Worte der Warnung: Another Life

Wenig überraschend unterliegen Netflix-Serien den gleichen Rahmenbedingungen wie alles andere auch, was so an kreativen Erzeugnissen durch die Menschheitskultur schwirrt. Sturgeon’s Gesetz, welches besagt, dass 90% von allem Mist ist, macht bei Netflix natürlich keine Ausnahme und ich beziehe mich hierbei ausdrücklich nicht ausschliesslich auf diverse Machwerke mit Adam Sandler. Nein, neben wenigen erstklassigen Inhalten, einer Handvoll ganz netter Filme und Serien, gibt es logischerweise auch jede Menge an Ausschuß. Und zwar ganz objektiv, ungeachtet persönlicher Geschmäcker, wobei ich bis heute nicht nachvollziehen kann, dass jemand Adam Sandler lustig findet. Lange Rede, kurzer Sinn: Another Life gehört zu dieser Gruppe.

Einer Serie oder einem Film kann ich jede Menge an Fehler und Unzulänglichkeiten verzeihen, wenn einige wenige Dinge funktionieren. Dazu zählen halbwegs interessante Charaktere. Wenn ich wissen will, wie es mit X oder Y weitergeht, kann ich mieses CGI, billige Ausstattung, Plotholes oder Filmfehler hinnehmen. Killjoys wäre so eine Serie. Küchentischbudget, aber ein frecher FuckIt-Vibe, der durch die Dialoge weht und Charaktere, die einem ans Herz wachsen.

Und das ist auch mein persönliches Problem mit Another Life: Keiner der dort auftretenden Charaktere interessiert mich auch nur ansatzweise.

Wobei ich hier ausdrücklich die Schauspieler in Schutz nehmen möchte. Die können nichts für ödeste, durch Klischees abgenutzte und vorhersagbare Dialoge, sowie mit der Brechstange in die Geschichte hineingeprügelte Ereignisse, die nur deswegen vorkommen, weil der Drehbuchautor sonst nicht weiß, wie er Spannung und Suspense in die Handlung bringen soll. Die Schauspieler können nichts dafür, dass man sie vollkommen falsch gecastet und mit einer Aufmachung in die Serie geschickt hat, die eher zu einer bräsigen Reality-Container-Show auf RTL2 passen würde, als an Bord eines Schiffes auf einer für die Menschheit verdammt wichtigen Mission. Nein, ich brauche keine Uniformen. Ich möchte nur überzeugende Charaktere, die dem Ernst der Ausgangslage, dem Setting angemessen sind.

Am Freitag habe ich mit Mühe die erste Folge überstanden. Dann habe ich zwei Tage für die nächste Episode benötigt. Mir graut dermaßen vor der dritten Folge, dass ich nicht mehr bereit bin auch nur eine weitere Sekunde meines Lebens mit dem Rest der Staffel zu verbringen. Zum Vergleich: Nightflyers war zwar auch nicht besonders gut, aber da konnte man die Serie immerhin bis zum Schluss anschauen.

Von daher will ich nur sagen … ab Herbst gibt es The Witcher, dann folgen The Expanse mit der dritten vierten (!) Staffel und Picard. Nächstes Jahr kommt Star Trek Discovery mit Season 3. Bei Rick & Morty geht es weiter, Madame Emperor aka Michelle Yeoh bekommt ihre eigene Star Trek-Serie. Altered Carbon wird fortgesetzt. Ach ja, und die aktuelle Staffel von Grace & Frankie habe ich noch vor mir. Nur mal so ein paar Eckpunkte aus dem Kopf. Aktuell bin ich angenehm von Gotham überrascht, weil hier, ACHTUNG, viele Figuren überzeugen, allen voran der junge Oswald Cobblepot.

Es ist daher nicht so, dass ich mir Schrunz wie Another Life antun muss, weil sonst nix anderes läuft und mich die Langeweile frisst. Aber wie immer, niemand ist unnütz, man kann immer noch als schlechtes Beispiel dienen. Hier hat es für einen Blogbeitrag gereicht, was zumindest bedeutet, dass mir die Serie nicht achselzuckend egal ist, sondern ich mich ganz ausdrücklich schaudernd davon abgewandt habe 🙂

44 Kommentare zu „Worte der Warnung: Another Life

  1. Kämpfe mich momentan durch die zweite Folge…die ich vor 2 Tagen unterbrochen hatte, als der Quatsch mit dem Ringwood(?)-Mineral kam. Wobei das Swing-By-Manöver der ersten Folge schon den Kopf Richtung Tisch bewegte…wir müssen 3 Mal um die Sonne fliegen, damit wir genug Schwung holen! Was ein Quark. Bin gespannt, ob ich noch die dritte Folge anfange 🙂
    P.S.: The Exanse startet dieses Jahr schon mit der vierten Staffel…

  2. @Markus Wienberg:
    „wir müssen 3 Mal um die Sonne fliegen, damit wir genug Schwung holen! Was ein Quark“

    Tja, wie man’s nimmt: in der Science Fiction geht eben Alles, muss nur eben „irgendwie“ erklärt werden… 🙂 Und ist zugegeben auch nicht neu und bei „Star Trek IV: Zurück in die Gegenwart“ geklaut: auch dort wird die Sonne genutzt um mit einem klingonischen Bird Of Prey einen Zeitsprung in die Vergangenheit zu machen.
    Vielleicht werde ich „Another Life“ ‚mal antesten, bin aber derzeit noch mit „Star Trek: Discovery“ mehr als ausgelastet und habe bis Folge 13 der 1. Staffel durchgehalten. Und da muss man einfach sagen: DAS ist richtig gut gemachte Fernseh- und Science Fiction-Unterhaltung mit vielen Anleihen an die klassische Serie mit Kirk und Spock (Alternativ-Universum zum Bleistift…). Nicht nur für Fans der alten Serie interessant, ein Vorwissen ist nicht erforderlich um sich da wohlzufühlen. Und auch in dieser Serie gibt es „Technik-Blabla“ mit Sporen-Antrieb, der ein Raumschiff schnell vorankommen lässt – na ja, ist halt so ähnlich wie dreimal um die Sonne fliegen, um Schwung zu holen, nur vielleicht cooler umschrieben und präsentiert… 😉 😛

  3. Hab mir gestern die 1. Folge von Another Life gegeben. Hab mich an sich über ne neue Sci-Fi Serie gefreut, aber ich fand’s einfach nur enttäuschend und schwach. Das is keine Raumschiffscrew die die Welt retten soll, das ist die Kundschaft von jedem 08/15 Hipster-Café. Sowohl von der Kleidung, Schminke (!), Dialog wie auch Verhalten, einfach alles war da komplett unpassend und fehl am Platz. Alles in allem, ganz viel zum Fremdschämen. Schade eigentlich.

  4. Also wenn du Gotham noch weitestgehend vor dir hast und es dir jetzt schon gefällt, wirst du in weiteren Staffeln sicher noch mehr Spaß haben.
    Habe selbst am Wochenende endlich mal The Expanse angefangen, nachdem so viele Leute davon schwärmen. Bin bisher auch sehr angetan.

  5. Gotham hatte mich auch sehr überrascht und einen wahren Batman-Flash bei mir ausgelöst (Knightfalls und No Man’s Land in Kompendien nachgeholt). Die Staffeln werden bei Gotham einfach immer besser. Ich freu mich schon sehr auf Staffel 5!

  6. Yup, ging mir absolut genau so. Ich ziehe mir grundsätzlich erst einmal alles rein, was nach Science Fiction aussieht. Wenn es ein Raumschiff hat, bin ich grundsätzlich schon einmal zufrieden.

    Aber Another Life ist… langweilig. ich bin jetzt gerade bei Folge 8 und ich muss gestehen, dass ich mich nicht so wirklich an die vorherigen 7 Folgen erinnere. Was die sehr grobe Handlung angeht schon, aber leider war das jetzt auch nicht so wirklich schwer, besonders viel Handlung existiert nämlich nicht und der Rest rauscht halt so vorbei. Und noch viel schlimmer, eine komplette Episode (du wirst merken, welche) ist eigentlich fast eins zu eins aus Nightflyers kopiert. Und ich habe jetzt kein grundsätzliches Problem mit Katee Sackhof, aber im Grunde genommen spielt sie halt immer noch Starbucks aus Battlestar Galactica, was die Sache auch nicht interessanter macht.

    Und Nightflyers konnte man schon einmal schauen, aber da war ich am Ende mehr als nur ein wenig enttäuscht. Auf gut Deutsch – ich fand das Ende komplett scheiße. Halt mal wieder so ein „Boohoooo, Myyystik…“ Ende ohne wirkliche Auflösung. Sowas KANN ich nicht ab, das ist phantasielos; unkreativ und, wenn man Stunden vor dem Film/der Serie verbringt und sich eine logische; befriedigende und sinnvolle Auflösung erhofft, äußerst enttäuschend. (Obwohl, dass es bei G.R.R. Martin überhaupt mal ein Ende gibt sehe ich als Fortschritt…)

    Dieser Mist hat mit Lost angefangen und scheint inzwischen zum Trend geworden zu sein. Den Gipfel hat der dann wohl mit pseudo-intellektuellem, kafkaesk-verschwurbeltem Mist wie Auslöschung/Zerstörung erreicht. Das Buch ist übrigens keinen Dreck besser, verkopfte zerebrale Diarrhoe, die wohl nur Leute feiern die sich nicht getrauen zu sagen, dass der Kaiser ja gar keine Kleider trägt. Jedenfalls habe ich die dunkle Ahnung, dass Another Life genau SO enden wird. Mit ein paar in keiner Weise befriedigenden Erläuterungen und jede Menge Mystik. Boohoooo…

    Ansonsten geht mir Another Life inzwischen tierisch auf den Wecker, schlichtweg weil es rein technisch gesehen keinen Sinn macht. Ja, ich bin absolut zur willentlichen Auslöschung meiner Ungläubigkeit befähigt, sogar in extrem hohem Maße. Solange was ich sehe innerhalb der Film- oder Serienwelt Sinn macht. Idealfall wäre dann natürlich Hardcore Scifi wie The Expanse, aber ich kann auch getrost darüber hinweggehen, dass ich mich selbst nie; NIE beamen lassen würde (weil, dann wäre ich tot) oder das ein AT-AT nun wirklich der bekloppteste Panzer aller Zeiten ist.

