Dafür hat es gereicht

Irgendjemand muss Schuld sein!

Was logisch ist, denn es muss immer jemand Schuld sein.. Noch leben wir in einem deterministischen Universum, wo es klare Zusammenhänge zwischen Ursache und Wirkung gibt.

Und weil ich es nicht sein kann, brauche ich auch nicht lange, um den Schuldigen zu finden!

Den Schuldigen für genau was?

Schuldig im Sinne der Anklage und des vor dem Gerichtsgebäude tobenden Mobs zu sein, den hier schreibenden Chronisten des verflossenen Spielejahres an der Umsetzung des auf dem letzten Parteitag beschlossenen Planes gehindert zu haben.

Hunderte Abgeordnete aus allen Ecken meines Gehirnes kamen zusammen, haben wochenlang diskutiert und miteinander gerungen, um schlussendlich den für Jahr 2022 gültigen Spieleablaufplanes einstimmig und unter tosendem, neue Rekorde brechenden Applaus zu verabschieden.

Es wurde beschlossen sich einem Soulslike hinzugeben.

Es wurde beschlossen RPGs zu vervollständigen, die seit geraumer Weile einfach in der Gruft abgelegt und seitdem nie wieder angerührt wurden.

Es wurde beschlossen nicht mehr so viel auf Halde zu kaufen.

Es wurde sogar beschlossen brachliegende Kenntnisse aus dem Kartographiestudium zu reaktivieren, um digitale fiktive Landschaften in eine analoge Form zu überführen.

Es wurde so viel beschlossen …

Der Rechenschaftsbericht für das Spielejahr 2022:

  1. Soulslikes:
    Ich habe letztes Jahr etwas The Surge gespielt. War Teil eines Paketes, wenn man Mechwarrior 5 gekauft hatte. War nett. Gute Produktionsqualität, wirklich nix zu meckern. Spielerisch war das für mich auch in Ordnung. Die ersten Gegner zappelten schnell platinensprühend auf dem Boden, der Schwierigkeitsgrad zog angenehm schaffbar an. Wenn ein Gegner beim ersten Kontakt zu stark erschien, wie z.B. der erste „richtige“ Boss, wurden mir dessen Spezialattacken ausreichend genug signalisiert, aber ich war einfach zu dappig selbigen gut genug auszuweichen. War jetzt kein unüberwindbares Hindernis, aber ich habe festgestellt gegen solche Gegner mehr Arbeit in das Spiel stecken müssen. Üben, besser werden. Nicht irgendwie ins Nebulöse hinein, sondern mit einer klaren Zielvorgabe. Obwohl ich das grundsätzlich sehr begrüße und mag, stellte dieser Zeitaufwand letztendlich auch das Ende dieser Genre-Erkundung dar. Vor zwanzig Jahren hätte ich hier noch Stunden um Stunden investiert, um dann erschöpft, aber glücklich das gesamte Spiel bewältigt zu haben. Diese Zeit ist aber vorbei. Ich habe die Muße nicht mehr dafür. Das Bewältigen solcher spielerischen Herausforderungen motiviert mich nicht mehr. Ruhet in Frieden, ihr Dark Souls und Bloodbournes und Sekiros! Verschont werdet ihr bleiben von Forderungen aus meinem Mund diese Spiele doch leichter zu machen oder dass man doch ein gescheites Quicksave-System …
  2. Ausufernde RPGs zu Ende spielen:
    Das war ein ziemliches Desaster. Also so richtig. Da gibt es nichts schön zu reden. Nichts davon erreicht. KEIN EINZIGES Spiele aus dieser ganz speziellen Ecke der Gruft angefasst. Aber stets brav gekauft, wenn es z.B. die beiden Pathfinders samt Addons im Sale gab. *gaaaaaaaaaaaaaaaaaaaah!* *in der ecke sitz und leise schluchz*
  3. Nicht mehr so viel auf Halde kaufen:
    MUHAHAHAHAHAHAHA! *prust*
    AHAHAHAHAHAHAHAHA! *nach atem ring*
    Ja, der war gut! *lachtränen aus den augen wisch*
  4. Wieder mehr zeichnen:
    Das tut mir richtig leid, dass hier über das Anfangsstadium hinaus nichts vorangekommen ist. Ich hatte bereits den ersten Spielabschnitt von Titan Quest aus Automap-Screenshots digital zusammengeklebt, um daraus dann eine hübsche Karte mit Monsterhöhlen, lauschigen Wäldern und nebligen Sümpfen zu machen. Doch das vergangene Jahr war ein ständiges Auf und Ab von energiegefüllten Tagen zwischen alles erstickenden Wochen des Wandanstarrens, wo es abends oft genug nicht einmal für ne Stunde Zocken oder was auf Netflix anschauen gereicht hat. Feierabend, früh ins Bett, Gehirn so schnell wie möglich offline schalten. Grmbl! Ich habe zwar eine gute Ahnung davon, woher das alles kommt, doch nichts von diesem Ursachenmix kann „so geschwind mal eben“ gelöst werden. Das wird alles ne Weile dauern.

Doch nicht alles war grau und trübe, ganz im Gegenteil. Denn abseits der Unsinnigkeit sich selbst beim Jahresbeginn mit irgendwelchen Beschlussfassungen selbst zu blockieren, gab es einen Silberstreif am Horizont

Der inoffizielle Rechenschaftsbericht für das Spielejahr 2022:

  1. Ein neues Lieblings-Genre?
    Jopp. Scheinbar habe ich ein neues Lieblings-Genre gefunden. Titel wie Factorio, Farthest Frontier oder Planet Crafter nehmen inzwischen den Löwenanteil der Zeit ein, die ich mit Spielen verbringe.

    Hier ist es mir gerade bei Factorio gelungen mich aus der manischen Zwanghaftigkeit früherer Tage zu befreien. Ich spaghettiere lustig vor mich hin, meine Basen sehen aus wie Kraut und Rüben und doch lerne ich allmählich, wie das sog. Mainbus-Konzept eigentlich funktioniert, wie man mit Grids (die Stadtpläne von Mannheim und Barcelona lassen grüßen!) die Übersicht behält und Basiserweiterungen nicht blindlings ausufern. Blueprints sind inzwischen fester Bestandteil jedes Durchganges geworden, ich erkenne immer mehr die Einsatzmöglichkeiten von Logistikrobotern und eines Tages werde ich auch verstanden haben, wie man Eisenbahnen richtig verwendet. Das offizielle Endziel mit dem Bau der Rakete ist gar nicht mehr wichtig, der Basenbau als solcher ist das Ziel geworden. Ohne Druck, ohne Muss, immer wieder neu beginnend und mit jedem Neubeginn wieder etwas gelernt habend. Bei den anderen beiden Titeln ist zwar noch viel an Arbeit hinter den Kulissen nötig, aber auch hier bastele ich ganz entspannt und ohne Druck an meiner Siedlung, bzw. dem Aufbau immer komplexerer Terraformierungsanlagen.

    Doch im Gegensatz zu anderen Titeln fühlt sich das alles nie als dröge Arbeit an. Ich muss oft genug das Hirn einschalten, ich experimentiere viel und leite aus den Ergebnis dieser Experimente weitere Schritte ab. Und wenn ich an einer Stelle nicht vorankomme oder ein Bug die sorgfältige Planung zerstört, dann ist das nicht so schlimm. Ich mache dann eine Pause. Bis es mich wieder an dieser Stelle im Hinterkopf juckt, bis mir plötzlich eine Idee kommt, bis eine neue Version veröffentlicht wurde.

