Penunze oder nicht Penunze – Epilog

Vor fast genau fünfzehn Jahren habe ich den Header-Screenshot dieses Postings angefertigt. Für die Illustration dieses Beitrages. Drüben, bei Guuchls Bloggedönskram. Der erste je von mir veröffentliche Screenshot. Hach, damals™ …

An Geld und so Kram habe ich kein Stück gedacht. „Youtuber“ oder „Streamer“ waren Begriffe, die so noch nicht existierten. „Influenzer“ war noch eine Grippe und kein anderer Name für moderne Rattenfänger, erm, Meinungspräger. In diesem Jahr des Herrn, anno MMVII, war auch klar, dass Kommerz-Bloggerei nichts ist, was wirklich funktionieren würde. Vor allem im deutschen Sprachraum ist speziell diese Blase geplatzt, noch bevor sie nennenswert aufgeblasen werden konnte.

Deswegen habe ich im Kontext dieser Machwerkes auch nie an Geld gedacht. Jeden Gedanken daran entrüstet von mir gewiesen und jede Kooperationsanfrage windiger Marketing-Agenturen mit hämischem Grinsen gelöscht. Dieser Blog existiert, weil ich seinerzeit STINKSAUER war! Mein Hobby hatte sich zur Unkenntlichkeit verbogen, war Opfer skrupelloser Geschäftemacher geworden, denen die Aussicht auf schnellen, hohen Profit auf Konsolen wichtiger war als gute, langanhaltende Geschäfte auf der PC-Plattform.

Die Welt war sooooo böse und gemein zu mir! *stockfuchtel* *zeter* *nöl*

Nun, dies war einmal. Der Spielewelt geht es seit dem besser als je zuvor. Sicher, mit Psychofallen nur so durchsetzte Monetarisierungs-Software existiert weiterhin und wird auch weiterhin existieren, so lange sich nur ein Wal findet, der diesen Skinner-Boxen nicht entkommen kann. Aber Konsolen sind schon lange nicht mehr der Feind und alleine nur auf dem PC gibt es inzwischen so dermaßen viele Titel, die mich potentiell interessieren, als ich jemals Zeit für alle finden würde. Und dann gibt es noch so viele Mods, die mir im Laufe der Jahre ans Herz gelegt wurden und für die ich ebenfalls noch nicht genug Muße gefunden habe. Ja, Thief: The Dark Mod wartet immer noch auf mich. Ich habe es nicht vergessen.

Es hat sich einiges verändert in diesen Jahren. Die Branche, die Welt, ich selbst. Deswegen dachte ich mir, auch hier Dinge ein wenig aufzumischen. So ganz grundlegend. Keinen Stein auf dem anderen zu lassen. Etwas neues tun. Tschakka!

Lange Rede, kurzer Sinn: Vielen Dank für Euren Input!

Ihr seid schuld daran, dass hier höchstwahrscheinlich alles bleibt, wie es ist! Ihr strukturkonservativen Fortschrittsverweigerer!!

Nein, ernsthaft: Danke!

Weil mir beim Lesen Eurer Kommentare wieder verstärkt bewusst wurde, dass ich mit „Das Hobby zum Beruf machen“ keine guten Erfahrungen eingefahren habe. Was sich nach bereits kurzer Zeit andeutete, habe ich dann bei ehem. Kollegen erlebt. Die haben privat kaum noch was gezockt, ihre Leidenschaft für dieses Medium wurde durch professionelles Bohei um den jeweils neuesten Shice des Arbeitgebers ersetzt.

Ja, es ist eine reine Kopfsache. Es gibt genug Leute, die in der Branche professionell unterwegs sind und sich weiterhin ehrlich und aufrichtig für gute Spiele begeistern können, gleichgültig woher sie kommen und wer sie gemacht hat. Man wird nicht zwangsläufig zu einen zynischen, abgebrühten Veteranen vieler Auseinandersetzungen zwischen Innerem Schweinehund und den Erfordernissen der Arbeit.

