Sich nicht mehr ärgern müssen

IDDQD

Game Genie, Action Replay

Up-Up-Down-Down-Left-Right-Left-Right-B-A

Solange es Videospiele gibt, gibt es auch Methoden, die es dem Spieler ermöglichen die Herausforderungen, welche der Entwickler in sein Spiel packt, zu vereinfachen oder gänzlich zu umgehen.

Mit der Eingabe eines Cheatcodes (die vom Entwickler selbst implementiert wurden) oder über die Verwendung spezieller Cheat-Hardware, die den Speicher- oder Cartridge-Inhalt auslas, bestimmte Werte veränderte und wieder zurückschrieb, bzw. der Konsole unterjubelte, konnte man sich ein paar Dutzend neue Leben oder unfassbare Mengen einer dringend benötigten Ingame-Ressource zuschustern. Man konnte ganze Spielabschnitte überspringen (weil für Savegames kein Platz im teuren RAM-Baustein war, waren Levelcodes ein netter Service des Entwicklers) oder den Gesundheitswert des eigenen Spielecharakters einfrieren, so dass man nicht mehr Gefahr lief an kostbaren Gesundheitspunkten verlustig zu gehen.

„Cheaten“ gehört seit jeher zu Videospielen, wie eine gescheite Shotgun (oder ein adäquates Shotgun-Äquivalent) seit jeher zu einem Shooter gehört. Das ist kein neuartiges Phänomen, welches die junge Generation nur deswegen erfunden hat, um die alten Säcke zu ärgern, damit sich diese in eine rosafarbene Nostalgie-Illusion flüchten können. Cheaten und Spielen gehören zusammen wie Lieder von Eis und Feuer (Winds of Winter when, you lazy f…?), wie die Faust auf’s Auge und der Topf unter den Deckel.

Jetzt kann man natürlich einwenden, dass Cheats moralisch verwerflich seien und dass man sich doch um die Freude der Bewältigung einer Herausforderung bringen würde. Dass eine ehrlich bewältigte Herausforderung ein gutes Gefühl hinterlässt, während man bei der Verwendung von Cheats nur einen schales Geschmack im Mund bekommt.

Darauf kann ich nur antworten mit: Wenn Du das willst, dann spiel doch so? Denn wenn ich das will, dann spiele ich auch so. Ohne dass mir ein Zacken aus der GitGud-Krone bricht, weil ich im nächsten Spiel cheate, da ich gerade keinen Bock auf zwei Stunden Warten & Grinden habe, um z.B. die nötigen X Einheiten von Rohstoff Y zu bekommen.

Ein jeder nach seiner Facon. Mal so. Oder so. Oder so und so.

Dies gesagt habend, möchte ich ein kleines Tool vorstellen, welches mir in letzter Zeit zu viel Gelassenheit und jeder Menge kosmischer Harmonie verholfen hat.

Wemod

Wemod ist eine Sammeloberfläche für Trainer, die meines Wissens explizit für diesen kommerziellen (!) Anbieter geschrieben wurden. Trainer, wo kein AV-Programm mehr rummeckert, weil Programmroutinen entdeckt wurden, die auch von weniger freundlichen Zeitgenossen benutzt werden um z.B. Speicherinhalte zu verändern. Wemod ist kein halbseidener, schmieriger Abgreifer der Arbeit anderer, sondern ein ganz normales, auch auf den zweiten Blick seriös erscheinendes Unternehmen.

Dass man damit inzwischen gutes Geld machen kann, haben auch Investoren in Deutschland begriffen, die z.B. Plitch finanzieren, wo man aus der Megadev-Ecke kommt und das eigene Wissen zu Geld machen will.

