Mein ganz subjektives “Spiele”-Jahr 2017

Eigentlich mag ich solche Themen nicht. Am Ende des Jahres meinen alle über die gleichen Themen reden zu müssen und fatalerweise sagen viele auch das Gleiche. Voll toll dies und ganz arg chlimm jenes. Hui hier, pfui dort.

Langweilig.

Genau deswegen möchte ich auch etwas dazu sagen, hrhrhr! 🙂

Meine oberschlauen Anmerkungen zu meinem vollkommen subjektiven, lückenhaften und tendenziösem Eindruck dieses bald vergangenen Spielejahres.

Was war hui? So ganz ausdrücklich hui und nicht einfach nur nett?

Ganz klar … in meinen Augen das Totklick und Lootaufheb-Genre, das Action-RPG!

Auch wenn das neue Ragnarök-Addon zu Titan Quest nicht ganz die Qualität des Originals halten kann (ohne dabei schlecht zu sein, lediglich nicht ganz so gut), so klicke ich mich aktuell wieder stundenlang durch die Anniversary Edition von Titan Quest, genauer gesagt durch die trollverseuchten Wälder von Suebia. Das macht weiterhin Laune. Inkonsistenzen im Art Design werden geflissentlich ignoriert. Loot ist Loot und wenn die versammelte Gegnerschaft mit jedem Schlag drei Meter durch die Luft gewirbelt wird, ist eh alles gut.

tq_ragnarok_roman-kupriyanov

Vor ein paar Wochen noch schickte ich meinen Inquisitor durch Malmouth, dem ersten Addon zu Grim Dawn. Wo man im direkten Vergleich zu Titan Quest wirklich spürt, wie hier noch mehr das Gameplay poliert und noch einen Tacken besser und flüssiger gemacht wurde. Grim Dawn is teh shit! Aber sowas von.

gd_ashes_of_malmouth

Ich kann nicht genug bekommen. Das ist in den letzten Jahren zu MEINEM Genre geworden. Nicht großartig nachdenken, klicken, reagieren, schneller klicken, besser klicken, looten, reicher werden, noch reicher werden, Zahlenwerte nach oben schrauben, sich voll und ganz dem dem Progressionsrattenrennen hingeben. Ja, Diablo 3 darf auch zwischendurch ran.

Will. Muss. Möchte. Meeeeeeehr!!

Ja, nett und so, aber was is mit so richtigen RPGs? So mit komplexen Kampfsystemen und ausufernder Story und mehr Ingame-Literatur zum Lesen, als in manchen Haushalten an “richtigen” Büchern  steht?

Divinity Original Sin 2 wäre zum Beispiel mein persönliches Spiel des Jahres 2017, wenn ich es denn gespielt hätte. Weil der Vorgänger geil war und was ich vom Nachfolger in der ersten Stunde gesehen habe, war noch besser. Danach war aber schon wieder Schluss.

divinity-original-sin-2-logo

Weil, eigentlich wollte ich mich dieses Jahr wieder tief in ausgewachsene Rollenspiele stürzen. Das Jahr ist zu Ende und Pillars of Eternity ist weiterhin ungespielt. Tyranny bleibt weiterhin sehr vielversprechend und ein Torment harrt des käuflichen Erwerbs. Der Icewind Dale-Remaster von Beamdog wartet darauf erkundet zu werden, da ich für diese Seitenlinie der Infinity-Engine nie richtig Zeit gefunden hatte. Final Fantasy ab Teil 6 wartet geduldig auf den richtigen Moment mit genug Muße. Von Legend of Heroes: Trails in the Sky 1-3 gar nicht erst zu reden. Ein Dragon Age Origins wartet auf Finalisierung, weil dies das letzte RPG von Bioware ist, welches mich nicht innerhalb weniger Sekunden einschläfert. Mass Effect ist ein Shooter und zählt hier nicht. Dass ich nicht einmal The Witcher 2 durch habe, geschweige denn kaum mehr als nur ein paar Minuten mit Teil 3 verbracht habe, erwähne ich hier lieber nicht.