Ich bin mir aber nicht sicher, ob ich diese Balance hinbekomme. Gänzlich von mir weisen tue ich den Gedanken aber auch nicht mehr. Doch ich darf es nicht erzwingen. Wenn sich eines Tages etwas Größeres daraus entwickelt und gewisse Chancen und Möglichkeiten am Horizont auftauchen, sehr gerne. Wenn letztendlich alles so bleibt wie es jetzt ist, wunderbar. Ich bin mit der Gegenwart zufrieden.

Deswegen fange ich auch gaaaaaanz klein an. Ein erster, kleiner Schritt. Gnihihihi!

Ein Upgrade meines Hostingspaketes bei Automattic, dem WordPress-Betreiber. Der früher oder später eh gekommen wäre, weil der Speicherplatz langsam knapp wird. Effin Screenshots!

Danach schaue ich mir in Ruhe an, was mir geboten wird, was ich davon alles nutzen möchte.

Gefolgt vom nächsten Schritt. Wie immer dieser auch aussehen mag, groß wird er mit Sicherheit nicht werden. Aber es wird der nächste sein 🙂

Penunze? Für Penunze mache ich mir schon werktags den Home-Office-Buckel krumm.

Das hier, das ist Spaß und Ausgleich. Ich haue gerne die Finger in die Tasten und schaue zu, wie sich komische Zeichenschlangen auf dem Bildschirm bilden. Ich brauche das. Für mich. Nicht für die Miete oder sonstige Dinge des täglichen Bedarfs.

Schönen Abend und viel Vergnügen mit was auch immer Ihr gerade durch den RAM jagt.

Photo by Lucie Liz on Pexels.com

27 Kommentare zu „Penunze oder nicht Penunze – Epilog

  1. Zur Not könntest du es ja auch erstmal mit einem Kanal auf Onlyfans versuchen. 😀

    Ich meine, immerhin hab ich erst dieser Tage einen Artikel gelesen über eine, meiner Meinung nach mehr als nur leicht verwirrte, volltätowierte und mit Implantaten ‚verschönerte‘ jungen Dame, welche einen Kanal auf bewusster Plattform hat und /pro Woche/ 50.000 USD damit verdient, dass sie vor einer Kamera herumhoppst und ansonsten, nun ja, in Einmachgläser flatuliert und selbige an ihre Fans verscherbelt.

    Müssen ja keine Flatulenzen sein, ehrlicher Gamerschweiß tut’s sicher auch. ‚Harrach’s Heroes‘ nach einem Warcraft Raid, ‚Harz Knight Rises‘ nach einer Batman Session und ‚Harz Souls‘ nachdem du Dark Souls durch hast. Letzteres natürlich extra teuer, Verzeihung, /wertig/ und selbstverständlich mit einer limitierten Sonderedition ‚Harzzach’s Sweat-le Cry‘ mit Endbossschweiß.

    Ganz ehrlich, bei DER Kohle für DIESE Tätigkeit sollte ich mir vielleicht auch noch eine Nebentätigkeit suchen, Schwesterntracht hab ich ja schon. 😀

  2. Ich mag zwar mitunter mehr als nur leicht verwirrt sein, aber mangels Tätowierungen, Implantaten und weiblichen, sekundären Geschlechtsorganen ohne die Last der Jahrzehnte … bedaure. Zudem ich lieber frisch gekochte Marmelade in Einmachgläser gieße anstatt, nun, erm …

    Sprich, ich gönne dieser Entertainerin jeden Cent, verzichte jedoch dankend darauf der Menschheit mit Gitgud-Schweiß getränkte, geruchsfest versiegelte Papiertaschentücher anzudrehen. Ja, ich weiß, ein herber Verlust für alle, doch mit großer Macht kommt große Verantwortung ;-P

