Oh Captain, my Captain

Letztlich habe ich nach langer, LANGER Zeit wieder „Der Club der toten Dichter“ angeschaut, wo dieses Gedicht den Mittelpunkt einer sehr bekannten Szene stellt. Vor effin dreissig (!) Jahren hatte mir Film und die Aussage des Gedichtes noch etwas bedeutet, doch ich bin kein planloser Student mehr, gleichermaßen mit seiner eigenen Planlosigkeit wie auch den Fallstricken des universitären Bildungswesens geschlagen. Heute jedoch … ich hatte Mühe den Film zu Ende zu schauen, ertappte mich mehrfach beim entnervten Augenrollen. Was dem Film nicht vorzuwerfen ist, sondern eher dem Umstand, dass sich meine Lebensumstände und ich selbst in den vergangenen dreissig Jahren doch erheblich verändert haben. Früher war ich jung und planlos, inzwischen bin ich älter geworden 🙂

Dennoch gibt es weiterhin einen ganz bestimmten Captain in meinem Leben, den ich auch weiterhin schätze: Sir Patrick Stewart. Nicht nur in seiner Rolle als Jean-Luc Picard, sondern in seinem ganzen Werk und seiner ganzen persönlichen Art. Nein, er ist kein fehlerfreier Übermensch. Vor allem sein Privatleben ist nicht gerade zur Nachahmung empfohlen. Aber als Mensch mit seinen positiven und zu akzeptierenden negativen Seiten schätze ich ihn. Sehr! Von daher war ich doch sehr gespannt, ob „Star Trek: Picard“ überzeugen kann.

Gut, nach nur einer Folge lässt sich selbstverständlich nicht viel Substanzielles sagen, aber der erste Eindruck überzeugt. Stewart spielt Picard nicht als dynamischen Sternenflotten-Kapitän, sondern seines tatsächlichen Alters entsprechend. Zutiefst frustriert, enttäuscht und verbittert über die Entscheidung der Sternenflotte die Romulaner nach der Explosion ihres Heimatsternes ihrem Schicksal zu überlassen, anstatt „ihre verdammte Pflicht zu tun“, verließ er seine Wahlfamilie, die Sternenflotte und wartet nun auf dem Weingut seiner biologischen Familie mehr oder minder auf den Tod. Und die körperliche Fitness vergangener Jahrzehnte hat er natürlich auch nicht mehr. Picard ist alt geworden!

Dass dies nicht in rührselige Peinlichkeit ausartet, ist wenig überraschend Stewart selbst zu verdanken, der schon in „Logan“ gezeigt hat, wie ein ehemals mächtiger und starker Charakter wie Professor X dem Zahn der Zeit hilflos ausgesetzt ist und nicht mehr Super-Villians die größte Sorge sind, sondern Bettpfannen und die zunehmend als Belästigung empfundene Pflege jüngerer Personen.

Wie sich die Serie noch entwickeln wird, werden wir in den kommenden Wochen sehen. Auf jeden Fall tut es der Serie gut, dass sich die Produzenten, mit Alex Kurtzmann als Ober-Honcho, auf einer gemeinsamen kreativen Linie befinden. Das wirkt alles aus einem Guß. Der holperige Start von ST Discovery ist wohl auf erhebliche kreative Differenzen und Streit zwischen den beiden Co-Creators Fuller und Kurtzmann zurückzuführen gewesen. Nach Fullers Abschied ist DIS mit Season 2 auf jeden Fall klar besser geworden. Kurtzmann scheint den CBS-Vorstand auch so mit seiner Arbeit überzeugt zu haben, dass neben zwei zusätzlichen neuen ST-Serien (Lower Decks, eine animierte Serie über die „einfachen“ Besatzungsmitglieder eines Schiffes und eine noch nicht benannte Section 31 Live Action-Serie mit Michelle Yeoh) bereits eine zweite, bzw. vierte Season für PIC und DIS genehmigt wurden. Nach dem eher unrühmlichen Ende von „Enterprise“ scheint Star Trek wieder zu neuer Blüte zu erwachen.

