Evolution, nicht Revolution

Blizzard war so nett mir eine Einladung zur Beta von “Warlords of Draenor” zukommen zu lassen. Und zwar nicht, weil ich hier ein kleines Schmierenblog betreibe und man sich irgendwelche viralen Marketing-Effekte erhofft (as if), sondern rein zufällig als ganz normaler WoW-Spieler, wo es keine wie auch immer geartete Verbindung zwischen diesem Blog und meinem Bnet-Account gibt.

Dies nur als Disclaimer für den Fall, dass manche Firmen meinen mir Einladungen zu ihren Spielen schicken zu wollen, in der Hoffnung ich würde dann darüber berichten. Ich bekomme das ab und an und in nahezu allen Fällen landen solche Invites und Keys meist auf dem digitalen Müll oder werden hier ohne große Worte verschenkt. Wobei ich nichts Prinzipielles gegen die Firmen als solche oder ihre Produkte habe, aber ich will hier nur über Dinge schreiben, die mich ernsthaft, von ganzem Herzen interessieren und nicht, weil ich mich irgendwie verpflichtet fühle ein paar Zeilen loszuwerden.

Dies gesagt habend, Blizzard war so gütig mich, nebst etlichen vielen tausend anderen WoW-Spielern, zur Beta von “Warlords of Draenor” einzuladen.

Auch wenn die Beta natürlich an allen Ecken und Ende noch als Beta zu erkennen ist …

Draenor_Beta_01
Das ist kein leerer Raum. In diesem Raum sollten sich eigentlich ein paar Dutzend Spieler, etliche NPCs (darunter kein geringerer als Gul’dan höchstpersönlich) und vier Säulen befinden, die es zu deaktivieren gilt, um das über diesem Raum aufragende Dunkle Portal zu schließen). Eigentlich befindet sich das alles auch in diesem Raum, nur sieht man nichts davon. Nur mit viel Kameraherumgedrehe, quasi aus den Augenwinkeln meines Charakters heraus, kann man nach etlichen Fehlversuchen die vier Säulen am Bildschirmrand sichtbar machen. Wenn man unmittelbar davor steht. NPCs und Spieler blinken derweil lustig in die Spielexistenz hinein und hinaus. Offenbar funktioniert das Phasing an dieser Stelle nur fehlerhaft. Und vor den nicht sichtbaren feindlichen NPCs muss man halt weglaufen. Oder versuchen durchzuhalten, bevor die HP-Anzeige Null erreicht hat. Auch gibt es noch haufenweise hübsche, bayrische (blau-weiß karierte) Ersatztexturen auf nicht wenigen Objekten in der Spielwelt. Und die Ingame-Map zeigt nur ein schönes, SEHR intensives Grellgrün an. Anstatt dass man eine Karte zu sehen bekommt. Egal, ist ja ne Beta.

Wobei, um mal wahre Worte in einen bösen Kontext zu bringen, es gab und gibt genug kommerzielle MMOs, die in so einem Zustand kostenpflichtig auf die spielende Menschheit losgelassen wurden. Und dann von den Spielern zu hören bekamen, dass die Releasequalität aber ganz ordentlich sei und gar nicht so viel buggy sei, wie ansonsten üblich.

Was man aber schon begutachten kann, das sind die neuen Modelle für die diversen Rassen in Azeroth und eine ganze Menge an nützlichen (oder auch nur schön anzusehenden) Anpassungen des User Interfaces.

Draenor_Beta_02
Khadgar sieht nicht einfach hübscher aus, weil man bislang nur mit seinem deutlich älteren Alter Ego zu tun hatte, sondern weil dies schon das neue Charakter-Modell der Menschen ist. Mehr Polygone, mehr Details, mehr Pickel und andere Hautunreinheiten.

Das Questlog ist optisch aufgehübscht worden und bestimmte Questgegenstände, wie z.B. eine Brandbombe zum Anzünden von Hütten, werden jetzt als fette Schaltfläche mittig über der Aktionsleiste am unteren Bildschirmrand eingeblendet, sobald man nahe genug vor dem jeweiligen Objekt steht. Man KANN also fast nichts mehr übersehen oder gar falsch machen. Mag jeder selber entscheiden, ob das sinnvoll ist oder erneut zur Vercasualisierung von WoW beiträgt. Mich stört es jetzt nicht unbedingt, aber „gebraucht“ hätte es dieses Feature nicht.