Ähnlich geht es mir im Shooter-Bereich, wo ich bei Shadow Warrior 2 mittendrin den Faden verloren habe. Die Neuauflage von Doom hat den Weg auf meine Festplatte gefunden, überrascht angenehm durch eine geringe “Suckigkeit” und ein flottes Tempo. Dennoch komme ich auch hier nicht weiter, weil die Motivation schlagartig nachgelassen hat.

Andere Titel in anderen Genres dümpeln mal mehr, mal weniger am Rande der Aufmerksamkeit herum.

Kaum etwas scheint mich fesseln und halten zu können …

Beruflicher Stress? Privat mit anderen Dingen beansprucht?

Nein. Gar nicht mal. Es ist tatsächlich so, wie es ist. Kaum ein neues Spiel fesselt mehr. Ich scheine schon fast alles zu kennen, obwohl ich ein Spiel erst 30-60 min am Laufen habe.

Überdruss? Vieles nur belangloses “More of the same”?

Vielleicht, wahrscheinlich.

Ja, ganz sicher. Ist aber nicht schlimm. Weil es nicht mehr schlimm ist, den Großteil der Neuerscheinungen nicht zu kennen. Weil es nicht mehr schlimm ist, sogar die wenigen Titel, die mich interessieren, nicht gespielt zu haben. Es ist kein Druck mehr da. Spiele sind nicht mehr das Hochleistungshobby, welches sie für mich über die letzten 30 Jahre hinweg waren. Ich muss nicht mehr müssen. Diese schon länger bewusst gewordene rationale Erkenntnis, dass ich nicht mehr müssen muss, ist endlich ins Unterbewusstsein vorgedrungen und hat sich dort verankern können. Ich denke nicht mehr darüber nach, ich handele danach, ohne darüber nachzudenken.

Und das bedeutet …?

Dass ich kein schlechtes Gewissen mehr habe, wenn ich im Rahmen eines Sales meine Sammlung wieder ein Stück weit vervollständigen kann. Weil das Schließen von Lücken wichtiger als das Zocken an sich geworden ist. Ich bin ein Sammler, der ab und an zockt und das ist in Ordnung so.

Es bedeutet, dass ich kein schlechtes Gewissen mehr habe nicht mehr ganz aktuelle, ältere, alte und uralte Spiele auszupacken und manche davon zum x-ten Mal durch zu zocken, anstatt diese Zeit neuen (!) Spielen zu widmen. C&C Generals mit Mods. Geil! Brutal Doom mit Brutal Doom-Mods überbrückt das Warten auf die neue Brutal Doom-Version. Entspanntes, unaufgeregtes PvE mit World of Wowcraft. Subber, bassd! Dauer-Monster-Tot-Klopfen mit Titan Quest und Grim Dawn. Gibt nix besseres!

Aber es gibt sie doch noch, Die neuen (!) Titel, die mich immer noch berühren können. Denn oben schrieb ich ja explizit, dass mich KAUM ein neues Spiel fesselt. Und nicht, dass mich KEIN neues Spiel fesselt, hehe!

  • Owlboy: Schnuckelig! Ein schnuckeliges Wohlfühl-Spiel. Der Soundtrack passt perfekt zur Pixel-Kunst und die Pixel-Kunst perfekt zum Gameplay. Und vice versa. Ja, ist schon 2016 erschienen, aber das kümmert mich nicht, weil ich es erst in diesem Jahr kennengelernt habe.
    owlboy
  • Brigador: Simples, fesselndes, hübsches Iso-Perspektiven-Geballer. Erfindet das Rad nicht neu (wer tut das schon), kombiniert altbekannte Gameplay-Elemente aber so erfrischend mit einer detailreichen Sandkasten-Spielzeug-Optik, dass es meine verkrustete Gamer-Seele aufweicht und erfrischt, wenn mein Mech bunte Autos und Häuserblöcke plattwalzt und Trümmerlandschaften hinterlässt, wie ich sie einst mit Bauklötzen, Glasmurmeln und einem römischen Plastik-Katapult fabriziert habe.
    brigador
  • Holy Potatoes! We’re in Space?!: Spielerisch hat man gerade als alter Hardcore-Sack zwar schnell das Ende der Fahnenstange erreicht, aber das macht nix. So wie Owlboy schnuckelig ist, so sind die Kartoffeln im All einfach nur putzig. Ich glaube, ich habe die ganze Spielzeit über breit gegrinst. Was ein Spiel auch erst mal schaffen muss.
    Holy Potatoes! We’re in Space

Und sonst so?