Ich freue mich auf jeden Fall schon auf den nächsten Freitag und kann Euch, meinen geschätzten Lesern, nur den Besuch von Amazon Prime oder einen Abstecher auf hohe See ans Herz legen.

Hrhrhr …

30 Kommentare zu „Oh Captain, my Captain

  1. Fiesester… Cliffhanger… Ever…

    Expanse 4 und Picard versorgen gerade mein „Another Life“-Trauma. Das hat mir wirklich weh getan, weil ich BSG sehr gut finde und ich Katee Sackhoff nicht in so einem Schund sehen möchte.

    Patrick Stewart so zu sehen weckt dennoch ambivalente Gefühle in mir, weil ich dabei unwillkürlich an Aron Eisenberg und Rene Auberjonois denken muss. Ist ja leider noch nicht so lange her.

    Dennoch freue ich mich in „Picard“ darauf, einen bestimmten Charakter wiederzusehen, der absolut und wirklich gar nichts mit meinem Nicknamen zu tun hat. Wer die subtilen Hinweise zu sehen in der Lage ist und dieses schwierige Rätsel lösen kann, bekommt von mir sieben von neun Alkoven per Transwarpkanal.

    Grüße… Sarabi

  2. Und ich kann es diesmal wirklich kurz machen, bei ST: Picard bin ich, genau wie bei Discovery, komplett raus. Discovery hat für mich nichts mehr mit Star Trek zu tun und ST:P ist da meiner Meinung nach keinen Dreck besser. Man schaue sich nur einmal die Aussagen Patrick Stewards dazu an: Anti-Trump, pro diversity, feminismn blablaaaa, da weiss ich schon, was mich erwartet. Bricht mir als Star Trek Fan das Herz, aber lässt sich nun einmal nicht ändern und zumindest anschauen muss ich es ja nicht.

  3. Sorry, Nachtrag @sarabiofnine

    Mit scheint es so, als ob man da jetzt jeden Darsteller und jede Darstellerin aus den Vorgängerserien rankarrt, um bei den alten Trekies diese angenehmen nostalgischen Gefühle zu wecken. Mal ehrlich, die Art und Weise in der man Data, der ja nun eigentlich tot ist, in die Serie gequetscht hat ist meiner Meinung nach komplett lächerlich. Aber Hauptsache, man kann den Trekies sagen, schaut her, wir haben Data, liebt diese Serie, los!

    Abgesehen davon habe ich den Eindruck, dass Picard in seiner eigenen Serie schnell zur Randfigur verkommen wird, genauso wie er auf der Brücke des neuen Schiffes irgendwo kaum erkennbar ganz am Rand hockt, während all die diversen Helden gut sichtbar vorne und zentral plaziert werden. Würde mich nicht wundern, wenn der im Laufe der ersten Staffel abkratzt und dann benennt man schnell das Schiff in „Picard“ um. damit die Serie weiter so heißen kann und es geht ohne ihn weiter.

  4. Du hast schon mitbekommen, dass Star Trek schon immer politisch und gesellschaftlich progressiv war?

  5. @Das Alien

    Ist Nostalgie neuerdings was Schlimmes? Dass Picard purer Fanservice ist, stört mich nicht, solange die Geschichte spannend und schlüssig ist. Dies kann ich natürlich nach der ersten Folge noch nicht beurteilen.

    …und in dieser hat Picard dominiert und stand keinesfalls „am Rand.“ Es sei denn natürlich, dass sich für dich die Heldenhaftigkeit nur in Actionszenen manifestieren kann.

    Dass „Data wieder Hineinschreiben“ haben sie meiner Meinung nach sehr gut gelöst. Immerhin hatte er mit Lal ja schon einmal eine Tochter konstruiert gehabt und alles ist durchdachter als die anderen Möglichkeiten, die viel näher gelegen hätten, legte man das „alte Star Trek“ zugrunde: Zeitreise, alternatives Universum, baugleicher Android, holographische Kopie.

