Ein Fehler! – Update

Am Wochenende habe ich mich nochmal reingekniet und versucht einen Zugang zur Gameplay-Mechanik zu finden. Karten und ihre Funktionen wurden mit sturem Trial & Error allmählich besser verstanden. Ich habe allmählich besser verstanden, warum Kämpfe gewonnen, warum Kämpfe verloren wurden. Licht wurde am Ende des Tunnels gesehen und es waren nicht die Lichter des entgegenkommenden Zuges.

Nach einigen Stunden Spielzeit kann ich mit Sicherheit sagen, dass Thronebreaker … dennoch nichts für mich ist.

Ich kann mit diesem Gameplay nichts anfangen. Es interessiert mich nicht genug, um an der Beschäftigung damit Spaß zu haben. Die vergangenen Stunden waren auch eher Arbeit als Freizeit. Ich empfand dabei keine ausgesprochene Abneigung, ich empfand gar nichts. Meine Motivation war zum Schluss nur noch ein rein akademisches „Kann ich die Gameplay-Mechanik grundsätzlich verstehen?“ und nicht ein von Herzen kommendes „Geilo, das macht Laune!“.

Das blöde ist jetzt, dass ich auf einem Spiel sitze, welches ich nicht einfach zurückgeben kann. Ich werde bei GOG dennoch auf Kulanz anfragen, rechne aber nicht wirklich mit einer positiven Rückmeldung.

Die Lehre aus diesem Fehlkauf lautet folgendermaßen:

Kartenspiele gehören zu den Genres, von denen ich konsequent Abstand halten muss, gleichgültig wie toll und sauber und schön die Präsentation gelungen ist.

Schade. Hatte mich eigentlich schon darauf gefreut, meinen Spielegeschmack ein wenig zu erweitern.

Aber was nicht geht, geht nicht.

Update: Der GOG-Support hat mir eben den Kaufpreis in der Wallet gutgeschrieben. Uff!

11 Kommentare zu „Ein Fehler! – Update

  1. Schade, optisch und von der Spieltiefe her sah das ja echt vielversprechend aus. Liebe lässt sich halt nicht erzwingen.

    Das was mir da aus meiner Spielevita sofort in den Sinn kommt, ist Oblivion. So ein geiles Mittendrin-Gefühl. Aber verf***te Sch***e, welche ECHTEN Spuren hinterlasse ich in der Handlung, so im großen Kontext gesprochen? Ich hatte damals wirklich die Naivität anzunehmen, dass ich die Welt in meine Richtung beeinflussen kann, so am großen politischen Rad drehen, nicht nur simple Reaktionen auf Fraktionszugehörigkeiten provozieren. Naiv, ich weiß. (Ironischerweise wurde diese Sehnsucht zu einem gewissen Grad erst durch The Witcher 2 und 3 erfüllt und aktuell scheint ja RDR2 ein echter Durchbruch bei der Reaktion der Spielwelt auf die Spielweise des Spielers zu sein.)

    Und welche Spiele wolltet ihr verzweifelt lieb haben? 😉

  2. Abgesehen davon … ich wollte einst TES Arena ums Verrecken toll finden. Weil das doch wie Ultima Underworld war, so mit 3D-Dungeons und zusätzlichen 3D-Städten und so viele Dungeons und Städte und Hach und Huch. Ich weiß nicht, wie oft ich Arena angefangen und wieder angefangen und wieder angefangen habe. Stets bin ich entweder in der ersten Stadt oder im ersten Dungeon ausserhalb der ersten Stadt im Schlamm der Indifferenz steckengeblieben. Der Moment, wenn man kurz innehält und sich nicht mehr an die Hauptquest erinnern kann, wegen der man eigentlich den ganzen Kram angefangen hat. Dann wollte ich TES Daggerfall toll finden, aber das lief auf meinem Rechner wie Dreck, wenn es nicht abgestürzt ist. Dann wollte ich TES Morrowind so wirklich WIRKLICH toll finden und bin spätestens in Balmora selig auf dem Keyboard eingeschlafen. Und Oblivion, das wollte ich auch besonders toll finden, weil das Wandern und das Blumen pflücken so toll war, bis das dynamische Mitleveln alle Wachen und plot-relevanten NPCs am ersten Dämonentor gekillt hat und das Spiel eigentlich zu Ende war, noch bevor es begonnen hatte.

    Bei Skyrim habe ich dann ENDLICH aus meinen Erfahrungen gelernt und nutze RPGs aus dem Hause Bethesda nur noch als technische Basis for Total Conversions aus dem Hause SureAi 🙂

  3. Was wird hier über gmail im Hintergrund gemauschelt? 😀

    Ich als riesen Fan der Gothic Reihe (1 u. 2 incl. Addons) und durchaus zufriedener Risen 1-3 durchgespielt hab Spieler konnte mit Oblivion damals so garnichts anfangen – Monster scaling? Was zum Teufel soll der Quatsch? Generierte Dungeons, die am Ende also doch beliebig waren… nach Gothic war das alles einfach nur steril.

    Von RDR2 erhoffe ich mir eine PC Version und möglichst wenig GTA Mechhaniken / Erinnerungen (mit dem ich auch so gar nicht viel anfangen konnte)
    Das setting gefällt mir riesig und die Dinge, die so neu sind in der Umgebung… wenn der Luibl das so lobt, dann muss es wahrlich gut sein – Ihm vertraue ich diesbezüglich.

    Gruß,
    Eno.