    Aber Another Life macht halt nicht so wirklich Sinn. Irgendwie habe ich den Eindruck, dass man auf wissenschaftliche Berater gepfiffen hat, aber der Meinung war, mal einen populärwissenschaftlichen Artikel in Nature gelesen und als Kind mal einen Scif-Film gesehen zu haben reicht doch völlig als Basis für die überzeugende Darstellung von Raumfahrt. Ich meine, ich kapier ja noch nicht einmal, warum die Menschheit anscheinend kein Problem damit hat, sehr leistungsfähige und komfortable überlichtschnelle Raumschiffe zu bauen und sie fliegt anscheinend auch damit herum, aber WARUM sie das macht… keine Ahnung. Kolonisiert scheint man jedenfalls nichts zu haben und das, obwohl ja anscheinend die erdähnlichen Planeten zuhauf selbst im tiefsten All herumhängen. Nee, Sinn macht das alles keinen.

  7. „Ich meine, ich kapier ja noch nicht einmal, warum die Menschheit anscheinend kein Problem damit hat, sehr leistungsfähige und komfortable überlichtschnelle Raumschiffe zu bauen und sie fliegt anscheinend auch damit herum, aber WARUM sie das macht… keine Ahnung. Kolonisiert scheint man jedenfalls nichts zu haben und das, obwohl ja anscheinend die erdähnlichen Planeten zuhauf selbst im tiefsten All herumhängen.“

    Jopp. Das war auch mein erster Gedanke. Da hat man einen flotten Überlichtantrieb und noch flottere Überlichtkommunikation, nämlich zeitgleich … und dennoch … meh? Nein, da hat nichts, NICHTS an dieser Serie irgendeine Logik, irgendeine Glaubwürdigkeit. Nur eine Abfolge von unzusammenhängenden Ereignissen und Sätze, die von Leuten gesprochen, die rein zufällig in dem Moment vor der Kamera stehen, wir aber den Kontext nicht verstehen, weil es eben nur Zufall ist, dass wir bestimmte Sätze hören.

    Was ein greulicher, zum Fremdschämen peinlicher Müll!

  8. Hast du seinerzeit Defying Gravity geschaut? Die Serie wurde ja leider nach nur einer Staffel und mit einem fiesen Cliffhanger gecancelt, aber ich fand sie klasse. Und zwar sowohl was die Technik, als auch Charactere und Setting angeht. Da war die Raumreise wirklich eine kniffelige Angelegenheit, Technik hatte dann auch einmal glaubhaft Aussetzer und man hoppste auch nicht irgendwie wahllos durch den Spiralarm. Und weil Defying Gravity eigentlich als Charactershow gedacht war, ging man auch sehr intensiv auf die Charactere ein.

    Und vor allem war das Setting glaubhaft. Da wurde auch ein Umkippen des Klimas (was sonst) mit all den hässlichen Folgen erwähnt, da wusste man, dass ganze Küstenregionen versunken sind und das tägliche Überleben nicht selbstverständlich war. (Zumal man wohl in Staffel 2 eindeutiger darauf eingehen wollte.)

    Bei Another Life hingegen steckt man wohl auch irgendwie in der Krise, da werden Astronauten entführt und es wird erwähnt, dass sauberes Wasser für den Normalbürger extrem teuer wäre, aber das war es dann auch schon. Man meinte wohl, es dem Zeitgeist zu schulden, irgendwas mit „Klimakrise“ mit hineinzupacken, Sinn macht das aber noch lange nicht.

    Überhaupt scheint man sehr bemüht und damit beschäftigt gewesen zu sein, allerhand Agenda in die Serie zu stopfen und derlei Bemühungen verursachen bei mir inzwischen deutliche Abwehrreaktionen. Vor allem, wenn entsprechende Charactere sich letztlich nur über eine bestimmte Eigenschaft definieren und ansonsten keinerlei wirkliche Persönlichkeit besitzen. Was bei Another Life zumindest meiner Meinung nach klar der Fall ist.

    Ach ja. Und dann war da ja noch der seltsame Umgang der Raumschiffcrew mit menschlichem Leben und zwar sowohl mit dem eigenen, als auch mit dem anderer. Oder die seltsame Art, in der die Crews anscheinend organisiert sind. Ich meine, da hat man anscheinend eine komplette Ersatzcrew im Froster, für die man dann meiner bescheidenen Meinung nach auch die Verantwortung hat, riskiert aber permanent und fröhlich deren Leben als ob sie gar nicht da wären.

    SPOILER FÜR EPISODE 3 (Ich bin zu doof, das in einen richtigen Spoiler zu packen…)

    Und dann die Folge mit dem Planetenbesuch und deren Folgen. Ja klar, wenn es der Captain sagt, dann ziehen wir zwar alle einen Schmollmund, aber wir marschieren trotzdem treu und brav zur Exekution in die Luftschleuse. Einfach so und ohne sichtliche Regung, ohne Angst, Trauer oder gar Wut, kein Widerstand regt sich und alle verbringen die Stunde zwischen Entscheidung des Captains und der Exekution vergnügt fröhlich und mit entspanntem Smalltalk. Was. Ein. Scheiß.

    Und so richtig klasse ist auch dieser superduper Wissenschaftler auf der Erde. Der immer nur dann eine geniale Idee hat, wenn ihm jemand als Stichwortgeber dient.

    Jaaaa, ich hör jetzt auf. Aber DU hast ja schließlich damit angefangen und wer mir so einen Brocken vorwirft muss auch wissen, dass ich dann ausgiebigst darauf herumkauen werde. 😀

    PS: Mein Vorschlag für hirnfreie Unterhaltung: BrainDead. 13-teilige Miniserie über außerirdische Käfer die Washington übernehmen, indem sie sich in den Hirnen führender Politiker einnisten. Dämlich, aber erstaunlich witzig und ein gar nicht mal so doofer Blick auf das Politikgeschäft in den USA. Und die Zusammenfassung der letzten Folge wird gesungen. Auch dämlich, aber mich hat es beim Start der zweiten Folge fast zerrissen.

  9. Egal ob Buch, Film oder Serie; wenn einem egal ist ob die Charaktere leben oder sterben, kann mans in der Pfeife rauchen.

    Immerhin hat der Picard-Trailer bei mir einen Nerdgasm ausgelöst (die austauschbaren Actionscenen mit hübschen jungen Leuten mal außen vor). Da freu ich mich wirklich drauf! : D

  10. Ja, das mit den Agendas (Agenden?) fällt mir in den letzten Jahren auch immer mehr unangenehm auf. Selbst wenn ich das Ziel der Agenda meist unterstütze. Mehr Klimaschutz, mehr Diversität, mehr Gleichberechtigung. Würde ich alles so als gut unterschreiben.

    Aber kommt das nur mir so vor oder wird das in den letzten Jahren immer verkrampfter rüber gebracht? Nicht so als würde es aus der Geschichte gewachsen, sondern als ob Vorgesetzter X nochmal drüber geschaut hätte und sagt: ‚Hey, wir müssen noch Zielgruppe XY bedienen, das ist gerade in.‘

    Selbst in Serien wie Star Trek die mir gut gefallen. Oder vielleicht schlägt hier einfach nur der ‚früher war alles besser‘-Blick zu.

    Zur Serie selbst: Danke für die Warnung. Ich habe eh schon weniger Zeit als Serien zu schauen, da ist es schön wenn man sich sowas von vorneherein spart.

  11. Es gab auch früher überall eine Agenda. Früher war das „Der Mann ist der harte Oberchecker, die Frau nur die zarte Damsel in Distress und alle zusammen haben sie danach was geraucht. Und Martini gesoffen!“. Heute werden eben andere gesellschaftliche Vorstellungen transportiert, weil sich unsere Gesellschaft verändert hat und man auch den Mann endlich davon befreien möchte immer nur der harte Oberchecker sein zu müssen.

    Daraus einen Verfolgungswahn zu machen ist lediglich Folge lautstarker. medial breitgetretener Proteste von Rechtsaussen, die ihrerseits ja EBENFALLS eine Agenda haben, die aber beabsichtigen, dass nur der ideologische Feind eine Agenda ‚kreisch* hat, die selbstverständlich abzulehnen ist. Man muss hier aufpassen, das man nicht Sprachdeutungen von Leuten übernimmt, die man ansonsten gerne ungespitzt in den Boden rammen wollen würde (natürlich nur im Rahmen eines Videospieles 🙂 ).