    Es stört mich nicht, dass dies hier „anderes“ Star Trek ist. Hat es mich bei Discovery auch nicht. Ich erwähnte ja oben bereits, dass ich BSG gut finde. Da sind mir die Verfechter des alten Kampfsterns auch damit gekommen, dass es nichtmehr dasselbe – und deshalb schlecht – ist.

    Es ist nicht gleich negativ zu bewerten, nur weil es nicht mehr dasselbe ist.

    Retrospektiv gesehen ist das alte Star Trek, genauso wie viele Serien aus dieser Zeit, auffallend infantil gewesen. (DS9 „Chula, das Spiel, anyone? Oder jede Ferengi-Folge!) Wenn Star Trek mit mir zusammen erwachsen geworden ist, wieso sollte ich es dann meiden?

    Die politischen und soziologischen Ansichten des Hauptdarstellers trenne ich grundsätzlich von der gespielten Rolle – zumal mir auch nicht einfällt, wieso man Pro-Trump sein – oder warum Diversität außerhalb der geführten Debatten etwas grundsätzlich Problematisches sein sollte.

    Grüße…. Sarabi

  6. Dem Geschriebenen von Hazz kann ich nur zustimmen.
    Ich war auch seeehr skeptisch, ob das nicht nur (peinlicher) Fanservice wird. Aber nach den organisch und nicht an den Haaren herbeigezogen wirkenden Einstiegsszenen ohne Umschweife auf das Interview umzuschwenken, welches einen sehr guten, diskussionswürdigen Grundton setzt, war ich erstmal erleichtert. Wenn sich das von diesem Niveau aus stetig und ohne die üblich gewordenen hektischen Schnitte entwickeln kann, besteht die Chance auf Großes.

    P.S.: Einigen Kult-SciFi-Filmen/Serien scheint ja 20 bis 30 Jahre „Echtzeitpause“ gut zu tun…

  7. @Das Alien War mir klar das es wieder Leute wie dich geben muss. Bitte sieh das nicht als Wertung.
    Weder by Dicovery noch bei Starwars 7 8 9 sind alle Fans zufrieden gewesen. Das kann hier nicht anders sein.
    Sorry, kann nur noch über „echte“ Fans lachen. Naja, dann gefällts dir halt nicht. Ist schon gut so.

  8. @Das Alien:

    Oh Gott und ich bin eeendlich mal froh, dass eine Serie „fortgesetzt“ wird mit bekannten Darstellern, Figuren und nicht nur alles ständig neu rebootet oder „geremaked“ wird mit irgendwelchen seelenlosen, unbekannten Darstellern wie bspw. Discovery. :O

  9. @Harzzach Ich sag mal so, in TNG gab es die Figur des Barkley. Ein Mensch mit immensen sozialen Ängsten und Störungen, brilliant, aber auf Grund seiner Defizite ständig überall aneckend. Über den Picard dann ein ernstes Gespräch mit Ryker hatte und meinte, er müsse als Führungsoffizier eben Wege und Mittel finden, ihn zu integrieren. In Discovery existierte ein ganz ähnlicher Charakter, nur das der selbst von seinen Führungsoffizieren permanent und vor anderen Crewmitgliedern gedemütigt und verarscht wurde. Und als der Mann dann ums Leben kam war das einzige, was sein Captain dazu zu sagen hatte „Because he was an idiot.“ Tut mir leid, das hat für mich halt nichts mehr mit Star Trek und seiner Botschaft zu tun. Und man kann so ganz allgemein mehr oder weniger aktuelle Themen einfliessen lassen, was ST ja auch immer getan hat, oder aber man hämmert den Leuten knallhart eine Agenda ins Gesicht, was ich dann schon als Unterschied sehe.

    Und ich muss halt auch sagen, dass ich die erste Folge in Sachen Skript eigentlich ziemlich mies fand. Die Attentäter waren bestenfalls albern und der Gipfel an Ineffizienz. Dann die „Tochter“ Datas… da klont man also ein ganzes positronisches Gehirn aus einer einzigen positronischen Zelle, klar doch. Und steckt den dann in einen geklonten menschlichen Körper, aha. War es nicht so, dass nach aktuellem Stand der Dinge Androiden und selbstbewusste künstliche Intelligenzen und deren Erschaffung von der Föderation als illegal erklärt wurde?