  3. Gibts eigentlich eine Spenden-Adresse? Gaming interessiert mich ja wie gesagt nur noch am Rande – was mir echt leid tut, weil ich ja fast 20 Jahre meines Lebens ein echt übertriebenes Zocker-Kid war. Aber ich kanns grade nicht ändern. Und trotzdem komme ich immer wieder auf dein Blog. Wofür ich dir echt dankbar bin: A) Dein Hinweis auf Trisolaris (bin grade fast mit Teil 3 durch, nachdem ich davor Jahrelang kaum SciFi gelesen hatte) und B) auf die Band Covet. Beides nichts mit Gaming zu tun, aber hier bei Dir kennen gelernt und Horizont erweitert 🙂

  4. Late to the party. Danke für die Einblicke. Auch ich bin deswegen so gern hier, weil ich immer das Gefühl habe, dass Deine Themen im besten Sinne ungeplant und ebenfalls im besten Sinne aus dem Bauch/Deiner derzeitigen Interessenlage heraus entspringen. Diese Natürlichkeit ist unersetzbar. Das Du damit gerne Geld verdienen sollst, würde ich Dir von Herzen gönnen. Aber eben wie, ohne diese entscheidende Essenz durch Paywalls und/oder dieses ‚ich muss‘ zu verlieren?

    Die Idee, nebenher mit anderen Ansätzen zu experimentieren ist da wahrscheinlich die beste Herangehensweise.
    Ich z.B. hätte dann nichts gegen eine ‚Erweiterung zum Blog‘, wenn Diese sich GENAUSO natürlich anfühlen würde. Ja, das zu erreichen ist aus Gründen schwierig, aber nicht unmöglich. Einer der das kann ist beispielsweise Clint Basinger vom Kanal ‚LGR‘. Vor Jahren als Lazy Game Reviews gestartet, hat sich das heute in einen Computer-Retro-Kanal entwickelt wie er sein sollte. Ja, der macht das jetzt professionell, keine Frage. Aber er hat immer noch diesen spürbaren Enthusiasmus aus seinen Amateurtsgen, dieses entspannt Überraschende gepaart mit seiner handwerklichen Perfektion. Da gibt es auch mal 14 oder mehr Tage keinen neuen ‚Content‘ wenn es gerade nicht passt…

    Bleib aber erstmal unbedingt so wie Du bist. Und wie sang der Mann mit dem holländischen Akzent nochmal? „Lass Dich überraschen..“ 😉

  5. Hat da gerade jemand gemeint, ich solle mal wieder ein Musikvideo posten? Covet ist nicht so meins, aber auch und gerade als alter Metallkopp finde ich die Synthese von Neuem und Altem immer wieder spannend. Ich mach da immer wieder mal eine metallische Weltreise.

    Abgesehen davon, schonmal über Patreon oder ähnliche Unterstützungsplattformen nachgedacht oder darüber, einfach mal einen Paypal-Link auf deinen Blog zu stellen?

    Zurück zur Musik – sicher nicht jedermanns Sache, aber passend zum Thema gibt’s hier aus Indien auf die Ohren. Ich präsentiere ‚Bloodywood‘.

  6. Ach cool, das liest sich alles ganz gut für mich! Freut mich wenn es ein Spaß-an-der-Lust-an-der-Freude-Hobby für dich bleibt! Also das was es immer war und das was ich an dieser Website mag. Gern spreche ich noch Lob und Dank aus: Ich lese deine Texte unglaublich gerne und freue mich jedes Mal wenn ich auf gut Glück die Seite aufrufe und einen neuen Beitrag finde!

  7. Jepp. Mal abwarten, was das noch wird.

    Ist halt blöd, wenn Fortnite weiterhin noch so viel Asche abwirft, dass selbst der EGS nicht genug Verlust macht und man weiter investieren & abschreiben muss, nur um diese verfluchten Steuern nicht zahlen zu müssen 🙂

  8. Das freut mich aber, wenn dir Album und Band so gut gefallen. Ich hatte meine Zweifel, mein Musikgeschmack ist ja bekanntermaßen auch… anders. Ich muss immer lachen, wenn Leute meinen, sie hören ‚harten Metal‘ und dann mit Metallica oder, noch besser, den Skorpions ankommen. 😀

    Jedenfalls war ich richtig gespannt auf das Debütalbum, da hätte ich sogar gerne die CD mit allen Schikanen gekauft, aber die waren rasend schnell ausverkauft.