    Und aufgesetztes, schlechtes (!) Zielgruppen-Bedienen gibt es auch schon sehr, sehr lange. Nehmen wir Star Trek – The Original Series. Wir alle kennen Checkov. Der gehört für uns zum ST-Universum wie die Luft zum Atmen. Warum gab es aber diese Figur? Weil die Produzenten Roddenberry aufforderten eine Figur für junge Leute einzubauen, weil in den USA gerade die Band „The Monkeys“ ungeheuer populär war. Und so wurde Checkov in die Brücke gedrückt, samt passender Frisur 🙂

    Gegen gutes Bedienen von Zielgruppen (Jeri Taylor mit Sex-Appeal-Figur in Voyager hat meines Wissens unter den vorwiegend männlichen Fans kaum Proteste ausgelöst) hat ja niemand was, nicht wahr? 🙂

  12. Also bei mir geht das alles mehr und mehr nach hinten los. Zuletzt habe ich gelernt (wenigstens erst nach dem Film), dass Captain Marvel eigentlich ein Mann ist. Dann kam die Sache mit Ariel und irgendwas hat wohl das Fass zum überlaufen gebracht, denn ich schaue Shazam! (auch da kenne ich das Original nicht) und als der Zauberer auftaucht denke ich mir spontan: Der wirkt wichtig – der war bestimmt weiß im Original.

    Sie haben es also geschafft, dass ich ohne böse Absicht und auch in Fällen in denen es mich garnicht interessiert (ich weiß bis jetzt nicht, wie der Zauberer im Original ist) bei einem Remake annehme, dass eine halbwegs wichtige Person, so sie von einer Frau oder einem Schwarzen besetzt ist umgeschrieben wurde.

    Reife Leistung Identitätspolitik. o,0

    Ich dachte immer Checkov wäre wegen des Kalten Krieges auf der Brücke. ^^

  13. Und? Wo ist das Problem?

    Richtig, Roddenberry hat aus der „Da muss ein Charakter für die Jugend rein!“-Anweisung Checkov gemacht, weche dem Kalde Kriech.

  14. Das Problem ist, dass sie mich darauf konditionieren solche Dinge zu denken, die wirken, als bräuchten Frauen und Schwarze irgendwelche Mitleidsboni. Also ich fänd das als Betroffener uncool.

    Die Völkerverständigungssache bei Star-Trek finde ich ziemlich gut. Überhaupt mochte ich an den (alten) Serien immer, dass sie die Leute zwar mit Agenda besetzt haben, aber das war dann nie ein Thema innerhalb der Story. Wenns egal ist, welche Hautfabe (z.B.) jemand hat, dann muss man auch nicht drüber reden (so mag ich das) und schon dreimal muss man keine Charaktere dahingehend umschreiben. Ich finds z.B. genauso dämlich, dass die Klingonen in Discovery jetzt so anders aussehen.

  15. Ohoh, jemand halte mich von der Tastatur fern! Nein? Na dann mal los…

    Ich muss dir was die Agendas in der Unterhaltung angeht entschieden widersprechen. Klar, in früheren Filmen und Computerspielen war der Held meist männlich und die obligate weibliche Augenweide ein weiblich. Und die Produzenten von Star Trek wollten anscheinend für das jüngere Publikum einen Jungspund mit Monkey-Frisur. Und warum war das so? Wegen der politischen Agendas? Nö, da ging es ganz schnöde um den Gewinn. Den man nur macht, wenn man begreift was eine Zielgruppe ist und wie man diese bedient. In Actionfilme gehen eindeutig mehr Männer als Frauen und junge Männer sind eindeutig immer noch die Hauptzielgruppe bei Computerspielen, zumindest wenn man AAA Spiele, FPS, Strategiespiele und dergleichen betrachtet und Handykrams einmal beiseite lässt.

    Get woke, go broke. Der Spruch macht seit einiger Zeit die Runde und er ist war. Marvel zum Beispiel bröselt so langsam auseinander, es kann gut sein, dass die in absehbarer Zeit den Bach runter gehen und dieser Zustand ist selbstgemacht. Wir reden hier nämlich nicht mehr von Marktentscheidungen, sondern schlicht von politischer Agenda (bei uns in der DDR hieß das Agitprop…). Klar spricht nichts dagegen, tonnenweise homosexuelle, transsexuelle, farbige oder meinetwegen einbeinige, gescheckte, transhumane Helden zu kreieren. Aber was hier passiert ist Demontage.

    Als Roddenberry Star Trek schuf, wurde er vielleicht von den Produzenten dazu aufgefordert, einen Jungspund mit Monkey-Frisur einzubauen, aber die internationale Crew mit einem Japaner, einer Suaheli und einem Russen (im tiefsten kalten Krieg!) war seine Idee und musste gegen erhebliche Widerstände durchgesetzt werden. Und Star Trek hat dann durchaus weiter in dieser Tradition funktioniert, mit dem ersten gemischt-rassigen Kuss in der Fernsehgeschichte zum Beispiel oder mit der Thematisierung des Irland Konfliktes in TNG. Die ersterwähnte Folge wurde damals übrigens in den Südstaaten der USA nicht gesendet und die erwähnte TNG-Folge durfte seinerzeit in Nordirland nicht gesendet werden.

    Man kann es also so machen, oder aber so wie Marvel. Nämlich indem man altbekannte und geliebte Figuren komplett demontiert. Indem man haufenweise Figuren wie Iceman auf Krampf schwul macht zum Beispiel. Indem man Thor durch eine Frau ersetzt, als ob „Thor“ kein Name, sondern ein Titel wäre, den man sich wie ein Cape umhängt. (Captain Marvel war übrigens immer wieder mal eine Frau und in beiden Formen eher unbeliebt, weil völlig überpowert und recht phantasielos in der Darstellung) Indem man Iron Man durch eine schwarze Psychopathin ersetzt.

    Dazu dann immer schön die Fans beschimpfen, die nun einmal auch traditionell eher weiß und männlich waren und keinen Gedanken daran verschwenden, dass diese Leute es waren, welche Marvel ihren Erfolg bescherten. Und wenn dann keiner diese Comics mehr kauft (warum muss ich an den Begriff denken, mit dem damals in der DDR Comics beschlagnahmt wurden, „Schund- und Schmutzliteratur“), dann liegt es natürlich immer noch an den Fans, weil die ja rassistisch, frauenfeindlich, homophob und was weiss ich noch was sind. Pleite geht man natürlich immer noch, denn die Leute, welche diese Änderungen fordern und an die man sich derart anbiedert KAUFEN in der Regel gar keine Comics, die sind ihnen nämlich tatsächlich scheißegal.

    Um Himmels Willen, es waren weiße, männliche Comicfans welche die ComicCon als Anlaufpunkt für Gleichgesinnte schufen, als Gelegenheit für Comicfans aller Art und Ausprägung, sich ungestört zu treffen, sich auszutauschen und Spaß zu haben. Und im letzten Jahr haben dann Comicmessen in den USA damit angefangen, weiße; männliche; heterosexuelle Besucher explizit von bestimmten Veranstaltungen auszuschließen, mit der Begründung man wolle nicht, dass all die diversen Gäste sich von weißem, männlichem, heterosexuellem Abschaum (okay, der Begriff zumindest ist dann nicht gefallen, aber darauf läuft es doch hinaus) ängstigen lassen müssen. Das ist dann in meinen Augen doch irgendwie ein kleiner Unterschied zu „der Held ist ein Alphatier von Mann“.

    Ich war seit ich Star Trek als Sechsjähriger zum ersten Mal im Westfernsehen geschaut habe ein hardcore Star Trek Fan. Bin ich immer noch. Aber Star Trek: Discovery ist in meinen Augen keinesfalls die Perle, für die dein Bruderherz es hält. Das ist noch nicht einmal mehr Star Trek, das ist Scheiße. Und kein „Verzeiht meine Wortwahl“ diesmal. Scheiße, Punkt. Was hat das denn bittesehr noch mit Star Trek zu tun? Alleine die Tatsache, dass Discovery fröhlich den etablierten Star Trek Lore ignoriert und zuhauf Kontinuitätsfehler einbaut, ist das auch im Geiste kein Star Trek. Da wird fröhlich auf die Erste Direktive geschissen, dass es eine Freude ist. Da phasert ein Admiral mal eben inmitten eines Meetings auf der Enterprise eine Schüssel Chips weg, die auf dem Tisch steht. Da ist der Forschergedanke das Letzte, was auf dem Plan steht. Aber hauptsache keine alten weißen Männer auf der Brücke.

    The Orville ist in der Tat das bessere Star Trek.

    In alles und jedes muss derzeit mit Krampf eine politische Botschaft gepresst werden, koste es, was es wolle. Ich liebe Doctor Who, auch sowas, was ich in irgendwann im Westfernsehen gesehen und mich sofort darin verliebt habe. Und nein, ich hätte kein Problem mit einem weiblichen Timelord gehabt. Als Donna für einen Moment zum Timelord wurde, zu einem Zeitpunkt als David Tennant bereits dabei war aus der Serie auszusteigen, wäre ich von dem Gedanken, dass sie jetzt für eine Weile der Doktor wäre, regelrecht begeistert. Und Missy, die weibliche Form des Masters, war ohnehin grandios und machte das noch mehr vorstellbar.

