Kann das was oder kann das weg?

Eigentlich ist Aquanox Deep Descent kein schlechtes Spiel.

Sicher, es fehlt das letzte Quentchen Politur, welches in der Regel immer am aufwendigsten ist, am meisten Zeit, Arbeitsressourcen und somit Geld frisst. Geld, welches THQ Nordic aus durchaus nachvollziehbaren Gründen nicht so wirklich in seine Nischentitel auf der Basis alter Franchises stecken möchte. Aber „gut genug“ ist oft genug vollkommen ausreichend. AA ist aus diesem Grund oft genug sogar besser als viel zu aufwendig produziertes AAA.

Beauftragt mit der Auffrischung dieser nischigen Unterwasserabenteuer-Serie wurde Digital Arrow, einem kleinen Studio in Serbien. Dort hat man zu großen Teilen sehr solide Arbeit abgeliefert. Da gibt es nicht viel zu meckern, ADD sieht sehr ordentlich aus:

Die Kanonen wummern dumpf, Torpedos fauchen aus den Abschussröhren und diverse Alarme gehen einem gewaltig auf den alten Sack, weil schon wieder der Schild unten ist oder der Rumpf erneut kurz vor dem Exitus steht. Was alleine nur in den ersten Spielminuten dermaßen oft passiert, gefolgt von „Mission Failed“, dass ich mich frage, ob ich zu schlecht bin oder das Spiel viel zu schwer ist. Sicher, es gibt Reparaturkits und Schildenergieauflader. Die Tasten R und T werden unentwegt betätigt, bis die Vorräte erschöpft sind. Ich beginne das Spiel erneut auf dem leichten Schwierigkeitsgrad und sterbe jetzt nicht mehr.

So häufig.

Inzwischen habe ich auch begriffen, dass das Missionsdesign typischer Slav-Jank aus den 1990ern ist und absolut keine Fehler oder Abweichungen vom Goldenen Pfad zulässt. Wenn man nicht EXAKT das tut, was der Missionsdesigner sich ausgedacht hat, scheitert man. Was sich der Missionsdesigner aber ausgedacht hat, ist nicht immer sehr klar zu erkennen. Um es höflich auszudrücken. Denn die Missionshinweise im Spiel sind auf fatalste Weise irreführend. Da sagt der mysteriöse Retter, der mich und meine Crew aus dem Tiefschlaf befreit hat, dass man abhauen soll, er würde die Gegner ablenken. Also tue ich das. Ich haue ab. Und schwebe dann vor einem Energiefeld, welches mir den Weg versperrt. Derweil die Gegner natürlich NICHT abgelenkt sind und mich zu Klump schießen. Kaum eine Minute nach Kampagnenbeginn. Man verliert nicht viel Zeit um mir zu vermitteln, dass ich wohl etwas falsch gemacht habe.

Was hätte ich stattdessen tun sollen? Richtig, natürlich den Ratschlag ignorieren, die Gegner angreifen und ausschalten. Erst DANN wird das Energiefeld deaktiviert und der Weg ist frei.

Ok, weiter geht’s.

Erneut wartet eine große Gruppe Gegner auf uns. Erneut bekomme ich den Hinweis ich solle doch abhauen, der mysteriöse Retter würde sich um die Gegner kümmern. Auf Basis der eben gemachten Erfahrungen eröffne ich sofort das Feuer. Da diese Gegner nun aber superstark sind und meine Startwaffe kaum etwas ausrichten kann, darf ich erneut den Hinweis bewundern, dass die Mission fehlgeschlagen ist. Okok, ich haue also ab!

Die dritte Gruppe Gegner soll wohl auch ignoriert werden, aber ich stecke beim Ignorieren dermaßen viel Schaden ein, dass ich meine letzten Kits und Auflader verbrauche.

Die vierte Gruppe erwartet mich vor dem Endpunkt meiner exzellent durchorchestrierten Flucht. Gegen sie tritt nun mein zukünftiges Basisschiff an. Ich versuche mich diesem Schiff zu nähern, weil man mich auffordert das zu tun, werde aber unterwegs abgeschossen.