Im Gegensatz zu Plitch stellt man sich bei Wemod aber etwas schlauer an bei der Kommerzialisierung. Es werden keine Trainer hinter der Paywall versteckt (etwas Essentielles wegzusperren und dann X zu verlangen ist so dermaßen typisch deutsch, dass Plitch in seiner Nutzlosigkeit fast schon putzig wirkt), sondern es werden Quality-of-Life-Features angeboten und man kann für Geld eine Art Ingame-Währung kaufen, mit der man bestimmte Trainer-Projekte pushen kann. Ein Trainer für ein obskures Spiel, welches kaum jemand kennt? Baller Dein Geld in Punkte und pushe diesen Trainer-Wunsch ganz nach oben. Ein Trainer für die MS Store-Version eines Spieles, weil man dumm ist und immer noch nicht gelernt hat dort nichts zu kaufen? Pushe Deinen Wunsch ganz nach oben!

Nett bei Wemod ist auch, dass man Custom-Pfade definieren kann. Da hat man z.B. die GOG-Version von Wolfenstein: The New Order und braucht Hilfe beim Endboss, es gibt aber nur einen Trainer für die Steam-Version? Kein Ding, einfach den Pfad auf die GOG-Exe des Spieles umbiegen und sich an Godmode erfreuen. Das klappt zwar nicht immer, aber wenn sich der Trainer nicht schert, woher die Spiele-Exe kommt, nimmt man dieses Feature doch gerne mit.

Nein, ich bekomme kein Geld von der Betreiberfirma. Ich habe dort auch noch nie Geld ausgegeben und sehe derzeit auch keinen Anlass dies zu tun. Wemod ist quasi ein Freemium2Cheat-Angebot, welches *doppelschwör* auch IT-Security-sensitiven Gamern den entspannenden Nutzen halbwegs anständig programmierter Trainer zuteil werden lassen kann.

Auf jeden Fall hilft es meinem Gemüt dämliche Designentscheidungen besser abzufedern und sich nicht wegen jedem Pups aufzuregen.

Mein Spiel, meine Regeln.

Ich kenne Leute, die haben z.B. Doom ausschliesslich mit IDDQD und IDKFA gespielt. Einen Riesenspaß gehabt, weil sie nirgendwo das Bedürfnis verspürt haben sich etwas beweisen zu müssen. Ich kenne Leute, die kennen ein Age of Empires 1 nur als das Spiel, wo man mit Corvettes und Laser-Soldaten mittelalterliche Festungsanlagen in Schutt und Asche legen und ganze Reiter-Regimenter mit einer einzigen Einheit niedermetzeln kann. Ressourcen sammeln, forschen, upgraden und Einheiten-Hotkeys auswendig lernen? Wozu das denn?

Deren Spiel, deren Regeln.

Ist das aber die richtige Botschaft, die man Designern und Entwicklern senden sollte, wenn man mal wieder auf einem Difficulty-Spike aufgespießt wird, der sich gewaschen hat? Mach Du halt weiterhin irgendwelche halbgare Shice und verschwende keine Sekunde auf Balancing, weil ich habe ja einen Trainer? Nun, aus einer grundsätzlichen Warte heraus natürlich nicht …

… aber ich habe ja einen Trainer.

🙂

16 Kommentare zu „Sich nicht mehr ärgern müssen

  1. WeMod bin ich auch schon drübergestolpert habe aber aus Mistrauen das Ding nicht installieren wollen. Dann kann ich das jetzt ja mal ausprobieren. 😀

  2. Ich kann die Motivation durchaus verstehen, habe aber glaube ich seit den frühen Nullerjahren keinen Cheat mehr benutzt. Entweder das Spiel macht Spaß, dann spiele ich zur Not auch so lange bis ich es schaffe, oder es macht mir keinen Spaß, dann lasse ich es zur Not sein.

  3. Mir macht Wolfenstein – TNO richtig viel Spaß, der Endfight ist aber dumme Grütze. Da ärgere ich mich nicht rum, verwende den Trainer und sehe das Ende. Automata ist bis auf diesen einen Bossfight unglaublich gut, warum soll ich wegen einer mißratenen Stelle aufhören?

    Trainer/Cheats sind für mich nützliche Werkzeuge, um ein Spiel so zu gestalten, damit es wieder Spaß macht.