    Ich kann jederzeit aufhören, nach ein paar Tagen oder Wochen zurückkommen und an genau der Stelle weitermachen, an der ich aufgehört habe. Oder alle bisher gemachten Erfahrungen in einen Neustart fließen lassen. Wie mir gerade danach ist. Und gerade weil überhaupt kein Zwang zu verspüren ist, weder innerhalb des Spieles, noch in meinem Kopf, sondern das Gesamtpaket schimmernd und funkelnd die Nerven in beiden Gehirnhälften in Schwung hält, verbringe ich verdammt viel Zeit mit diesen Spielen.
  2. Die Wiederentdeckung der Echtzeitstrategie
    Das RTS-Genre zählte früher zu den Genres, mit denen ich viel Zeit verbracht hatte. Nie online (Hölle, was für ein Stress! 🙂 ), Kampagne und Skirmish waren eher meins. Starcraft, Age of Empires, Command & Conquer, Total Annihilation und all die vielen Thronanwärter und Möchtegerns, die Aussenseiter und Exoten.

    Dann war lange Pause. Sicher, der eine oder andere Titel wurde zwar alle paar Jahre wieder herausgekramt und wenig gezockt, aber im Großen und Ganzen war der Ofen aus. Was danach veröffentlicht wurde, wurde von mir auf rein rationaler Basis durchaus wohlwollend angenommen, aber da war kein Leuchten mehr in den Augen. Schnell endete jedes Anspielen in einem achselzuckenden *meh!*. Der Ofen war in der Tat aus.

    Bis zu diesem Jahr. Inzwischen habe ich mir die Definitive Editions der Age of Empires-Reihe zugelegt. AoE 1 DE bleibt zwar weiterhin das Schwarze Schaf unter diesen Neuauflagen (weil man es geschafft das eh schon nicht berauschende Pathfinding des Originals NOCH SCHLECHTER zu machen), aber vor allem AoE 2 DE ist „Remaster Done Right“ in allen Belangen. Dazu noch haufenweise neue Kampagnen, neue Zivilisationen und ein technisch neu aufgestellter MP-Bereich, der sich wohl großer Beliebtheit erfreut. MP spiele ich weiterhin nicht, aber all die neuen SP-Inhalte halten mich gut beschäftigt. Und AoE4 ist mir immer noch viel zu teuer 🙂

    Starcraft 2 hat sich inzwischen vollständig bei mir eingefunden. Ja, ist ok, macht Laune. Das Setting funktioniert immer noch gut genug, dass ich über so einige Probleme in der Handlung und Charakterisierung (What have you fuckers done to Kerrigan!!!) gnädig hinwegsehen kann.

    Dann wurde ich kürzlich mit Starship Troopers: Terran Command beschenkt. Das macht überraschend verdammt viel Laune, weil es das Film-Setting spielerisch sinnig umsetzt und die auf den ersten Blick simple Stein/Schere/Papier-Gameplaymechanik der unterschiedlichen Einheiten die für mich ideale Mischung aus leicht zu erlernen, aber schwer zu meistern darstellt.
  3. Noch mehr Retro-Shooter
    Japp. Es hörte nicht auf. Cultic, Fashion Police Squad, Prodeus, Nightmare Reaper. Um nächstes Jahr ohne Pause mit Ion Fury – Aftershock, Turbo Overkill, Selaco, Graven, Wrath: Aeon of Ruin und Amid Evil – Black Labyrinth weiterzugehen. Ich bin glücklich!
  4. Alles nicht so tragisch!
    Ein neues Lieblingsgenre entdeckt, ein altes wiederentdeckt und dann noch mit einem großen Haufen neuer Retro-Shooter versorgt … das Spielejahr 2022 war eine runde, saubere Sache. Ich kann nicht meckern. Nein, wirklich nicht!

    Das „Auf Halde kaufen“ ist zwar weiterhin eine lästige Eigenart, aber ich rege mich nicht mehr darüber auf. Ist eben so. Ich amüsiere mich hier inzwischen mehr über mich, als dass ich diese Unart abstellen möchte.

    Die Sache mit dem Kartenzeichnen nagt aber in mir. Da hatte ich mich wirklich darauf gefreut. Aber das ist nur aufgeschoben, nicht aufgehoben. Dinge sind in Bewegung. Andere Dinge werden folgen. Denn frei nach Gröhnemeyer:

Sehr geehrte Damen und Herren! Es war mir eine Ehre dieses Jahr mit Ihnen verbringen zu dürfen. Auf dass wir uns alle wohlgemut und vor allem gesund im nächsten Jahr wieder treffen werden.

22 Kommentare zu „Dafür hat es gereicht

  1. Da ich momentan mit mit Covid flach liege halt ich‘s kurz. Viele Grüße von einem alten Sack und komm gut ins nächste Jahr.

  2. > Es wurde beschlossen nicht mehr so viel auf Halde zu kaufen.

    Ich habe gerade in die Order History von Steam und GOG geschaut und festgestellt, daß meine letzten Orders tatsächlich im Jahr 2018 waren, also inzwischen satte 4 Jahre her! Die letzten Großeinkäufe (id Software und Star Wars) waren sogar schon 2015 und 2016. Danach kam eigentlich nichts mehr. Corona hat sich für die Stores bei mir so gar nicht gelohnt.

    Ich habe seit 2016 auch ein Dutzend physische Titel auf Halde gekauft, aber damit fühle ich mich gar nicht schlecht, die sehen gut aus im Regal. Eine Pile of Shame, zum Anfassen, die erst dann kritisch wird, wenn sie nach dem Aufeinander-Stapeln der Jewel Cases von selbst umfällt – ja genau, dort ist das Limit.

    > Ausufernde RPGs zu Ende spielen

    Mache ich nicht mehr. Ich spiele interaktive Geschichten (mein persönliches Lieblings-Genre) entweder von vorn bis zum Schluß durch oder ich breche halt irgendwo drin ab, das war’s dann auch. Auch CyberPunk 2077 ereilte dieses Schicksal, irgendwo nach dem Tutorial mit dem Einzug ins Apartment war die Luft raus. Ich werd es wohl vor dem nächsten Remaster nicht mehr anfassen. Aber die Box-Edition sieht gut aus im Regal, auch die mitgelieferte Karte und das Weltkompendium sind nett.

    Vielleicht versuche ich irgendwann nochmal einen Witcher3-1.32-Speedrun. Einfach mit dem Ziel, nicht alles anzugucken, sondern so schnell wie möglich die Hauptstory zu beenden. Auch ansonsten spiele ich lieber ältere Geschichten HD-poliert nochmal durch, als mir irgendwas gewoktes aus der Gegenwart anzutun.

    > Wiederentdeckung

    waren Simulationen. Gran Turismo 7 (durchgehend flüssige 60 fps auf Hardware-Specs von 2013) kam trotz Online-Zwang dieses Jahr in die Sammlung und der uralte FSX ist wieder installiert. Erinnert sich noch jemand an diese Performance-Sau mit DirectX 10? Läuft ohne irgendeinen Schluckauf auf dem Notebook mit integrierter GPU.