Wie auch letztes Jahr und all die Jahre davor … die GROSSEN, AUFWENDIGEN, SUPERBLOCKBUSTER-Spiele der Majors und vergleichbarer Konkurrenz lösen nichts mehr aus. Nicht einmal mehr ein Achselzucken. Dieser Teil meines Gamer-Lebens liegt so vollständig und abgeschlossen hinter mir, dass ich nicht einmal mehr daran denke zurückzublicken. Stattdessen motivieren mich erneut und wiederholt Spiele mit … Charme!

Als ich vor etwas über eine Dekade mit dem Zocken aufhören wollte, da haben mich Aberdutzende von Konsolen-ROMs und die entsprechenden Emulatoren wieder in das Gamer-Leben zurückgeholt. Weil sie charmant waren. Nicht prätentiös, nicht plump, nicht hohl-dämlich, nicht plakativ-dumm, nicht so sehr offensichtlich auf den niedrigsten, gemeinsamen Nenner eingedampft und so offensichtlich auf risikolose Umsatzoptimierung getrimmt. Einfach nur unaufgeregt charmant.

Dem ist immer noch so. Wenn ich über ein Spiel mit Charme stolpere, finde ich dafür Zeit, schaffe mir Muße und Geduld. Sollte es Ubisoft also gelingen eines Tages ein charmantes, unaufgeregtes Assassins Creed zu machen … warum nicht? Sollte es irgendjemandem da draußen eines Tages gelingen einen charmanten, unaufgeregten Shooter zu machen … ja, gut, das beißt sich etwas, aber vielleicht doch?

Von daher … meine Spielewelt ist immer noch in Ordnung.

Diese ganze Lootbox- und Mikrotransaktions-Shice der Majors und F2P-Anbieter, deren Problematik dieses Jahr endlich unsere Gamer-Nische verlassen hat und in die allgemeine Öffentlichkeit vorgedrungen ist, verurteile ich natürlich vehement. Aber nicht, weil es mein Hobby beeinträchtigt, sondern weil die Dreistigkeit, mit der anfällige Spieler mit Psychotricks und bewusst manipulierenden Belohnungsstrukturen zum Maximalumsatz angeregt werden sollen, nur verabscheuungswürdig ist. F2P-Anbieter, Major Publisher, Drogenhändler, Waffenfabrikant. Ich mache da keinen Unterschied mehr! Alles in einen Sack, wird schon nicht den Falschen treffen.

Aber das ist nicht mein Hobby. Was die Majors tun, ist etwas anderes. Es hat nichts mehr mit meinem Hobby zu tun. Mein Hobby ist die Beschäftigung mit wiederholt spielenswerten Klassikern und dem Erspielen neuer Charmebolzen.