    Jetzt ist der Doktor eine Frau und die Serie ist scheiße. Weiß schlecht, christlich-konservativ schlecht, orange man bad. Schwul oder lesbisch gut, Islam gut, farbig gut. Man verzichtet sogar auf das traditionelle Weihnachtsspecial, weil Weihnachten jetzt auch islamophob ist. Hey, man widmet sogar eine ganze Folge der Erklärung, dass weiße Männer als Väter scheiße sind. Die Drehbücher und Geschichten sind grottenschlecht und furchtbar und inzwischen strebt die Zuschauerzahl gegen null. Weil die Leute keinen Bock auf diese Scheiße haben.

    Terminator? Urgh. Alle Männer raus, hauptsache Frauen und hauptsache, eine davon sieht aus wie ein Junge, der aussieht wie ein Mädchen das versucht, wie ein Junge auszusehen. Und immer feste Aussagen wie „Dieser Film wird Männer vor den Kopf stoßen, weil sie schwach sind.“ Ist ganz wichtig, damit auch jeder merkt, worauf man hinaus will.

    Mad Max? Der arme Kerl wird geschlagen, blutleer gepumpt, überlebt vor ein Auto geschnallt einen Trip durch einen Megaorkan und muss die ganze Drecksarbeit machen, aber die tolle Furiosa, die ohne Max nichts gebacken bekommt, wird als die Heldin des Filmes gefeiert.

    Star Wars? Muss ich dazu wirklich etwas sagen, nachdem Disney Executive Kathleen Kennedy offen zugibt, dass man Luke Skywalker getötet hat, weil man keine Männer als Heldenfigur will?

    James Bond? Seufz. 007 wird in Zukunft eine Frau sein, natürlich schwarz und Bond darf als Witzfigur im Büro hocken. Ach ja und ganz wichtig natürlich auch, das „Bond Girls“ in Zukunft „Bond Women“ heißen… Ich werde mir das nicht ansehen und man wird mich dafür höchstwahrscheinlich als frauenfeindlich und rassistisch abstempeln, was nicht weiter von der Realität entfernt sein könnte, aber so hält man das eben heute.

    Inzwischen dreht man komplett frei und Scarlett Johannson wird angegriffen weil sie es wagt, eine Transsexuelle zu spielen, obwohl sie keine ist. Und die schwarze Schauspielerin Cynthis Erevo geriet gerade ins Kreuzfeuer, weil sie eine der Heldinnen der Underground Railroad in den US Südstaaten zu Zeiten der Sklaverei spielte, weil sie als Britin ja keine Sklavenvorfahren hätte. Hmhm. Dann wird das in Zukunft mit den Filmen über Aliens, Orks, Menschen mit Hirntumor oder Todeskandidaten recht schwierig, schätze ich.

    Und was Computerspiele angeht, da ist es doch nicht anders. Ich meine, man muss bei Spielen wie Kingdom Come: Deliverance, die IM BÖHMEN DES 15. JAHRHUNDERTS SPIELEN, erst einmal darauf kommen sich darüber zu beschweren, dass da keine Schwarzen vorkommen…

    Ich könnte jetzt wohl noch ewig Beispiele bringen, aber ich denke, jeder hier weiß, wovon ich rede.

    Der Punkt ist, vor 20 Jahren oder auch noch vor 10 gab es natürlich bestimmte Stereotypen, aber das hatte auch seinen Grund. Und was jetzt passiert ist weit, weit entfernt von bloßen Stereotypen oder der Widerspiegelung bloßer gesellschaftlicher Verhältnisse, Wir reden hier von dem aktiven Versuch, Propaganda und politische Agenda in jede Form der Unterhaltung zu drücken und zwar, und das ist der ganz große Unterschied, wenn es sein muss GEGEN finanzielles Eigeninteresse. Und bitte sag mir nicht, dass dir das gerade in der Spieleindustrie nicht aufgefallen ist, das kann ich mir eigentlich nur schwer vorstellen.

    Und da sitzen wir dann und diskutieren auf einem Spieleblog über Politik und Agendas und solchen scheiß, obwohl ich doch eigentlich auf deine Seite komme und mich von deinen witzigen, intelligenten Beiträgen unterhalten, von dir auf die eine oder andere nostalgische Reise mitnehmen oder durch den einen oder anderen Tip in Sachen Spiele oder Serien inspirieren zu lassen und dich und deine anderen Leser durch viel zu lange autistische Kommentare zu nerven. (Was übrigens als Kompliment zu sehen ist. Wenn mich etwas nicht interessiert, dann interessiert es mich so RICHTIG nicht und mein Interesse zu wecken ist mitunter schwer. Aber WENN mich etwas interessiert, dann geht halt zu oft der Aspie mit mir durch…) Klar, sollten wir uns irgendwann einmal über den Weg laufen, würde ich dir einen ausgeben und wenn die Rede dann im Laufe des Gespräches auf Politik käme, klar, warum nicht. Aber HIERHER komme ich eben nicht deswegen und ich wollte eigentlich auch diese Diskussion nicht lostreten.

    Das liegt zum einen sicherlich daran, dass inzwischen kaum ein Film oder Spiel vor diesen Diskussionen, Anschuldigungen und Forderungen von Seiten übermäßig von ihrer eigenen Wichtigkeit überzeugten „Aktivisten“ sicher ist. Sieht man ja gerade sehr schon an Cyberpunk 2077, bei dem sich Leute einen Gameplay Trailer ansehen und als einzige Schlussfolgerung mitnehmen, dass die Poster in der Spielwelt Transphob wären… Und zum anderen liegt es dann im Gegenzug daran, dass von Seiten der Industrie selbst diese Art politischer Propaganda betrieben wird.

    Das sollte eigentlich nicht sein. Klar kann man mit Unterhaltung politische Botschaften transportieren und das ist ja auch oft geschehen. Dann aber in der Regel nicht mit dem Vorschlaghammer und statt dessen als Teil einer Geschichte, während heute die politische Botschaft die Geschichte oder Dinge wie Charakterentwicklung mal eben komplett ersetzt. Und man kann dem heute einfach nicht mehr ausweichen, das ist ubiquitär, das quillt aus allen Ritzen, immer und überall. Selbst bewusstes Ignorieren funktioniert nicht mehr, weil selbst Leute die sich all diesem Mist entziehen wollen, dann aber auch bestimmte Filme oder Serien nicht mehr schauen oder bestimmte Spiele nicht kaufen, dann sehr schnell nach der Logik „Wer nicht mit uns ist, ist gegen uns“ abgestempelt werden.

    Ach verdammt, Alter, ehrlich, es tut mir leid… 😦

  16. Uff. Da muss ich mich wohl entschuldigen den Thread hier etwas derailed zu haben 😉

    Grundlegend würde ich dem Alien zwar folgen, allerdings bin ich in der Hinsicht weder politisch noch Film/serientechnisch emotional so investiert, als dass ich mich wirklich drüber ärgern würde.

    Für mich waren das in Star Trek(Staffel 1)(übrigens mein erstes Star Trek) (Spoiler) eher so Gedanken während des guckens wie: „Muss der Doktor(der mir übrigens sehr gut gefallen hat) unbedingt so ‚tuckig‘ rüberkommen? Ich habe verstanden dass er schwul sein soll, dafür muss man ihn nicht zur Karikatur eines solchen machen.“ – „Gefühlt in jeder zweiten Folge ein weiterer homosexueller Nebencharakter, oder Pärchen das im Hintergrund knutscht? Joa, man hätte die politische Botschaft auch subtiler rüberbringen können.“ – „Die bösen in der parallel-Dimension sind rassistische Menschliche Nazis? Och komm schon! Immerhin werden sie von einem weiblichen Hitler geführt!“ 😉

    Tatsächlich war der letzte Punkt der einzige der mich wirklich gestört hat, was aber mehr daran liegt dass es unkreativ, langweilig und ausgelutscht ist Nazis als Bösewichter zu verwenden. Und dass mir die Gegenüberstellung ‚Multikulturelle diverse Demokraten’= gutes Universum, ‚Rassistische diktatorische Menschennazis‘ = schlechtes Universum ein bisschen arg Plump erschien.

    Aber Spaß gebracht hat mir die Serie trotzdem.

    Dr. Who habe ich die neue Staffel noch nicht gesehen, aber es wäre schade wenn die durch zu stumpfe Politik leidet. Ich habe mich bisher sehr auf einen weiblichen Doktor gefreut, weil gerade diese Serie bisher mit gut geschriebenen, starken weiblichen Charakteren aufwarten konnte. Wäre schade wenn sie genau diese Stärke gerade beim weiblichen Doktor nicht nutzen.

    Abgesehen davon bleibt wohl nicht viel zu sagen. Außer dass uns mit ‚Witcher‘ wohl eventuell bald das schlechte aus zwei Welten erwartet: Sowohl Politisch gecastete weibliche Hauptrollen, als auch ein Geralt der aussieht wie Conan der fucking Barbar 😀
    Werde ich mir aber auf jeden Fall geben. Bin halt nur durch die Spiele etwas verwöhnt.

    In dem Sinne: genießt euren Tag und habt euch lieb!

  17. @Alien: Da muss Dir nichts leid tun 🙂

    Aber gut, dass Du „Get woke, go broke“ ansprichst, denn das ist in sich nichts weiter als perfides, manipulatives Agenda-Setting, wo nur die Zahlen berücksichtigt werden, die den eigenen Standpunkt unterstützen und alles andere ausgeblendet wird.