Ich starte von vorne und versuche möglichst wenig Kits und Auflader zu verwenden, jetzt wo ich weiß, was der Designer höchstwahrscheinlich von mir möchte.

Vierte Gruppe. Erneut. Ich bekämpfe sie, damit sie mir nicht in den Rücken schießen können. Keine gute Idee, Mission Failed.

*seufz* Nochmals.

Vierte Gruppe. Ich hetzte mit letzter Verzweiflung nach vorne, sobald ich das Tunnelsystem in den offenen Ozean verlasse, noch BEVOR die Skriptsequenz des Gefechtes zwischen Gruppe Vier und Basisschiff beginnt. So gerade noch schaffe ich es in den Feuerschatten des massiven Schiffsrumpfes (weil ich mir denke, dass ich da vor Feindfeuer vielleicht sicher bin), derweil diverse Alarme mir zu verstehen geben, dass ich kurz vor dem Exitus stehe. Dann dauert es noch einige Sekunden, bis die Mission endlich erfolgreich abgeschlossen wird. Die allererste Mission.

Und so geht es weiter. Die Herausforderungen in diesem Spiel sind nicht in Form einer Kurve, sondern in Form von Wänden organisiert, gegen die man sich nur blutige Nasen holt. Weil man noch nicht weiß, wo der Herr Missionsdesigner die geheime Tür in dieser Wand versteckt hat. Wenn man weiß, wo diese ist, ist die Mission fast schon zu simpel. Aber bis man sie findet … *augenroll*

Bis ich an eine Mission gerate, von der ich hoffte sie in diesem Spiel nie erleben zu müssen. Jepp. Eine Eskort-Mission.

GNAHHHHHHHHHH!

Richtig. Sie ist so dermaßen übel wie befürchtet. Ich habe keinen Schimmer, wie das zu schaffen ist. Trainer funktionieren nicht mit der GOG-Version, würden hier aber auch nicht helfen, da es nicht meine Gesundheit ist, die es zu erhalten gilt, sondern die meines Eskort-Sorgenkindes. Welches von mehreren Gegnerwellen angegriffen wird, die sich diesmal nicht um mich kümmern, sondern sofort mit allen verfügbaren Waffen auf das Sorgenkind feuern. Habe ich zu schwache Waffen? Fehlen meinem Schiff nötige Engine- oder Steuerungsupgrades, die es schneller und wendiger machen? Denn genau deswegen scheitere ich jedes Mal. Es sind angesichts der Trägheit meines Schiffes zu viele Gegner, die zudem deutlich schneller und wendiger durch das Wasser zischen. Nein, ich habe alles, was mir das Spiel bis zu diesem Moment an Gedöns zur Verfügung stellt. Was mache ich also falsch? Das Spiel schweigt sich darüber aus. Kein Indiz, kein Hinweis, was vielleicht zu tun wäre. Zugegeben, Missionshinweisen in diesem Spiel traue ich eh nicht mehr. Zu oft habe ich auf dieser Basis genau das Gegenteil von dem getan, was von mir eigentlich erwartet wurde.

Angeblich bekommt man nach dieser Mission eine upgrade-fähige Superwaffe, die jeden folgenden Kampf inklusive (!) des Endbosses zu einem wahren Kinderspiel machen soll. Jepp. Balancing aus dem tiefsten Kreis der Hölle.

Ich könnte Ozeane mit all den Tränen über all die verpassten Chancen füllen, auf die ich hier stoße. Das Potential ist da, das Gerüst ist vorhanden, aber das Missionsdesign, bzw. Balancing tötet erfolgreich alles ab, was aus Aquanox Deep Descent einen richtig netten Ballerspaß machen könnte.

Fuck!!!

Gut, es waren nur zehn Euro im Sale für die *mwahahah* Collectors Edition, wo die damaligen Vollpreis-Käufer bis heute noch auf fehlende Inhalte wie das versprochene Exklusiv-Schiff warten. Das wusste ich. Auch dass das Balancing „ein wenig“ mißraten ist, war mir vorher bekannt. Ich beklage mich daher auch nicht. Ich bedauere nur den Umstand, dass dieses Projekt durch den Entwickler und wahrscheinlich auch den Publisher so leichtfertig in den Sand gesetzt wurde.