    Guten Rutsch!

  3. @Frank: Ugh, gute Besserung!

    @Joe: Das einzig gute an der digitalen Halde ist der Umstand, dass sie nicht sinnlos Regalplatz belegt und somit auch keinen Staub fängt. Aber wenn man sich von dem Gedanken löst, all das auch ums Verrecken spielen zu wollen, sondern den Erwerb der Spiele mehr als klassisches Sammeln zu bewerten beginnt, ist das plötzlich nur noch ein harmloses Hobby und nicht mehr sinnlose Verschwendung persönlicher Kaufkraft, die woanders eventuell sinnvoller angelegt wäre 🙂

  4. Ich frage mich gerade, ob das „auf Halde Kaufen“ ein Bewältigungsmechanismus für Jugendsünden auf hoher See ist 😉

    Bei mir war 2022 wohl das spieleärmste Jahr meines bisherigen Lebens. Ich habe ein paar Tage Hollow Knight ausprobiert, aber aus den gleichen Gründen wie du die Soulslikes,wieder aufgegeben. Zu viel Arbeit für zu wenig Spaß. Zumal das Setting mich in eher unerfreuliche Stimmung versetzte. Für 2023 habe ich mir diesbezüglich nichts vorgenommen, aber was mich mal reizen würde, wäre eines der neueren Zelda-Spiele auszuprobieren (Link between Worlds und Breath of the wild), aber dazu müsste ich erstmal eine Konsole kaufen. Schon wieder fast zu viel commitment 😉

    Gutes Neues!

  5. > Das einzig gute an der digitalen Halde ist der Umstand, dass sie nicht sinnlos Regalplatz belegt und somit auch keinen Staub fängt.

    Aber genau das ist doch der Vorteil: Selbst die Vollpreis-Flops landen entweder 1-2 cm breit in der Sammlung, ohne daß ich wie bei Steam auf Lebenszeit mit einem JPEG an den Fehler erinnert werde oder sie gehen halt zurück in den (Gebraucht-)Handel. Dafür daß ungespielte Halde nicht zu groß wird, dafür sorgt eben der begrenzte Platz schon. Da liegt nämlich tatsächlich ein echter Stapel, der dann immer höher wird.

    Auch daran, was ich heute abend weiterspielen wollte, erinnert mich das Cover der Box auf Tisch vor mir. Und den Inhalt brauche ich tatsächlich zum Zocken, das ist nicht nur ein CD-Key-Installer, der danach im Müll verschwindet.

    Für mich auf jeden Fall ein Super System. Da kommt einfach kein digitaler „Shelf“ dran.

  6. @ quellcode

    Man merkt, dass man ein alter Sack ist, wenn die Kinder einem Spiele empfehlen. Z.B. Hollow Knight, dass ich dann ausprobiert habe. Da bin ich dann ein paar Stunden rumgeturnt (mag das Spielprinzip 2d-Scroller sowieso nicht), um dann festzustellen, dass ich mich nicht zurechtfinde und es ohnehin nicht spannend genug weitergeht. Meine Kinder haben mich ausgelacht. Es gibt doch Figur XY, ziemlich am Anfang, die einem eine Map besorgt, und dies und jenes. Nö, ne. Ist nix für mich. — Stattdessen reite ich nun gemächlich zum ersten Mal durch Red Dead Redemption 2, was natürlich großartig ist, nur habe ich mich nicht 100prozentig drauf eingestellt. Ich habe schon zweimal Leute über den Haufen geritten, da man das Pferd aktiv bremsen muss und es nicht automatisch einem Hindernis ausweicht 🙂 . Und wenn man das im falschen Moment macht, ist es „Mord“. „Ermittlung“ …. rumms, sind die Gesetzeshüter hinter einem her. …

  7. Bin auch alt und habe Hollow Knight durchgespielt – mehrfach. Das Artwork und der Soundtrack ist aber auch richtig gut und der Umfang dieses Metroidvanias ist gigantisch für das winzige Budget. Controller Literacy ist bei Sidescrollern natürlich ein Muß, aber meine Platformer Skills sind eben auch jahrzehntelang erarbeitet.

  8. Was für eine coole Idee mit der Titan Quest Map! Ich hoffe da eines Tages einen Blick drauf werfen zu können. Fantasy- und SciFi-Karten sind einfach toll und gehören in jedes Buch des Genres damit die Fantasie gleich losballert! Ich hoffe das 2023 für dich besser läuft und das du ein paar Lösungen für diese ausbremsenden Probleme findest.

  9. Ich, leider nur was Computerspiele angeht, viel gelassener geworden. (Um realen Leben ist eher das Gegenteil der Fall.) Mein Spiel, meine Zeit, meine Entscheidung; was ‚Spaß‘ für mich bedeutet.

    Was im seltenen Fall, ich spiele mal ein RTS, dann in der Regel dazu führt, dass ich gnadenlos vor mich hin’turtle‘. Da bin ich dann auch gerne mal sentimental und ziehe in ‚Company of Heros‘ Squad Nr. 3 zum zehnten Mal zurück, um die Soldaten zu heilen, anstatt die Mannschaft des feindlichen MG-Nests einfach im Blut meiner Soldaten ertrinken zu lassen. Ich trainere mir in Battletech den Hintern ab, weil ich auf den RNG Bullenkot keinen Bock habe, und entferne per Mod den Timer in XCom 2, weil mich die oft extrem unfairen Spielmechaniken ohnehin schon nerven ohne Ende.

    Und ja, mir gefällt ‚7 Days to Die‘ doch sehr, aber ich hab einfach keinen Bock, mit einer Damenhandtasche auf Loottour zu gehen und dann für ein paar Abfälle meinen Hintern zu riskieren. Also hab ich mir jetzt nach nur 12 Stunden Spielzeit erst einmal eine Mod geholt, welche den Rucksack auf eine erträgliche und sinnvolle Anzahl von Slots bringt. Und eine, welche die Lootchancen sinnvoll erhöht – wenn ich jetzt in ein Krankenhaus oder eine Imbißbude marschiere, dann marschiere ich mit einer logisch nachvollziehbaren Menge an Medis oder Futter wieder raus und nicht nur mit ein paar alten Schuhen und jeder Menge Müll.

    Ich kann meine Pflanzensamen jetzt auch einfach in die Erde stecken, anstatt mühsam Pflanzbeete aus Beton zu bauen. UND ich nutze ein kleines Programm, welches den letzten Spielstand bei Spielstart absichert. Weil es mich ankotzt, wenn ich den virtuellen Löffel werfe und mich das Spiel dann mitten in der Nacht und nackig inmitten einer Horde von Zombies spawnt, das muss ich mir nicht mehr geben.

    Was das Vergrößern des Berges der Schande angeht, das passiert immer noch. Allerdings kaufe ich so gut wie kein Spiel mehr zum Vollpreis, damit hat es sich ohnehin schon lange. Was aber den Effekt hat, dass ich auch hier gelassener reagiere, wenn ein Spiel sich als Griff in das sprichwörtliche Klo herausstellt, und ich selbiges dann halt einfach in den Skat drücke ohne das Gefühl zu haben, ich muss jetzt auf Biegen und Brechen den Kaufpreis ‚abspielen‘.