    Nehmen wir z.B. Marvel, den Comic-Verlag, dem das baldige Ende nachgesagt wird, weil die Verkaufszahlen stark zurückgehen. Nun, die Verkaufszahlen gehen stark zurück, aber das betrifft nur den Retail-Handel. Die Comic-Händler jammern hier zu Recht, weil ihnen die geänderten Lesegewohnheiten der Comic-Leser, die ihren Fix immer mehr digital kaufen, natürlich das Geschäft kaputt macht. So wie das in vielen Bereichen im Print-Geschäft ist, wo nicht nur wegen Amazon immer mehr Buchhändler dichtmachen und Druckauflagen sinken, weil die Leute immer mehr eBooks kaufen. Online, direkt über Tablet, Smartphone, Reader. Marvel, der Comic-Verlag, verkauft nämlich, gerade gepusht durch die Filme, MEHR Comics als je zuvor. Und zwar immer mehr digital über deren Webseite, dafür immer weniger als Totholzprodukt über den klassischen Einzelhandel.

    Ansonsten muss ich Dir, was diverse Proteste in Deinen Beispielen betrifft, zustimmen. Hier toben sich Leute aus, die nur einen sehr engen Scheuklappenblick auf alles haben. Und jetzt der Trick … das sind nur wenige, die zwar laut, aber eben nur wenige sind. Warum soll man sich über ein paar Hansel so aufregen und über diese Aufregung ihre Sicht der Dinge auch noch weiter transportieren, bekannter machen? Das sog. Streisand-Phänomen betrifft nämlich nicht nur Dinge über sich selbst, die man nicht mehr verbreitet sehen möchte, aber durch alle aktiven Anstrengungen NOCH MEHR verbreitet, sondern auch Meinungen. Je mehr mich eine Meinung aufregt, je mehr ich ihr nicht zustimme, umso mehr ich über sie gerade online abkotze, umso stärker verbreite ich sie.

    Das soll nicht heissen, dass man sich nicht mehr aufregen darf. Es soll nur heissen, dass man nicht ZU SEHR aufregen soll über Meinungen, die irgendwo in den Nischen unserer Gesellschaft vor sich hin existieren. Ja, es gibt schuckerte Leute, so what?

  18. @Boreas
    Du musst Dich nicht entschuldigen. Hier soll kommentiert und diskutiert werden.

    Ansonsten möchte ich zur Space Nazi-Thematik in Star Trek nur sagen, dass dies eine Erfindung des Drehbuchautors von „Mirror, Mirror“, eine Folge der Classic-Serie ist, wo Kirk durch eine Transporter-Fehlfunktion mit seinem „bösen“ Gegenstück aus dem sog. Spiegeluniversum vertauscht wird. Das Spiegeluniversum tauchte dann noch ausführlich in DS9 auf, ein paar Episoden von ENT und eben jetzt in DIS. Ist also nix neues, sondern Teil des Settings seit 1967.

    Isses plump? Ja, natürlich. Aber es ist eine ST-Tradition, es ist Kanon und wie mit allen Traditionen, so werden auch die behalten, die eher, hrmpf, …

    Aber ohne Spiegeluniversum würde Michelle Yeoh nicht ihre eigene ST-Serie bekommen, wo sie als fiese Section31-Agentin sich durch’s „gute“ ST-Universum manipulieren und intrigieren darf. Darauf bin ich wirklich gespannt. Das kann göttlich oder ganz fürchterlich schrecklich werden, nix dazwischen 🙂

  19. Ich denke es ist umso schwerer nicht in Rage zu geraten, je liberaler man erzohen wurde – eben weil viele der genannten Dinge eben ziemlich bigott sind und eher das Gegenteil von dem fördern, was sie angeblich bekämpfen.

    Natürlich wäre da ein höheres Zen-Level angebracht; das ist wohl auch wahr. : )

    Mich stören halt solche Dinge oft nicht nur, weil ich Kunst gerne mit möglichst wenig tagespolitischem Einfluss mag, sondern auch weil ich werkstreue schätze. Aber da geht es mir ähnlich wie Alien und der Durchschnittsbürger dürfte sich über soetwas weit weniger aufregen. Ich bin z.B nur ein mal in meinem Leben aus einem Kinofilm raus und das war HdR-II, weil ich die Änderungen einfach furchtbar fand (mit den Auslassungen in Teil I konnte ich gerade noch so leben ^^).

    Danke Harzzach, dass Du hier eine offene Diskussion so entspannt zulässt und begleitest – das ist auch nicht mehr selbstverständlich.

  20. @ Boreas

    Um fair zu sein, eigentlich ist es meine Schuld, ich hab ja damit angefangen und du hast nur darauf reagiert.

    @ Harzzach

    Klar sind viele Dinge nicht so einfach und man muss natürlich aufpassen, nicht in seiner Filterblase zu verschwinden. Ich muss mir zum Beispiel sicher die Zahlen hinsichtlich Marvel einmal anschauen, obwohl ich mir sicher bin, dass Marvels Einnahmen durch das Online Modell auch nicht so prall sind. In der Tat mögen nämlich viele Comic Fans immer noch das altmodische gedruckte Heftchen und wenn die Inhalte nicht gefallen, wird auch keiner online kaufen. Und die Leute, welche diese Änderungen fordern, kaufen in der Regel weder die Comics, noch die Spiele die sie angreifen. Aber natürlich mag ich da etwas übersehen oder falsch interpretiert haben und sollte folgerichtig noch einmal nachsehen.

    Der Punkt jedenfalls ist, dass all diese Dinge nur Zeichen von viel, viel tiefgreifenderen Entwicklungen in unserer Gesellschaft sind, die sich meiner Meinung nach in eine Richtung entwickelt hat und rasant weiterentwickelt, die ich extrem beängstigend finde, nicht zuletzt in meiner Eigenschaft als ehemaliger Bürger der DDR und übrigens auch als Chemnitzer der Nachts Immigranten durch die Gassen jagt, wenn man der Presse und Frau Merkel glaubt. Heute fühlt sich einfach wieder so viel nach DDR und teilweise schlimmer an. Was dann vielleicht auch daran liegen mag, dass ehemalige Stasispitzel inzwischen, mit viel Steuergeld bestens versorgt, uns erklären dürfen und sollen, wie Demokratie funktioniert.

    Und selbst zu DDR-Zeiten gab es halt diese kleinen Nischen, in denen man einmal für eine gewisse Zeit abtauchen und sich den Kopf frei machen konnte. Im Kino liefen auch westliche Filme, man hatte seine Bücher, für den einen war die FKK-Kultur eine kleine Rückzugszone, andere spielten durchaus ernsthaft Indianer und beschägtigten sich mit deren Kultur… Natürlich waren bestimmte Medien nur bedingt frei von Propaganda, gerade in Filmen musste dann halt auch der sozialistische Alltag in all seiner Pracht günstig dargestellt werden und in Büchern, in meinem Fall damals schon massenweise Science Fiction; welche „Phantastische Literatur“ hieß, war es dann irgendwie immer die kommunistische Gesellschaft, die sich durchgesetzt und die Menschen frei und glücklich gemacht hat.

    Aber gerade letzteres war dann nicht selten eher ein Zugeständnis an die Umstände, es wäre halt schlecht möglich gewesen, eine kapitalistische Gesellschaft literarisch zum zukünftigen Sieger des kalten Krieges zu erklären und viele Autoren wussten diese Klippe nicht nur geschickt zu umschiffen, sondern innerhalb der gesetzten Grenzen durchaus die eine oder andere Spitze in Richtung System abzufeuern. Man schaue sich nur einmal Stanislaw Lem an, dessen „Sterntagebücher“ aus Sicht des gelernten Ossis geradezu als subversiv verstanden werden können.

    Heute verschwinden selbst diese Nischen mit rasantem Tempo, das Private ist wieder politisch und Journalisten und Medienmacher aller Art, was schon lange auch die Spieleindustrie erreicht hat, meinen doch tatsächlich, einen „Erziehungsauftrag“ zu haben und das dumme Volk nicht nur informieren und unterhalten, sondern statt dessen von den „richtigen“ Einstellungen und Meinungen überzeugen zu müssen. Es spricht ja nichts gegen Spiele mit einer Botschaft, da gibt es viele sehr überzeugende Beispiele. Ich muss da nur an „Papers, Please“ oder an Spec Ops: The Line denken. Gerade letzteres lag mir lange, lange quer im Magen, ich war als die Credits liefen regelrecht geschockt und habe LANGE an diesem Spiel geknappert.

    Allerdings geht es dann eben heute oft genug nicht mehr um subtile Botschaften oder darum, dem Spieler eine Idee nahezubringen. Heute geht man einfach davon aus, dass der Spieler oder der Kinobesucher A) unmündig und B) zu dumm für subtile Botschaften und C) grundsätzlich erst einmal von den falschen Ideen überzeugt ist und deshalb D) Erziehung nach der „Brett ins Gesicht“-Methode benötigt. Und wenn der dumme Konsument dann sagt, nein, das gefällt mir nicht, ihr operiert hier mit dem Holzhammer und das die Geschichte ist Müll, dann fragt man sich heute nicht mehr was man selbst falsch gemacht hat, sondern geht automatisch davon aus, dass der Konsument halt frauenfeindlich und Rassist ist und fängt an, ihn zu beschimpfen oder Schlimmeres.