  4. Ich hab es mal mit Plitch versucht vor ca. einem Jahr, weil ich mir Sekiro zugelegt hatte und partout nicht mehr weiterkam, weil mir Shinobi-Jäger Enshin von Misen das Spiel vermisen wollte, was er auch geschafft hat. Und das war zu einem recht frühen Zeitpunkt des Spiels. Nachteil des Cheats war jedoch, dass Sekiro viel zu leicht wurde, was dann wiederum auch nicht nach meinem Geschmack war. So hab ich es dann sein gelassen. Eventuell schaue ich in den von dir erwähnten Möglichkeiten rein. Oder ich lasse es einfach mit Spielen der Marke Soulslike…

  5. Ich wünschte, ich könnte so pragmatisch cheaten wie Harz. Aber ich kann mich nur Jonas anschließen. Wenns ohne nicht geht (und durchbeißen auch nicht), verlier ich eher die Lust.

    Ich habe schon Probleme, wenn man zu viele Aspekte einzeln angleichen und damit quasi „legal“ cheaten kann.

    Für verschiedene vorgegebene Schwierigkeitsgrade bin ich aber immer dankbar! : )

  6. Kann mich auch nur den letzten beiden Postern anschließen. Fängt man erst einmal mit Cheats und Trainern an, wird der Riss im Damm im Laufe der Zeit immer größer, wird die Hemmschwelle immer geringer und irgendwann wird’s zum Normalfall – auch wenn man das anfangs gar nicht wollte. Um Frust und Nervereien zu vermeiden, spiele ich Spiele grundsätzlich niemals auf dem höchsten, sondern immer nur auf dem zweithöchsten Schwierigkeitsgrad. Nervt mich ein Spiel dann dennoch kolossal, ziehe ich erst Guides und Let’s Plays zu Rate. Hilft das nicht, lege ich das Spiel eine Zeit lang beiseite und versuche es später noch einmal. Hilft das auch nicht und das Spiel interessiert mich immer noch, senke ich den Schwierigkeitsgrad (ungerne). Hilft auch das nichts, wird’s deinstalliert – in der Regel für immer. Aber Cheats oder Trainer? Teufelszeug! 😉

  7. It’s only in your heads!!! *lock* *sirenengesang* Traut Euch! Euer Spiel, Eure Regeln!! *sirenengesang wird lauter*

    DO IT!

    Mwahahahaha!

  8. Ich muss es zugeben – ich cheate mit Cheat Engine oder via Trainer von Wemod oder fling, oder, oder, oder. Im gesetzeren Alter habe ich immer weniger Zeit (und Lust) mich in Spielen aufgrund von Schwierigkeitsgrad, Ressourcenknappheit und Co. aufhalten zu lassen. Daher wird mein Spielspaß durch kleine Schummeleien deutlich erhöht. Selbstverständlich nur im Singleplayer. 🙂

  9. Dune – Großleinwand (ja, in 3D) –> für sowas wurde die geschaffen – Villeneuve hats drauf – Geil

    P.S.: Was das Ganze mit dem Topic hier zu tun hat?… Ähmm… Steht doch in der Überschrift! Ich hab mich nicht geärgert, fast 15€ ausgegeben zu haben 😛

  10. Es gibt da so bestimmte Devs und Publisher, die sind grundsätzlich beratungsresisten. Oder sie hören zu sehr auf elitäre Hardcore-Fans. Oder sie sind gar schlichtweg stolz auf die Grütze, die sie da produzieren. Wir machen das so, weil wir das schon immer so machen!

    Da muss ich doch nur an ‚Elex‘ denken. Das Spiel ist mit viel Liebe gemacht, die Welt ist beeindruckend und läd zum Erforschen und rumstöbern ein wie selten eine Spielwelt und dennoch hab ich nach 60 Stunden in den Sack gehauen, weil… Piranha Bytes es einfach nicht lassen kann, dem Spieler, noch dazu einem; der nicht GENAU SO spielt, wie man sich das bei PB vorstellt, ein eisenbeschlagenes Brett nach dem anderen vor den Latz zu knallen. Und es dann ‚Anspruch‘ zu nennen.