Diverse Erweiterungen des Inventory machen eine ganze Reihe von Addons überflüssig. So kann ich jetzt einzelnen Taschen explizit zuweisen, was dort eingelagert werden soll (verbrauchbare Gegenstände wie Tränke oder Speisen, Handwerkswaren, Ausrüstung oder keine Spezialisierung) und ich kann anschließend mit einem Klick auf den Sortier-Button das ganze Gelumpe entweder automatisch oder nach meinen individuellen Vorgaben sortieren lassen. Praktisch, nützlich, sinnvoll … und längst überfällig. Ok, wenn ich Schneider oder Ingenieur wäre, würde ich jetzt abkotzen, denn damit entwertet Blizzard all die hübschen Handwerkertaschen, die man bislang für ein Schweinegold an andere Spieler verkaufen konnte.

Wie man auf dem obigen Bild sieht, weisen ausgewählte NPCs (und einige manipulierbare Objekte) einen farbigen Schimmer auf. Verbündete NPCs/Objekte bekommen einen grünen, Feinde einen roten, neutrale Objekte einen gelben und Spieler einen blauen “Glow”. Ob das abschaltbar ist oder man damit leben muss, weiß ich derzeit nicht, habe noch nicht nachgeschaut.

Rein optisch sieht WoW immer noch nach WoW aus. Wer das Art Design grundsätzlich nicht abkann, der wird es auch jetzt nicht mögen.

Draenor_Beta_03
Allerdings hat man die Szenerie mit wesentlich (!) mehr Details ausgestattet. Jeder Gegenstand, jedes Gebäude, jede Figur hat mehr Polygone und mehr Einzelheiten bekommen. Wer WoW mit maximalen Details spielen möchte, der wird spätestens jetzt das alte Notebook, den alten, ausrangierten Bürorechner auswechseln müssen. Wobei der schönste Effekt, den ich bis jetzt beobachten konnte, eigentlich total unspektakulär und unaufwendig und gar nicht mal so neu ist. Denn ab und an wetterleuchtet es in den Wolken am Horizont und die Wolken selbst ziehen wild aufgewühlt vor dem Mond vorbei. Der nächtliche Dschungel wirkt bedrohlich und macht die Massenflucht von Helden und Draenai vor den orkischen Wachen umso bedrückender. Blizzard hat es wieder glänzend verstanden mit eigentlich ganz simplen Mitteln das Maximum an Spielatmosphäre zu erzeugen.

In Sachen Gameplay habe ich noch nicht viel gesehen, gerade erst wurde erfolgreich aus dem Schatten des Dunklen Portals geflohen. Allerdings lässt sich jetzt schon feststellen, dass deutlich intensiver als zuvor mit Cutscenes und Kamerafahrten der erzählerische Aspekt der Handlung betont wird. Blizzard bedient sich hier vehement bei den erzählerischen Mitteln eines Singleplayer-Spieles. Was einerseits ok ist, wenn die Mitspieler-Aktivität niedrig ist, was aber mitunter etwas unglaubwürdig wirkt, wenn es ringsum einen selbst nur so von anderen Mitspielern wimmelt, in jeweils unterschiedlichen Stadien des Questfortschritts. Hier sollte man, wenn es viel zu erzählen und darzustellen gibt, noch stärker und konsequenter auf Phasing setzen. Sprich, gerade solche handlungsmäßig eng gepackten Abschnitte wie diese Flucht, vollständig phasieren, so dass man andere Spieler, die nicht Teil einer Gruppe sind, erst wieder sieht, wenn die Handlung ruhigeres Fahrwasser erreicht hat, oder die cineastische Präsentation der Erzählung wieder in die Tonne treten. Oder es wie Guild Wars machen, wo alles ausserhalb einer Stadt eine individuelle Instanz ist.