    Und wieso hat der Körper dieser Frau dann Androidenkräfte, wenn es sich doch nur um einen ganz normalen menschlichen Körper handelt? Und wenn dieser Körper in irgendeiner Form verbessert ist, waren derlei Augmentationen nicht auch verboten?

    Dann segnet Datas „Tochter“ das Zeitliche und hurra, zieht man die Schwester aus dem Hut. Und wirklich besser wird es nicht, da ist einfach so viel, was schlichtweg keinen Sinn macht.

    Ich hab doch kein Problem damit, wenn jemand Freude an der Serie hat, warum auch. Ich bin nur eben selbst der Meinung, dass die Sache sowohl inhaltlich, als auch was die handwerkliche Qualität angeht kaum noch etwas mit Star Trek zu tun hat. Ich habe die klassische Serie geliebt, TNG und DS9 ebenfalls, ich mochte und mag Voyager sehr und ich fand ST: Enterprise toll. Daran, dass man andere Wege geht, eine andere Crew hat oder neue Geschichten erzählt kann es also nicht liegen, dass hat schon andere Gründe.

  10. Och mensch genieß doch einfach die Momente wie bspw. Picard und Data beim Poker (ich will nicht das es endet .. MANNEY .. ich auch nicht!!), oder demnächst werden dann noch tolle Passagen mit Ryker oder 7ofNine folgen.

    Woah, ich freue mich!! 😀

    Ja ich weiß, bin recht anspruchslos, aber sowas finde ich immer klasse. ^^

  11. @Das Alien

    Willst du nicht erstmal… naja… n paar Folgen abwarten, bevor du Logiklöchergeschütze auffährst? Du stellst hier fragen, die vielleicht noch beantwortet werden… also: Geduld.

    Und wenn die in der Serie die Möglichkeiten fiktiver(!) Technologien abklären, dann solltest du vielleicht nicht mit deinem Physikbuch danebenstehen und den Kopf schütteln.

    Weil: Wenn man damit erst einmal angefangen hat, kannste dich auch gleich fragen, warum die Attentäter nicht Granaten runtergebeamt, oder nicht die „Durch-Die-Wand-Guck-Zielgerät-Kugel-Teleportier-Waffe“ aus der einen DS9-Folge genommen haben. Das führt zu nix.

    und wg. ineffizienter Attentäter… Die haben ihr Ziel doch erreicht? Dash ist tot?

    Wenn du mal ineffiziente Attentäter sehen willst, schau dir John Wick an… dort sind irgendwie gefühlt alle Menschen trainierte Killer und die bekommen Keanu seit drei Filmen nicht tot.^^

    Dieses ganze „Das ist kein echtes Star Trek“-Gemuffel habe ich damals, als Deep Space Nine neu war, auch schon gehört… Erst war es kein echtes Star Trek mehr, weil die ja nicht mit nem Schiff zu anderen Welten sind, sondern die olle Station da am Rumgammeln war. Später wars kein echtes Star Trek mehr, weil die staffelübergreifend Krieg geführt haben und die Föderation dabei auch schmutzig gekämpft hat (Sektion 31) usw. usf.

    Vielleicht wärst du entspannter, wenn du ST:Picard nicht so verkrampft als direktes Anknüpfen an die alten Inhalte sehen würdest.

    Grüße…. Sarabi

  12. Ich kann das Alien auch verstehen.

    Die Kritik ging ja nur am Rande in Richtung der Logiklöcher.
    Als ich das Interview gesehen habe, habe ich innerlich auch einen Haken ala „Agenda in your Face, und wir machen pinseln ein bissel Star Trek drauf“ gemacht. Wenn dann noch (damits auch der letzte kapiert) diverse Eindeutige Dialogpassagen zum fremdschämen reingeschrieben werden, ist bei mir ebenfalls Schluss mit dem Verständnis – unabhängig davon, ob sie als Fanservice jede Folge einen bekannten Char bringen.

