Mein Schweiss ist tödlich

Auch wenn ich den Corona dazu verwendet habe, um eine nicht ganz unnützliche Nahrungsumstellung vorzunehmen, dem Alkohol weitestgehend zu entsagen, weniger Fleisch, Fisch, Zucker und Getreide zu mir zu nehmen, weil ich gesünder älter werden möchte (effin Purin) … es war leider nicht ganz ausreichend meine etliche Jahre alte MX Master über den Sommer zu retten.

Zwei Jahre Home Office haben der Kunststoffhülle auch noch den Rest gegeben. Bereits ausreichend angenagt von etlichen durchzockten Sommernächten, kam jetzt auch noch der hellichte, aber nicht weniger schwüle Tag hinzu, der zuerst meine Hände und dann alles, was diese Hände berühren, mit einem leichten Schweißfilm überzog.

Ich hasse dieses Wetter!

Jetzt ist bei einer Putzaktion großflächig die weiche Plastikumhüllung neben der rechten Maustaste abgebrochen, weil vollkommen korrodiert und angegriffen. Funktionieren tun die Tasten weiterhin, doch reiben die Bruchkanten nun etwas unangenehm am Handballen und der Handinnenfläche. Ich bin bin kurz davor den Rest der weichen Hülle an dieser Stelle vollends zu entfernen. Ich befürchte jedoch, dass dies nur dazu führt, dass die weiche Aussenhülle komplett wegbricht und nur der Kern aus hartem Plastik mit dem Charme, Look & Feel einer 5 Euro-Notebook-Maus übrigbleibt.

Ok, allzu viel Grund zur Beschwerde habe ich nicht. Etwa sieben Jahre Dauereinsatz sind für Verbrauchsgegenstände wie eine Maus keine schlechte Ausbeute. Vor allem nicht, wenn sie diese Zeit über mit Haut in Kontakt war, deren Säuregehalt im Schweiss jeden Xenomorphen wie einen Anfänger aussehen lässt.

Dennoch, ich hasse nicht nur dieses Wetter, sondern auch solche Ausgaben. Kann das nicht „einfach so“ auf ewig weiter funktionieren? Wenigstens noch weitere drei Jahre, um die Dekade voll zu machen? Arghllllll!!

Ja, meine Vorfahren kommen aus dem Schwabenland. Vaterlicherseits nie verlassen, von der Seite meiner Mutter vor ner ganzen Weile dem Ruf Katharinas der Großen nach Osten gefolgt. Ich merke das immer öfter. Je mehr Jahre verstreichen, umso geiziger werde ich bei bestimmten Dingen. Zähneknirschend akzeptierend, dass alles vergänglich ist, sogar und ausgerechnet jetzt meine Maus, werde ich bald Ersatz beschaffen dürfen/müssen/sollen.

Es wird wohl wieder Logitech werden. Die Mikroschalterprobleme der Vorgänger-Maus sind bei dieser MX Master nicht mehr aufgetreten und die dazu passende MX Keys-Kombo schmiegt sich nicht nur wohlig an meine Fingerspitzen, sondern ist auch leicht und schnell zu reinigen. Das ist die wohl sauberste Tastatur, die ich jemals zu Hause hatte. Schütteln und genug Krümel für ne Party rauslassend sind inzwischen Geschichten von Früher™.

Mit *hualp* Gaming-RGB-Shicedreck kann man mich jagen, das kommt mir nicht ins Haus. Ich schaue beim Zocken ja nicht auf meine Maus, sondern auf den Bildschirm. Wem’s gefällt, der soll gerne, aber ich brauche das nicht. Außerdem sind diese Mäuse durch ihr cooles Edgy-Gezumsel-Design schnell in den Gehäuse-Ecken und -Kanten mit Staub und Dreck zugesifft und dann nicht wirklich gut zu reinigen.

Also doch wieder eine MX Master. Und ja, wieder Wireless. Kabel auf’m Tisch sind sowas von Neolithikum ….

Die neue MX Master 3S klingt vielversprechend, aber ich brauche hier einen neuen, zusätzlichen Dongle, weil Logitech nun auf die total sichere und voll total leistungsfähige BOLT-Technik setzt, der bisherige, ganz arg voll chlimm unsichere und ganz arg leistungsschwache Unifying-Empfänger im Laufe der Zeit ausgemustert wird. Jahaaa, Vendor-LockIn, alle Peripherie neu kaufen!!!!