Das Festungsbau-Feature habe ich noch nicht kennenlernen dürfen. Auch konnte ich noch keine Erfahrungen mit dem neuen Perk-System sammeln, welches ab Level 91 klassenbasierte Fähigkeiten erweitern soll, wohl um dem allgegenwärtigen Power Creep etwas die Spitze zu nehmen. Auch kann ich noch nicht endgültig abschätzen, ob man mal wieder seine mühsam errungenen und angefertigten Endgame-Items des aktuellen Addons wegwerfen kann, weil man ratzfatz mit deutlich stärkeren Standard-Items zugeschüttet wird. Mein “Von Null auf 90”-Charakter, den man für die Beta anlegen konnte, hatte schon ordentlichen Stat-Wumms auf seiner Ausrüstung, so dass es ein wenig lächerlich wirkte, als es zur Questbelohnung eine neue Waffe gab, die statt +255 Stärke jetzt +256 Stärke hatte. Wow indeed!

Alles in allem, wie isses? So auf die Schnelle?

Nett. Hat Potential. Ob es der große Wurf wird, wie sich Blizzard erhofft, kann ich noch nicht sagen. Oder anders ausgedrückt, ich kann das überhaupt nicht beurteilen. Zu unterschiedlich sind die Geschmäcker der Spieler und zu groß sind die Möglichkeiten sich mit dem Spiel, im Spiel zu beschäftigen. Was mir wichtig ist, kann für andere Aktive total uninteressant sein und umgekehrt. Ich selbst bin gespannt, ob die Allianz wenigstens diesmal halbwegs gescheite Questlinien bekommt oder doch wieder nur allzu brav die Lore abgewickelt wird, weil die Allis halt “die Guten” sind. Zumindest eine der ersten Quests, wo ein geschundenes Flüchtlingskind, frei nach Arya Stark, den Spieler beauftragt eine Reihe explizit benannter Ork-Wachen zu töten, “weil die es verdient haben”, lässt hoffen, dass es diesmal nicht gaaaaanz so brav wird. Wir werden sehen!

15 Kommentare zu „Evolution, nicht Revolution

  1. Nachdem ich vor kurzem von TESO recht enttäuscht wurde, überlege ich mir grade nach 5 (?) Jahren nochmal in WoW reinzuschauen. Hab die letzten Wochen nochmal richtig Lust bekommen ein wenig Zeit in ein MMO zu investieren. Bis heute bleibt das Blizzard Bollwerk irgendwie das einzige Spiel seiner Art das mich länger als ein oder zwei Wochen fesseln konnte…

  2. 5 Jahre Pause? Dann vergiß alles, woran Du Dich zu erinnern glaubst. WoW hat sich in der Zwischenzeit doch sehr verändert. Manches ist besser, deutlich besser geworden und manches ist schlechter geworden und dann gibt es noch die Dinge, die Blizzard einfach anders gemacht hat, damit es etwas Neues gibt.

    Am besten ein paar Tage mit der Starter-Edition austesten, ob Dir das überhaupt noch zusagt.

  3. Mir gings ähnlich: jahrelang kein WoW. Dass ich überhaupt nochmal zurückgekommen bin ist die Schuld meines ältesten Söhnchens, das (mit gerademal zehn Jahren) zum Warcraft- Experten mutiert ist.
    Und es NERVT, wenn sich der eigene Filius mit MEINEM Spiel besser auskennt als ich selbst, also…und ich habs nicht bereut.

    Zwei Dinge sind mir dabei aufgefallen: das leveln geht schneller und alles sieht hübscher aus.
    Ah ja, und nochwas: die Untoten haben die besten Quests.
    Und Pandaria ist besser als sein Ruf.
    VIEL besser.
    Und…ach, finde es selbst raus.

  4. Immer wenn du von WoW anfängst führt mir das schmerzlich vor das an meinem alten Lieblings-MMO Guild Wars keine derartigen Änderungen mehr vorgenommen werden. Weil man ja stattdessen diesen generischen, konservativen, stinklangweiligen Nachfolger auf den Markt scheißen musste um ihn regelmäßig um neue, billige Grindinhalte zu erweitern. Da beneide ich euch irgendwie jedesmal darum das man eure alte „Jugendliebe“ erfolgreich am Leben hält. Aber es sei euch vergönnt 🙂

  5. Ich habe WoW nie gespielt. Darum mal eine ziemlich dumme Frage: Was kostet jetzt eigentlich der Einstieg? Damit meine ich nicht die monatlichen Kosten (das ist schon klar) sondern WoW als Spielbox mit allen Erweiterungen. Muß ich Grundspiel und dann noch JEDE Erweiterung kaufen oder reicht Grundspiel und letzte Erweiterung? Gibt es eigentlich noch Server nur mit dem Grundspiel bzw der ersten/zweiten usw Erweiterung?
    Wenn ihr so nett währt einen alten Herren über die Straße zu helfen… Danke!