Denn wie gesagt … es ist alles da, was man für einen spaßigen Nischentitel benötigt. Die Art Assets sind gut, das Spiel sieht gut aus. Sound ist gut. Die Mukke kommt von Herr Rosenkranz, den so mancher vielleicht von den Gothic-Spielen kennt. Charaktere und Dialoge sind akzeptabel und erträglich. Meine doch recht empfindlichen Fremdscham-Sensoren melden Werte deutlich unter dem Grenzwert. Das ist alles ok. Nicht perfekt, aber ok! Solide Mittelklasse! Nur ein wenig mehr Sorgfalt, Politur und wahrscheinlich auch Kompetenz (?) beim Missionsdesign hätten schon ausgereicht.

Ich refunde daher wahrscheinlich nicht. Es gibt ein paar Walkthroughs bei Youtube, die ich mir wohl sukzessive reinziehen werde, denn NACH dieser Mission soll es ja angeblich kinderleicht werden. Damit ich wenigsten danach einen sorgenfreien und spaßigen Ballernachmittag erleben kann.

11 Kommentare zu „Kann das was oder kann das weg?

  1. Ich fühl’s. Als großer Schleichfahrt Fan der ersten Stunde hab ich mir die ganze Kritik schön geredet – ich mag auch oft Spiele die sonst wenige mögen! Gameplay ist bei so einem tollen Setting doch auch irgendwie zweitrangig… Dachte ich. Das Teil hab ich dann nach ner Stunde refunded. Wirklich selten habe ich so schnell bei einem Spiel das Interesse verloren.

    Ich sehne mich übrigens sehr nach Roman Literatur von Aqua. Teil 1 war einfach so mega immersiv. Es gibt ja sogar ein unvollendetes Werk vom verstorbenen Autor. Aber leider nur als PDF 😦

  2. Ein wieder mal großartig unterhaltsamer Artikel von dir.
    Was mir recht am Anfang durch den Kopf ging, war die Erinnerung an Star Wars X-Wing Alliance.
    Da gab es eine Mission, die ich ums Verrecken nicht geschafft hatte. Man musste in Windeseile zu Punkt A kommen und dann fix zu Punkt B. Auf dem Weg durfte nichts schiefgehen. Keine kleinste Kleinigkeit. (Nach Punkt A und B ging es noch weiter.)

    Und dann musste ich hier laut lachen, während ich deinen Artikel las – denn, wenn ich mich nicht irre war das eine Eskort-Mission. xD
    Herrlich.

    Ich glaube ich war schon übelst am Schwitzen, wenn ich Punkt A erreicht und erledigt hatte, nur um zu wissen dass es jetzt erst so richtig heftig wird.
    Hab mir so die Zähne daran ausgebissen und leider nie geschafft.
    Ich mochte X- Wing Alliance extrem gerne.

    Aber ja, da dachte ich mir auch, ich schnalle einfach nicht, was der Missionsdesigner für Kniffe von mir erwartet.
    Andererseits war es schon extrem spannend und krassester Zeitdruck – und ich schätze dass das Level ein ähnlicher Peak war, wie von dir beschrieben.

    Finde das heute noch schade.
    Aber die Muße, mich nochmal in X-Wing Alliance einzuarbeiten habe ich irgendwie nicht mehr.
    Schadeschokolade.

  3. Hach, Schleichfahrt – wie oft habe ich das durchgespielt, später sogar die Version mit Monster3d Addon Karte (samt VGA „Peitschenkabel“?) was für ein WOW Effekt v.a. bei den Texturen mit der Voodoo Grafik…

    Allein die Lore (im dicken Handbuch) – und der extrem passend athmosphärische deutsche Erzähler – weiß jemand, wer das war und wo er ggf. noch synchronisiert / mitgewirkt hat?