Der USB-Hub ist schon gut bestückt mit dem Stick für das Headset (Logitech G533, feine Sache), dem Stick für den Steam-Controller, dem Unifying-Dongle für Mouse & Keyboard und einem Datenkabel für Reader, Tablet und andere tragbare Gerätschaften.. Den letzten Slot halte ich frei für USB-Sticks. Die drei reinen Strom-Anschlüsse sind, richtig, reine Stromanschlüsse. Sicher, ich könnte mir einen größeren Hub besorgen. Aber das wäre eine unnötige Ausgabe, weil der bisherige Hub tadellos funktioniert. Und ausreicht. Richtig. Der innere Schwabe.

Würde ich eine Gaming-Mouse der G-Serie verwenden, könnte ich sie über den Stick des Headsets connecten lassen. Wäre also kein Problem. Aber wie bereits gesagt, RGB-Gedöns interessiert mich nicht. Da muss sich der alte Sack schon adäquat zum biologischen Alter verhalten 🙂

Also kommt nur die MX Master 3, der Vorgänger der Master 3S in Frage. Gibts gerade im Angebot beim einschlägigen Elektronik-Supermarkt in der Stadt, weil die Lager für den Nachfolger geräumt werden. Lieferung ohne Aufpreis? Hmm … ist jebongt.

Addendum:
Vor zwei Wochen hätte dieser Beitrag noch eine wutschnaubende Polemik wieder die Unfähigkeit Logitechs enthalten gescheite Treiber-Software zu schreiben, denn seit dem diesjährigen W10-Update lässt sich das Logitech-Options-Treiber-Zeugs nicht mehr benutzen, weil keine passende Hardware erkannt wird, weil der Dongle seine Treiber vergessen hat. In der Systemsteuerung sind jetzt drei „unbekannte“ Geräte zu finden. Immerhin zwei davon HID-kompatibel, so das ich so weiterhin eine funktionsfähige Maus und Tastatur habe.

Treiber neu installieren hat nichts gebracht. Rechner und Registry von allem reinigen, was irgendwie nach Logitech riecht und dann Options und die Unifying-Software neu installieren haben nicht geholfen. Es wird weiterhin keine Hardware erkannt. Der Dongle fliegt umgehend aus der Anzeige erkannter Geräte und ist wieder „unbekannt“. Doch dann finde ich nach einigem Herumstöbern im Netz eine ziemlich abstruse Lösung:

Ich muss ZUERST die alten Setpoint-Treiber von Logitech installieren. Obwohl ich überhaupt keine Setpoint-kompatible Hardware mehr habe. Jetzt wird der Unifying-Receiver als solcher endlich dauerhaft erkannt. Danach folgt die Options-Software, die nun logischerweise Maus und Tastatur vorfindet und einbindet. Zwischendrin installiert Options die neue BOLT-App, welche die Unifying-Software ersetzt. Die G-Hub-Software des Headsets ist davon nicht beeinträchtigt, der G-Series-Dongle hat keine Probleme bereitet.

Nein, muss man nicht verstehen. Um einen Kollegen zu zitieren, wenn mal wieder ein Bug gefixed wurde, aber keiner so richtig weiß, WARUM der Code nur auf diese Weise und nicht auf die andere Weise funktioniert, obwohl auch diese Vorgehensweise funktionieren sollte: (in schwerem osteuropäischem Akzent) „Ist Magie!“

Ok, ist doch noch ein kleiner Rant geworden.

Effin Logitech! Von Euch kaufe ich doch wieder was, zähneknirschend … grmbllll! Nein, ich mag die Hardware. Ausdrücklich. Die ist gut verbaut, weist solide Qualität auf und ist gut bedienbar. Und bis auf die Mikroschalter-Hänger bei einer Maus vor vielen Jahren nie wirklich Probleme mit der Hardware gehabt. Mit der Hardware wohlgemerkt …

Ja, Razer hat auch unpeinliche Wireless-Gaming-Mäuse im Angebot. Hatte ich mir auch angeschaut. Da brauche ich aber wieder einen Extra-Dongle.

USB-Slots wachsen aber nicht auf Bäumen, sie kosten Geld ;-P

21 Kommentare zu „Mein Schweiss ist tödlich

  1. Ich habe die Logitech G Pro Wireless. Hat keine blöde Gummierung und die Beleuchtung kann komplett abgeschaltet werden. Dann hält der Akku auch länger. Bin sehr zufrieden.