    StarTrek war schon immer progressiv, das stimmt – aber organisch, in die Welt passend – ohne zu betonen: „Schaut her, wir haben eine PoC (Ich hoffe, das ist der derzeit erlaubte nicht diskriminierende Ausdruck für – ja PoC halt, das ändert sich ja auch gefühlt alle 2 Wochen) als Übersetzerin, die kann das ganz toll!“ oder „He, wir haben einen Asiaten auf der Brücke, der macht das so gut, wie es weisse nicht besser könnten!“

    Nein, sie waren einfach da – und niemand hat sich drum geschert, welche Hautfarbe oder welches Geschlecht sie haben. Sie waren wer sie waren und haben ihren Job gemacht ohne platte Abziehbilder zu sein, die außer wegen der Quote für Farbige, Frauen und Asiaten dort eher fehl am Platze scheinen – sich also nicht organisch integrieren.

    Kirk durfte parallel auch der feschen Blondine, die ihm die neuesten Analysedaten auf einem Tablet brachte auch mal lüstern hinterher schauen und einen zweideutigen Spruch reißen – so war er halt.
    Nachvollziehbare Diversität als Normalität dargestellt ohne das in den Vordergrund zu zerren.

    Um das „Problem“ weiter auszudehnen:
    Ich habe gerade The Witcher geschaut und war sehr angetan, Schwertkämpfe nett, Stories nett, Produktionsqualität ziemlich gut.
    Entgegen meiner Erwartungen hat sich Superman doch als richtiger Cast als Witcher herausgestellt. Das liegt vor allem an seiner nahezu perfekten Stimme (wer die englische Synchro angespielt hat, weiss was ich meine. Obwohl ich aufgrund der überlegenen deutschen Witcher Stimme im Spiel die deutsche Version empfehle!)

    Aber auch hier hat man das Gefühl, dass die PoC dort aufgrund der Quote hineingecastet wurden, nicht weil sie eine Geschichte hätten, sondern weil man ein mystisch angehauchtes mittelalterliches Szenario anscheinend nicht ohne 25% farbiger Schauspieler darstellen kann. Geht heute einfach nicht mehr.
    Soetwas stößt mir bitter auf, weil es alles ist, nur kein kohärentes World Building.

  13. Eno, ich kann bei PIC ums Verrrecken keine gewaltsam reingepresste PoC erkennen. Kein Stück!

    Ich habe eher den Eindruck, dass, wie immer, vergangene ST-Serien nostalgisch verklärt, sie auf einen Altar gestellt und dann nur die Erinnerung an sie angebetet wird, derweil man vollkommen verdrängt, wie zum Teil hahnebüchen und plump und zum Fremdschämen peinlich so manches gesellschaftliche Thema in diverse Folgen geprügelt wurde.

    Wenn das, was Du in PIC erkennen glaubst, nach Deinen Aussagen früher nicht so war, muss ich (ohne Dich persönlich anzugreifen, bitte nicht mißverstehen) an Deiner Erinnerung zweifeln 🙂

  14. Wird bei mir erst wieder geschaut wenn alle folgen da sind… Aber finde den Anfang spannend.
    Zu discovery: Erste Staffel hat mir weitaus besser gefallen… 2. hat so viel logiklöcher das mir graut… Obwohl ich eigentlich nicht so der bin der drauf achtet….

  15. Alles gut Harzzach – ich habs auch noch nicht gesehen, habe mich durch besagtes Interview etwas verschrecken lassen.

    Ich Ärgere mich eigentlich selbst, dass mich das so ärgert und ich bei so Dingen offfenbar überempfindlich/allergisch geworden bin.

    Was ich sagen wollte: ich verstehe, worauf das Alien hinaus wollte – mir gehts ähnlich.