    Da sei als Beispiel ‚Mutant Year Zero‘ genannt. Gefällt, streich das, /gefiel/ mir eigentlich sehr. Setting und Charaktere sind klasse, das Kampfsystem an sich auch, aber… da gibt es eine Mechanik, die so /gar/ keinen Sinn macht und die ich nicht kapiere. Und die ich mir, anders als anscheinend nicht wenige Fanboys, auch einfach nicht schönreden kann. Die Gegner haben so eine Art ‚Aufmerksamkeitskreis‘, was sich innerhalb desselben befindet, wird unweigerlich gesehen/gehört. Der wird auch angezeigt, sollte also eigentlich kein Ding sein, man kann sich ja drauf einstellen. Denkste.

    Ich bin immer wieder gescheitert, weil ich Hinterhalte angelegt habe oder mich schleichenderweise in Position für einen Feuerüberfall bringen wollte, peinlich darauf achtend, nicht in diesen Kreis einzudringen und ansonsten auch ja Sichtblockaden zwischen Gegner und eigenen Kräften zu haben. Nur um dann festzustellen, dass da anscheinend ein zweiter, unsichtbarer und ‚inoffizieller‘ Sichtkreis existiert, bei dessen Unterschreitung sich der sichtbare offizielle Sichtkreis schlagartig und aus Gründen halt massiv erweitert und sich meine Mannen (oder Enten und Schweine) auf einmal im Fokus und Feuerhagel des Gegners befinden, weil eine heranmarschierende Patrouille (deren Sichtkreis man ja eigentlich einkalkuliert hat) sie auf einmal und auch durch eine Kiste hindurch sehen kann. Brauch ich mir nicht antun, kann weg. Und ist kein großer finanzieller Verlust.

    Was die hier erwähnte Jugend und Spiele angeht, mit welchen diese soviel besser klarkommt, naja… Vielleicht liegt das, abgesehen von der gesunkenen Frustschwelle, fehlenden Reflexen und einer geringeren Bereitschaft, Zeit für BS zu verschwenden, ja auch einfach daran, dass man Spiele eben mehr für die Jugend macht und /die/ sich verändert hat. Ich hab ja nun schon oft auf Doom Eternal geschimpft, aber ich wollte es dieses Jahr einfach mal wissen und hab mich durch die Hauptkampagne und anderthalb DLCs /gequält/. Gott, war das übel.

    Dabei mag das nicht einmal ein schlechtes Spiel per se sein, aber /Doom/ ist das nicht. Das ist ein Bullethell-Shooter für die Smartphone-Zappelgeneration, die auch in Fahrprüfungen immer öfter durchfällt, weil die Aufmerksamkeit für alles, was nicht wie das Smartphone direkt vor der Nase liegt, zusehends geringer und die Aufmerksamkeitsspannen immer kürzer werden. Denn es fällt auch auf, dass man sich zwar nach einem Arenakampf richtiggehend /ausgelaugt/ fühlt, aber dass man hier ansosnten nicht experimentieren oder gottbewahre mal nachdenken, sondern immer nur /reagieren/ muss. Und zwar nach dem immer gleichen, festen Schema.

    Nix selber machen, nix selber entscheiden – einfach das vorgegebene 08/15 Schema auswendig lernen und das dann wieder und wieder und wieder automatisch abspulen.

    Ach und weil ich mal wieder über alle Stränge schlage in Sachen Textlänge (auch etwas, dass ich wohl nie mehr lerne), nur noch ein Wort (ich weiß…) in Sachen Soulslikes. Ich hab ‚The Surge 2′ mal auf der PS4 im Sale gekauft und an sich gefällt mir das schon, nur komme ich um’s Verrecken nicht mit der Steuerung klar. Und ich habe ebenfalls keinen Bock, mir das mühsam anzutrainieren.

    Und ansonsten fehlt mir das Interesse weil A) viele Spiele dieser Art ein SL sein wollen, aber gnadenlos daran scheitern, die Mechaniken des Originals zu verstehen. Das nämlich signalisiert (fast) immer, warum man eben gescheitert wird und das Dahinscheiden ist eine Lernerfahrung. Was oft im Verbung mit B) steht, nämlich dass heute jeder übermäßig und unnötig schwere und frustrierende Mist einfach als ’soulslike‘ bezeichnet wird.

    Und C) ist mir die Story heute noch wichtiger als das früher schon der Fall war und aus welchem Grund auch immer viele Devs der Meinung sind, ein SL braucht sowas nicht. Da versagt witzigerweise für mich schon das Original nahezu komplett – ich hab keinen Bock, mir eine Geschichte aus kleinsten Informationsschnippseln in Itembeschreibungen (!) etc. zusammenklauben zu müssen.

    Da habe ich mit ‚Containment: Der Zombiepuzzler‘, im Grunde ‚Bejeweled‘ mit Zombies oder, ich geb es zu und schäme mich nicht, ‚Fairy Solitaire‘ mehr Spaß. Und die spiele ich dann auch lieber.

  10. @Alien:
    Amen auf alles Gesagte, speziell zum Thema Spielmechanik kann ich da nur fett unterschreiben. Was ich auch innerhalb der eigenen Familie immer wieder feststelle ist die Tatsache, dass ab einer bestimmten Generation diese für unsere Jahrgänge selbstverständliche Verknüpfung von ‚Eine interaktive Spielewelt kann/muss natürlich ganz klare eigene Regeln aufstellen – z.B. Kampfmechaniken in RPGs – ABER diese dürfen (ebenfalls selbstverständlich) nicht im Widerspruch zu grundlegend logischen Annahmen des Spielers gegenüber der Spielewelt stehen.‘ nicht mehr zu existieren scheint.
    Wenn solche alten Säcke wie wir darüber irre werden, dass es z.B. nur mit einem stur vorgegebenen Ablauf (wasweisich…Zauberspruch) möglich ist ein Feuer zu löschen, während direkt neben der Feuerstelle 7 verf*** Fässer Wein mit physikalisch korrekt berechneter Flüssigkeitssimulation stehen, die man logisch betrachtet einfach nur zerschlagen müsste um das Feuer zu löschen, es aber eben nicht geht weil das in der modernen Spielmechanik nicht vorgesehen ist… AHHHH!!! Oder noch schlimmer, bestimmte Dinge im direkten Widerspruch mit logischen Grundsätzen – selbst einer Fantasywelt – stehen, und man von ‚der Jugend‘ dazu nur ein verständnisloses Kopfschütteln bekommt, weil ‚Logik‘ (Wasndaseigentlich?) ja nun mal völlig optional gegenüber noch so sinnlosen Regeln ist… seufz.. nein, früher war nicht alles besser!
    So schön das neue Doon optisch und von der Optimierung selbst für ältere Hardware geraten ist, so ist es dennoch nur eine Hülle für stures Vorgehen nach Schema F ohne die früheren Erkundungstouren zum Entdecken von geheimen Arealen.

    Tja, wie man es halt gelernt bekommt. Ohne selbst gesammelte Erfahrung im realen Leben, durch andere Medien erlebte Eindrücke, etc. ist halt ein Deus Ex nicht das „…geilste interaktive Unterhaltungswerk was ich je erlebt habe!“, sondern ein „Spiel ohne Regelerklärung = deinstalliert“.