  4. @Eno: check mal die Folge zu Schleichfahrt bei stayforever.de – das war sehr interessant! Ich finde übrigens das der Software Render besser gealtert ist 😉 Den Sprecher mag ich auch sehr. Und ja, die Lore macht einfach Lust auf mehr. AquaNox (1+2) war ok, aber irgendwie fehlte es mächtig an der dreckig-dystopischen Blade Runner Stimmung.

    @Arnsen: uff. ich weiß genau welche Mission du meinst. Wegen der hab ich das Spiel nie beendet. Eskorten sind übrigens schon bei Schleichfahrt einfach das größte Übel.

  5. Ach übrigens, was mir erst gerade eben aufgefallen ist … das erste Achievement, welches man hier bekommt nennt sich „Punch Away“. Für 10k Schaden …. DIE MAN SELBER EINSTECKT!

    Das haben mit ca. 43% die meisten aller Spieler bei GOG geschafft. Unangefochtener Spitzenreiter. Auf Platz 4 befindet sich das Achievement für 25K erlittenem Schaden. Erst auf Platz 7 liegt das Achievement für 50 abgeschossene Gegner, danach das für 50K erlittenen Schaden.

    Ich weiß nicht, warum sich alle wegen Dark Souls so dermaßen ins Hemd machen … das hier ist um Größenordnungen dreckiger und fieser 😛

  6. Ich glaube, was Unterwasserwelten angeht, bin ich von Subnautica so verwandelt
    worden was meinen Geschmack angeht, ich hätte sowas nicht für möglich gehalten.
    Jedenfalls kann man mich seitdem mit z.B. Uboot Simulation, Ballerspiel, oder
    irgendwas dazwischen, einfach nicht mehr hervorlocken. Erfoschen, sich die Welt
    ansehen, Mysteriöse Dinge sehen, diese Spannung hat mich seit dem Survival Spiel
    so gepackt, dass ich seitdem verzweifelt nach Erfahrungen wie dieser suche, und
    alles andere mehr oder weniger fallen lasse. Schade, aber … verdammt, Subnautica
    Below Zero war auch einfach zu kurz.

  7. @askies, danke für den Tipp, habe mir gestern Abend noch die 2h angehört – und bei den Schnipseln und Dialogen direkt wieder Lust bekommen, es zu installieren 😉

    Da zeigt sich aber, dass genau um diese Athmosphäre herzustellen ein größerer Aufwand betrieben wurde – der sich 100% gelohnt hat.

  8. Mir fiel nach Absenden meiner Empfehlung auf, dass dort aber auch nicht erwähnt wird wer der Sprecher von Emerald Flint ist 🙂

    Gut das ich das Handbuch parat habe: Die Sprachrollen wurden vertont durch Bert Cöll, Christine Kellner, Eric Hansen und Nancy Buell. Ich vermute das die letzten beiden für die US-Version zuständig waren.

    Die 600 Seiten schwere Schleichfahrt Novelle „Das Höllenmeer“ von Helmut Halfmann, der die Story und die Lore so schön geschaffen hat, gibt es übrigens hier: http://aqua-datennetz.de/Downloads/Das_Hoellenmeer.pdf – ich weiß aber nicht wie fertig es ausgearbeitet ist. Er verstarb ja leider bevor es fertiggestellt war.

  9. Ich hatte noch viel weniger Glück mit dem Spiel wie du. Und deshalb vermutlich am Ende dann auch weniger Frustration.

    Bei mir startete das Spiel schlicht und einfach gar nicht. Kein black screen, keine Fehlermeldung, keine eigenen Logfiles oder ähnliches, einfach nix. Hab es dann zum Glück via Epic support refunden können.

    Schade eigentlich, Aqua Nox 1+2 haben mir damals gut gefallen.

  10. Ich bin ein riesier Fan der alten Schleichfahrt Spiele (Klugscheißermodus an: für den englischen Markt ‚Archimedean Dynasty‘) und Aquanoxspiele gewesen. Und ich habe lange, lange und immer banger auf ein Aquanox 3 gehofft, in dem dann auch der massive Cliffhanger aufgelöst wird, mit dem Teil 2 unfairerweise endete. Schon weil da angedeutet wurde, dass man wohl gegen den Helden der ersten Spiele, ‚Deadeye‘ Flint antreten würde.