    Hinzu kommt, dass eine Diskussion in dieser Gesellschaft nicht mehr stattfindet. Zivilisierter Diskurs? War gestern. Heute sind möglichst gemeine Anschuldigung, wüste Behauptungen und Spaltung angesagt. Ist schon klasse, wenn auf dem staatlich mitfinanzierten Kirchentag eine bestimmte Partei ausgeladen und geradezu als Satans Werk gebrandmarkt wird und hohe Kirchenvertreter geifern, man dürfe mit bestimmten Leuten gar nicht erst reden (Jesus wäre sooo stolz auf euch…), dann aber die die ehemalige SED eingeladen wird. (Ihr Kirchenfuzzis habt die DDR auch schon lange vergessen, nicht wahr?)

    Insofern muss ich Hand vollen Herzens zustimmen, eine solche Diskussion auf deiner Seite zuzulassen ist eben keine Selbstverständlichkeit mehr und ich bin in der Tat dankbar für deine Offenheit und Entspanntheit. Du hättest ja auch wie der Zorn Gottes auf mich hinabfahren oder auch einfach sagen können „Nope, lasst mal, Leute, das brauch ich hier nicht!“, was für mich sogar nachvollziehbar gewesen wäre. Naja, das „Zorn Gottes“ Ding vielleicht nicht…

    Ich bekomme also ständig im Alltag ein Brett vor die Birne und dann im Privaten, in meiner Freizeit und in meinen Hobbies auch. Und das macht mich krank.

    Und was Discovery angeht, da musste ich auch erst einmal an „Mirror, Mirror“ denken und an die entsprechenden Folgen in DS9 und in „Enterprise“. Und gerade die Enterprise Episoden die in diesem Universum spielten fand ich richtig klasse. (Ja, ich mag Enterprise sehr.) Aber es ist schon witzig, dass man in Discovery den Lore, die Star Trek Welt und die Kontinuität innerhalb dieses Universums komplett zerlegt, ignoriert und darauf so richtig defäkiert, aber dann gerade DIESE, bleiben wir ruhig bei dem Wort „Tradition“ beibehält. Honi soit qui mal y pense…

  21. Zu DIS: Kreative Freiheit. Die Freiheit zu entscheiden DAS übernehme ich vom Kanon und DAS interpretiere ich anders. Wir als Rezipienten haben natürlich auch die Freiheit zu entscheiden, ob uns das gefällt oder eben nicht.

    Und wenn es jemandem nicht passt, wie uns etwas gefällt oder nicht … *achselzuck*

    Irgendwann habe ich begriffen, was Klaus Kinski meinte mit „Was kümmern den Baum die Hunde, die an ihn pinkeln?“. Und ich bemühe mich mehr nach diesem Prinzip zu leben. Kein Arschloch sein, aber auch nicht total verhuscht sich überall verbiegen, weil man überall gefallen möchte. Wissen, was man will und vor allem, was man nicht will. Und bereit sein immer ein klitzekleinwenig dazu zu lernen, weil man ja nicht alles weiß. Und danach leben. Ohne dabei ein Arschloch zu sein. Ist ne Gratwanderung, klappt nicht immer, aber ich bemühe mich 🙂

    Von daher empfinde ich es nicht als störend, wenn Arielle z.B. mit einer Farbigen besetzt wird. Why not? Muss man ja nicht ansehen, wenn man nicht will. Mich stört es nur, wenn jemand sagt, diese Rolle DARF nicht mit XYZ besetzt werden. Wenn jemand Arielle mit einer Katze, einer Kloschüssel oder mit einem Putin-Doppelgänger besetzen will … why the hell not? Wenn daraus etwas Geiles entsteht, dann ist das gut für (fast) alle. Wenn nicht, verschwindet das Experiment eh von alleine in der Versenkung. Aber vorschreiben, etwas darf in der Kunst nicht … da werde ich dann sauer! Kunst darf nicht nur alles, Kunst MUSS alles!

  22. Hätte ich doch nur das Gefühl, dass es sich hier um künstlerische und nicht primär politische Entscheidungen handeln würde, wäre mir das tatsächlich alles recht egal. Nur allein: mir fehlt inzwischen oft der Glaube. ^^“

    Als Fan von Kinskis Jesus-Interpretationen, weiß ich, was Jesus getan hat, wenn ihm was nicht passte (wer die Videos kennt, weiß was ich meine). ; D

    Aber eigentlich will man ja entspannter werden. ^^

  23. Mensch, Alien – eine Freude, die Beiträge zu lesen! Mir geht es ganz genau so und ich stimme Dir in sämtlichen Punkten zu!

    Ich bin mittlerweile was das angeht nämlich auch schon ein wenig „übersensibel“ – wie ein guter Freund mir sagte: Du siehst schon PC, wo eigentlich keine PC ist. 😉

    Diese Holzhammer – Belehrungsmethoden haben also viel kaputt gemacht und führen dann in der Tat eher dazu, dass man überall nurnoch: ah, Quotenfrau, ah Zeitgeist Zwangs-Diversität sieht statt Vorurteilsfrei an die Geschichte / Präsentation / Leistung herangehen zu können und separat zu bewerten.

    Habe mir das aktuelle Star Trek deshalb aber auch gespart, und das Ghostbusters Remake ebenfalls.

    Captain America habe ich jedoch geschaut, war durchschnittlich unterhaltsam – Brie L. in der Hauptrolle aber ein Fehlcast, weil einfach nicht überzeugend.
    (Mit dieser Einschätzung bin ich jetzt spätestens dann ein Frauenverachtender Sexist, der „starke Frauen“ nicht haben mag!)
    Dass sie stark sei, wird unterdessen einmal von Ihrer Freundin „dramatisch“ erzählt und in einer „wieder aufstehen“ Rückblick Sequenz gezeigt – aber alles viel zu aufgesetzt, nicht überzeugend! Die eigentliche Stärke/Macht bekommt sie dann auch per Zufall, hätte jeden anderen auch erwischen können.

    Wenn die Hauptdarstellerin dann von der Tochter Ihrer Pilotenkollegin an die Wand gespielt wird, stimmt jedenfalls irgendwas nicht.
    Auch Jude Law, den ich sonst sehr schätze hat mich nicht überzeugt.
    Einzig i.O fand ich Samuel L.J. – der aus seiner Comedy Sidekick Rolle das Beste gemacht hat.

    Sehnlichst erwarte ich auf jeden Fall ebenfalls die neue Staffel Expanse.
    Wenn ich richtig informiert bin, hat Amazon schon Grundlagen für das weitere Fortbestehen gelegt – hoffe das Niveau bleibt erhalten!

  24. Dann desensibilisiere Dich, anstatt Dir das Leben unnötig schwer zu machen. Wie heisst es so schön: Paranoia ist das Gift,welches man sich selber einflösst, in der festen Überzeugung jemand anderes hätte es getan.

    Und Du kannst Dir Star Trek DIS wirklich antun. Da ist nicht einmal ansatzweise die ganz arg chlimme Politik drin, die man aus bestimmten Kreisen dieser Serie ständig nachsagt.

  25. Na bei DIS ist es eher das „meeehhh“ – da ich gerade mit einem rewatch von TOS und TNG beschäftigt bin und diese Neuinterpretation mich von Anfang an schon nicht sonderlich verlockt hat (unabhängig von jeglicher vermeintlicher Agenda)

    Und ich meinte natürlich „Captain Marvel“ – nicht America, welcher aus meiner Sicht eine Unterhaltungsliga über Marvel spielt … peinlich.

    Ganz so „schlimm“ nehme ich es in der Realität auch wirklich nicht, denke mir nur manchmal meinen Teil mit einem „WTF“ in den Pupillen. 😉

    Black Panther wurde aus meiner Sicht auch z.b. ziemlich überhyped und hat v.a. die ganzen Preise und Nominierungen nicht wirklich verdient.
    Solide Unterhaltung ja, uneingeschränkte Zustimmung (besser als Captain Marvel, oder z.b. der erste Thor Teil) aber so herausragend, wie sie ihn darstellen, war er nun wirklich nicht.

    Kam mir ein wenig wie „Revenant“ vor, da hatte di Caprio schon besseres zu bieten – den Oscar bekommt er aber für eine für Ihn „nur“ durchschnittliche Leistung, weil er einfach überfällig war und grade nur Revenent zur Verfügung stand.

  26. Der Oscar ist als Award eh zu ignorieren. Da wird zwar ab und an tatsächlich lohnenswerte Filmkunst ausgezeichnet, aber das ist dann eher ein Versehen 🙂 Beim Oscar geht es eigentlich nur darum, dass sich Hollywood selber feiert. Darf Hollywood ja gerne tun, aber ich muss das nicht unbedingt mitverfolgen.

    Ansonsten habe ich nach Dr. Strange keinen Marvel-Film mehr gesehen, kann also nix zu Deinen Ausführungen sagen. Nicht weil „alles cheisse“, sondern weil „Irgendwie immer was besseres vorgehabt“. Ansonsten muss ich Dir zu Cap America vollumfänglich zustimmen. Dieser Film hat mich sowas von aus den Socken gehauen. Und zwar nicht, weil das ein Meisterwerk der Filmkunst ist, sondern weil ich es nie für möglich gehalten hätte, dass man es schaffen kann aus einer uralten Propaganda-Ikone aus dem 2. Weltkrieg, für uns Europäer sogar leicht peinlichen Figur, einen höchst amüsanten, spritzigen und teilweise sogar intelligenten Popcorn-Film machen kann.