    Wenn ich (und es wird sich nicht vermeiden lassen, ich „rewatche“ nämlich momentan TNG) mir die neue Serie denn mal angesehen habe, werde ich das alles entsprechend anhand der Folgen und soweit möglich unabhängig zu dem Interview mit Herrn Steward überdenken (und ggf. überpenibel einordnen) 😉

  16. Das wichtigste ist dabei, dass man das alles locker sieht 🙂

    Ich kann die hohen Wogen der Emotion, die gerade bei Jahrzehnte alten Franchises immer wieder hochschlagen, durchaus nachvollziehen, so ist das ja nicht. Zum Glück findet man keine Spuren mehr meiner Wut über den Nachfolger von Richard Dean Anderson in „Stargate SG-1“, Ben Browder. Gute Güte, was war ich da stinkesauer!

    Gerade bei so lange laufenden Serien & Settings finden ja immer wieder Veränderungen statt. Schauspieler wechseln aus den verschiedensten Gründen oder es werden aus den verschiedensten Gründen inhaltliche Änderungen vorgenommen. Manche Fans sind dann sauer, weil diese Veränderungen ihrer Meinung nach schlecht umgesetzt wurden. Dann gibt es Fans, die ganz grundsätzlich keine Veränderungen haben wollen. Ist eben deren Geschmack. Beim Thema „persönlicher Geschmack“ geht alles, alles darf, nichts muss. Ist nur eine harmlose Freizeitunterhaltung.

    Und genau WEIL es nur harmlose Unterhaltung ist, habe ich beim Thema Star Wars zum Glück schnell genug die Kurve kratzen können, um mir nicht standig selber das Leben schwer zu machen. Ja, TFA war eine riesengroße Enttäuschung. Rogue One war zwar auch nicht perfekt (wer ist das schon?), aber erfrischend. Mal was anderes. SOWAS hätte ich mir persönlich von den neuen SW-Filmen gewünscht. Aber gut, unverschämterweise hat niemand auf mich gehört. Die beiden letzten Filme der SW-Ennealogie haben mich daher nicht mehr genug interessiert, um dafür extra ins Kino zu gehen, aber ich habe kein grundsätzliches Problem mit ihnen. Ich bin nicht mehr ausreichend genug verärgert darüber, was hier teilweise an Hochglanzausschuß verbrochen wurde, um bei diesem Thema Hemden mit größerer Kragenweite tragen zu müssen. Wenn diese beiden Filme irgendwann im Streaming laufen … warum nicht?

    Ich habe vor allem gelernt politische Aussagen von Regisseuren und Schauspielern von ihrem Werk zu trennen, ohne dabei ignorant zu sein. Ja, ein John MIllius ist eine ziemliche Rechtsaussen-Socke, aber seine Arbeit an „Apocalypse Now“ und vor allem „Conan“ sind Meisterwerke, die ich nicht missen möchte. Deswegen kann ich auf greuliche Machwerke wie „Red Dawn“ und spätere Gung-Ho-Actionfilme von ihm einfach verzichten und dennoch Filme wie „The Wind and the Lion“ genüßlich anschauen, wohlwissend um den in diesem Film durchaus erkennbaren Jingoismus.

  17. RLM haben eigentlich schon alles zu PIC und dem Verhältnis zu Star Trek gesagt.
    Ich selber bin vorsichtig optimistisch und hoffe, dass das nicht in dämlichen Fratzengeballer endet.
    Auch bin ich nicht so der Fan von Holzhammer-Methoden bei der Überbrigung ethischer Botschaften, aber auch da habe ich schon Schlimmeres erlebt.

  18. @Eno

    Ich denke, du misst da mit zweierlei Maß. Denn gerade die Serien von Kirk bis Janeway wirkten viel eher bemüht, ihrer Zeit voraus zu sein oder ein bestimmtes „Quotenkiller-Tabu“ zu brechen: Uhura, ein Japaner / Russe auf der Brücke, der Uhura-Kirk-Kuss. Später dann Sisko und der Kuss von Jadzia und Lenara, Captain Janeway.