  6. @yege es gibt eine Grundversion des Spiels das alles bis auf das aktuelle Addon enthält.
    Bei Blizzard heisst sowas Battlechest in der Retail Verpackung Preise schwankend ^^. Online im Battle.net Shop einfach WoW für 15€ bis Level 85 (also Kontent bis zum vorletzten Addon Cataclysm) + Mists of Pandaria für 10€.
    Mit erscheinen vom neuen Addon im November wird sicher bald die Grundversion von WoW und das Battlechest um das Pandaria Addon erweitert.
    Also eigentlich ist der Einstieg Grundversion zwischen 10€ und 20€ + das aktuelle Addon je nach Alter zw 10€ und 40€.
    https://eu.battle.net/shop/de/product/game/wow

    Blizzard selbst bietet keine Server an die auf neuen Kontent verzichten aber Custom Server gibt es da. Z.B. http://www.classic-wow.org/
    hab mich damit noch nicht beschäftigt aber möglicherweise kommt man da sogar komplett ohne Geld drauf. (Den WoW Client bekommt man ja auch anderweitig ^^.)

    MfG ChuckY

  7. Blizzard hat es sich angewöhnt das eigentliche Spiel nach einer Weile zu verschenken. Wenn Du jetzt auf Battle.net WoW für 14.99 erwirbst, dann erwirbst Du damit im Grunde nur eine 30 Tage Zugriffsberechtigung. Das Hauptspiel, das Basisspiel als „Einzelstück“ gibt es offiziell nicht mehr, denn in diesem Grundpaket ist alles (die Welt von Azeroth, die Scherbenwelt, Northrend und die neuen Inhalte von Cataclysm) bis auf das aktuelle Addon „Pandaria“ enthalten und kostenlos.

    Wenn Du die Inhalte von Mist of Pandaria, dem aktuellen Addon, spielen willst, musst Du mom. nochmals 10 Euro ausgeben. Ganz neue Addons, wie eben das Ende des Jahres erscheinende „Warlords of Draenor“ kosten anfänglich um die 44 Euro. Darin ist aber keine Spielzeit enthalten.

    Die alte Welt Azeroth VOR dem Cataclysm-Addon existiert offiziell nicht mehr, auch gibt es keine „alten“ Server von Blizzard. Alles ist ein Stand und Zugriff auf die aktuellen Addon-Inhalte gibt es je nach erworbenem Inhaltspaket.

    Wer will, der kann sich aber auf sog. Freeshards das WoW-Classic/Vanilla geben. Freeshards sind re-engineerte Client/Server-Pakete, die vielleicht nicht ganz so fehlerfrei und perfekt laufen wie offizielle Server, die einem aber den Blick in die Vergangenheit des Spieles erlauben. Da gibt es Freeshard-Server, wo man das originale WoW spielen kann, dann welche mit dem Stand von „Burning Crusade“ oder dem Stand von „Wrath of the Lich King“. Mit Blizzard haben diese Freeshards nichts zu tun und Blizzard schaut derzeit einfach nur weg, weil man offenbar keinen kommerziellen Gewinn daran sieht diese Server juristisch verfolgen zu lassen. Man kann sich selber einen Freeshard-Server einrichten, man kann sich auch bei einer nahezu unüberschaubaren Masse von Anbietern anmelden. Manche machen das aus kommerziellen Gründen, andere betreiben private Freeshards, um sich dort mit Kumpels ungestört das Spiel zu geben, welches man damals vergöttert hatte und mit dessen aktuellen Versionen man nichts anfangen kann.