    Was Epic angeht, denen wäre das auch ohne Fortnite egal, die haben die Chinesischen Kommunistischen Partei im Rücken. Was schon ein Grund ist, Epic nicht mal mit der Kneifzange anzufassen.

    Und nun wieder der musikalische Teil. Alex Terrible hatte ich ja schonmal hier, aber was soll’s. Ich kann nachvollziehen wenn das jemand nicht mag, aber ich empfehle, mal so bei 2:35 reinzuschauen. Das macht der ohne technische Hilfsmittel. Es existieren etliche Reaktionsideos auf YT, bei denen Gesangslehrer, Opernsängerinnen etc sich das ansehen und die Reaktionen sind immer wieder klasse. Den meisten fällt die Kinnlade schon am Anfang runter und ich freu mich dann schon immer auf die Gesichter bei 2:35.

  9. Der Sänger der Band rennt mit „Made in Russia“ Kampfweste und einem Sonnenrad auf dem Ellenbogen tätowiert rum. Da kann der noch so toll singen – Sorry, aber das geht mal gar nicht.

  10. @ Harzzach Es tut mir leid, ich werde jetzt eventuell ausfallend. Ansonsten verstehe ich bei diesen Vorwürfen, wenn du das Video raushauen würdest. Ich will hier weder irgendwelchen Politdreck verbreiten, noch will ich dir Ärger machen, weil irgendwelche Spaten meinen, ich würde das tun und dass dann noch auf dich zurückfällt.

    @ askies Wäre es in der Tat der Fall, dass der Mann ein Neonazi ist, täte es mir tatsächlich leid, sowas hier gepostet zu haben. Das Ding ist nur, er hatte solch ein Tattoo und gibt zu, dass er zu dem Zeitpunkt, als das gestochen wurde, jung und dumm und wenig informiert war. Inzwischen hat er das überstechen lassen. Seine Texte und die von ‚Slaughter to Prevail‘ sind nicht politisch und ich habe nie entsprechende Statements von ihm gelesen und gehört, obwohl ich ihn schon seit Jahren verfolge. Ich meine, wenn du schon derlei Vorwürfe machst, krieg wenigstens vorher die Fakten auf die Reihe.

    Was die Weste angeht, komm mal runter. Die bedeutet einen feuchten Dreck. Wieviele Rapper beispielsweise rennen in solch einer Kluft rum? Und der Mann LEBT nunmal als Russe in Russland, wirfst du ihm auch vor, Hosen ‚Made in Russia‘ zu tragen?`

    Aber schon klar, ich poste dann in Zukunft lieber was von ‚Feine Sahne Fischfilet‘ oder ‚K.I.Z.‘, das sind dann ja demokratiefördernde Demokratiefeindlichkeit und Aufrufe zur Gewalt.

    Und jetzt entschuldige mich, ich muss meine Wohnung von allem bösen Russischen befreien. Russisch Brot fliegt natürlich raus, der Buratino den ich seit meiner Kindheit habe und alle Bücher von russischen Autoren natürlich auch. Bei Simonow zum Beispiel geht’s ja auch um Krieg und so, das geht ja gar nicht.

    Ich frage mich nur, wie ich beispielsweise die ukrainischen Kämpfer einstufen soll, die mit der schwarzen Sonne auf der Uniform posieren?