Übrigens, nicht dass jemand denkt, dass ich die Aufregung über Lootboxen und F2P-Psychotricks für nervendes Galama halte. Ganz im Gegenteil. Je mehr und je lauter deswegen Galama gemacht wird, umso besser. In den USA soll jetzt ein Gesetzvorschlag in den Kongress eingebracht werden, in denen Spiele mit Lootbox-Mechaniken nicht mehr Kindern und Jugendlichen zur Verfügung gestellt werden dürfen. Laut ersten Meldungen sind die Umsätze von Battlefront 2 in UK und den USA um deutlich über die Hälfte (!) im Vergleich zum Vorgänger zurückgegangen. Börsenanalysten geben bereits erste Umsatzwarnungen für EA heraus. Nein, das ist natürlich nicht das Ende von EA. Aber es zeigt, dass ohne lautes und nervendes Galama nicht genug Menschen auf die Idee kommen mal den Geldbeutel stecken zu lassen. Denn von alleine passiert nix. Da erscheint kein weißer Ritter, der alles so regelt, wie man es gerne hätte. Also … nicht kaufen und laut herumschreien, warum man nicht gekauft hat! Damit auch andere mit dem Nicht-Kaufen anfangen. Und vielleicht kommt der eine oder andere auf den Gedanken, auch zu anderen Themen laut zu werden, jetzt, wo man gesehen hat was passiert, wenn genug Menschen laut genug werden.

In diesem Sinne … mögen wir auch kommendes Jahr in interessanten Zeiten leben 🙂

17 Kommentare zu „Mein ganz subjektives “Spiele”-Jahr 2017

  1. Ach ja, 2017 war schon ganz gut. Viel gezockt. Manche meinen zu viel, aber jedem sein Hobby..

    Ein Paar Ausschnitte/Resumé:

    – Shooter: DOOM hat mich bis zum Ende gefesselt. Bei Shadow Warrior 2 werde ich der Dick Jokes (noch) nicht müde. Das ganze läuft von der Steuerung/Moves her einfach so fluffig, wie die Katanas, die Dämonenhack herstellen. Diese Momente wo man urplötzlich die Lust verliert hatte ich (zum Glück) nicht.
    – RPGs: bei DoS II hab den Fehler gemacht inzwischen zum 3. Mal neu anzufangen. Besser wie die 25-30 neuen Chars bei Skyrim. Aber das Spiel ist nach wie vor grandios ( gnadenlos und urböse, quickload sei dank!). Läuft! Bei DoS I hatte ich mal so einen Durchhänger wo das einige Monate liegenblieb. Wurde aber nachgeholt.
    – Hack & Slash: das schöne daran ist, dass Junior ins Zockeralter kommt 🙂 Torchlight II coop durch, gerade an Terraria (weil er Minecraft so sehr mag).
    – MMOs: nach wie vor rumshippern (World of Warships) und Elite:Dangerous. Beides schöne Zeitfresser.
    – Roguelikes: Everspace war für mich die unerwartete Überraschung des Jahres 2017. Freelancer vereint mit FTL und das in todschick, was will ich mehr?

    In diesem Sinne: danke für deinen Blog, es lohnt sich immer wieder vorbeizuschaun. Auf ein fröhliches 2018 Zockerjahr!

  2. Da erkenne ich mich in vielen Punkten wieder. Vor allem was die „Lustlosigkeit“ angeht Spiele irgendwie spielen zu „müssen“. Ich picke mir das raus, was mich interessiert, und alles andere ist mir relativ egal. Man hat kein Gefühl mehr irgendwas zu verpassen, sondern man genießt seine Zeit mit den Spielen, die einem wirklich gefallen. Egal ob alt oder neu. Egal welches Genre.

    Die Ganzen Aufreger ziehen an mir mittlerweile vorbei, da meine persönliche Schmerzgrenze schon lange erreicht wurde. Ich „belohne“ die Entwickler, die es meiner Meinung nach Wert sind unterstützt zu werden. Die anderen sollen halt weiterhin versuchen, ihre Kundeschaft möglich effektiv abzuziehen, weil anscheinend finden sich immer noch genug Dumme. Aber das zieht sich eh wie ein roter Faden durch alle Lebensbereiche, wenn man täglich die Nachrichten verfolgt…

    Durch die gewaltige Auswahl an Titeln findet sich eigentlich immer irgendwo etwas, was es wert ist bespielt zu werden. Auch im kommenden Jahr 😉
    Danke für deine Beiträge, ich freue mich schon auf die Kommenden im nächstes Jahr. Egal wie viele es auch letztendlich sein werden, es ist immer eine Freude dein „Getipsel“ lesen zu dürfen.