    Aber ach. Nachdem dann das Studio pleite und der Autor der Geschichte verstorben war, hatte ich das eigentlich abgehakt. Ein wenig Hoffnung kam dann schon auf, als von einem neuen Aquanox die Rede war, doch leider war mir dann schnell klar, dass mich hier wohl nur eine Enttäuschung erwarten würde.

    Irgendein kleines Studio, von dem man davon ausgehen konnte, dass es mit der Sache wohl überfordert sein würde und das keinerlei Ahnung von oder Bezug zu den alten Spielen hatte. Die Fortsetzung der alten Story würde man wohl auch vergessen können und was meinem letzten bisschen Hoffnung dann den Rest gab war dieses angekündigte bescheuerte System mit den verschiedenen Piloten und Schiffen. Würde wohl nix mehr mit voll anpassbaren Schiffen und all den coolen Dingen, die man selbst aus dem ersten Schleichfahrt kannte, wie individuelle und anpassbare Software für die Geschütztürme etc.

    Ich hab dann bei Release mal kurz in ein paar Reviews und Gameplays reingeschaut und das hat mir eigentlich auch schon wieder gereicht, mir war klar, dass ich hier nur enttäuscht werden könnte. Also hab ich es gelassen und werde das Spiel selbst wenn ich es nachgeworfen bekommen sollte niemals nicht spielen. Da ginge es mir wahrscheinlich wie bei Doom: Eternal, selbst wenn es ein an sich gutes Spiel sein sollte, was es wohl nicht ist, würde es sich für mich nicht wie ein Doom oder eben Aquanox anfühlen. Die Enttäuschung wollte ich mir zumindest in diesem speziellen Falle einfach ersparen.

    Na toll, jetzt hab ich wieder schlechte Laune.

    Ach übrigens, den Spruch ‚Ich könnte Glückskäfer kotzen…‘ habe ich seit Aquanox 2 fest in mein sprachliches Repertoire eingebaut.

  11. Nachtrag: Ich hab mir das Spiel nochmal angeschaut und irgendwie wirkt das Ganze, also ob die Devs auch hier wieder einmal unter Zeitdruck standen. Da waren wärend einer Mission Bäume zu sehen, die irgendwo herumstanden, als ob man da auf ein Wurmloch an die Oberfläche oder so schauen würde, was für mich den Eindruck machte, als ob man da an irgendetwas gebaut hätte, das man aber nicht (mehr) umsetzen konnte und dann einfach als Relikt im Spiel ließ.

    Aber ich bin dank des Links von askies nach langer Zeit mal wieder im ‚Jealous Jellyfish‘ Forum gelandet (da hab ich sogar noch nen Account) und bin beim Lesen einiger weniger halbwegs aktueller Kommentare auf den Hinweis gestoßen, dass ausgerechnet Ubisoft in seinem Store das erste ‚Schleichfahrt‘ für 5 Euronen anbietet und das auch ganz prima selbst unter Win10 laufen würde.

    Jetzt besitze ich das Spiel also dreimal. Einmal im Original auf CD, einmal auf GOG und, weil ich letztgenannte Version eben nie so befriedigend zum laufen brachte, nun auch auf Uplay. Und das scheint, obwohl’s ja auch nur über die schnöde DosBox läuft, auch ganz gut zu laufen. Jetzt muss ich das nur noch mit Joystick testen

    Ach, und ansonsten habe ich die letzen Nächte mit der Preorder Beta von ‚Darktide‘ verbracht. Das erste Spiel seit laaanger Zeit, dass ich vorbestellt habe. Ja, das Spiel hat so seine Macken und Probleme und seine Ecken und Kanten, an denen noch gearbeitet und geschliffen werden muss und zwar sowohl was die technische Seite, als auch was Dinge wie Design und Balancing angehen. Ich habe in unregelmäßigen Abständen CtDs, das Zusammenführen von Teams von Randoms, mit denen man eine gute, kooperative Runde hatte; wird mit einer (falschen) Fehlermeldung abgetan.