  2. Klar, das Flitter-Gedöns kann man auch bei den anderen abschalten … aber ich muss es vorher bezahlen.

    Nein, ist wirklich nur Geschmackssache. Wer sich RGB-Mousepads und ne Lichtsteuerung für’s Gaming-Zimmer zulegen will … go for it! Ich hab andere Laster 🙂

  3. Ich mag die G502, die mit Kabel tut noch voll ihre Dienste, die zweite ist ne Lightspeed mit Matte. Bin halt faul.

  4. So, die Lieferung ist eingetroffen und nach bereits wenigen Minuten hat meine Hand vergessen, dass sich unter ihr eine neue, aber fast identisch geformte Maus befindet. Seitliche Tasten sind a bisserl anders sortiert (aber besser angeordnet), Klicken ist leiser. Und ich brauche keinen zusätzlichen USB-Slot zu belegen 🙂

  5. Nenn mich geizig, aber ich würde NIE 100€ für eine Maus ausgeben….
    Ich nutze ganze Rechner, die weniger gekostet haben …. 🙂

  6. Monitor, Tastatur und Maus sind halt Dinge, die man unter Umständen täglich intensiv nutzt, und das sehr lange. (Bei mir werden in diesem Monat alle drei zehn Jahre alt.) Von daher ist da jeder Euro gut angelegtes Geld. Das Problem ist ja heutzutage eher, dass die Langzeitqualitäten dieser Dinge nicht klar sind, und dass man nicht sicher sein kann, dass eine 150 Euro-Maus oder eine 200-Euro-Tastatur tatsächlich länger hält als irgendwas für 30 Euro.

  7. Hmmmm.Ich weiss nicht so recht…
    Ich nutze so eine Standard – Popel verkabelte Logitech 20 Euro Maus und zwar die SELBE seit mindestens 5 Jahren. Ich habe damit wirklich ÜBERHAUPT keine Probleme! (aber wer weiss, vielleich bin ich auch einfach nur sehr anspruchslos)
    Einmal alle drei monate wird maus und keyboard mit druckluft gereinigt und ansonsten nur mal mit dem feuchten lappen drüber.
    Klappt super für mich – hatte noch nie das verlangen nach was „Höherwertigen“

  8. Wenn Du nicht mehr brauchst … sehe ich da kein Problem drin 🙂

    Ich hab dafür kein Smartphone, nur ein uraltes Handy. Nicht aus Prinzip, sondern wegen Bedarf. Ein Smartphone wäre hier und da vielleicht ganz nützlich, aber ich brauche (!) keines. Meine mobilen Kommunikationsbedürfnisse werden bereits vollständig abgedeckt und für mobiles L’internet habe ich derzeit keinen Bedarf.

    Ein Auto hat dieser Haushalt hier auch nicht. Nicht aus Prinzip, sondern weil kein Bedarf. Gut ausgebauter ÖPNV, alles gut erreichbar.

    Bedarf nach neuen Spielen habe ich zwar ebenfalls nicht, aber da mache ich eine Ausnahme, hehe!

  9. Ja, da gebe ich dir ja vollkommen recht, aber du _würdest_ einen Unterschied / eine Verbesserung zwischen Deinem Retro-Phone und einem Smartphone bzw.ÖPNV/PKW bemerken.
    Der Unterschied mag Dir den Aufpreis nicht wert sein, was ich zu 100% nachvollziehen kann aber er wäre unleugbar existent.
    Und das sehe ich bei einer 20 Euro Maus zu einer 100 Euro Maus eben nicht. Ich habe bei beiden nahezu die gleiche Benutzererfahrung.

    Ich spiele derzeit Just Cause 3 – und finds geil (jajaja, late to the party und so), aber mit der Logitech „GAMER MOUZZZE“ von meinem Sprossling breche ich mir dabei die Finger ab ….
    Insofern ist FÜR MICH die Usability sogar schlechter (ist aber bestimmt auch die Gewöhnung)

  10. Es ist Gewöhnung. Meine erste MX Master war zuerst ein echter Krampf, weil ich dieses Knollendesign nicht gewohnt war, aber es ist tatsächlich ergonomischer. Meine Hand ermüdet nicht mehr so schnell nach einem langen Arbeitstag oder eine entsprechend intensiven Zock-Session.