  3. Rauspicken ist gut! Da geht es mir ähnlich. Ein Spiel reizt mich überhaupt nimmer? Dann bleibt es liegen. Ich würde auch kein Buch zu Ende lesen, wenn es mich ab einem gewissen Punkt nicht mehr fesselt. Alleine der Umstand, das ein Spiel Teil meiner Spielebibliothek geworden ist, macht es noch lange nicht unantastbar. 2017 war echt Top. Grim Dawn, kann ich ebenfalls ewig suchten. Hoffentlich erscheinen noch viele Addons! Tyranny – angefangen, aber zu meiner Schande nicht weiter verfolgt, was aber an anderen sehr guten Spielen liegt. Divinity OS2, noch nicht mal gekauft. Schande über mich. Dafür geht es nach einem Jahr Pause bei Wasteland 2 voran, und mit Ultimate General hätte ich noch kurz vor Ende des Jahres eine weitere Perle für mich entdeckt. 15 Stunden in 2 Wochen. Keine große Technik, kein Tutorial für Blöde – einfach tolle Strategie und historisches Flair pur. Da können mir Dawn of War III, Total War und wie sie alle heißen gestohlen bleiben. Persona 5 – eine Perle in moderner Verpackung. Alleine fürs Blockieren von Screenshots / Videos gibts Schimpfe! Doom, das Suchtmittel für zwischendurch. Hätte gedacht ich sei inzwischen zu alt für sowas, aber das war wirklich Shooter Kost in Perfektion. Breath of the Wild – ohne Kommentar. Noch so ein Zeitfresser XXL. Wie ich 2018 die ganzen Titel (Kingdom Come, Divinity, Dragon Quest, und und und) unter den Hut bringen soll weiß ich heute noch nicht. Aber es spricht nur für den Spielemarkt, wenn wir über solche Luxusprobleme klagen können!

  4. @Alex:
    Die 1990er werden ja gerne als „Golden Age of Video Gaming“ bezeichnet, weil hier im Jahrestakt neue Genres erfunden wurden, die wie heute als selbstverständlich nehmen und weil es alle paar Monate neue Graphik-Hardware gab, deren Leistung die Karten davor wie Alteisen hat aussehen lassen. Ebenso schritt die Entwicklung der Ingame-Graphik mit Riesenschritten voran. Man will ein neues Spiel zocken und hat nur ne Karte vom letzten Jahr im Gehäuse und einen Pentium vom Vorvorjahr? Vergiss es!! Gerade diese Rüstungsspirale hat unser Hobby zu einem stressigen und teuren Vergnügen gemacht.

    Heute aber … habe ich die gleiche spielerische Vielfalt damaliger Jahre (manche Genres sind zwar nahezu unsichtbar geworden, dafür sind neue Genres hinzugekommen), muss mir aber wegen zu schwacher Hardware kaum noch Gedanken machen. Unser Hobby ist entspannter geworden. Dingen, die einen stören, kann man leichter aus dem Weg gehen. Ich kann das Angebot vieler Firmen einfach ignorieren, ohne dass etwas substanziell fehlt. Der Zwang zum ständigen Upgrade ist aus vielerlei Gründen nicht mehr da. Und ich habe das Luxusproblem zu vieler (!) Spiele, die mich potentiell interessieren, obwohl ich mir nur noch bestimmte Genres anschaue, nicht mehr so breit aufgestellt bin wie in den 1990ern.

    Vielleicht mögen wir nicht mehr im Goldenen Zeitalter des Videospiels leben, aber wir leben auf jeden Fall in einem Goldenen Zeitalter für den Videospieler! 🙂

  5. Hallo,
    du hast recht, die Spiele fesseln nicht mehr so wie früher! Zumindest die sogenannten AAA Titel nicht mehr. Viele Spiele zocke ich an und wenn ich ein paar Stunden gezockt habe höre ich auf. Wenn ich dann 1 Minat später wieder anfange, habe ich schon den Faden verloren. 😦

    Meine Zeitfresser 2017:
    Diablo3 und WOW
    Witcher 1 endlich durchgespielt
    WoT

    Persönlich größter FLOP:
    Addon von Grim Dawn. Kann mich nicht fesseln, im Vergleich zu D3 stimmt der Schnetzelfaktor nicht.