    Ach btw., da Du als PS4-Spieler für Online ja vielleicht PS+ hast, schau Dir (so noch nicht geschehen) diesen Monat mal das ‚kostenlose‘ Star Wars Jedi Fallen Order an. Ich weiß, Star Wars was as dead as a Dodo. Aber seit es die schmutzige Seite der Macht als Film (Rogue One, Andor!!!einself) oder eben als Spiel wie in ‚Jedi Fallen Order‘ gibt, mache ich partielle Ausnahmen. Echt jetzt, die Geschichte, die Protagonisten und das Gameplay sind berechtigt als bestes SW-Spiel seit ypsen bezeichnet worden.

  11. @Aloha2 Mein Ps+ hab ich gerade auslaufen lassen. Hab ich ohnehin nur noch gebraucht, um mit meiner Nichte Minecraft zu spielen und da wir jetzt auf die PC-Version umgestiegen sind, hat sich das auch erledigt. Womit dann auch all die ‚geschenkten‘ Spiele weg sind, an sich auch kein Verlust, ich hatte da in vielen Jahren PS+ höchstens zwei, drei Spiele, welche ich wirklich mal gespielt habe. Der Rest war entweder Dreck wie ‚Gone Home‘, irgendwelcher Indimüll oder Spiele, welche ich schon lange billigst im Steam-Sale erworben hatte.

    ‚Fallen Order‘ ist ein seltsames Spiel. Ich fands, wie sag ich das jetzt diplomatisch… scheiße. Die Protagonisten fand ich nervtötend, was schon mit der Ex-Jedi Tussi mit den Glubschaugen anfing. Den eigentlichen Helden fand ich… okay, aber der /musste/ ja unbedingt eine ach so niedlichen Droiden mitschleppen und der ist mir dann mal so /richtig/ auf den Zünder gegangen. Ich weiß, ohne niedliche Droiden geht es bei Disney nun einmal nicht mehr, aber echt, wenn der Superjediheld es noch nicht einmal schafft, ohne das fiepsende Teil ein Seil runterzurutschen, hört’s bei mir auf.

    Das Leveldesign war oft extrem nervtötend, ich hab mich gerade in diesem Level mit den Felsen nach irgendwelchen Eingängen halbtot gesucht und bin im Kreis gelaufen und wenn man so in die Foren schaut, bin ich da bei weitem nicht der Einzige.

    Und dann das Kampfsystem und die Kämpfe. Das war schon gleich zu Beginn extrem nervtötend. Da rennt man im Tutoriallevel erst einmal in diesen blöden intergalaktischen Ziegenbock, der einem die Hälfte der Lebensleiste wegrammt, um dann gleich im Anschluss in eine Miniarena geworfen zu werden, in der einen drei Stormtrooper mit Schockknüppel von allen Seiten auf die Zwölf hauen, aber nicht richtig gegen sie kämpfen kann, weil man ja noch ein paar Trooper an den Rand stellen musste, die nicht nur mit Blastern, sondern mit einem Raketenwerfer schießen. Hatte was von Dynamitfischen in einer Regentonne, mit dir als Fisch.

    Ich hab das dann nach zig Anläufen damit gelöst, dass ich einfach wie ein blöder im Kreis herumgerollt bin, während der Raketentrooper bei dem Versuch, mich zu treffen, seine Kollegen weggesprengt hat. Gutes Kampfsystem geht anders. Und wer bitteschön ist auf die bescheuerte Idee gekommen, die Macht wie Ausdauer zu behandeln, die einem mitten in den Kämpfen ständig ausgeht, was dazu führt das man nicht einmal mehr blocken kann? Da gibt es so viele Miniarenen, in die man zusammen mit mehreren Gegnern, oft mit immenser Reichweite und Geschwindigkeit, geworfen wird und in denen man wieder und wieder niedergemacht wird, nicht weil das Geschick fehlt, sondern schlicht die Ausdauer, Verzeihung, die Macht ausgeht.

    Hinzu kommen dann dumm gesetzte Savepoints, so dass man nicht selten ewig lange Strecken, natürlich mit allen Kämpfen, nochmal absolvieren muss. Was dann so /richtig/ gut kommt bei dem, was ich in Spielen ja sooo liebe – irgendwelche Rutschpartien, bei denen man dann milimetergenau über plötzlich auftauchende Klüfte springen oder sich an irgendwelchen Dingen festhalten und weiterschwingen muss, ohne dass man die Strecke kennt, die Hinternisse aber oft auch nicht wenigstens /etwas/ eher sehen kann oder das Spiel signalisiert, wohin man denn jetzt eigentlich springen oder woran man sich festhalten soll.

    Was das Erkunden der zugegebenermaßen wirklich wunderbar und wunderschön gestalteten Welten dann auch eher zum Parforceritt als zur Freude werden lässt.

    Und so richtig danebengegangen ist meiner Meinung nach der Schwierigkeitsgrad. Entweder man entscheidet sich für die niedrigste Schwierigkeitsstufe, was das Spiel dann zum herausforderungslosen Wandersimulator werden lässt, oder man entscheidet sich dafür, das Spiel wirklich zu spielen, was dann den Schwierigkeitsgrad dann schon auf der nächsten Schwierigkeitsstufe /derart/ brutal ansteigen lässt, dass die Sache keinen Spaß mehr macht.

    Und wohl gemerkt, der brutale Schwierigkeitsgrad ensteht dann nicht durch gutes Leveldesign, fiese aber zu bewältigende Fallen und clevere Gegner, sondern hauptsächlich dadurch, dass man wieder und wieder in viel zu enge Miniarenen geworfen wird, zusammen mit Gegnern, die selbst im Nahkampf eine extrem hohe Reichweite besitzen, gerne mal sämtliche Angriffe mit Schilden oder Schockwaffen wegblocken und brutalen Schaden austeilen. Wozu dann noch die Grütze mit der Macht kommt, die einem immer wieder ausgeht. Kennt man ja aus den Filmen – da muss der weiße Joghurt auch immer mal eine Dose Schwartz zischen, um sein Energielevel wieder auf Kampfniveau zu bringen.

    Und anscheinend scheint das den Machern auch bewusst zu sein, denn die üblichen Trophäen/Achievements für ein Bewältigen des Spieles auf höheren Schwierigkeitsgraden fehlen komplett. Was es dann auch, abgesehen von einer gewissen masochistischen Befriedigung, völlig sinnfrei macht, das Spiel nicht nur als Wandersimulator anzugehen, denn eine Belohnung dafür fehlt völlig.

    Bei mir kam dann noch hinzu, dass ich mir gerade das Doppelschwert geholt hatte, was angesichts dieser doofen Spinnen echt nicht leicht ist, dann die HD meiner PS4 abrauchte und ich zwar brav immer alle Spielstände in die (kostenpflichtige) Cloud hochgeladen hatte, die unter dem Spielstand mit dem aktuellen Datum aber einen Spielstand mit zirka einer Stunde Spielzeit gesichert hatte. Und dann hatte ich keine Lust mehr und seitdem kann ich mich nicht mehr dazu überreden, mir den Murks noch einmal anzutun.

    Zumal ich mit dem neuen 3D-Drucker und dem Steam Deck ohnehin schon ausgelastet bin – gerade habe ich entdeckt, dass auf Steam kostenlos Retroarch mit allen Plugins zu finden ist, auch mit gut funktionerenden PSP- und Amiga-Emulatoren. Da spiele ich lieber noch einmal die PSP-Version von ‚The Force Unleashed‘, die war nämlich gar nicht mal schlecht, oder zum hundertsten Mal die Jedi Knight Spiele.