    Und ja, natürlich besteht zwischen meinen „Nur-Telefonieren-Handy“ und einem Smartphone in Sachen Features ein großer Unterschied. Ich weiß, dass ich damit um Größenordnungen mehr kann und dass es gerade beim Benutzen von Bahn oder ÖNPV richtig praktisch wäre … aber es geht auch so gut. Ich komme ans Ziel, bei Verzögerungen/Verspätungen finde ich aden nächsten Anschluss und/oder Umwege. Ich kann nämlich ausgehängte Fahrpläne lesen 🙂

    Denn wenn die Fahrplanauskunft der DB mal ausfällt (was ab und an mal vorkommt) und man eh schon mit Baustellenumleitungen und Schienenersatzverkehr hantieren muss … dann stehe ich vor dem analogen Blatt Papier und weiß nach ein paar Minuten, wie es weitergeht, während die Smartphone-Nutzer leicht panisch werden. Es ist erstaunlich, dass viele nicht wissen, dass auf jedem Bahnsteig ein ausführlicher Fahrplan aushängt, nicht nur der reguläre, sondern gerade der Ersatzfahrplan. Da stehen sie manchmal DIREKT DAVOR und wissen nicht weiter. Ich komme mir dann manchmal wie ein alter Matrose vor, der den Leuten das Navigieren nach den Sternen erlärt, nachdem das Nav-System den Geist aufgegeben hat 🙂

  11. Ah, da hat wohl jemand beim Humble Bundle zugeschlagen? 😉

    Ich überleg momentan noch, ob ich auch soll – deshalb greife ich Ihn mir nicht – und falls ja, kommen ggf. noch ein paar Keys für Beifang von mir dazu.

  12. Ja, ich war überrascht, wie viele der Titel ich auf Steam noch nicht hatte (auch wenn ich vieles davon schon auf GOG habe). Ausschlaggebend waren am Ende Civ VI, Mafia Definitive Edition und die SDE von Borderlands 3. All das und mehr für schlanke 16 Euro ist endlich mal wieder ein brauchbares Bundle. Auch wenn der neue 2K-Launcher, den man überall reingepatcht hat, mich fast davon abgehalten hätte. Aber dessen Start lässt sich ja immerhin auch komplett umgehen.

  13. Oh man, ich überlege auch schon lange die MX Master 3 zu kaufen. Weil ich eine Maus will mit der ich am Arbeits-MacBook arbeiten kann und zum Feierabend dann voll flowig zum Privat-PC zu switchen. Außerdem hätte ich dann nur eine Maus auf dem Schreibtisch und sie wäre kabellos – nie wieder Strippe nachziehen, yeah!

    Aber meine uralt Logitech MX518 will seit 17 Jahren(?) einfach nicht den Geist aufgeben… und wenn ich so von deinen Treiberproblemen lese, bin ich im Endeffekt doch froh um diesen Umstand. Danke!

  14. Swiftpoint Z
    Der einzige Nachteil ist, dass wenn du die Maus erst mal hattest, dann ist keine andere mehr gut genug.

  15. Die Z habe ich mir aufgrund der Empfehlungen hier gekauft.

    Ergonomie ist für mich leider im Vergleich zur EVGA TorqX10 (die es leider nicht mehr gibt und von der mir schon 2 Mittelrad Schalter hops gegangen sind) aufgrund der leicht zu hohen linken Maustaste nicht ganz so gut (aber noch in Ordnung).

    Die Logitech Mäuse aber sind was das angeht unbenutzbar.
    Linke Maustaste so hoch, dass man nach 5 Klicks Schmerzen im Ansatz der Oberseite des Zeigefingers bekommt, da man zum Klick lösen zu weit mit viel zu viel Anstrengung anheben muss (nein, ich habe keine Gicht)

    Parallel werden aufgrund der natuerlichen Fingerkrümmung / Spannung oft versehentlich Klicks ausgelöst -> unbenutzbarer Schrott.

    Ansonsten ist die Swiftpoint eine super Maus! (Als Z glaube aber für immer ausverkauft, gibt es nurnoch in einem anderen (sehr schicken) Farb Schema als „Creator“ – aber die Tracer sollte noch verfügbar sein – die ein paar (eigentlich unnötige) Features weniger hat, aber ansonsten genauso funktioniert und aussieht.

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