    Größte Überraschungen:
    Firewatch! YEEEEEAAARR 🙂 Da war mal wieder das Gamerfeeling, habe ich so lange vermißt habe. 4 Stunden, geniales Spiel mit Erwachsenenstory, weit ab vom Mainstream, der unerwartete Highlight des Jahres für mich.

    Meine weiteren Lieblinge:
    Deep Dungeon of Doom
    The Curious Expedition

    OK und auch durch:
    Witcher 2
    DotT

    So lala/bin dabei/unvollendet:
    Wolfenstein 1
    Divinity II also nicht das neue, irgendein Teil
    Shadow Warrior 1 -verliere immer den Faden
    Resident Evil HD
    so ein Weltraumspiel aller Freelancer Name vergesessen
    Battlefield 1 Multiplayer komplett Schrott macht mir null Spass aber Einzelspieler-Kampage der Hammer!

    Geplant 2018:
    Kaity Rain
    L.A. Noire
    Dieses neue Railroad Tycoon
    The Excaplists (oder so)

    Alles im allen viele Spiele (Bundle) und Angebote gekauft, aber wenige richtig fesseln. Obwohl keine richtig schlecht sind. Sind alles so 80+. Aber alles schonmal dagewesen. Bin ein alter Sack ;).

    Habe mir nen Rasperri Pi 3 geholt um mal Retropi zu installieren und dann mal über die Feiertage ein wenig Amiga und C64 zu zocken. Vielleicht zocke ich mal Bards Tale auf auf den Atari ST Emu durch …. und 2 und 3^^.

    Euch ein frohes Fest und ein guten Rutsch.

    Gruß euer Micha

  6. Es ist immer wieder erstaunlich, wie nahe „Kultur“ und „Kack“ beisammen liegen. 😉

    Ich finde gar nicht, dass sich so viel geändert hat, was das Hardware-Wettrüsten angeht. Ja, mit der Xbox 360 / PlayStation 3 gab es so eine Phase, in der lange Zeit nicht viel passiert ist. Aber das gab es früher auch schon – jedenfalls bei mir. (Ich habe damals UT2003 mit einem PII-400 und eine Riva TNT2 ganz ordentlich zum Laufen bekommen, von ein oder zwei weitläufigen Maps mal abgesehen.) Ein Kumpel hat sich dieses Jahr sogar eine PlayStation 4 gekauft, weil er das ständige Aufrüsten des PCs nicht mehr mitmachen möchte. Es tut sich jetzt nicht mehr so viel was das Endresultat angeht, aber die empfohlenen Hardware-Spezifikationen schrauben sich doch deutlich nach oben. Sei es, dass „plötzlich“ vier oder mehr CPU-Kerne gewünscht werden oder Grafikkarten für die Monster-Texturen nun mindestens 4GB VRAM haben müssen, die natürlich auch Gigabyte-mäßig am Festplattenplatz knabbern, welcher in SSD-Form vorliegen sollte. Ich habe mir am Anfang letzten Jahres nach 7,5 Jahren einen neuen PC der oberen Mittelklasse gegönnt und der ist inzwischen schon „low end“. Natürlich kann ich damit auch noch die neuen Titel (in Konsolenqualität) spielen, aber es ist eben nicht so, dass sich da gar nichts tut. Selbst die Konsolen machen den Scheiß jetzt mit (PS4 Pro, Xbox One X (Box)) und bei den Fernsehern geht der Trend zu 4k und HDR.

    Was Spiele angeht, bin ich mit meiner Kombination PC/Wii U/3DS dieses Jahr noch einmal gut ausgekommen. Unter anderem TMS#FE als Persona-Ersatz, DX:MD und Dishonored 2 als Thief-Ersatz und Sim City (SNES) für die Nostalgie.