    Dazu dann noch das völlig vermurkste Kampfsystem und ich hatte ab einem bestimmten Punkt einfach den Kanal voll davon, von dem Spiel wieder und wieder mit Anlauf auf die Zwölf zu bekommen. Und wenn einer, der sein gerüttelt Maß auch an frustigen oldschool RPGs hinter sich hat, nach 60 Spielstunden in den Sack haut, obwohl er eigentlich mehr von Spielwelt und Geschichte sehen will, weil er sich auch nach all dieser Zeit immer noch so verwundbar wie in der ersten Stunde fühlt und kein Stück das Gefühl hat, stärker geworden zu sein, dann hat man bei der Entwicklung meiner Meinung nach klar den falschen Weg eingeschlagen. Aber wie gesagt, PB kümmert das nicht, die meinen immer noch, dass gehört so.

    Inzwischen habe ich beschlossen, mich zumindest für ‚Elex‘ mal nach einem Trainer umzusehen und es noch einmal mit dem Spiel zu versuchen. Einfach, weil ich eben doch mehr über die Geschichte und mehr von dieser Welt sehen will. Wenn das nur mit Trainer geht, ist das schade, aber andernfalls fasse ich das Spiel dann gar nicht mehr an. Und ich bin durchaus auf Elex 2 gespannt, aber ich hab noch nie ein Sequel gespielt, wenn ich den Vorgänder noch nichtmal durchhatte, schon wegen der Story. Da tu ich PB mit dem Einsatz eines Trainers sogar noch was Gutes. Zumal ich selbst dann nur einige wenige Aspekte des Spieles dämpfen würde, wie zum Beispiel die viel zu knappe Ausdauer.

    Nicht anders sah es für mich bei XCom 2 aus. Das Spiel ist meiner Meinung nach zumindest für Leute, die jetzt nicht die ausgebufften Taktikcracks sind oder nur über eine beschränkte Zeit zum Spielen verfügen oder schlichtweg alte Säcke mit gesunkener Frustschwelle sind, derart unbalanciert und unfair, dass ich es ohne Trainer zwar für spielbar halte, aber keinerlei Spaß daran habe. Da sind dann als erstes diese unsäglichen Timer rausgeflogen.

    ‚Mechwarrior‘, obwohl ein klasse Spiel, wurde für mich auch erst mit dem von Harzzach empfohlenen Trainer richtig zugänglich und demnächste werde ich mich wohl auch mal nach einem Trainer für Mutant Year Zero umsehen, weil ich das eigentlich ziemlich genial finde, ich aber mit einer bestimmten Spielmechanik mal so gar nicht zurande komme.

    Selbst in Fallout 4, mit dem ich viel Spaß habe, seitdem ich es als Bausimulator mit gelegentlichen Schießeinlagen betrachte und behandle, hat ein Cheat bei mir nicht nur für wesentlich frustfreieres Spielvergnügen, sondern auch für brüllendes Gelächter gesorgt. Und dabei hab ich noch NIE in einem Fallout gecheatet. Und so war das eigentlich auch gar nicht gedacht.

    Wer in Fallout 4 doch etwas länger gespielt und auch Häuschen und Siedlungen gebaut hat, der hat sich wahrscheinlich unweigerlich über bestimmte nervige Dinge geärgert. Zum Beispiel, dass man eine ganze Menge des herumliegenden Unrats und hässliches Gebüsch nicht entfernen kann oder dass Molerathügel oder die sterblichen Überreste von Raidern etc mitunter nie wieder verschwinden. Und genau dafür hab ich mir eine kleine Mod names ‚Delete Everything‘ installiert, die auch super funktioniert. Tote Raider, Gestrüpp oder dumm herumstehende Kisten sind kein Problem mehr. Und dann stand ich in irgendwelchen zu einer Vault gehörenden Tunnels und wurde von Horden von Radskorpionen angegriffen. Jetzt sind einer oder zwei oder auch drei normalerweise kein Problem, aber mehr als zehn von den Dingern, einer davon einer dieser Minibosse, beengter Raum zum Ausweichen und dann buddeln sich diese Viecher nach jedem Treffer ein, um dann irgendwann hinter dir aufzutauchen…

