … das ist keine neue Erkenntnis. Doch bar jeglicher Bereitschaft aus ähnlichen Flops zu lernen, ballern immer mehr Publisher viel Geld in Millionenprojekte, die sich nie rentieren werden. Und da die Häufigkeit, Schwere und Frequenz dieser Katastrophen zunimmt, werden wir uns in ein paar Jahren noch von einigen bekannten Namen verabschieden müssen.

  40. Das wäre ja granatenstark, wenn das stimmt. Ich überlege gerade,wieviele kleine nette Spiele aus allen Genres man mit 100 Mio. produzieren und dann ein Vielfaches verdienen könnte…

    Warum muß man denn alles auf eine Karte setzen?

  41. So, Tom Raider hat nach Aussagen von Darell Gallagher den besten Verkaufsstart der Serie hingelegt. Da hat man also, egal was man vom Spiel selber denken mag, wohl doch entgegen mancher Vermutungen hier bezüglich der Verkaufszahlen innerhalb der Serie alles richtig gemacht. Daran lag es eben doch nicht, sondern eher an den überzogenen Erwartungen des Publishers. Die liegen aber nicht am Spiel sondern in den hirnen der dort Verantworlichen. (Die Downloadverkäufe sind da wohl noch nicht mal mit eingerechnet worden…)

  42. So ist es. Hitman kann man also „wie auf Schienen“ Spielen, aber eben von Anfang an auch sehr vielseitig und sich selbst fordernd. (Einzig das Abspeichersystem ist wieder mal daneben. Es muß doch auch ein „forderndes“ Abspeichersystem geben, daß einem nicht vorschreibt, wie lange am Stück man mindestens spielen muß, aber gut, daß ist ein anderes Thema).

  43. Das Reboot hat den besten Verkaufstart Dank eines enorm aufwendigen Marketings hingelegt, der im Vorfeld des Releases landauf, landab gefahren wurde. Was wiederum ziemlich kontraproduktiv ist, weil ich nichts davon habe X Mio. Einheiten zu verkaufen, wenn ich zuvor Y Mio. an Werbung verballern muss. Und genau das ist der Grund, warum es die Majors einen nach dem anderen zerreissen wird: Die Kosten laufen ihnen so sehr davon, dass selbst relative Rekordumsätze nicht mehr ausreichen, um dieses Geschäft gewinnbringend betreiben zu können.

    Abgesehen davon, Capcom hat auch erst den besten Verkaufstart aller Zeiten für RE6 bejubelt, nur um nach einem Vierteljahr kleinlaut zugeben zu müssen, dass die Umsätze schnell und massiv eingebrochen sind und man sich für RE7 überlegt besser wieder zu den Horror/Survival-Wurzeln der Serie zurückzukehren.

  44. Das ist freilich auch wahr, wobei ich aber auch glaube, daß diese „Einbrüche“ nach Verkaufsstart normal werden und nicht zwingend etwas zur Qualität des Spieles sagen. Zu schnell dreht sich heute der Markt. Es ist ähnlich wie im Kino, zu meiner Kindheit blieb ein Blockbuster 4 bis 6 Wochen im Programm, und zwar auf der einzigen Leinwand, die so ein Kino damals ja nur hatte. Danach ging der Film in die Provinz. Heute muß man sich schon am ersten Wochenende beeilen, bevor in der Mitte der ersten Spielwoche die Film-DVDs in die Läden kommen weil nach drei Wochen diese als Zeitschriftenbeilage verramscht werden. (Jaja, etwas rheinisch ausgeschmückt… ;-))

    Daher drücken die Firmen auch: was nicht in den ersten zwei Wochen verkauft wird hat ellanfalls noch eine Chance in der Grabbelkiste. Es sind ja auch immer weniger Leute bereit selbst für Titel, die sie mögen und lieben, den Einstiegspreis zu bezahlen. Was freilich verständlich ist, hält ein Spiel heute ja auch nur meist 10 bis 15 Spielstunden. Am Osterwochenende habe ich Infinite und das halbe Hitman durchgespielt. (Und war einen Tag draussen und am anderen hier mit Familie beschäftigt…)

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