  7. 2017. Jaja… was mich schon ein bisschen wundert… trotz meiner immer noch starken Dampfresistenz isses ja nun nicht so, dass ich nix zu spielen hätte… ich hab eher vielzuviel… :-O

  8. Ein Kumpel hat sich dieses Jahr sogar eine PlayStation 4 gekauft, weil er das ständige Aufrüsten des PCs nicht mehr mitmachen möchte. Es tut sich jetzt nicht mehr so viel was das Endresultat angeht, aber die empfohlenen Hardware-Spezifikationen schrauben sich doch deutlich nach oben.

    Das habe ich auch gemerkt. Mit meiner Windows7-Maschine von 2013, die 2 GB VRAM hat, war schon 2016 bei Steam, Origin und UPlay nichts mehr zu wollen. XCOM 2 war ein Reinfall, Deus Ex:MD läuft mit stattlichen 12-15 fps. Ich habe PC-Aufrüsten immer mit dem Zweitnutzen im Hinterkopf betrieben (also nie explizit für Videospiele aufgerüstet) und diesen sehe ich nun nicht mehr. Mein PC-Budget 2016/2017 ging in ein ThinkPad mit CPU-Grafik.

    Aber nicht nur deswegen steht bei mir seit Herbst 2016 eine PlayStation 4. Ich wollte auch weg vom „Sammeln“ ungespielter digitaler Nutzlosigkeiten, weg von mittlerweile schlechten „Sales“, weg von 0,1TB-Downloads, Regionalsperren und Online-DRM-Terror, zurück zu Spielen auf Datenträgern: Offline, Single Player. So wie früher eben, ohne aber die Spiele von früher zum x-ten Mal durchspielen müssen.

    So war 2017 unerwarteter Weise ein tolles Jahr für mich. Nachdem ich im Herbst Witcher 3, Tomb Raider und Uncharted in voller Grafik-Pracht genießen konnte, brannte Japan im Frühjahr ein wahres Feuerwerk an Neuerscheinungen ab, u. a. Gravity Rush, NieR: Automata, Yakuza und Persona. Damit habe ich gar nicht gerechnet. 2017 habe ich soviel gezockt wie in den vorherigen vier Jahren zusammen und ich habe auch deutlich mehr Geld für Videospiele ausgegeben. Den einen oder anderen unvermeidlichen Fehlgriff westlicher Provence (wie DOOM) konnte ich auch unkompliziert wieder loswerden. Abgerundet hat das Jahr im Dezember Okami HD, das zur Abwechslung ebenfalls mal wieder auf einem Datenträger erschienen ist.

    Wenig befaßt habe ich mich als Offline-Einzelspieler hingegen mit Aufregern wie Mikrotransaktionen, Lootboxen, den von Cryptocoins getriebenen Höchstkursen für PC-GPUs, den mal wieder explodierten RAM- und SSD-Preisen, nach Hause telefonierenden Grafiktreibern oder den Gemeinheiten des neuesten Windows10-Zwangs-Upgrades. Statt teurer Hardware habe ich jede Menge Spiele gekauft und vieles davon gründlich durchgespielt.

    So kann es 2018 gern weitergehen.

  9. Nicht müssen müssen. Das ist DAS Motto.
    Nur bei echtem Interesse. Nicht „wejens de Leut'“.

    Mein Spielejahr war dito zu Joe ein Japanisches. Und somit ist es auch nur folgerichtig zum Jahresende zum ypsten Male Okami HD auf PC (oder PS4) zu spielen. Ein unfassbarer Feelgood-Titel. Und um es komplett japanisch abzurunden und eine Tradition aufleben zu lassen (siehe Kommentar 8 –> https://seniorgamer.wordpress.com/2016/08/02/wie-wars-fr-dich/#comments) wird in wenigen Minuten vor der Bescherung „Däumelinchen“ von TOEI angeschaut.

    Deshalb an alle da draußen Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch.