    Ach Mist, das klingt jetzt alles sicher sehr undankbar, dabei hast du es ja echt nur gut gemeint und wolltest mir einen Gefallen tun. Meinen Dank dafür und meine Bitte um Verzeihung, falls das jetzt irgendwie undankbar rüber kam. Aber hey, Rogue One fand ich echt nicht schlecht.

    Übrigens, was das Übertragen von Lebenserfahrung und -welt auf Spiele angeht, da ist Doom wohl auch hier tatsächlich ein gutes Beispiel. Ich habe jede Sekunde gehasst, welche ich mich mit diesem dummen Sprungpassagen gequält habe. Weil die so unnötig und unnötig schwer waren, weil es frustrierend ist; wenn man in einem SHOOTER stundenlang nicht weiterkommt, weil man eine doofe Hüpfpassage nicht schafft und weil ich mich die ganze Zeit gefragt habe ‚WTF, warum? Was soll das? Warum ist das hier?‘.

    Denn innerhalb der Spielwelt macht das alles, wie ja von dir erwähnt, mal schlicht weg gar keinen Sinn. Ist halt da, macht man halt und weil es Doom und gehyped ist, muss es auch cool sein.

    Ich bin gerade, nachdem das auch lange unter meinem Radar lief, auf ‚7 Days to Die‘ gestoßen und meine Fresse, ist DAS brutal. Aber mal so richtig. Ich hab schon lange kein Spiel mehr ge-ragequitted, erst recht nicht dreimal in Folge. Aber das Ding ist, im Grunde ist das Spiel extrem fair und wenn man erst einmal begriffen hat, was es von einem will, macht auch alles im Rahmen der Spielwelt Sinn und ist fair. Das Spiel gibt einem die Tools für’s Überleben von Anfang an in die Hand. Was sowohl ‚Fallen Order‘, als auch Doom Eternal absolut nicht tun.

  12. Zu Plattforming in Shootern sage ich nur „Hocus Doom“. Absoluter Goldstandard. Flüssig, pixelgenaue Kontrolle zu jedem Zeitpunkt. Gleichzeitig plattformen UND Gegner bekämpfen? Kein Problem. Macht sogar mir Laune 🙂

    Derweil ich Mühe hatte das Wallrunning in Titanfall 2 so auf die Reihe zu bekommen, um Mission 3 abschliessen zu können. An sich ein geiles Spiel, welches vieles richtig macht, aber wenn ein poppeliger Modder auf Basis eines Sourceports einer uralten Engine das besser hinbekommt als ein großes AAA-Studio, dann hat hier jemand bei Respawn versagt.

    Doom Eternal verkneife ich mir übrigens grundsätzlich. Nicht unbedingt wegen der Jumperei, sondern weil mir die Notwendigkeit ständig Finisher anzuwenden, um nötige Ammo + Health + Armor zu bekommen, bereits im Vorgänger auf den Sack ging. Finisher reissen mich aus dem Flow und die ultrarealistisch inzenierte Brutalität geht mir seit Wolfenstein-TNC ziemlich auf den Geist. Ich werde davon nicht wirklich „unterhalten“.

    Immer dran denken, dass ein Entwickler des letzten Mortal Kombat alleine nur wegen der Recherche für möglichst detaillierte Brutalismen krank und depressiv wurde. Und das nur anonym berichtet hat, weil er keine Probleme im Job haben wollte:

    https://www.kotaku.com.au/2020/03/id-have-these-extremely-graphic-dreams-what-its-like-to-work-on-ultra-violent-games-like-mortal-kombat-11/

  13. @Alien:
    Mach Dir mal keine Gedanken wegen ‚undankbar‘, ich bin Zurückweisungen gewohnt… schluchz..

    XD

    Srsly, wegen solcher Bonmots wie dem Regentonnendynamitfischen (da bist du der Held beim Scrabble) lese ich Deine – gerne auch langen – Texte! Und eben auch um mal einen Eindruck zu bekommen wie bestimmte Sachen, die für einen selbst gar nicht so schlimm sind auf andere wirken. Ich gebe zu, dass ich sehr allergisch reagiere, wenn aus Inkompetenz, Desinteresse oder am schlimmsten Ignoranz („Ich scheiß auf euch und geb mir nicht mal Mühe das zu verstecken.“) versucht wird mir als Liebhaber von digitaler Unterhaltung das Geld aus der Tasche zu ziehen. Wenn ich aber den Eindruck habe, dass ECHT versucht wird einen Kompromiss zu finden (Stichwort: ‚Die Leiste der Macht‘) sind kleine (Betonung: kleine) Ungereimtheiten im Kontext durchaus akzeptabel. Und ja, die Arenen sind manchmal nervig, weil man in einigen um dieses alternativlose ‚Lernen des einzig richtigen Weges‘ nicht herumkommt. Aber ich hatte bis auf wenige unausweichliche Stellen immer den Eindruck, es anders oder ‚etwas Anderes‘ machen zu können, so das sich der Frust in engen Grenzen hielt. Vor allem wurden diese Punkte aber aufgrund der wirklich klasse designten, sich extrem organisch anfühlenden Welt mehr als aufgewogen (Tomb of Eilram auf Zeffo… irre…da kam zum ersten mal seit dem originalen Tomb Raider wieder DAS Feeling auf). Aber eben gut zu sehen, wie unterschiedlich selbst bei einer großen Bandbreite von Leuten als gut eingeschätzte Spiele die Wahrnehmung von Designentscheidungen ist. Das zeigt offensichtlich, dass ich seeehr nachgiebig für anderweitige Nervigkeiten bin, wenn die Story, die Umgebung/das Leveldesign und die Charaktere stimmen. Auch mit ambibalent-nervigen Figuren wie Ms. Junda 😉
    Da ist es auch kein Wunder, warum das göttliche „Control“ oder kürzlich das polnische „The Medium“ so bei mir eingeschlagen haben…

  14. P.S.: Fast vergessen – Steam Deck! Dieses Ding ist so der Hammer, das hätte ich nicht gedacht! Nicht nur wegen der überragenden Emulator-Eigenschaften und der Möglichkeit zum ersten Mal wirklich PC-on-the-go zu erleben. Vor allem wegen der Tatsache, dass ich damit angefangen habe bestimmte Titel zu Ende zu bringen, anstelle sie nur anzuspielen, sie gut zu finden, und dann… am Desktop nie wieder anzurühren.
    Titel wie z.B. die unglaublich entspannenden Sable (Moebius wäre stolz), Tunic und RiME. Oder auch Of Orcs and Men. Oder…

  15. > Vor allem wegen der Tatsache, dass ich damit angefangen habe bestimmte Titel zu Ende zu bringen, anstelle sie nur anzuspielen, sie gut zu finden, und dann… am Desktop nie wieder anzurühren.

    Steam Deck könnte die Zukunft von Valves Storefront sein, nachdem der PC-Desktop nun wirklich so richtig tot ist, was man beispielsweise am Ausstieg von EVGA schon sehr gut sehen kann.

    Auch sonst werden in den PC-App-Stores künftig die APUs den Ton angeben, denn Notebooks mit dedizierter GPU kaufen ja dann doch nur die wenigsten.