    Ja, die Beschreibung der Waffenstats und -perks und was diese tun ist nicht vorhanden und ist verwirrend. Da sind dann oft nur nichtssagende und oft sehr ähnliche Icons zu sehen, die komplett ohne Beschreibung daherkommen, was ich schon frech finde, weil man sich das erst in den Foren von Fatshark zusammensuchen oder auf von Fans erstellte Listen zurückgreifen muss. Auch dass die Icons oft fast identisch sind, ist wenig hilfreich. Und wie bittesehr soll ich auf die Idee kommen, dass sich hinter dem Eintrag ‚Collateral‘ die Kritchance (oder doch der kritische Schaden?) verbirgt?

    Und zumindest für den Veteranen scheint die Boltgun, so man sie erst einmal erspielt hat, dann zum Allrounder zu werden, der alle anderen Waffen in den Hintergrund drängt, da ist wohl auch noch einiges an Balancing nötig.

    Aber beim Goldenen Thron, was bin ich gerade für ein glücklicher kleiner Warhammer 40.000 Nerd! Mein Herz schlägt schon immer für die Garde und endlich gibts es ein GUTES Wh40k Spiel, in dem ich als Gardist und nicht als ewiger Speesh Mareene spielen darf! Mit Lasgun! In allen Geschmacksrichtungen, Stärken und Feuergeschwindigkeiten! Wie geil ist das denn bitte?

    Yup, die Zahl der Maps und Modi ist noch arg begrenzt, aber das WAS vorhanden ist sieht unendlich grimdarkig und gut aus und spielt sich auch so. Da habe ich bislang nichts Unfaires finden können. Die Gegner sehen klasse aus (soweit nurglig verrottet als ‚gut aussehen‘ durchgeht), die Waffen fühlen sich gut an und lassen sich gut handhaben, die Steuerung funktioniert ohne Probleme.

    Ich hab als Gardeveteran angefangen und werde wohl lange nichts anderes spielen, aber die anderen drei klassen wirken alle zumindest im Zusammenspiel ziemlich ausbalanciert und spielen sich wohl laut anderen Spielern recht gut. Und wenn mein recht kleiner Gardist (ich hab beim Erstellen vergessen, ihn größer zu machen) neben dem riesigen Ogryin steht und ihm bis an den Gürtel reicht, dann ist das nur noch cool. Das einzige, dass ich schnell nervig fand sind die Flammenwerfer, schlichtweg, weil sie einem komplett die Sicht nehmen können.

    Nachzubessern ist meiner Meinung nach bei bestimmten Spielinternen Achievements, für die es zwar nur Cosmetics zu gewinnen gibt, die aber zu einer krass unfairen Spielweise führen können. Eine Runde komplett ohne Schaden zu nehmen ist zumindest beim Spiel mit Randoms nur möglich, wenn man sich komplett aus den Kämpfen raushält. Und ja, mich nervt auch das Lootsystem. Es gibt keine Lootboxen mehr, wie bei Vermintide, sondern nur hin und wieder zufällige Waffen oder Segen, ansonsten muss dass für verdiente Ingamewährung auf dem Schiff gekauft werden – und der ändert jede Stunde sein Inventar.

    Bislang hat das Spiel mit Randoms, bei dem es für mich wohl mangels gewillter Spielpartner im Freundes- und Bekanntenkreis auch bleiben wird, aber mit einigen wenigen Ausnahmen sehr gut und auch ohne Mikro funktioniert. Ich /hasse/ diese Idioten, die dann einfach alleine los- oder weiterrennen, nicht nur weil das nervt und stresst, sondern weil sie nicht selten für das Ableben des kompletten Teams verantwortlich sind.

    Aber alles in allem, man kann es wohl leise zwischen den Zeilen herauslesen, bin ich happy. I WILL NOT FALTER! FOR THE EMPEROR!

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