Nie war es schöner draussen zu sein

Heute morgen habe ich mir extra viel Zeit gelassen, um zur Arbeit zu gelangen.

Weil mir plötzlich aufgefallen ist, wie unglaublich blau der Himmel war.

Strahlend blau!

So blau, wie ich den Himmel schon lange nicht mehr in Erinnerung habe. Besonders intensiv verbinde ich „blauen Himmel“ mit den Kindertagen. Als „Sommer“ gleichbedeutend war mit tiefschwarzem, kochendem Asphalt. Der Boden war nicht nur „Lava“, er WAR Lava! Mit einer hellbeigen, kühlen Waschküche im Keller, die über Mittag zum Spielzimmer umfunktioniert wurde. Mit einem klaren, ungetrübten, strahlend blauen Himmel.

Im Laufe der Jahre kamen dann immer mehr Kondenstreifen hinzu, als immer mehr Flugzeuge in großer Höhe immer mehr Menschen durch die Lüfte befördert hatten. Der Himmel war theoretisch zwar immer noch blau, aber das war ein trübes, diesiges, mit ständig neuen weißen Strichen versehenes Blau.

Aufgefallen ist mir das schon, aber ich habe es einfach hingenommen, weil es eine langsame, graduelle Veränderung war. Der Himmel war im Sommer … so, wie er eben jetzt war. Eben so wie hier:

Vor zehn Jahren brach in Island ein Vulkan mit dem wunderschönen Namen Eyjafjallajökull aus und spuckte dabei dermaßen viel Asche in die Atmosphäre, dass aus Sicherheitsgründen für ein paar Tage der Flugverkehr über Europa drastisch reduziert wurde. Da war der Himmel plötzlich wieder wie früher. Blau. STRAHLEND BLAU! Für ein, zwei Tage. Bis wieder die gewohnte Trübnis der Chem-Trails einsetzte.

Heute morgen aber … irgendwas war anders. Sicher, weniger Autos auf den Strassen. Und weniger Fahrgäste in der Strassenbahn. Aber da war noch was an diesem wunderschönen, sonnigen Montagmorgen … mit seinem strahlend blauen Himmel???

Ja, natürlich. Keine Flugzeuge mehr. Keine Kondenstreifen mehr.

Herrlich! 🙂

Ja, natürlich. Mir ist bewusst, dass dies weniger herrlich für alle Betroffenen ist. Wie bereits geschrieben, ich selbst bin bald staatlich allimentierter Kurzarbeiter.

Aber alles hat mindestens zwei Seiten.

Und diese eine Seite ist strahlend blau und wunderwunderschön!

4 Kommentare zu „Nie war es schöner draussen zu sein

  1. Wäre toll, wenn das einer der Aspekte wäre, der uns nach Corona erhalten bliebe.

    Man wird ja noch träumen dürfen *seufz*

  2. @quellcode:
    Hab‘ doch mal Hoffnung! Das uns nach Jahrzehnten in gerade diesen Zeiten ein neues bahnbrechendes Spiel von Valve UND gleichzeitig „GabeN der Weiße, am Wendepunkt der Gezeiten“ erscheint… tja, dass muss doch was zu bedeuten haben!

  3. Vor allem viel weniger Menschen. 🙂
    War gestern ganz allein in einem riesigen Getränkemarkt. Auf dem Weg dahin auch nur vereinzelt Autos gesehen.

    Wenn das doch immer so bleiben würde. ^^

  4. Genieße das noch bis ca. Mitte/Ende Mai. Dann dürfte die erste Welle vorbei sein und Lebbe geht weida.

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