  11. Ja, es gibt Nazi-Vorwürfe im weiteren Kontext dieser Band. Mit ein paar Indizien. Habe ich auch erst eben recherchiert. Aber so wirklich stichhaltig ist da IMHO nix. Dieses DeathCore-Gegrinde ist übrigens net so mein Geschmack 🙂

    Das wirkt auf mich wie das ständige, anhaltende Gezeter über die Onkelz. Die können noch so oft sagen, dass sie mit ihren Jugendsünden nichts mehr am Hut haben. Und deren frühe Texte und Lieder hatten definitiv (!) entsprechend rechte Bezüge und nicht nur ein Tattoo oder Nazi-Spacken im Band-Forum. Oder Rammstein, die sich für ihre Präsentation bei Leni Riefenstahl bedient haben und deswegen für manche als Nazi-Band gelten.

    Zu meinem großen Bedauern gibt es bei skandinavischen Folk-Metal-Bands leider so viele Deppen, die in diesen elektrisch verstärkten Natur-Mystizismus ihren persönlichen Reichsparteitag hinein interpretieren und nur unreflektierte, rechte Grütze von sich geben. Und definitiv keine Sekunde auf die Texte achten, die so mal GAR NICHTS mit Nazi-Ideologie zu tun haben. Zu viele selbsternannte Möchtegern-Fans mit dem IQ einer besoffenen Kakerlake. Wobei dieser Vergleich nicht angebracht ist, ich möchte mich vorbehaltlos bei allen Kakerlaken entschuldigen!

    Ich hatte auch mal ein Posting über diesen meinen Frust verfasst: https://seniorgamer.blog/2017/11/22/eigentlich-sollte-hier-was-ber-neo-folk-stehen/

  12. Die politischen Ansichten eines Künstlers interessieren mich nur, wenn er sie im Werk vor sich herträgt (also missionarisch unterwegs ist).
    Ansonsten werd ich den Teufel tun und alle Künstler PC-abklopfen oder erwarten, dass Jeder mein politisches Weltbild teilt, als Vorraussetzung ihn primär als Mensch und nicht nur als Widersacher zu betrachten.

    Alles zu politisieren scheint momentan so ein Trend zu sein. Dieser Trend tauscht immer wieder auf (auch mit „alles religiös betrachten“) und führt regelmäßig zu so sympathischen historischen Erscheinungen wie den Roten Khmer, den Nationalsozialisten oder dem Dreißigjährigen Krieg.

    Darauf kann ich gern verzichten.

    Überhaupt erscheint es mir zen-hafter die „Fehler der Anderen“ zwar nicht zu ignorieren, aber deswegen auch nicht das auzublenden, was sie vielleicht trotzdem an Schönem erschaffen.
    Sonst wird die eigene Weltsicht ganz flott ein sehr düsterer Ort, angefüllt mit sehr einfach gestrickten Feindbildern.

    Und jetzt muss ich mir mal was von Bloodywood anhören; Ihr habt mich neugierig gemacht!
    : D

  13. Politisierung ist nichts neues. Gab es schon immer, wird es weiterhin geben, ist Teil unserer Gesellschaft.

    Wichtig hierbei ist nur, dass man dabei menschlich bleibt und Leuten, die das gerne vergessen, den Mittelfinger zeigt. Hier in der Region meinte ein Bäcker vor ein paar Tagen auch seinen „Russischen Zupfkuchen“ umbenennen zu müssen. Kam dann doch nicht so gut an.

  14. @Finrods-Hand „Ansonsten werd ich den Teufel tun und alle Künstler PC-abklopfen oder erwarten, dass Jeder mein politisches Weltbild teilt, als Vorraussetzung ihn primär als Mensch und nicht nur als Widersacher zu betrachten.“

    Das unterschreibe ich nicht nur sofort, ich werde das in Zukunft zur Hölle und zurück plagiieren. 😀

    Und das mit dem russischen Zupfkuchen scheint kein Einzelfall zu sein, ich hab das schon von mehreren Leuten gehört. Da ist es dann immerhin gut, zu wissen, dass anscheinend doch noch ein paar mehr Leute ein Mindestmaß an Verstand besitzen als angenommen und befürchtet.