  16. @Harzzach
    freut mich dass Dir Starship Troopers gefällt, hatte ich mir fast gedacht 🙂

  17. @Aloha2 Was Control angeht, sind wir dann wirklich einer Meinung. Das hab ich schon auf der PS4 platiniert und derzeit auf dem PC in der Mache. Lediglich den DLC hab ich noch nicht durch, was an dem einen wirklich massiven Kritikpunkt liegt, nämlich der Wegfindung. Schon klar, man wollte mal etwas anderes probieren, aber es stellt sich schon die Frage, ob man das nicht hat testen lassen.

    Den DLC jedenfalls hab ich erstmal auf Eis gelegt, nachdem ich in diesen Höhlen stundenlang um Kreis herumgelaufen bin und immer wieder an der selben Stelle rauskam. Und das Schlimme ist, ich hab das Spiel ja nun schon einmal auf dem PC durch und ich verlaufe mich derzeit im Büro immer noch. Was nicht zuletzt daran liegt, dass man der Meinung war, der Spieler solle sich doch bitte an den Wegmarken in der Spielwelt orientieren – dieses aber nicht selten schlicht fehlen oder in die Irre führen.

    Ich meine, klar, da mag die Türe, durch die man muss, LINKS von dir sein, aber wenn man dazu erst einmal die Treppe RECHTS von dir runter muss und es bei der Abbiegung links ganz woanders hingeht, dann ist ein ‚Nach X geht’s links lang‘ Schild dumm.

    Ansonsten haut das Spiel für mich in so ziemlich jede vorhandene Kerbe, von den Charakteren über die Story bis hin zum Kampfsystem. Und was hab ich gefeiert, als ich die Hinweise auf ‚Alan Wake‘ gefunden habe… Zumal das Spiel meine innere Grafikhure mal so richtig zum Stöhnen bringt. Sah auf der PS4 schon super aus, kam auf dem PC noch besser und mit der neuen Graka und Raytracing… meine Fresse.

    Was ich mir im Sale jetzt übrigens auch noch einmal, extra für’s Deck, zugelegt habe, ist ‚Days Gone‘. Da habe nun wiederum ICH nicht verstanden, warum das Spiel so verrissen wurde. Die Story ist nicht schlecht, die Charaktere sind toll, das Looten und Craften trifft für mich genau den ‚Sweet Spot‘ zwischen, ‚ist nur schmückendes Beiwerk‘ und ‚viel zu viel‘, das Herumblubbern mit dem Bike sind für mich Tiefenentspannung und die Kämpfe, vor allem die gegen die Horden, sind unterhaltsam bis grandios.

    @Harzzach Bei Doom 2016 haben die ‚Glory Kills‘ ja noch Sinn gemacht, bei Eternal verkommen sie nicht nur zum Selbstzweck, sie funktionieren oft genug einfach nicht. Nicht nur, dass sie oft genug aus dem Flow reißen, sie werden auch /langweilig/, weil man die immer gleichen Animationen immer und immer wieder sehen muss. In diesem Zusammenhang sagt es dann auch schon alles, wenn eine Rune existiert, welche diese Kills schneller ablaufen lässt. Da war wohl auch den Machern klar, dass viele Spieler diesen Scheiß wohl als eher lästig empfinden.

    Und in Doom 2016 war die Kettensäge das Ass im Ärmel, welches man sich aufgespart hat – hier ist ihr Name ‚Inflation‘, denn ihr Einsatz zur Minutionsgewinnung ist zwingend. Und damit langweilig. Zumal es mir mehr als einmal passiert ist, dass ich gegen einen Arenaboss kämpfte und starb, weil schlicht kein Fußvolk zum wegsägen mehr DA war. Bei manchen Minibossen hat man das auch gemerkt und spawnt extra immer wieder Zombies, deren reiner Zweck es ist, zersägt zu werden.

    Übel ist dann auch, dass sich bestimmte Gegner nur mit vollem Tank zersägen lassen und man dann nicht selten abkratzt, weil diese vor allem in der Hitze des Gefechts fast genau wie Imps aussehen, die Säge dann aber abprallt.

    Und so richtig dumm – die Nahkampfattacke ist faktisch nicht existent und schubst den Gegner nur zurück. Ach jaaa, dafür gibt es jetzt den ‚Blood Punch‘, was faktisch ein Nahkampfangriff IST, der dann aber wundersamerweise ganze Gegnerhorden auf 10 Meter Entfernung platzen lässt. Mach Sinn, mhmh…

    In dem Zusammenhang nervt es dann auch, dass viele Gegner zum reinen Quicktime Event verkommen sind. Da gibt es Gegner, die NUR angreifbar sind, nachdem sie selbst attackiert haben – und da muss man dann sekundenbruchteilgenau reinschlagen, sonst haben sie schon wieder dicht gemacht. Und all das, während sie irgendwelche Geisterhunde spammen.

    Zudem hat man einst ikonische Gegner wie den Arachniden oder den Hell Baron zum Kanonenfutter verkommen lassen, die man dann auch noch massenweise in Arenen steckt, die kaum groß genug sind, dass sie sich darin bewegen können. Nur, damit man dann zum hundertsten Mal die ‚Bein ausreißen und dem Teil in’s Auge stechen‘ Animation bewundern kann, nein, muss.

    Da trat dann ein seltsames Phänomen auf – einerseits habe ich mich nach vielen dieser Arenakämpfe richtiggehend ausgelaugt gefühlt, andererseits war ich unfassbar gelangweilt. Weil man halt das selbe Schema ein paar hundert Mal abgespult hat, das aber unter immensem Druck tun musste. Da geht es wirklich nur darum ob man in der Lage ist, schnell genug wie der sprichwörtliche trainierte Affe auf den richtigen Knopf zu hauen.

    Das Spiel fühlt sich in jeder Hinsicht mehr wie ein Bullethell-Shooter, als wie ein Doom an. Was beachtlich ist, denn Doom 3 und 2016 haben ja beide auch ihr eigenes Ding und so manches anders gemacht und sich dennoch jederzeit wie Doom angefühlt. Diese Monstrosität, erst recht mit all den bunten Neofarben, welche da munter in der Gegen herumfliegen, kommt viel eher wie einer dieser japanischen Quick Time/Bullethell Shooter rüber und spielt sich auch so.

    Aber Hauptsache, man kann eine Bazillion Skins freischalten.

  18. > Aber wenn man sich von dem Gedanken löst, all das auch ums Verrecken spielen zu wollen, sondern den Erwerb der Spiele mehr als klassisches Sammeln zu bewerten beginnt, ist das plötzlich nur noch ein harmloses Hobby und nicht mehr sinnlose Verschwendung persönlicher Kaufkraft, die woanders eventuell sinnvoller angelegt wäre 🙂

    Dieses Wochenende wurden Hollow Knight (Bluray, 10 GB) mit beliegender Karte von Hallownest und Anleitungsheft (!) sowie Minecraft (Bluray, 3 GB) in die Sammlung aufgenommen. Beide natürlich komplett offline lauffähig, letzteres anders als die PC-Version auch ohne Microsoft-Account.

    Absolute Verschwendung von Kaufkraft, denn beides habe ich bereits „digital“ gemietet. Minecraft hatte ich schon 2011 zu Beta-Zeiten für einen Zehner geholt – die Discversion hat fast 40 € gekostet. Und auch Hollow Knight befand sich bereits als Download installiert auf meiner PS4 und auf dem PC und überall eigentlich – ich muß wohl jeden Sale mitgenommen haben.