    Und in der Hektik bin ich dann unbeabsichtigt in den Baumodus geraten und siehe da… ich musste zu meiner Freude feststellen, dass ‚Delete Everything‘ tatsächlich ‚lösche alles… und jeden‘ meint. Zapp, war der erste weg, ich glaube, ich habe zuerst ziemlich doof aus der Wäsche geschaut, dann hab ich versuchsweise noch ein paar gelöscht. Das Ende vom Lied war, dass ich brüllend lachend durch kilometer von Tunneln zog und mich durch Horden von radioaktiven Ferals, riesigen Radskorpionen und Mutanten löschte. Seitdem ist mein Leben in Fallout 4 viel entspannter, gerade was die Verteidigung meines Eigenheimes oder von Siedlungen angeht, und viel, viel lustiger sowieso. Da komme ich mir beinahe vor wie Mr. Manhattan, der Dinge nicht einfach atomisiert, sondern die elementaren Kräfte aufhebt, welche Atome zusammenhalten und so die Dinge aus der Existenz löscht.

    Man sieht also, Trainer können einem Spiel durchaus ganz neue und erheiternde Aspekte verleihen. Und wie gesagt, wenn die Wahl besteht zwischen ’nie wieder anfassen‘ und ’nur noch mit Trainer‘, dann ist doch die zweite Option letztlich die bessere, oder?

  11. Whoops, beinahe vergessen… an sich hatte ich ja versprochen, Warhammer 40k Videos unter jedem Kommentar posten, aber momentan ist Games Workshop ja auf einem ganz üblen ‚Alles meins!‘ Trip und meint, alles und jeden verklagen zu müssen, der irgendwas mit Wh40k macht. Das heißt, GW holt auf YT etc. gerade zu einem derben Rundumschlag aus, was zum einen das Material knapper werden lässt, zum andern möchte ich derlei Verhalten nicht auch noch mit Werbung belohnen.

    Statt dessen lasse ich euch an meinem jüngsten Nostalgietrip teilnehmen und ich bin mir sicher, dass da der eine oder andere ganz verschämt ein klitzekleines Tränchen aus den Augenwinkeln wischt.

  12. GWS hat jetzt ein eigenes Streaming-Portal. Wer Bewegtbilder aus W40K sehen will, soll dorthin gehen und blechen. Alles andere muss weg-DMCAed werden.

  13. @Alien

    Bei Elex kannst Du Dir den Trainer sparen. Hol Dir einfach diese Megawumme aus dem Norden (die Riesenmonster kann man umgehen) und danach sind die Kämpfe alle leicht.

    Blöd für mich war halt, dass ich irgendwann festegestellt habe, dass ich mich (ohne wirklich guten Grund) einer dieser drei Gruppen anschließen muss(!), wo ich bisher Freelancer war und sogar ein eigenes Camp habe. Da alle drei Gruppen auf ihre Art bescheuert sind, hat das die Immersion und die Weiterspielfreude leider beendet.

  14. @Harzzach Yup, nennt sich Warhammer Plus, kann aber letztlich nichts bieten, das einen Mehrwert hätte und den Preis rechtfertigt. Fakt ist aber leider auch, dass GW alle talantierten Leute entweder niedermacht oder einkauft und deren Arbeit hinter der Paywall versteckt, wie zum Beispiel das geniale Einmann-Projekt ‚Astardes‘. Zudem macht GW derzeit mit richtig asozialen NDA’s (also Schweigeverpflichtungen) Furore. Ich habe aber den Eindruck, dass der Wahnsinn Methode hat, man will die alten Hardcore-Fans eigentlich am liebsten loswerden und den Weg des Mainstreams gehen, komplett ohne zu verstehen, dass Wh40k als Mainstream nicht funktionieren KANN.