  15. Ohne die Diskussion vertiefen zu wollen: Wenn Kunstschaffende mit Symbolen und Aussagen politisieren, darf man das doch wohl kritisieren und darauf aufmerksam machen ohne selbst die politisierende Person zu sein. Nationalstolz und Hass möchte ich einfach nicht tolerieren oder bewerben. Damit darf man selbstverständlich umgehen wie man mag.

    Rammstein find ich in ihrer Aussenwirkung ja ok, Death in June haben die Grenze jedoch überschritten. Trotz schöner Musik. Mit Burzum Patch oder Onkels Sticker an der Heckscheibe sich zu zeigen ist längst eher ein Politikum als reine Fan-Zugehörigkeit.

    Es sollen sich doch alle wohl fühlen – auch an harmlosen Orten wie hier. Und ich fände es schade wenn hier umkommentiert eine gewisse Grauzone beworben wird.

  16. Nein, es geht hier nicht um das Tolerieren von Grauzonen a la „Ach, die tun doch nur a bisserl auf Nazi!“. Zumindest rede ich mir das erfolgreich ein. Aber wenn ich jemanden als Nazi bezeichne, sollte da schon mehr sein als nur eine alte Tätowierung und ein paar depperte Nazis im offiziellen Band-Forum.

    Ist der Chef von Warhorse (Kingdom Come) ein Nazi, weil er einem Alt-Right-Sender in den USA ein Interview gab und dabei ein Burzum-T-Shirt trug? Oder ist er jemand, der vollkommen schmerzfrei mit geringem Aufwand mediale Aufmerksamkeit produzieren wollte? Oder ist das ein Kommunikations-Choleriker, der in dieser unsäglichen, vollkommen aus dem Rahmen geglittenen Diskussion, ob es damals in Böhmen Menschen mit dunkler Hautfarbe gegeben haben könnte oder nicht, aus Prinzip dauerprovozieren musste? Ich weiß es nicht.

    Doch wenn ich jemanden als Nazi bezeichne, möchte ich dieser Sache auch sicher sein. Und nehme dabei bewusst in Kauf mich auch zu irren und einen Nazi nicht als Nazi zu bezeichnen, weil diese Person ihre Weltsicht gut vor mir versteckt hat. Aber das bin nur ich. Man darf das gerne anders sehen.

    In diesem Kontext sei abschliessend nur gesagt … Bethesda hat endlich Denuvo aus Wolfenstein Youngblood entfernt. Das Spiel ist durch GAAS-Gameplay und Ingame-Währung eh ruiniert, aber im einstelligen Sale könnte ich mit BJs Töchtern schon meinen Spaß haben. Mich nerven die nämlich nicht, ich finde sie amüsant 🙂

  17. Ha, passend dazu habe ich am letzten WE „The new colossus“ angefangen. Auf „I am Death incarnate“ natürlich 😉

    Spassiges recht performantes Spiel, das Gunplay ist bisher auch in Ordnung und selbst auf maximalen Einstellungen in WQHD bleibt der fps zähler bei 144 festgetackert. (Grafikkarte knutsch)

    ABER:
    Wenn, ja wenn da nicht diese vermalledeiten Collection Achievements wären.

    Aus dem Schleich / Ballerspiel wird eine anstrengende jeden noch so er – und unerreichbaren Winkel nach Mini Gold und Kartenitems abzusuchen Orgie.
    Dabei verpasst man natuerlich dann doch 2 Items im Level. Aus Frust darüber wird dann mittels Guide von Item zu Item gegangen und ich habe dabei so gar keinen Spass mehr, es fühlt sich wie Arbeit an.

    Aus dem Spiel ist also, (weil ich es wegen der Items nicht noch einmal spielen will), ein Punkt zu Punkt Abgegrase der Items nach „Schritt für Schritt Guide“ geworden, in dem man zwischendurch auch mal ein paar Gegner beseitigt.