    Jetzt habe ich den „Vorteil“, jedesmal die Disc einlegen zu dürfen, denn die Konsole wandelt die installierte „digitale Edition“ einfach um, sobald sie die Disc gesehen hat. 🤣 Aber die ist jetzt nicht mehr an einen Account gebunden. Eine echte Kaufversion (!) also.

    Und natürlich zum „Sammeln“ eignen sich Discs einfach viel besser, vor allem wenn die Spiele auch gespielt hat und sich dann gern daran erinnert. Übrigens verschickt Amazon inzwischen ein PEGI7-Spiel mit 18+-Altersprüfung und Ausweiskontrolle – ich habe nicht schlecht geschaut.

  19. @Aloha2 Natürlich werde ich das nicht machen, aber ich hab mich gerade ernsthaft gefragt, ob auf dem Steam Deck wohl Octoprint laufen würde. Ich hatte nämlich eigentlich geplant, auf einem Raspberry Octopi laufen zu lassen und den mit meinem 3D-Drucker zu verdongeln, wäre an sich eine coole Sache.

    Kontrolle des Druckers über das Netzwerk, steuerndes Eingreifen in laufende Druckvorgänge, Kamera… nuuur, dass der Raspi 4 in der 4 Gb Variante, so er überhaupt erhältlich ist, inzwischen über 200 Euro kostet, die 8 Gb Version sogar über 250. Haben die sie noch alle? Was geht’n da gerade an? Sollte der Raspberry nicht ursprünglich mal ein günstiger Kleinrechner sein, den sich jeder leisten kann?

    Da komme ich inzwischen, wenn ich das Steam Deck hier so liegen sehe und inzwischen merke, wie leistungsfähig das Teil nicht nur als Spielekonsole, sondern ganz allgemein als Kleinrechner ist, echt auf Gedanken.

  20. 😀
    Und andere stecken das Steam Deck als ‚Zentralrechner‘ in ein Arcadegehäuse mit MAME um stationär das ‚volle Originalfeeling‘ zu haben, nur um später das Ding rauszunehmen wenn sie auf Reisen gehen…

    Mal ernst, dass was mich am meisten positiv überrascht am Steam Deck ist die sich, ab Erstbenutzung quasi instantan, ändernde Sichtweise auf das Ding. Ich dachte mir wirklich am Anfang „Na, probierste ma‘ aus, ob es möglich ist, das erstaunlich gute Handling einer Switch (kurz zum ‚Testen‘ geklaut bei den lieben Kleinen 😉 ) auch mobil mit PC-Oldies und Indies zu erleben. Wenns gut läuft haste die ideale Plattform für das Zwischendurch- und Zu-Ende-Zocken gefunden.“ 2 Tage nach Erhalt –> Check, Plattform gefunden, aber eben auch für solche Sachen wie Horizon, nix nur 10 Jahre alte Unity! Vorhandene USB-C-Dockingstation ’nen Tag später getestet…ups, Steam-Deck mutiert vor meinen Augen zum vollwertigen Linux-Mini-PC. Office-Distri druff! Geil!!!
    Warte mal, doch mal probieren ob ’ne Windows 10 auf der microSD läuft… Tag später… tut sie! Selbst mit Touchscreen-Bedienung.
    Ihr wollt mich doch verarschen, ein Dual-Boot mit 2 vollwertigen Betriebssystemen und der geilsten portablen Emu-Hardware auf ’ner etwas größeren Switch die als Kirsche obendrauf stark genug ist UM SCHON HEUTE F***ING SWITCH-SPIELE EMULIEREN ZU KÖNNEN???
    Ja, und das war nur meine erste Woche! Die Ideen der Community seitdem haben mich echt umgehauen. Reality Check: Schon klar, hier ist nicht alles Gold was glänzt (Batterielaufzeit bei Vollast…), aber bei den wenigen Schwächen kann ich mit Silber und Bronze gut leben 😉

  21. @Aloha2 Kraaass… Ich frage mich, was du gepostet hättest, wäre mein Kommentar in Richtung ‚Zeitmaschine‘ gegangen. 😀

    Schon spannend, was die Leute so mit dem Deck veranstalten, auf welche Ideen die Leute kommen und was alles so in dem Gerät steckt. Ich hab dieser Tage ein Video gesehen, in dem jemand einen Touchscreen in das Deck stöpselte, auf dem die normale, Big Screen-ähnliche UI lief. Das Deck schaltete nahtlos um und… die Touchscreenfunktion des Monitors funktionierte. Einfach so.

    Das mit Windows 10 auf SD-Karte muss ich mir mal anschauen, klingt auf jeden Fall interessant. Würde ich auf jeden Fall schon aus reiner Neugier mal ausprobieren. Vielleicht läuft da ja sogar Steam drauf und ich kann meine Steamspiele auf dem Deck… halt, moment… xD

    Was die Switch-Spiele angeht, wie bekomm ich die denn auf das Deck? Und wie rund laufen sie dann? PS2-Spiele sollen ja recht flüssig laufen.

    Ansonsten ist das Deck bestens geeignet, um den Pile of Shame abzuarbeiten. Ich habe beispielsweise gerade ‚Rochard‘ und ‚Cryptark‘ in der Mache. Rochard ist ein Platformer und Cryptark ein Twinstick-Shooter/Rogue light – beide haben keine Beachtung gefunden, weil sie sich mit M/Kb nicht so super spielten und ich nie einen Controller am Rechner hängen habe. Auf dem Deck sind beide Spiele grandios.

    Vielleicht gebe ich sogar ‚The Surge 2‘ nochmal eine Chance, wenn ich es preiswert schießen kann. Ich fand das Spiel auf der PS4 gar nicht mal schlecht, kam aber hier nun wieder mit der Controllersteuerung nicht so recht zurande. Zwar kann man diese auf der PS4 recht komfortabel anpassen, was aber auch nicht geholfen hat, weil diese Anpassung immer noch recht limitiert ist. Die Anpassungsmöglichkeiten auf dem Deck sind aber fast grenzenlos, da kann man ja /alles/ anpassen und umbauen, was selbst Macros beeinhaltet.

    Ansonsten und weil wir es hier erst vom Game Pass hatten, ich hab gerade ‚High on Life‘ dank Gamepass in der Mache. Ohne Gamepass hätte ich das Spiel wohl an mir vorüberziehen lassen, was schade gewesen wäre, denn das Spiel ist… schräg. Sehr, sehr schräg. Und trotz der niedlich-knuddeligen Waffen und dem allgemein sehr zeichentrickartigen Stil erstaunlich, ich möchte fast schon sagen zumindest in einigen Momenten erschreckend, brutal und düster. Und zwar nicht nur, was die Spielmechaniken und das Pixelblut, sondern auch und vor allem was die Story angeht.

    Was übrigens auch für ‚Grounded‘ gilt, also was das Antesten dank Gamepass, aber auch zumindest bis zu einem gewissen Grad den ‚Spiel für Erwachsene(re)‘ Faktor angeht. Insofern hat sich der Gamepass für mich schon gelohnt, aber wie gesagt, da muss eben jeder auch selbst wissen, was für ihn sinnvoll ist.

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