    Das ist doch alles nicht passiert, weil es eine organische, in die Welt passende, Entwicklung innerhalb irgendeiner Geschichte gegeben hätte. Die Charaktere waren auch „nicht einfach da.“ Das kam alles immer von außen, weil es herausstechende…

    „Woah, das erste Mal in Star Trek oder sogar in einer Fernsehserie, dass…“-Momente waren.

    Offenkundig bist du in der Lage, den jeweiligen Zeitgeist bei den alten Star Treks gedanklich ausblenden, also warum kannst du das bei ST:Picard oder dem Witcher nicht auch? Warum kannst du jetzt nicht auch einfach sagen: „Naja, die Charaktere sind halt da.“?

    Grüße… Sarabi

  19. @Harzzach

    Wegen Stargate… Es hat geholfen, wenn man Farscape-Fan war und früher sogar mal in Sliders rumgewildert hat. Das wirkte wie ´ne Aderpresse… und als dann noch Claudia Black hinzukam, war alles nur noch halb so schlimm.

    Wenn nicht, haste natürlich gelitten… ^^

    Grüße…. Sarabi

  20. Also ich bin glücklich! ^^

    Es fühlt sich zu 90% nach Star-Trek an und das ist so wundervoll nach dem, was da zwischendurch so kam. Und es ist ein Sequel – genau so muss es sein!

    Dass der Plot „Data töten und ihn dann zurückbringen“ blöd ist, darüber muss man nicht streiten, aber das hat aus meiner Sicht nicht die Serie verbockt, sondern der Kinofilm. Data hätte nie sterben dürfen (schon da ja mit Aussicht auf „Wiedererweckung“). Das war so eine unnötige und dämliche Neuauflage von Spocks Tod, dass es eigentlich ein Abraham-Film sein müsste.

    Jetzt aus der Not (Datas Tod war blöd) eine Tugend zu machen und einen größeren Plot darum zu spinnen finde ich allemal besser, als manch andere Lösung.

    Ich finde übrigens, dass der Kern von Star-Trek nicht unbedingt „progressiv“ ist im Sinne, wie das heute gerne mit PC gleichgesetzt wird. Wenn Star-Trek richtig gut war, dann, wenn es den Humanismus hochhält. Und der räumt genauso mit (echtem!) Rassismus/Sexismus auf, wie mit organisiertem Theismus oder Kulturrelativismus.

    Klar stimmen viele der anderen von z.B. Aliens Kritikpunkten, aber überwiegen tut für mich weit das was Pixelex schreibt: Es geht endlich wieder in die richtige Richtung! : D

  21. Joho und ’ne Buddel voll Rum 😉
    Wenn man wirklich wöllte (kaum vorstellbar, aber mal für Spass), man kann Obst-TV auch per Webbrowser schauen.

    Apropos wegen „Captain, my captain“ im Titel, illegalen Seebären, und nautischer Grundstimmung
    –> mein Tipp auf Amazon Prime dazu: The Terror (Staffel 1). Du weißt von der ersten Minute an wie es ausgeht (Spoiler: no Happy End), aber eine solche Mischung aus „Master and Commander“, „The Thing“ und einem (Zitat) „Gemälde von Caspar David Friedrich“ –> kein feel good, aber really really good!

  22. Schon viel Gutes zu „Terror“ gehört, aber so rein mental ist das derzeit nix für mich. Muss dringend ins Sonnenstudio 🙂

  23. /me freut sich auf Altered Carbon Staffel 2 Ende Februar und natürlich wie es in „Haus des Geldes“ im Mai weitergeht.

    Gucke gerade Bojack Horseman die vermutlich leider letzte Staffel, war überrascht, wie gut „You“ war und wenn es nicht bald mit Rick and Morty weitergeht, geh ich auf den Blog von irgendjemanden und poste dort, worauf ich mich freue und was ich grad gucke! Da kenn ich nix.

    Grüße… Sarabi

  24. @Hazz:
    Hmm, dann empfehle ich bis die Sonne wiederkommt „The Marvelous Mrs. Maisel“ auf Amazon. Ernsthaft! Für das was es sein will ist es echt perfekt!

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