  8. @Harzzach
    Danke! Evtl. werde ich mir einfach mal so einen privaten Server anschauen. Der Link von Anonym ist ja schon mal was. Mir sind allerdings solche Onlinespiele zu intensive Zeitfresser um sie länger zu spielen oder mich per Monatsaccount zu binden. Aber mal rein schauen – warum nicht.

  9. Du kannst auch die Starter-Edition von WoW nutzen, wenn Du Dir das aktuelle WoW anschauen möchtest. Das ist nichts weiter als eine kostenlose Möglichkeit sich das Spiel nahezu komplett anzuschauen. Aufsteigen kannst Du nur bis Level 20 und als Inhalte gibt es „nur“ das, was im Basispaket enthalten ist, aber Du kannst überall hin. Mit Leibwache natürlich, denn es ist keine gute Idee alleine als Level 20-Char in Northrend auf Sightseeing-Tour zu gehen 🙂

    Diese Starter-Edition ist übrigens nicht zeitlich begrenzt. Wenn Du möchtest, kannst Du Dich dort jahrelang mit Deinem Test-Char vergnügen.

  10. Ich hab damals die Betaversion von Burning Crusade auf der Gamesconvension gespielt.
    Man konnte 15 Minuten spielen. Alle haben Mobs gekillt, aber das fand ich total sinnlos.

    Ich hab lieber nach bugs gesucht.
    Das Portal am Anfang hing in der Luft, man konnte also drunter durch gucken.
    Ich meine das Portal hatte auch keine Animationen, wie ein Strudel oder so.
    So als wenn es deaktiviert war.
    Es waren auch keine Wachen vorort.

    In der Releaseversion sah das dann alles viel besser aus.

  11. @Harzzach

    Diesen „Glow“ wie du nennst, umrandung, diese kann man Abschalten. Hatte einige Spieler doch arg gestört. Und übrigens das Add on wird definitiv nicht brav. Es gibt viele Stellen im Spiel die äusserst markaber sind auch sind die Eroberungen seitens Horde&Friends (Durotan usw.) doch recht makaber. So sieht man in den Festungen brav aufgespiesste Oger usw. an den Wänden hängen oder Orks der Eisernen Horde die masakriert mit 4-5 äxten im Körper an den Wänden hängen. In einem Gebiet für LV 94 ca. gibt es einen Stein an dem 2 Orks mit je 4 Äxten lachend an der Wand hängen und darunte steht: „Zum Schluss haben wir sie doch noch zum lachen gebracht“ 🙂

    Von daher. gewisse Brutalität und „Komische“ Dinge sind vorhanden

  12. Ok, das muss ich jetzt etwas genauer ausführen: „Gestört“ hat mich an den Quests der Allianz nicht, dass sie nicht brutal genug waren, sondern dass sie mich emotional nicht einmal ansatzweise berührt haben. Das plätschert alles so nett dahin.

    Auf Hordenseite gibt es immer wieder Questlinien, die mich entweder zum Nachdenken & Spekulieren bringen (die Invasion von Gilneas durch die Untoten, die konsequente Wandlung der Untoten seit Cataclysm) oder die mich unmittelbar packen (die Karriere in der Armee des „Kriegsverbechers“ Krom’Gar). Wie Garrosh Stück für Stück die Horde in eine brutale Militärdiktatur verwandelt hat, unter Beifall vieler, vieler Orks. Also sind Orks doch nur dumpfe Bestien, die man töten muss? Oder die Goblins, wo mit viel Zynismus und Gags, wo einem manchmal das Lachen im Hals steckenbleibt überraschend direkt und dennoch nicht allzu plakativ und plump Kapitalismuskritik betrieben wird. Und das in einem MMO.

    Auf Allianzseite gibt es zwar auch immer wieder Quests, die thematisch ein wenig in die Tiefe gehen und den Rahmen eines 08/15-Fantasy-Settings sprengen, aber zumindest für mich geht es nicht tief genug. Das bleibt alles oberflächlich, nicht konsequent genug ausgeführt.

  13. Von der US-Beta bis Mitte BC spielte ich WoW und war begeistert. Aber die Entwicklungen, die mit BC einsetzten, gefielen mir überhaupt nicht und darum ist seit dem Schluß. Ich werde auch nie mehr anfangen, da behalte ich lieber die schönen Erinnerungen an meinen Tauren-Feral. *seufz*

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