    Bis bald!
    Aloha2

  10. Yup, meine Spielgewohnheiten haben sich eindeutig geändert. Schon deshalb, weil bei mir PC und PS4 rein spieletechnisch inzwiwschen gleichberechtigt existieren. Weil ich relativ viel Zeit mit der PSVR verbracht habe. Und weil ich ausgerechnet (!) Battlefield 1 als hirnfreien Zeitvertreib entdeckt habe. Und weil eines der wenigen Spiele des letzten Jahres, die ich nicht nur durchgespielt habe, sondern die auch bei mir hängengeblieben sind, auch ein PS4-Spiel war, nämlich Horizon: Zero Dawn.

    Und das, obwohl ich mit Sony und seiner Politik hinsichtlich der PS und vor allem des PSN so gar nicht glücklich bin.

    Auf dem PC ist, mal abgesehen von Echo und von Wolfenstein: New Colossus (die englische Version), nicht so wirklich viel hängengeblieben dieses Jahr. Ich ertappe mich, dass ich dann doch wieder Mad Max, Binary Domain, Darksiders oder (ja, ich mag das Spiel) The Technomancer zocke.

    Und nur mal so als Randbemerkung, die neue deutsche Wunderwaffe namens Elex war für mich in mehrfacher Hinsicht eine Enttäuschung. Da können sich die hardcore Gothic-Fans noch so einen drauf abschwurbeln und mit Begriffen wie „Anspruch“ und „Herausforderung“ um sich werfen, beschissenes Balancing, dämliche Spielmechaniken und nervtötende; dumme NPCs bleiben beschissen, dämlich und nervtötend.

  11. Heureka, ich dachte nur mir gehts so. Finde kaum noch Motivation beim Spielen. Habe lang versucht den Grund zu finden, doch dann stoplert man unbedarft über ein Spielchen das man nur mal kurz anschmeißt und kaum merkt, wie man in einen Motivationslimbo gesogen wird.

    2017 war das bei mir Wildlands. Seit langem konnte ich mal wieder total in einen Titel verlieren. Ich glaub es ist das Tempo. Story – egal, Videosequenzen – egal, Spielweise – egal, nix wird bestraft. Schlicht und doch taktisch! Mal eben in 10 Min. unbemerkt ne Basis einnehmen. Dann noch eine, vielleicht noch eine, eine noch! Mein Ding. Daher gehen auch Action-Klick-RPGs grad gut runter bei mir (nur das speichern nervt da). Dabei würd ich wirklich gern ganz andere Kracher spielen!

  12. Frohes Neues!

    Mich würde echt interessieren, wie dir Pillars of Eternity gefällt.
    Mich als ewiglange RPG und auch Pen & Paper RPGler (auch mittlerweile seit 25 Jahren) hat das Spiel so dermaßen gelangweilt, es ist unbeschreiblich.

    Die Story ist an sich nicht schlecht, aber so lahm und ohne Dramaturgie erzählt, dass man nur schnarchen kann.
    Charaktere sind meh, Kampfsystem / Klassen ist/sind Grütze und die Burg aufbauen extrem sinnlos.
    Crafting ist ein Witz und völlig unnötig.

    Auch das Ende war ziemlich öde.

    Spiel es mal und sag uns, ob es dich total geflasht hat und du nach 5h noch spielst, oder ob auch bei dir nur halbspassiges „Geplätscher“ passiert.

    Die Tyranny-Idee hat mich zwar angesprochen, aber da es auf der gleichen Engine basiert, habe ich es auch im 75% sale nicht gekauft.

    Harzzach: Aufgabe für 2018: Bitte spielen und Rückmeldung geben! 😉

  13. Habe ich schon oft gehört, glaube ich auch unbesehen … aber Metroidvanias sind nicht so „mein“ Genre. „Headlander“ von Doublefine ist z.B. ein mit Puzzle-Elementen durchsetztes Metroidvania, welches ich wieder zurückgeben musste, obwohl ich wegen des Art Designs fast in den Bildschirm gekrochen bin. Bin halt ein alter Action-RPG-Totklicker ;-P

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