  4. Ohja, Oblivion… das habe ich aufgegeben, nachdem ich mich als hochgelevelter Charakter eine Stunde lang mit einem eigentlich popeligen Goblinschamanen und seinen zwei eigentlich noch popeligeren Handlangern herumgeprügelt habe. Da war einfach kein Rankommen, der Schamane hat sich und seine Handlanger schneller geheilt, beziehungsweise wiederbelebt, dass ich einfach nicht mehr mitkam. Nachdem ich ungelogen mehr als 300 Pfeile in das kleine Miststück versenkt hatte, habe ich das Spiel ausgemacht, deinstalliert und nie mehr angefasst.

    Und was mich völlig kalt gelassen hat, waren die letzten beiden Spiele der GTA Reihe. Bei Teil vier hat mich schon genervt, dass alle Autos fuhren wie auf Eis. Aber noch schlimmer fand ich, dass einem die Polizei schon an den Hacken hing, wenn man mal zu laut pupsen musste. Irgendwann hat das keinen Spaß mehr gemacht, ständig auf der Flucht zu sein. Und bei Teil 4 fand ich zwei der drei Hauptcharaktere einfach unfassbar unsympathisch, mit denen wollte ich einfach nicht spielen. Hätte ich aber gemusst.

    Und zum Schluss fällt mir gerade noch ein… hattest du eventuell mal Lust und Gelegenheit, The Darkness 2 anzutesten?

  5. @The Darkness 2:
    Ja. Nach ner Viertelstunde beendet, weil ich mir leicht verarscht vorkam. Wobei ich das dem Spiel nicht wirklich vorwerfen kann. Ist wie mit einem Film, der einem sehr gefallen könnte, man aber just zu diesem Zeitpunkt mental einfach in einer ganz anderen Schublade steckt und nur genervt ist.

    Ich konnte z.B. von einem Tag auf den anderen House of Cards und anderen Politdramen/Thriller nicht mehr sehen. Hatte zuviel von all dem Rotz. Gestern abend in die BBC-Serie Bodyguard reingeschaut und ich war hin und weg. Phase zu Ende, House of Cards kann wieder weitergeschaut werden.

    So wird auch für The Darkness 2 der richtige Zeitpunkt kommen, wo ich offen genug für dieses Spiel bin. Zusammen mit Darksiders, welches sich eigentlich wunderbar für hirnfreies Schnetzeln eignen würde, wenn ich nicht ständig auf Grund der lächerlichen Story und der aufgeblasenen, sich selbst viel zu Ernst nehmenden Dialoge Lachanfälle bekommen würde 🙂

  6. Bei den TES Spielen hab ich eine ganz andere Philosophie das sie mir sehr zugänglich und spaßig macht: ich blende die Hauptstory aus (wird sporadisch nebenbei abgearbeit). Für mich ist es das beste gerüst als Abenteurer ohne Zwänge und Weltrettungsauftrag und einzig handlungsfähiges Wesen einfahc durch eine riesige Welt zu spazieren und kleine Abenteuer zu bestreiten. Alle Teile konnten mich unglaublich fesseln und ich konnte mich tierrisch drin verlieren.

    Gothic war natürlich auch super.

    P.S.: Ich hatte gestern eine längeren Kommentar geschrieben. Der tauchte nie auf und ich kontne ihn nicht erneut posten. Hatte bei Gravatar das PW falsch eingetippt und dann ging nichts mehr… hatte ich schon ein-zwei Mal.

  7. ’n scheiss!

    Bezogen auf die technischen Probleme natürlich 🙂 Da kann ich leider nicht viel tun, weil die Technik durch Automattic gemanaged wird und ich darauf keinen Einfluss habe.

  8. @Harzzach:
    Das wäre überhaupt DIE Idee für Bethesda zu Teil VI: Nur ’nen voll krass flexiblen Sandkasten OHNE jedwede Handlung bauen und dann mit den freien Spitzen SureAI bei der Bevölkerung unterstützen! Win-win 😉

    @Das Alien, Eno
    Ich hoffe auch auf eine gut umgesetzte RDR2-PC-Fassung, auf der Amateur-PS4 würde es mit Mods schwierig. Ebenfalls teile ich Aliens Meinung zu GTAV und den unsympathischsten Protagonisten in einem Spiel ever. Ja, die Handlung ist und soll hauptsächlich ‚Gangster‘ sein, aber muss man einen Psychopathen und einen unverholenen „Mir eigentlich alles und jedes andere Motiv außer Geld scheissegal“-Typen über weite Strecken unreflektiert (!) auf den Sockel heben? Nö. Technisch toll, wurde es aber deswegen nach kurzer Sightseeing-Tour ohne Reue von mir deinstalliert.
    RDR2 allerdings, was ich bei einem Besuch am Wochenende für ca. 2h mit antesten konnte, ist da definitiv eine andere Hausnummer. Ich habe bei der allerersten (Jagd-) Szene von „The Revenant“ ob der gestochen scharfen, kalten Bilder in einem gut klimatisierten Raum gefröstelt. Ähnliches bei der RDR2-Eröffnung, nicht nur wegen dem Winterszenario. Keine ausufernden Gespräche a la Tarantino, aber WAS WIE gesagt und getan wird lässt erahnen, in welche Höhen sich die Handlung aufschwingen kann. Mann, hab ich Bock auf realistischen Wilden Westen, bevölkert von Leuten mit nachvollziehbaren Motiven! Rockstar, mach hinne!

    P.S.: Wer lesen will, wie der Wilde Westen und die daraus resultierenden gesellschaftlichen Entwicklungen heute noch nachwirken, sollte sich mal „Hillbilly Elegy“ zu Gemüte führen.

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