    @Finrods-Hand Mich hat schon gestört, dass ohne Begleiter ein Weiterkommen schlicht nicht mehr möglich ist. Wenn ich so darüber nachdenke, scheinen die Kämpfe tatsächlich so konzipiert zu sein, dass sich die Horden von Gegner, mit denen man sich da normalerweise herumschlägt (und da kommt es nicht selten vor, dass sich irgendwelche dritten Parteien in die Kämpfe einmischen, natürlich IMMER auf der Seite deiner Gegner), auf mehr als eine Person konzentrieren, so dass die zweite immer mal ein paar Sekunden zum Luftholen und Ausdauer auffüllen kommt. Ich HASSE Begleiter, mal abgesehen von den alten Fallout-Spielen und dem Hund in Fallout 4. Der einem aber auch nicht mit dummem Gelaber auf den Zünder geht und nichtmal als Begleiter zählt, so dass man die Boni für’s alleine reisen und kämpfen auch noch erhält.

    Und warum dürfen die Technopriester und die Baumkuschler Magie (oder was immer in Elex als solche durchgeht) ohne Einschränkungen und Mali direkt benutzen, die Rebellen aber nur über den Umweg von Drogen, für deren Nutzung es dann jedesmal MASSIVE Mali hagelt? Macht Sinn, hmhm…

    Und ja, was die Faktionen angeht hat es PB tatsächlich geschafft, sich in die lange Reihe von Devs einzureihen, die anscheinen nicht in der Lage sind Gruppierungen zu erschaffen, von denen nicht jede einzelne auf ihre ganz eigene Art zum Kotzen ist. Und überhaupt, und das betrifft keinesfalls nur PB, habe ich es dermaßen SATT, dass es anscheinend zum kleinen Einmaleins der Spieleentwicklung gehört, den Spieler mehr oder weniger direkt zu beleidigen und zu frustrieren, indem man ihn für Person/Gruppe XYZ jede Menge Aufträge erfüllen lässt, die bislang anscheinen NIEMAND auch nur ansatzweise erfüllen konnte – nur um in dann via NPC zu beleidigen, zu verspotten und mit einer nur widerwillig, aber mit riesiger Grandeur überreichten und in der Regel wertlosen 08/15-Belohnung abzuspeisen. Okay, du hast gerade 12 Supermutantencamps, 4 Raiderhorden, 2.893 Radskorpions und die komplette lokale Deathclaw-Population gekillt, die Roboterinvasion gestoppt, die komplette Siedlung vor dem Verdursten gerettet und all unsere Kinder wiedergefunden, die seltsamerweise alle gleichzeitig und unbemerkt in den Dorfbrunnen fielen und dabei Munition, Stims und Heilmittel im Wert von 12 Trillionen Caps verballert, während du selbst dabei unzählige Male fast abgekratzt wärst. Hier sind deine 100 Caps, dein Stimpack und deine 12 Schuss Munition für die Billigpistole und denke JA nicht, dass wir dir jetzt vertrauen. Tun wir nicht, weil du Scheiße bist und unsere Verachtung verdienst.

  15. @Alien
    Ach, ja die Begleiter. Ich hab die im Camp gesammelt/geparkt, soweit ich mich erinnere. Aber brauchen tut man sie nicht, wenn man die richtige Waffe hat.

  16. P.S.:
    Mit dem NPC-verhalten hast Du in vielen Spielen recht. Ich erinnere mich an einen Kumpel, der mir damals von Morrowind abgeraten hat, weil er meinte, man könne da zwar zu XY-Supertitel aufsteigen, aber die meisten NPCs würden dann trotzdem weiter mit einem reden, wie zu Anfang. Nicht sehr immersionsfördernd. ^^“

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