    Achievements Teufelszeug! – Warum gibts diesen Mist, der den Spass am Spiel verdirbt, weil man denkt: wenn ich das verpasse, muss ich alles nochmal machen um die Items auch wirklich alle zu finden – also mach ichs gleich mit Guide…

    Und fangt mir nicht mit: „Ignorier doch einfach die Achievements“ an! – Das geht nicht! 😉

  18. Ja, das ist einer der Punkte, die mich an TNC gewaltig stören. Eigentlich hat man vieles richtig gemacht, das Gameplay wurde sinnvoll entschlackt … nur um dann wieder Grindelemente reinzupacken. Ich wollte diese Sondermissionen spielen, die man im Uboot bekommen kann, stelle dann aber fest, dass ich zum Freischalten Spezialpunkte benötige, die ich das Erfüllen spezieller Ziele in bereits absolvierten Story-Missionen an einem Simulator bekommen kann. Ja, genau, Arbeit. Fuck em! Achievements? Fuck em!

    TNC ist komisch. Da wurde zuerst vieles richtig gemacht, nur das Spiel anschliessend mit unpassend wirkenden, aufgepropften Elementen zu ruinieren. Man hat den Eindruck, dass da jemand aus dem oberen Management, ähem, Bethesda, beschlossen hat, dass ein flüssiger, spielerisch runder Shooter nicht genüge und man alles wieder mit Gedönskram vollpackenmuss, weil das Spiele heute haben müssen.

  19. Und jetzt stell dir mal diese Diskussion vor als monetarisierter Influencer. Entweder du hältst mit deiner Meinung hinterm Berg, weil man es eh nur falsch machen kann, oder der Shitstorm mit Doxing wegen auf die Goldwaage gelegter Worte ist vorprogrammiert. („Denn schon das Gesicht verzieht, führt oft zum Gerichtstermin“). Und grenzwertige Kommentare lieber gar nicht erst freischalten, denn lieber nichts riskieren, sonst dreht Google den Geldhahn zu. Genau – irgendwelche Sprüche über Cracks lieber auch vermeiden, denn sonst stehst du wegen „Hackertools“ gleich mit einem Bein im Knast. Ergebnis der Selbstzensur wäre ein ziemlich weichgespülter Seniorgamer.

  20. Das Umgehen von Kopierschutzsystemen zum Anfertigen eines Backups einer legal erworbenen Software ist … legal 🙂

    Folglich auch die Unterhaltung darüber. Etwas anderes wäre es, wenn ich zum Beispiel direkt auf Warez-Seiten verlinken würde. Was ich nicht tue. Da ich davon ausgehe, dass jeder Google oder andere Suchmaschinen bedienen kann. Oder jemanden fragen kann, der sich damit auskennt.

  21. Mein letzter Stand war, dass es zwar das Recht auf Privatkopie (Anfertigen eines Backups) gibt, man aber keine Kopierschutzmaßnahmen „knacken“ (wirkungsvollen Kopierschutz umgehen) darf. Was natürlich wieder Gummiparagraf par excellence ist, denn wenn ich den Kopierschutz (einfach) umgehe, dann war er eigentlich ja nicht wirkungsvoll, sonst hätte ich ja keine Kopie anfertigen können.

  22. Die „Wirksamkeit“ bezieht sich aber nur auf Musik-Datenträger. Dort darf man auch bei einer legal erworbenen CD nichts tun, um den Kopierschutz zu umgehen, falls die CD einen hätte.

  23. Und die Definition von „hatte einen“ ist: „Steht auf der Verpackung“?

    Oder waren das diese „nicht CDs“ von S**y, die es damals in die Kritik geschafft hatten, weil viele CD Player die legal erworbenen CDs nicht abspielen konnten?

  24. Wer sich als erwachsener Mensch um Achievements kümmert, hat die Kontrolle über sein Leben verloren. Echt jetzt, dafür ist das Leben zu kurz.

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