  27. Um mich als Star Trek unbeleckter mal wieder einzumischen: Star Trek Discovery hat mich tatsächlich gut unterhalten. Wie gesagt, ein paar mal musste ich schon innerlich die Augen verdrehen, und ich kann gut verstehen warum Star Trek Fans vor 20 Jahren in der Schule gehänselt wurden 😉 … aber es ist ne anständige, aufwendig produzierte Serie. Man merkt halt nur sehr deutlich aus welcher politischen Ecke der Author kommt.

    Und ich merke nach euren Ausführungen dass ich ewig nicht mehr richtig im Kino war. Früher habe ich mir öfter mal die OV-Sneak-Peaks gegeben, und so eine breite Palette an Filmen kennen gelernt. Vielleicht sollte ich das mal wieder aufleben lassen.

  28. Es ist erstaunlich, wie oft ich in den letzten Jahren Author statt Autor gelesen habe. Hängt das mit Tastaturen zusammen, weil T und H ja leichtversetzt beieinander liegen?

    Bez. DIS noch mal nachgefragt … an was machst Du die Ecke der Drehbuchautoren fest?

  29. Ich würde ja die Ausrede wählen dass ich das ganze am Handy geschrieben habe, und dort oft die Englische Tastatur aktiviert lasse.
    Ehrlicher wäre aber dass ich aktuell zu viele Sprachen mische und wohl beim tippen der Zeilen noch mit dem Kopf woanders war.

    Bezüglich DIS würde ich es an der gefühlten „Penetranz“ gesellschaftspolitischer Themen (der eher linken Kreise) festmachen, mit welcher durch die Serie hinweg darauf aufmerksam gemacht wurde. Vielleicht ist das aber auch Star Trek typisch, mir fehlt da einfach der Vergleich.

    Oder um es anders zu formulieren, da ich die Serie zufrieden angeschaut habe, aber mir beiweitem nicht anmaßen würde tief genug drin zu stecken um das ganze in ausreichender Tiefe zu Analysieren:

    Während des guckens gab es desöfteren Szenen, Entscheidungen oder Ereignisse bei denen ich einordnen konnte „Hey, das wird meinem sehr progressiven Freund gefallen, während meine Konservativen Kumpel dort eventuell anecken.“

    Ich selbst müsste mich tiefergehend mit Filmen, politischen Botschaften, und der „Holzhammermethode“ beschäftigen damit ich dir sagen könnte woran genau ich so etwas festmachen würde. Dazu fehlt mir aber Zeit und Willen sich mit so etwas trivialem auseinander zu setzen.

    Sie es so: bei einem Michael-Bay Film springt einen der (amerikanische) Patriotismus gerne mit dem Stiefel voraus ins Gesicht und singt dabei die Nationalhymne. Das kann ich neben subtilen unterschwelligen Mitteln vor allem an der dichte der amerikanischen Flaggen pro Szene festmachen.

    Zu stumpfen Filmen der anderen Seite des politischen Spektrums kann ich das ganze nicht beurteilen weil ich lange nicht mehr im Kino war. Bei Star-Trek war es gelegentlich auffällig, aber nicht störend. Ich müsste die Serie vermutlich nochmal schauen um präzise auf die Punkte zu zeigen an denen mir ebenjenes aufgefallen ist. Da ich noch ein paar Folgen von Staffel 2 vor mir habe kann ich ja mal genauer drauf achten.

  30. Mal was Erfreuliches (wenn auch endgültig OT ^^):

    Nachdem ich öfter gelesen habe, dass Orville atmosphärisch das bessere neue Star-Trek wäre, habe ich mir mal die erste Folge angeschaut. Und ich muss sagen: es stimmt! o,0

    Klar, zu viel Klamauk und vieles 1:1 überspitzt geklaut. Aber da gilt mal wieder: Besser gut geklaut, als schlecht selbst gemacht. Mehr grobe Logikschnitzer als im Durchschnitt sind mir jedenfalls nicht aufgefallen (und der Star-Trek-Durchschnitt liegt eigentlich weit unterhalb z.B. der neuen Filme!)

    Gefällt mir wirklich gut und es ist schon wirlich ironisch, dass so viel Star-Trek-Feeling daherkommt, wo andere innerhalb des Franchise vergleichsweise abkacken.

    Ich freu mich! ^^

  31. Das Star Trek-Fandom zeichnete sich schon immer durch eine seltsame Klassengesellschaft aus. Anstatt gemeinsam das Setting zu feiern, spalteten sich vor allem mit dem Start von TNG Untergruppen ab, die sich teilweise aufs Schärfste attackieren. Weil sie unter Star Trek eben ihre Lieblingsserie verstehen und nicht den dummen Shice, der aktuell als Star Trek im TV läuft. Classic gegen TNG, TNG gegen DS9, DS9 gegen VOY und alle zusammen gegen Enterprise oder jetzt DIS. Aus dieser Warte aus ist vieles an grundsätzlicher Kritik an DIS oder den Reboot-Filmen nichts weiter als ganz normaler Zustand beim ST-Franchise.

    Wobei ich nichts gegen subjektive Geschmäcker sagen will. Bitte nicht mißverstehen. Niemand mag alles und wenn etwas nicht gefällt, dann gefällt etwas nicht. Aber der Hate, und ich sage hier ausdrücklich Hate und will das ausdrücklich von normaler Kritik unterscheiden, der Hate, der nicht nur bei DIS allem entgegenschlägt, was nicht ins persönliche Raster passt … ich nehme das mittlerweile nur noch als bockiges Fußaufstampfen verzogener Kinder war, die nicht bekommen haben, was sie sich gewünscht haben. Und das von Menschen, die weit in ihren 30ern und 40ern stehen.

    Orville orientiert sich in erster Linie an TNG, so dass wenig überraschend TNG-Fans diese Serie bejubeln. Ich persönlich finde sie höchst amüsant, mir gefällt sie, ich sehe aber keinen Grund für Schützengräben und Glaubenskriege. ST war für mich nie eine bestimmte Form, sondern immer nur eine Idee. Und Ideen können von jedem aufgegriffen und auf eigene Weise fortgeführt werden.

  32. Und bei The Orville ist die erste Folge noch die „schlechteste“ (oder besser die „nicht beste“).
    Das wird noch viel, viel besser.

    Vote 4 Bortus´ Mustache!

  33. Cool @ Timberfoxx : D

    @Harzzach

    Also ich mag eigentlich fast alles von Star-trek (natürlich unterschiedlich gern) abgesehen von den Abrahamfilmen. die letzten beiden neueren Serien habe ich noch nicht ganz gesehen (nicht aus Desinteresse, sondern familiären Gründen), die möchte ich nicht vorher abschließend beurteilen.
    Aber tatsächlich ist für mich der Maßstab die Konituität der Serien und wo diese gebrochen wird, empfinde ich das als verschwendetes Potenzial (Sequal/alternative Zeitlinien).

    Und so gern ich die interstellaren politischen Verwicklungen und sogar Kriege im Star-Trek-Universum schätze, so fehlt mir mehr und mehr die Utopie, dass die Menschheit es geschafft hat humanistische Ideale umzusetzen. Dieser ganze Sektion-XY-Kram geht mir da z.B. auch in DS9 schon mächtig auf die Nerven.

    Und Orville sieht mir endlich mal wieder mehr nach Utopie, statt Dystopie aus – und das ist für mich eine der Grundsäulen von Star-Trek, die gefühlt immer mehr vernachlässigt wird.

    Ich hoffe das war jetzt nicht zu wirr formuliert. ^^

  34. Eigentlich wollte ich nicht mehr… zu spät.

    Harzzach, ich kann dich schon verstehen. Und es stimmt sicher auch, dass es innerhalb der Gruppe der Star Trek Fans Leute gibt, die ich bei entsprechenden Treffen mal lieber auseinandergehalten habe, damit sie sich ob der Frage TNG oder Classic nicht an die Kehle springen. Und solchen Leuten gegenüber habe ich dann auch besser nicht erwähnt, dass ich Enterprise sehr gerne mag und vor allem die dritte und vierte Staffel richtig gut finde. Allerdings muss ich auch sagen, dass ich solche Spinner eher selten erlebt habe.

    Und ja, als Fan bin auch ich mitunter vielleicht zu skeptisch gegenüber Veränderungen oder Neuerungen. Aber ganz prinzipiell bin ich durchaus bereit, mir die Sache doch erst einmal anzusehen. Und wenn es mir persönlich nicht gefällt dann auch zu sagen „Okay, ist jetzt nicht so mein Ding, aber ich verstehe, warum andere Leute das mögen.“ Und selbst wenn ich es nicht verstehe, über Geschmack lässt sich nun einmal nicht streiten.

    Aber das ist doch gar nicht mein eigentlicher Punkt und ich glaube, dass ist dir auch bewusst. Ich habe Doctor Who hier ja schon erwähnt, aber das ist einfach ein gutes Beispiel… Ich habe nie etwas gegen die Idee eines weiblichen Doktors gehabt. Wenn die Schauspielerin passt und eine gute Darbietung abliefert, warum denn nicht? Und im Laufe der Zeit hätte man da ja doch so einige Gelegenheiten gehabt, das umzusetzen.

    Jetzt ist der Doktor eine Frau und ich bin ganz und gar nicht happy. Was daran liegt, dass man den Wechsel zu einem Zeitpunkt getätigt hat, zu dem es inzwischen gang und gäbe ist, etablierte Helden durch Frauen zu ersetzen (Iron Man und Thor zum Beispiel) oder auf Krampf schwul oder lesbisch zu machen. Und daran, dass man die Serie zu dem Zeitpunkt schon seit längerer Zeit mit derlei Kram vollgestopft hat. Wenn der weiße General regeneriert und zur schwarzen Frau wird und der erste Satz den die Generalin dann sagt ist „Ich habe keine Ahnung, wie ich dieses männliche Ego so lange ertragen habe“ oder wenn der neue Kompagnon des Doktors eine verdammte Season lang praktisch keine definierenden Eigenschaften außer „schwarz“ und „lesbisch“ sind und die permanent Sätze plappert wie „Sklaverei war schleeecht, doh!“ und DANN die Autoren noch ganz klar sagen, dass Männer jetzt out und auch als Publikum nicht mehr erwünscht sind, dann ist das für mich jedenfalls ein ganz klares Signal.

    Und wie bitte desensibilisiert man sich gegen sowas? Wenn ich mein neues Iron Man Comic aufschlage und dann Riri Williams sehe, ein psychopathisches schwarzes Mädchen das als neuer Iron Man fungiert und als solche mal eben ein Land erobert, weil sie es kann und sich zur Königin erklärt, weil sie es kann, dann weiß ich beim besten Willen nicht, wie ich den Mist ignorieren soll…

  35. PS: Die Dame, welche jetzt den Doktor spielt ist als Schauspielerin… wenig überzeugend. Aber kritisiert man das, kann das laut der Showrunner und Produzenten natürlich nur daran liegen, dass man Frauen nicht leiden kann. Das ist doch Käse, sowas.

  36. Nur ganz kurz: Ich kann Deinen Standpunkt nachvollziehen, auch sehr gut nachempfinden (weil es mir früher ähnlich ging) aber anstatt Dir jetzt hier lange und ausführlich zu antworten, schreibe ich nun einen Beitrag, der auf dieser Diskussion basiert. Weil das gerade im Videospielbereich kein unwichtiges Thema ist

  37. Bei Dr. Who ist mir das auch aufgefallen.

    Da kamen in jeder 2. Folge irgendwelche Äußerungen, aka „Gott war eine Frau“, die Bemerkung mit dem männlichen Ego und noch einiges Anderes.
    Alles „aufgesetzt“ aus heiterem Himmel, ohne die Figur oder Story weiterzubringen – einfach in den Raum geworfene Statements. Holzhammermethode.

    Warum funktioniert der Bösewicht Timelord als Frau so prima, während ich bei derlei Tendenzen und Sprüche, die dann in der Reinkarnation des Doctors als Frau kulminieren sofort zu ablehnender Haltung führt und ich deshalb bisher auch keine der Frauenfolgen angeschaut habe?

    Das hat etwas damit zu tun, dass es beim Antagonisten einfach aus sich heraus funktioniert und zusätzlich eine wirklich gute Darstellerin verantwortlich ist. Das geht einfach so, ohne ständig dem Zuschauer ins Gesicht sagen zu müssen, dass Frauen stark sind und besser usw.

    Aber gut, nach Tennant war ich von den Folgedoktoren eh nicht mehr so begeistert (auch sehr schwer, nach seiner grandiosen Leistung als Dr.) – und habe deshalb auch kein Problem, die Serie links liegen zu lassen.

    Ich möchte gute Stories mit aus sich heraus überzeugenden und funktionierenden Chars, keine „in die Fresse“ Agenda.

  38. Obwohl ich bei Discovery und der letzten Staffel von Doctor Who natürlich auch das Drumherum und „agenda pushing“ mitbekommen habe, kann ich sowas beim Schauen der Serien eigentlich ganz gut ausblenden.

    Gerade Doctor Who ist doch die perfekte Spielwiese dafür, sich mit jedem neuen Doctor und Showrunner im gegebenen Rahmen neu erfinden zu können. Ungeachtet der seltsamen Äußerungen, die Jodie Whittaker in Interviews von sich gegeben hat, fand ich sie sogar mit der ersten Folge bereits sympathisch, und dabei brauchte ich bisher immer eine Weile, mich an einen neuen Doktor zu gewöhnen.
    Nur leider wurde ihr mal so gar nichts an die Hand gegeben, um in der Rolle aufgehen zu können. Die Geschichten waren nämlich allesamt vergessenswert und uninspiriert, und *das* war für mich das eigentliche Problem. Darüber hinaus hat es natürlich auch nicht geholfen, daß geflissentlich versucht wurde das komplette bisher existierende Who-Universum und die vorherigen Inkarnationen zu ignorieren. Liebend gerne hätte ich Referenzen hierzu aus der neuen weiblichen Sicht gesehen, aber es kam einfach nichts.
    Wenn man sich partout von dem eigentlichen Hauptcharakter entfernen möchte, hätte sich doch ein Spin Off mit einem weiblichen Timelord viel eher angeboten. Und das Who-Universum hat doch bereits etliche erfolgreiche Spin Offs hervorgebracht. Es gab eine Folge mit Tennant, in der aus der DNA des Doktors ein weiblicher Klon erzeugt wurde. Jenny ist dann am Ende der Folge mit einem Raumschiff und der Aussage, sie wolle das Universum erkunden, abgedüst. Einfach wieder aufgreifen und voila, ein weiblicher Doc ohne all den Ballast.

    Was Discovery angeht, störten mich hier vor allem die schlecht zusammengeschusterten, unlogischen Stories. Staffel 2 hatte als Kernelement eine Zeitreise-Story. Diese Art von Geschichten ergeben bei genauerem Hinsehen oft eh wenig Sinn und verwickeln sich in Widersprüche. Eine flott erzählte und spannende Handlung kann das übertünchen; eine komplette Staffel mit diesem Thema zur Grundlage legt hingegen dieses Plot-Element unters Mikroskop.
    Selbst DS9 und Enterprise haben größere Handlungsbögen immer noch gut über in sich geschlossene Folgen und Geschichten transportieren können. Star Trek funktioniert meiner Meinung nach am besten als „X of the week“. Allein schon deswegen, weil man so viel mehr Ideen unterbringen kann, der „bunte Strauß“ eben. Wenn dann mal eine flach fällt, kann man sich trotzdem mit der nächsten Folge auf eine neue, potentiell fantastische Idee und Handlung freuen. Wenn einem die eine Staffel-Geschichte in Discovery nicht gefällt, ist das hingegen eher so, als würde man einem Autounfall in extremster Zeitlupe zuschauen. 😉 Sicherlich, es gab auch hier und da noch die klassische Einzelfolge, aber einfach zu selten.
    Potenziert wird das ganze dann noch auf den Fokus auf eine Hauptfigur. Wenn einem bei TNG in der einen Folge Wesley auf den Nerv ging, konnte man sich in der nächsten dann über Data freuen. Wenn einem Michael nicht gefällt, dann hat man einfach Pech. Wie gerne hätte ich mehr von Jett Reno gesehen; der Dialog zwischen Stamets und ihr war mein persönliches Hightlight der ganzen Staffel. Statt dessen kam sie aufs Schiff und wurde dann fast nie wieder gesehen…
    Es wird sich zeigen, ob die „Flucht nach Vorne“, also Discoverys Sprung in die Zukunft, hier als Chance genommen wird, das Konzept der Serie in eine etwas andere Richtung zu lenken. Und nach „Michael saves the Federation“ und „Michael saves the whole fucking universe“ dürfen auch gerne mal andere Figuren ins Spotlight; wird eh schwer sein, Michael noch mehr als Alles retten zu lassen. 😉
    Es gibt nämlich durchaus einiges, was mir an der Serie gefallen hat. Es stand nur leider bisher in keinem Verhältnis zu dem, was mir mißfallen hat.

  39. @Harzzach

    Wollte nur noch einmal Danke sagen. Ich halte deine Toleranz für diese Diskussion auf deinem Blog nämlich nach wie vor nicht für selbstverständlich.

    @Pat’s Cat

    Ich schau gerade immer wieder einmal eine Folge der „Sarah Jane Adventures“. Und obwohl die Serie für ein deutlich jüngeres Publikum konzipiert wurde, habe ich großen Spaß an der Serie und die weibliche Hauptrolle ist ein Paradebeispiel für eine starke, unabhängige Frau.

    Und Bill (Sklaverei war böööse, doh!) war der allererste Compagnon überhaupt, dem ich nichts, aber auch gar nichts abgewinnen konnte und den ich sogar erst als nervtötend und später als ein immenses Ärgernis empfand. Und das will etwas heißen. Donna fand ich zu Beginn schrecklich, jetzt ist sie eine meiner Lieblingscompagnons. Genau wie Rory dem ich zu Beginn mal so gar nichts abgewinnen konnte. Dann hat man angefangen „willkürliche persönliche Eigenschaften“ mit „Charakter“ zu verwechseln und es ging bergab.

    Und dann ist da noch Captain Jack, einer meiner Lieblings-Seriencharactere überhaupt und das ist nicht nur auf Doctor Who und Torchwood beschränkt. Dessen Heterosexualität wurde einem nicht wie ein Brett ins Gesicht geknallt und war auch keinesfalls seine alleinig charakterbestimmende Eigenschaft. Da war einfach ein Mann der unter dem Fluch existieren musste, alles und jedes den oder das er je kannte oder kennen würde sterben und untergehen sehen zu müssen und der viele beschränkte und kleinliche menschliche Standards lange hinter sich gelassen hatte und sich Trost suchte, wo er ihn finden konnte. Auch wenn das bedeutete, dass er dafür wieder umso mehr würde leiden müssen. So sieht ein interessanter Charakter aus.

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